Zweite Chance für den Mörder

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Mord Familie

Mein Bruder ist ein verurteilter Mörder und sitzt deswegen seit zwei Jahren im Gefängnis. Er hat seine Ex-Freundin unter Alkoholeinfluss nach einem Streit erwürgt. Ich beichte, dass ich trotz seiner Tat bis zum heutigen Tag zu ihm halte, ihn regelmäßig besuche und auch nach seiner abgesessenen Haft für ihn da sein werde, denn er bereut seine Tat zutiefst. Ich weiß, dass er das schlimmste Verbrechen begangen hat, das man überhaupt verüben kann, aber hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?

Beichthaus.com Beichte #00032086 vom 21.10.2013 um 00:57:55 Uhr (56 Kommentare).

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Das verkorkste Gör

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Hass Aggression Zorn Kinder

Ich hasse die Tochter einer Bekannten! Wir waren zeitgleich mit unseren ersten Kindern schwanger und nur, aber auch wirklich nur deshalb bin ich mit ihr in Kontakt gekommen. Ich fand das Kind bereits als Baby merkwürdig - es war in allem der totale Spätzünder und immerzu unzufrieden. Ihre Mutter ist der nervigste und besserwisserischste Mensch der Welt! Sie hat das arme Ding aber auch schön immer auf ihrer Lieblingsseite liegen lassen, bis der ohnehin überproportional riesige Schädel total deformiert war. Und das gleiche Spiel trieb sie später mit dem kleinen Bruder. Das Mädchen ist allerdings die Pest! Sie schreit, stänkert, rülpst, furzt, schimpft und schlägt andere Kinder, wenn ihr die Argumente ausgehen - was recht zügig geschieht. Wir leben im selben Ort, unsere Kinder besuchen gemeinsam den Kindergarten und später wohl auch die Schule.


Ich selbst liebe meine beiden Söhne unendlich, ich bin auch für andere Kiddies der absolute Kindermagnet und liebe es, so viele Kinder wie möglich um mich zu haben! Dadurch kann ich mit Frechheiten und anderen Schwierigkeiten souverän umgehen und werde von Eltern sehr geschätzt, da ich immer die Ruhe bewahre. Andere Kinder machen mich auch überhaupt nicht aggressiv, egal wie schwierig sie sind. Jedenfalls, wenn man von diesem einen Mädchen absieht! Egal, was sie tut, sie ruft in mir unendliche Aggressionen hervor. Ich habe lieber die Bude gerappelt voll mit allen Nachbar-, Freundes- und Kindergartenkindern, als dieses eine Gör auch nur in meiner Nähe. Sie ekelt mich sogar richtig an. Ihre Mutter will ständig Kontakt, da ich recht beliebt bin, während ich versuche, ihr aus dem Weg zu gehen. Aber dadurch, dass wir beide recht aktiv sind und uns vielfach für den Ort und die Kinder engagieren, laufen wir uns immer wieder über den Weg. Ihr Balg belagert dann meinen Sohn und der arme Kerl versucht jedes Mal mit ihr zu spielen, bis sie ihn wieder anzickt, haut, beschimpft oder ihm etwas wegnimmt - ich habe dann jedes Mal aufs Neue das Verlangen, ihr alles aus dem Leib zu schütteln! Und dass, obwohl ich absolut gegen jede Art von Gewalt - vor allem, wenn sie gegen Kinder gerichtet ist - bin.


Aber wenn Madame mal einen Schreikrampf bekommt oder sich auf die Klappe legt, freue ich mich innerlich. Da erschrecke ich teils vor mir selbst! Sie ist aber auch so widerlich, hat nur Dreck im Kopf und ihre Mutter meint ernsthaft, dass sie halt "Führungsgeschick" hat, wenn sich wieder jemand beschwert, dass sie ständig andere rumkommandiert und herumschubst. Laut ihr wird sie auch ganz sicher eine "hohe Führungsposition" erlangen. Hackt es bei der?! Das Balg ist dermaßen rotzig und hohl! Und dick ist es auch noch, weil es einfach alles in sich reinstopft! Das Kind isst nicht mehr - sie frisst schon! Oft schaufelt sie alles mit beiden Händen in ihren Mund. Noch dazu ist sie hinterhältig - weshalb sie bei uns keinen Schritt mehr ins Haus machen darf. Sie hat es nämlich gewagt, meinem Jüngsten - er war 14 Wochen alt - eine zu klatschen! Und als ich sie von dem Kleinen weggezerrt habe, meinte ihre Mutter noch ganz dreist, dass sie nur etwas unbeholfen sei und ihn nur streichen wollte! Gleichzeitig gibt sie übrigens zu, dass sie das Gör nicht mir ihrem einjährigen Bruder alleine lassen kann, weil sie dann auch ihn attackiert. Wie kann ein Kind nur so sein?! Ein Spiegelbild der Eltern? Sie sollte mir leidtun, stattdessen möchte ich sie nur treten - sogar mehr, als ihre Mutter, die es am ehesten verdient hätte.

Beichthaus.com Beichte #00032083 vom 21.10.2013 um 17:51:33 Uhr (19 Kommentare).

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Der Verlust meines Kindes

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Verzweiflung Feigheit Kinder

Ich wurde 1964 in einem kleinen Dorf in der Eifel geboren und bin mit meinen zwei kleinen Brüdern unter einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern waren hart arbeitende Menschen, die mir schon früh viel Verantwortung übertragen haben, weil sie aufgrund ihrer Arbeit oft nicht die nötige Zeit hatten, sich um meine jüngeren Geschwister zu kümmern. Im Prinzip kümmerte ich mich um fast alles - den Haushalt, meine Geschwister. Ich sah das auch als ganz selbstverständlich an und habe mich nie darüber beschwert. Erst, als ich 13 der 14 wurde und langsam bemerkte, dass mir kaum Zeit für etwas anderes blieb, wollte ich diese Pflichten nicht mehr erfüllen. Ich fand, dass meine Geschwister jetzt alt genug und in der Lage waren, etwas selbstständiger zu werden. Denn ich wollte machen, was andere in meinem Alter auch taten - meine Eltern brachten dafür allerdings kein Verständnis auf, sie beharrten darauf, dass ich mich weiterhin auf die Schule und meine Pflichten konzentrierte. Doch wie das so ist, hatte ich allmählich keine Lust mehr, ständig zu verzichten und schlich mich nicht nur nachts aus dem Haus, sondern traf mich auch tagsüber unter verschiedenen Vorwänden mit meinen Freunden. Meine Noten waren gut und ich hatte tatsächlich Spaß an der Schule. Hätten meine Eltern Wind davon bekommen, hätten sie mir mit Sicherheit die Hölle heißgemacht!

Ich schloss meine Schule irgendwann mit einem sehr guten Notendurchschnitt ab und begann eine Ausbildung zu Schneiderin. Dort lernte ich auch Hans kennen (den Namen habe ich geändert). Er wollte in unserem kleinen Geschäft ein paar Hosen umgenäht bekommen. Hans war mir auf Anhieb sympathisch, wir verstanden uns blendend und ich dachte, er müsste meinen Eltern ebenso gefallen. Er war schon 18, ich damals knapp 16, Hans arbeitete als Schlosser in einem Betrieb in der nächsten Kleinstadt und hatte äußerst gute Manieren! Doch ich hatte mich getäuscht, meine Eltern waren strikt dagegen, dass ich in meinem Alter schon einen Freund hatte und verboten mir den Kontakt zu ihm, bevor sie ihn überhaupt kennenlernten. Ich kannte Verbote ja schon zur Genüge und hatte mich damit abgefunden - deshalb sah ich Hans eben auch wieder heimlich. Ich war verliebt bis über beide Ohren, jedoch muss ich zugeben, litt unsere erst eingegangene Beziehung sehr unter diesen Heimlichkeiten. Und eines Tages kam es, wie es kommen musste: Mein Vater erwischte uns beide und ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben eine gehörige Tracht Prügel. Meine Eltern waren bitter enttäuscht, ich habe Hans daraufhin nie wieder gesehen und weiß nur, dass er später ein anderes Mädchen geheiratet hat. Als ob das für mich nicht schon schlimm genug wäre, stellte ich fest, dass meine Periode ausgeblieben war. Ich hatte höllische Panik, denn tief im Inneren wusste ich, was los war: Ich war schwanger! Lange verdrängte ich, dass unter meinem Herzen ein Kind wuchs, versteckte meinen immer größer werdenden Bauch und wusste dennoch, dass ich keine andere Wahl hatte, als es endlich meinen Eltern zu beichten, wenngleich sie mich dafür ewig hassen und als Schande der Familie ansehen würden. Irgendwann rückte ich dann aber mit der Sprache raus. Vater wurde leichenblass, Mutter fing an zu weinen und brachte keinen Ton heraus. Schnell war beschlossen, dass ich abtreiben und niemals ein Wort darüber verlieren sollte! Ich beugte mich der Entscheidung, doch als meine Mutter mich am nächsten Tag zum Frauenarzt brachte, kam der nächste Schock, ich konnte nicht mehr abtreiben. Zu Hause war danach im wahrsten Sinne des Wortes wirklich die Hölle los. Obwohl ich schwanger war, setzte es erneut Prügel von meinem wütenden Vater, viel mehr als um mich war er um das Ansehen unserer Familie besorgt. Ein minderjähriges Mädchen, schwanger und vom Kindsvater getrennt - damit hatte ich das Schlimmste getan, was man nur tun konnte. So schickten mich meine Eltern zu meiner Tante nach Köln, wo ich das Kind austragen und zur Adoption freigeben sollte. Meine Tante war eine garstige, ebenfalls sehr strenge Frau, die wenig Rücksicht auf mich nahm und mich jederzeit wissen ließ, was für eine verdorbene Hure ich sei. Ihr könnt mir glauben, dass ich in dieser Zeit mehr als oft an Selbstmord oder ans Weglaufen gedacht habe, doch ich musste mich ja fügen. Ich liebte dieses Kind in meinem Bauch über alles, aber was für ein aussichtsloses Leben hätte es bei mir gehabt? Ich malte mir dennoch aus, wie es bei mir aufwachsen und leben würde. Oder dass ich es eines Tages wieder zu mir holen würde. Unter stundenlangen Schmerzen und völlig allein brachte ich im November 1981, kurz vor meinem 17. Geburtstag eine Tochter zur Welt, ich gab ihr den Namen Isabell. Die Hebamme hat mir mein Kind nicht gezeigt, sondern es sofort mitgenommen. Alles, was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, ist ihr Schreien, das ich nie vergessen werde.

Der Schmerz und die Traurigkeit, die Wut auf meine Eltern, die Hilflosigkeit und die Leere - alles das hält bis heute an, nun bin ich knapp 50 Jahre alt und habe nie verkraftet, dass meine kleine Isabell niemals bei mir aufwachsen konnte. Ich habe zwar meine Ausbildung nach der Geburt beendet und versucht, wieder auf die Beine zu kommen, wie man so schön sagt, aber es ist mir nie gelungen. Ich habe mich viele Jahre lang zurückgezogen und mit niemandem über den Verlust gesprochen, bin mit meinem Schmerz allein geblieben und habe auch niemals mehr ein normales Verhältnis zu meinen Eltern aufbauen können. Mein Vater ist letztes Jahr verstorben, meine Mutter lebt in einem Altenheim, sie leidet an Demenz. Ich habe ihnen oft genug gesagt, dass sie mein Leben zerstört haben, aber das hat nichts wieder gut gemacht. Sie blieben bei ihrer Meinung, dass es zur damaligen Zeit und unter den Umständen eben nicht anders gegangen wäre. Jeden Tag frage ich mich, wie Isabell aussieht, wie es ihr geht, wie sie aufgewachsen ist, was aus ihr geworden ist, doch ich hatte nie die Kraft, mich auf die Suche nach ihr zu machen. Ich bin seit einiger Zeit in therapeutischer Behandlung, denn so kann es nicht weitergehen, zuletzt habe ich bis zu drei Flaschen Schnaps täglich getrunken. Vielleicht erfüllt sich eines Tages mein größter Wunsch: dass ich Isabell oder wie immer meine Tochter heißen mag, kennenlerne, in die Arme schließen und sie mir verzeihen kann.

Zu meinen Brüdern habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis, sie stehen hinter mir und unterstützen mich, wollen mir sogar helfen, Isabell zu finden. Ich gebe diese Hoffnung nicht auf, denn mein ganzes Leben, die ganzen letzten 32 Jahre habe ich immer und immer wieder an mein Kind gedacht! Ihr werdet mich vielleicht dafür verurteilen und euch fragen, warum ich damals, als ich noch schwanger war, nicht wirklich weggelaufen bin. Warum ich Isabell nicht schon viel eher gesucht habe. Ich muss zugeben, ich war viel zu feige und hatte einfach nur Angst, ich wusste nicht, wo ich hin sollte und stand immer unter dem Druck meiner Eltern, aber genau diese Vorwürfe mache ich mir seit Isabells Geburt, die sich nun bald 33 Jahre jährt. Hans, Isabells Vater, habe ich ja auch nie wieder gesehen, dabei hätte er vielleicht auch das Recht, von ihr zu wissen. Ich bitte nicht um Absolution, denn was passiert ist, werde ich mir selbst nie verzeihen können, obwohl das ein Ziel meiner Therapie ist. Ich möchte nur allen werdenden Müttern da draußen, die daran denken, ihr Kind wegzugeben, sagen: tut es nicht, wenn ihr die Möglichkeit habt, Hilfe seitens der Behörden, Beratungsstellen, Freunde oder der Familie zu erhalten. Egal, wie schwierig es manchmal erscheint - nichts und niemand ist es wert, sein Kind wegzugeben! Ich würde heute alles Erdenkliche dafür tun, könnte ich die Zeit zurückdrehen.

Beichthaus.com Beichte #00032075 vom 20.10.2013 um 17:30:20 Uhr (24 Kommentare).

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Die One-Night-Stand Strichliste

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Falschheit Hass Rache WG Mainz

Ich (m/27) hasse die (Ex-)Freundin meines Bruders, paradoxerweise lebe ich aber mit ihr in einer WG, wo sie auch meinen Bruder kennenlernte. Anfangs verstanden wir uns prima, haben Filme zusammen geschaut und Ähnliches. Doch nach und nach haben sich gewisse Verhaltensmuster gezeigt: Wenn sie ohne meinen Bruder feiern war, kam sie sturzbetrunken zurück und man konnte ihr förmlich ansehen, dass sie mit anderen Typen rumgemacht hatte. Außerdem wurde sie immer zickiger und regte sich über jede Kleinigkeit auf - und sei es nur, dass die Spülmaschine nicht ausgeräumt war oder der Flur nicht termingerecht geputzt wurde. Nachdem sie aber angefangen hat, mir mein Essen wegzufuttern, nachdem sie gekifft hatte, plante ich meine Rache. Ich habe damit angefangen, verschiedene Dinge zu verstecken, oder an einen anderen Platz zu legen. Ich werfe auch regelmäßig wichtige Notizen weg, die sie auf diese kleinen Post-it-Zettel schreibt und an den Kühlschrank klebt. Manchmal bestelle ich im Internet Sachen, mit Vorliebe Sexspielzeug, auf ihren Namen und freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn sie mit dem Paketboten diskutiert. Trotzdem wurde sie mit jedem Tag unerträglicher. Vor Kurzem hat sie dann einen Typen angeschleppt, der mindestens genauso voll war, wie sie selbst an diesem Abend und hatte lautstarken Geschlechtsverkehr mit ihm. Als der Stecher morgens ging, habe ich "zufällig" ein Handyvideo davon gemacht. Natürlich habe ich das meinem Bruder gezeigt und ihm außerdem von meinen kleinen Racheaktionen erzählt.

Noch dazu macht sie sich jedes Wochenende einen ekeligen Auflauf, den sie mit noch ekligerem Käse belegt. Das Zeug stinkt wie ein totes Tier. Also habe ich es mir auch zur Angewohnheit gemacht, in unbeobachteten Momenten in die dazugehörende Sauce zu onanieren. Bisher hat sie noch nichts gemerkt. Und seit sie nicht mehr mit meinem Bruder zusammen ist, hat sie jedes Wochenende einen Neuen, manchmal sogar mehrere. Unverschämterweise bleiben die dann auch noch bis zum Frühstück, weswegen ich eine Strichliste an den Kühlschrank gehängt habe. Wenn mich dann einer dieser Typen fragt, was das soll, antworte ich wahrheitsgemäß, dass das die Liste der One-Night-Stands ihrer Eroberung ist. Der Gesichtsausdruck ist es immer wieder wert. Neulich hat sogar einer damit angegeben, dass er Nacktfotos von ihr gemacht hat. Mit ein wenig Überredungskunst habe ich ihn dazu gebracht, mir diese zu schicken. Die werde ich wohl demnächst im Treppenhaus aufhängen. Aber meine eigentliche Beichte ist, dass ich nichts davon bereue. Ich hasse diese kleine Schlampe, die noch nie für irgendwas hat arbeiten müssen und immer alles Bekommen hat, das sie sich wünschte.

Beichthaus.com Beichte #00032061 vom 16.10.2013 um 15:34:26 Uhr in 55116 Mainz (Gaustraße) (23 Kommentare).

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Die fanatischen Sportler

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Zorn Hass Vorurteile Sport

Ich (m/20) möchte beichten, dass ich Sportler hasse, und zwar zutiefst! Ausgenommen sind hier allerdings Hockey und Brettsportarten. Vorneweg, ich bin weder fett noch unansehnlich, aber diese verdammten "vitalen" Fitnessgurus gehen mir gewaltig auf den Sack! Seien es diese Möchtegern-Fahrradprofis, die nach Feierabend ihren tollen Overall anziehen und sich auf das 3000 Euro Fahrrad setzen und den Autofahrern auf die Nerven gehen, oder die gesundheitsbewussten Jogger, die abends an meinem Haus vorbeilaufen und mir stets einen verächtlichen Blick zuwerfen, wenn ich mit Bier und Zigarette auf der Terrasse sitze. Aber am allermeisten hasse ich die Typen, die vier Mal in der Woche im Fitnessstudio sind und ihre Muskeln lieben wie einen Bruder.


Diesen Hass habe ich aber erst nach und nach entwickelt, als so einer bei uns angestellt wurde. Er ist von der Sorte Selbstdarsteller, fährt einen geleasten 5er BMW und trägt am liebsten Tanktops. Morgens darf ich mir jeweils Geschichten anhören, wie hart er am Tag zuvor wieder trainiert hat und wie und warum er seinen Trainingsplan anpassen will. Alle möglichen Desinteressebekundungen meinerseits halten ihn leider auch nicht davon ab. Typen von dieser Sorte sind die größten Kotzbrocken und Machos. Und natürlich haben sie auch weibliche Gegenstücke, die ich in meinem Weltbild auch unter "verhasst" einordne - nur das diese die "arrogante Schlampen" sind. Und nein, ich bin kein neidischer Loser, der keine abkriegt. Vielleicht nicht so oft, wie ein typischer Macho, dafür aber seelisch stabile Mädels. Mein Lebensstil mag nicht halb so gesund sein, wie der eines Sportlers - und ich werde daher wohl auch etwas früher abdanken, als dieses Pack. Aber um gesund zu sterben, ist das Leben ja auch zu schade. Ich bitte also um Absolution für meinen Hass auf Menschen, die meist nur etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Beichthaus.com Beichte #00032032 vom 11.10.2013 um 16:01:28 Uhr (17 Kommentare).

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