BWL und THC

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Drogen Hochmut Studentenleben Gangkofen-Kollbach

Ich möchte hier beichten, dass ich schon seit elf Jahren täglich große Mengen an Cannabis rauche (1-3g). Früher habe ich alles genommen, von Ecstasy bis hin zum Koksen, was ich heute noch selten mache. Ich war mindestens drei Jahre in der Schranzer-Szene unterwegs und habe mir jedes Wochenende ordentlich etwas reingeballert. Heute studiere ich (trotz THC-Konsum) erfolgreich BWL und freue mich schon darauf Chef von so blöden Spießern zu werden, die in ihrem Leben nicht erlebt haben und doch nicht so weit kommen wie ich! Ich bereue nichts, es hat mir nicht geschadet (THC) und ich fühle mich nicht als Krimineller.

Beichthaus.com Beichte #00021521 vom 25.04.2007 um 21:16:20 Uhr in Gangkofen-Kollbach (6 Kommentare).

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Wie bei Jackass

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Trunksucht Dummheit Vandalismus Last Night Unfall Flensburg

An einem Abend im Oktober 2002 traf ich mich mit ein paar Kumpels für lustige Saufspiele Videos und Kiffen. Nach etlichen Gläsern und ein paar Köpfen später kamen wir auf die Idee zu trichtern. Da mir Bier nur in kleinen Mengen schmeckt war ich jedoch schon vor stunden auf Wodka umgestiegen. Trotzdem musste ich genauso viel trichtern wie der Rest. Im späteren Verlauf des Abends schauten wir Jackass, das zu dieser Zeit ja noch Brandneu war. Und da ein Kollege gerade seine Digicam dabei hatte, dachten wir uns, das können wir ja auch. In folge dessen sind wir dann rotzevoll durch die Gegend gezogen, haben Mülltonnen umgetreten, uns in Büsche und Vorbeete geschmissen und sonst noch so einigen Scheiß gemacht. Zur Krönung des ganzen bin ich dann mit einem Kollegen von einem ca. 2m hohen Holzzaun in einen Strauch gesprungen. Leider war der Strauch erst vor kurzem geschnitten worden, was man aber bei der Dunkelheit nicht sehen konnte, so dass ich recht unglücklich auf einem dicken Astende landete bin. Da ich allerdings zu diesem Zeitpunkt schon weitab von Gut und Böse war, hielt sich der Schmerz in Grenzen und ich machte einfach weiter. Das Böse Erwachen kam am nächsten Tag. Neben einigen Kratzern und Beulen hatte ich einen Handtellergroßen Bluterguss an der Innenseite meines Oberschenkels. Nach 3 Tagen war mein rechter Oberschenkel von der Leiste bis zum Knie ein einziger Bluterguss und Laufen konnte ich auch nicht mehr. Im Krankenhaus sagte mir man dann, das ein Muskel gerissen sei und ein mittlerweile Tischtennisball großer Blutklumpen die Muskeln im Oberschenkel immer weiter auseinanderdrücken würde. Nach vier Wochen Uniklinik, die mich fast die Abizulassung gekostet hätten, etlichen Behandlungen und Medikamenten hab ich dann eine Rechnung von knapp 69500€ von Krankenhaus erhalten, die ich dann an meine Krankenkasse weitergeleitet habe. Für die Krankenkasse und meine Eltern ist das bis heute ein Unglücklicher Radunfall gewesen und sollte das jemals bekannt werden wird ich wohl mächtig Ärger mit der Krankenkasse bekommen. Das Einzige was ich Bereute ist, das wir meinen heldenhaften Sprung leider nur sehr undeutlich auf Video haben. Noch mal machen würde ich es allerdings auch nicht. Seitdem war ich übrigens auch erst einmal wieder wegen Verletzungen unter Alkohol in stationärer Behandlung.

Beichthaus.com Beichte #00021400 vom 08.04.2007 um 01:55:51 Uhr in Flensburg (4 Kommentare).

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Deutsche Verhaltensweisen

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Vorurteile Gesellschaft

Es gibt nichts Unentspannenderes, als mit Deutschen zusammen zu sein. Sie sind anstrengend bei allem, was sie tun. Nichts fließt, nirgendwo verspürt man auch nur für eine halbe Sekunde Leichtigkeit beim Zusammensein. Mich nervt dieser deutsche Zwang zu sinnlosen und inhaltsleeren Aktivismus, egal ob bei der Arbeit oder während der Freizeit. Mich nervt ganz besonders deutsche Zwangsspaßigkeit. Besonders diese Spezies Freizeitkomiker, die dich förmlich mit ihrer Witzigkeit zuscheißt. Da klappen meine Ohren sofort zu und ich drifte mental ab, grinse nur noch mechanisch zurück, wenn das Gegenüber sich gerade mal wieder über den eigenen Kalauer amüsiert. Und überhaupt, keinerlei Feingefühl, keine Subtilität, kein Gespür für Nuancen, keine Geduld und Konzentration um mal genauer hinzuhören und hinzusehen. Alles muss plakativ und schwarz-weiß sein, bloß keine Zwischentöne und Ambivalenzen. So etwas irritiert nur, das ist anstrengend und macht den anderen unsicher, wenn er nicht das Gefühl hat alles sofort in seine geliebten Denkschubladen einordnen zu können.

Und da ist diese speziell deutsche Form der Pseudo-Scheißfreundlichkeit. Wenn ein Deutscher meint, sein von Natur aus eher abweisendes und abgrenzendes Naturell übertünchen zu müssen, dann setzt er dieses debil-devote Langzeitgrinsen auf und macht einen auf netten Kumpel. Das wirkt so aufgesetzt und unnatürlich, dass es mich äußerste Mühe kostet, das Spiel mitzumachen. Heilige Scheiße, was soll das? Was wollen die mir damit beweisen? Haben sie Angst davor, dass ich ihnen irgendetwas anmerke, das sie vor mir verbergen wollen? Irgendwie habe ich bei Deutschen selten das Gefühl, dass sie ehrlich sind. Sie mögen zumeist harmlose und berechenbare Genossen sein, was ich durchaus zu schätzen weiß, aber sie haben diese eigenartige Neigung sich als etwas verkaufen zu wollen, was sie überhaupt nicht sind. Da ist immer dieses unterschwellige Gefühl, dass mit denen irgendetwas nicht stimmt. Aber ich glaube, dass merken sie selbst nicht bzw. sie machen dies unbewusst. Vielleicht fehlt ihnen ein bisschen der Zugang zu sich selbst, um dies zu erkennen.

Beichthaus.com Beichte #00021157 vom 04.02.2007 um 09:47:27 Uhr (43 Kommentare).

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Wie tief bist du gesunken?

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Rache

Dieses Wochenende war ich zurück in meiner Heimatstadt, in der ich wegen des Studiums nur noch selten bin. Auf jeden Fall begab es sich, dass ich mich in einer Disco am Tresen betrank, als ich eine Bekannte wiedertraf. Nach einem gewissen Maß, aufgrund meines hohen Alkoholpegels anstrengenden, belanglosen Geredes kamen wir auf das Thema Studium zu sprechen und unter anderem jammerte sie etwas, wie teuer das doch sei und wie wenig Geld sie hätte. Ich meinte, ich könnte ihr da vielleicht helfen - "Für ein Mal blasen zahle ich dir 200 Euro". Nach kurzem Überlegen meinte sie, sie wäre damit einverstanden. Ich bin dann mit den Worten: "Ich wollte nur wissen, wie tief du gesunken bist." aufgestanden und gegangen. Das war meine kleinliche Rache dafür, dass sie damals mit mir gespielt hat. Einen Großteil seines Wertes definiert eben jeder selbst.

Beichthaus.com Beichte #00020790 vom 23.01.2007 um 09:31:32 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Als netter Kerl hat man nur Nachteile

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Verzweiflung Begehrlichkeit Gesellschaft

Ich (m/20) bin eigentlich das, was viele als "netten Kerl" bezeichnen würden. Ich sehe passabel aus, bin freundlich und ein gerne gesehener Gast auf Partys. Ich rauche nicht, trinke nur sehr selten geringe Mengen an Alkohol und nehme auch anderweitig keine Drogen. Seit meinem 6. Lebensjahr treibe ich Sport und bin seitdem aktiver Fußballer, seit fünf Jahren nun schon in einer Tanzschule und auch noch in einigen anderen Sportarten aktiv. Momentan bin ich Zivildienstleistender und auch auf meiner Arbeitsstelle vermittele ich den Eindruck des "netten Kerls". Doch tief in meinem Inneren geht mir das gewaltig auf den Keks.

Bei den Frauen scheint man ja nur als hinterhältiger Oberschleimermacho anzukommen, denn die schönsten Mädels haben meist die dümmsten Kerle. Überall im normalen Leben hat man Nachteile, weil man ja Rücksicht auf Andere nimmt und dadurch immer einen Schritt zu spät ist. Mit der Zeit sammelte sich bei mir da solch ein Frust an, dass ich unbdeingt mal einen Tag "austicken" wollte, sprich einen auf "Böser Kerl" gemacht hab.

Und siehe da, es war ein absolut geiler Tag. Ich weiß nicht warum, aber an dem Tag gelang mir alles, was ich machte, gleich doppelt so gut und ich mache mir nun Gedanken ob das richtig war. Braucht die Welt noch "nette Kerle"? Oder sind die mittlerweile überflüssig, vielleicht sogar lebensunfähig ? Ich für meinen Teil werde wohl zur dunklen Seite des Lebens wechseln ... und dafür schäme ich mich.

Beichthaus.com Beichte #00020633 vom 16.01.2007 um 19:49:26 Uhr (5 Kommentare).

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