Arbeitet euch nicht kaputt!

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Verzweiflung Verschwendung Dummheit Zorn

Ich (m/23) habe derzeit Probleme, mein Leben noch aufrechtzuerhalten. Ich bin ein Mensch, der seit seinem 15ten Lebensjahr wöchentlich 40 Stunden arbeiten gegangen ist, nach der Arbeit und am Wochenende zu Hause im Betrieb geholfen und seit meinem 18ten Lebensjahr offiziell in der Lehrfirma Überstunden gemacht hat. Eine 60-Stunden-Woche nur in der Lehrfirma war normaler Durchschnitt. Leider hatte ich daher nie wirklich viel Zeit um Leute zu treffen oder neue Freunde zu finden. An eine Freundin war gar nicht zu denken, da mir einfach die Zeit dazu fehlte.

Mittlerweile haben wir unseren eigenen Betrieb geschlossen, und ich hatte aufgrund eines Burn-outs einen Autounfall während der Arbeitszeit und kann seit mittlerweile 15 Monaten nicht länger als 2-3 Minuten gehen, an Autofahren zu denken ist komplett ausgeschlossen, selbst das Liegen im Bett ist nicht zum Aushalten, laut den Ärzten ist eine Heilung fast ausgeschlossen. Jedenfalls habe ich mittlerweile seit knapp zwei Monaten starke Depressionen. Und zwar ich nur noch daran denke, dass ich vermutlich nie eine Frau finden und nie Kinder haben werde, oder dass meine restlichen Freunde und auch meine Familie mich ich im Stich gelassen haben.

Ich kann mich über das Geld für die Arbeit damals nicht beschweren (immer schwere Tätigkeiten, Getränkelieferant, Gärtnerei, Rohbau Elektroinstallationstechniker), allerdings wenn ich nun zurückdenke, hätte ich lieber die Hälfte verdient und stattdessen mein Leben gelebt als nun am "Ende" zu sein. Ich beichte daher, dass ich gerne wieder gesund sein und ein normales Leben führen möchte. Ich will nicht bis ans Ende meiner Tage alleine zu Hause sitzen. Die Moral meiner Geschichte? Geht lieber normal arbeiten und verdient weniger - Geld macht im Moment glücklich, aber auf keinen Fall gesund und eine Familie kann man sich auch nicht kaufen!

Beichthaus.com Beichte #00038746 vom 22.09.2016 um 06:01:06 Uhr (14 Kommentare).

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Das illegale Bordell in meinem Wohnzimmer

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Lügen WG

Meine Mitbewohnerin ist eine ziemlich fiese Schlange gewesen und ich habe mich gerächt. Die ersten zwei Monate war alles gut zwischen uns. Ich habe ihr sogar ein wenig bei der Zimmergestaltung geholfen, und als mal ihr Schloss nicht ging und mein Vater bei mir gerade den neuen Schrank zusammenzimmerte, hat er es ihr sogar repariert. Im Gegenzug dazu wurde sie immer unausstehlicher, seit ich einen Freund hatte. Zwei Mal in der Woche hat er im dritten Monat immer bei mir übernachtet. Da ging natürlich auch was. In einer WG sollte das kein Problem sein und wir haben sogar vorher darüber geredet. Sie hatte zu der Zeit keinen Freund und sie tat immer ganz freundlich. Hintenrum hatte sie mich mit einem massiven Lügenbrief bei der Vermietung angeschwärzt, ich würde ein illegales Bordell betreiben und immer kämen fremde Männer. Das saß. Meine Vermieterin hat mich darauf angesprochen und es war mir, obwohl es nicht wahr war, sehr peinlich.

Das würde ich ihr heimzahlen, habe ich mir geschworen, aber erst in einem halben Jahr, da mein Studium sich dem Ende zuneigte und ich in absehbarer Zeit ausziehen würde. Als ich mit meinem Freund dann nach einem halben Jahr zusammenzog, habe ich beschlossen, ihr ein kleines Geschenk zu hinterlassen. Da sie ihr Zimmer nicht abschließen konnte, war das umso besser. Also habe ich die Wohnungstür abgesperrt, die Hose runtergelassen, mich hingehockt und auf ihren Zimmerteppich uriniert und abschließend einen großen Haufen gelegt und das benutzte Papier danebengelegt. Ich beichte also, einen schönen Einrichtungsgegenstand verschmutzt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038699 vom 05.09.2016 um 15:32:34 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Zu dumm für den PC

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Engherzigkeit Zorn Dummheit Kollegen Arbeit

Ich arbeite im Büro und sitze in einem Raum mit zwei weiteren Damen. Seit ein paar Jahren arbeite ich schon hier und bin die Jüngste. Die beiden Damen aus meinem Raum arbeiten nicht in derselben Abteilung wie ich und sind um einiges älter. Immer wieder ergibt es sich, dass Dame 1 morgens ihren PC nicht anbekommt, etwas gelöscht hat und es dementsprechend nicht wiederfindet, irgendwelche Random-Einstellungen verstellt hat, es aber vergessen hat (sich keiner Schuld bewusst ist) und total verwirrt ist. Als wäre das nicht genug, scheucht sie alle Leute um sich herum auf, was denn da jetzt los sei und wie man das wieder beheben könne. Klar, wenn man etwas nicht weiß, braucht man Hilfe. Dennoch es hält einfach alle um sie herum von der eigentlichen Tätigkeit ab.

Sprich: sie kriegt echt selten etwas auf die Reihe, wenn es um den PC geht. Kennen viele sicherlich von älteren Herrschaften - es gibt aber auch durchaus Ausnahmen, die ich sehr zu schätzen weiß. Jedenfalls bin ich sonst immer sehr hilfsbereit und es gibt mir auch ein gutes Gefühl, jemandem weitergeholfen zu haben. Meist sind es ja ohnehin nur Kleinigkeiten, dennoch ist es schön, ein kleines Erfolgserlebnis zu verspüren. Doch heute war es anders. Ich war total genervt und konnte es nicht fassen, wie Dame 1 einfach SCHON WIEDER irgendeinen Mist verzapft hat und es immer so hinstellt, als würde sich ihr PC selbstständig machen und aus reiner Böswilligkeit die Einstellungen ändern.

Was ist passiert? Sie hat simpel ihre Startseite im Browser verstellt. Von selbst ändert sich auch das nicht - und wenn doch dann offensichtlich nur bei ihr. Jetzt war es eben nicht mehr Google, sondern irgendeine andere Suchmaschine. Zu meiner Beichte: Ich habe schlichtweg so getan, als hätte ich keine Ahnung und ihr dementsprechend auch nicht geholfen. Ich finde, man sollte zu solch simplen Dingen, die einfach nur der Bedienung des PCs dienen, einfach eine Umschulung, Fort- oder Weiterbildung in Erwägung ziehen, wenn man derart unfähig ist. Dennoch tut es mir leid, sie weiß es einfach nicht besser. Vielleicht wird es mir ja in späteren Jahren auch mal so ergehen und ich brauche die Hilfe von anderen. Ich werde ihr das nächste Mal sicher wieder helfen und denke, es wird nicht lange auf sich warten lassen. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00038579 vom 03.08.2016 um 08:00:09 Uhr (11 Kommentare).

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Ich lebe wie eine Oma

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Trägheit Verschwendung

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich - abgesehen von ein paar Dingen - das Leben einer Oma führe. Mit dem Lebensstil des Großteils meiner Gleichaltrigen kann ich persönlich wenig anfangen. Auf Partys gehe ich sehr selten, meistens fühle ich mich nicht wirklich glücklich dabei. Auf Festivals war ich erst drei Mal, ich kann es genießen jedoch bin ich kein Anhänger einer bestimmten Musikrichtung. Auf die Frage: "Welche Musik hörst du?" kann ich keine glaubhafte Antwort geben, da ich eigentlich vieles gerne höre. Momentan versuche ich jedoch, meinen Medienkonsum einzuschränken, da ich an die Theorie der Reizüberflutung glaube.

Eine Beziehung kriege ich auch nicht auf die Reihe, ich hatte nur eine einjährige Beziehung in meinem Leben. Am Aussehen liegt es nicht, erst heute wurde ich wieder auf der Straße für mein Aussehen gelobt (allerdings auf eine sehr primitive Art). Sehr gerne hätte ich ein geregeltes Leben mit Ehe und eigener Familie, dachte ich vor Kurzem. Nachdem ich mich nun mit meinem Singleleben abgefunden habe und alles andere dem Schicksal überlasse, geht es mir viel besser. Ich kann mir auch vorstellen, einfach so weiterzuleben. Ich bin berufstätig und studiere, bin also gut beschäftigt. In meiner Freizeit mache ich Sport und lese gerne Bücher. Freundschaften habe ich sehr wenige und auch räumlich getrennte, da ich nun in einer anderen Stadt wohne. Dafür langjährige und stabile.

Natürlich sehne ich mich manchmal nach "Action" aber ich könnte nicht jedes Wochenende auf der Piste sein. Mittlerweile genieße ich es einfach, in meinem Zimmer zu sitzen und mich zu isolieren. Nun werdet ihr euch denken: "Ist doch ok, was du mit deinem Leben machst." Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich irgendwie mein Leben verschwende, indem ich mich zu wenig auf das Leben einlasse. Dazu fühle ich mich jedoch energielos. Ich beichte somit, dass ich lieber in meinen eigenen vier Wänden sitze, statt mich auf Abenteuer einzulassen. Ich kann mir vorstellen, weitere Jahre als typische "Katzenoma" zu verbringen. Sollte es Gott geben (wovon ich persönlich überzeugt bin), so wird er sicherlich enttäuscht sein, dass ich meine Lebenszeit nicht gewinnbringender verbracht habe, indem ich mehr Menschen "geholfen" hätte.

Beichthaus.com Beichte #00038572 vom 31.07.2016 um 16:34:02 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Fisch mariniert man mit Spülmittel!

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Ekel Unreinlichkeit Zorn Nachbarn

Fisch mariniert man mit Spülmittel!
Ich beichte, dass ich am Wochenende gepflegt ins Rosenbeet der Nachbarn gegöbelt habe und es mir nicht im mindesten leidtut. Ich habe einen Zweitwohnsitz, an dem ich mich nicht so häufig aufhalte. Dort habe ich vor einiger Zeit neue Nachbarn bekommen. Sie sind aus einem anderen Bundesland zugezogen. Im Zuge ihrer Vorstellungsrunde luden sie uns für letzten Samstag zum Grillen ein. Lust hatte ich zwar wenig, aber um der guten Nachbarschaft willen muss man so etwas manchmal aushalten. Ich habe eine Schüssel Salat zubereitet und mitgebracht. Dort angekommen, trug ich den Salat in die Küche und unterhielt mich eine zeitlang mit der Hausherrin. Sie bereitete die Stücke vor, die gleich auf dem Grill landen sollten. Mit Entsetzen sah ich, dass sie die wirklich gut aussehenden Fischfilets mit Fairy Ultra abwusch. Sie muss wohl meinen entsetzten Blick bemerkt haben, weil sie mir dann völlig überzeugt darlegte, dass man das bei Fisch so machen muss, weil man sonst eine Fischvergiftung bekommt. Spülmittel hilft dagegen, weil das Spüli die Eiweißenzyme aufspaltet. Ob ich nachher auch Fisch möchte? Nein danke, ich mag grundsätzlich keinen Fisch, erwiderte ich, was eine fette Lüge war. Die Fleischstücke waren fertig eingelegt und vom Hersteller eingeschweißt, sodass ich da einigermaßen beruhigt sein konnte.

Beim Zusammensitzen merkte ich immer mehr, dass die Leute nicht so ganz auf unserer Wellenlänge waren. Aber okay, da muss man durch und die Anstandszeit absitzen. Ich war dann noch ein netter Gast, habe der Gastgeberin beim Abräumen des Tisches geholfen und bin mit den gebrauchten Tellern Richtung Küche und Spülmaschine gewandert. Ich fragte, ob ich das Zeug gleich in die Spülmaschine einräumen dürfe. Ich bekam dafür grünes Licht und öffnete die Klappe. Was ich dann sah, hat mich fast aus den Sandalen gehauen. Im oberen Korb der Spülmaschine lag mitten zwischen gebrauchten Gläsern eine Klobürste mit eindeutigen Gebrauchsspuren. Optisch und olfaktorisch. Mir entgleisten die Gesichtszüge. Ich muss wohl selten blöd aus der Wäsche geschaut haben. Die Hausfrau merkte das und erklärte mir ganz ruhig und wiederum völlig von sich selbst überzeugt, dass sie das immer so mache, weil in der Spülmaschine die Klobürste am saubersten wird. Die Bürste würde so jeden zweiten oder dritten Tag mitfahren. Das mache sie wegen der Hygiene. Das war der Punkt, an dem ich mich verabschiedet habe. Oder eher nicht. Ich bin rausgerannt und habe ins Rosenbeet gekotzt. Mein Mann hat mir dann noch meine Tupperschüssel und die Handtasche hinterhergetragen. Bei Gott – ich werde bei den Leuten nie wieder was essen! Entschuldigt habe ich mich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038488 vom 11.07.2016 um 12:58:32 Uhr (25 Kommentare).

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