Rache an der Petze

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Ekel Rache Trunksucht Schule Schottland

Ich (m/19) war 2010 mit meiner damaligen Klasse zur Abschlussfahrt in Edinburgh/Schottland. Da wir nicht volljährig waren, geschweige denn 21, hatte sich der harte Kern entschlossen, Alkohol in Deutschland zu kaufen und diesen den langen weg bis nach Edinburgh über Amsterdam und Newcastle zu schmuggeln. Das hat auch alles wunderbar geklappt und so haben wir uns am ersten Abend richtig schön ein hinter die Binde gegossen. Am nächsten Tag sind wir auch alle brav zu unserem Ausflug angetreten. Wir hatten zwar einen dicken Kopf, aber so ist das halt. Als wir aber zurück kamen, wurden ich und einer meiner Zimmergenossen gebeten, in das Zimmer der Lehrerin zu kommen. Als ich den Tisch sah, blieb mir fast das Herz stehen: unser gesamter Alkohol Vorrat für die gesamte Woche im Wert von locker 120 Euro stand dort. Da es anscheinend nicht genug war, mussten wir noch unsere eigenen Flaschen ins Waschbecken schütten. Als wir dieses Erlebnis einigermaßen verdaut hatten, stellte sich noch die Frage: Wer hatte uns verraten? Die Suche dauerte nicht lange und der Schuldige war gefunden, nur wusste er nichts von seinem Glück.


Wir wollten ihm eine Lektion verpassen und wie ihr euch jetzt denken könnt, komme ich nun zu meiner Beichte. Wir nahmen sein Kissen und zogen es uns alle schön durch die Kerbe, Nougatspalte, Schokoritze oder wie ihr es auch nennen wollt. Das war mir nicht genug Vergeltung, deshalb nahm ich seine Zahnbürste und reinigte damit die Toilette und entfernte auch die Kackereste des letzten Besuchers. Als er sich abends die Zähne putzte und wir uns das natürlich mit ansahen, kam mir alles hoch. Er weiß bis heute nicht, was wir mit seiner Zahnbürste getan haben und wenn ich daran denke, wird mir immer noch schlecht. Ich kann immer noch nicht gutheißen, dass er uns verraten hat, aber ich habe ziemlich übertrieben und es tut mir leid, in einem Anfall aus Hass und Zorn den Bogen überspannt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031068 vom 23.04.2013 um 13:40:33 Uhr in Schottland (Edinburgh) (26 Kommentare).

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Nass auf dem Speicher

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Drogen Trunksucht Unreinlichkeit Peinlichkeit Last Night Dessau-Rosslau

Ich (m/30) möchte etwas beichten, das mir bis heute unter den Zehennägeln brennt. Vor fünf bis zehn Jahren traf sich unser Freundeskreis eigentlich regelmäßig zwei- bis dreimal die Woche, um feiern zu gehen, zu chillen, Filme zu gucken, zu trinken oder um sich […]
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Beichthaus.com Beichte #00031065 vom 22.04.2013 um 12:27:24 Uhr in Dessau-Rosslau (Ziebigker Straße) (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Reagenzglashalter-Falle

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Peinlichkeit Dummheit Schule

Die Reagenzglashalter-Falle
Ich muss beichten. Meine eigene Blödheit: Im Chemie Unterricht kam mir vor nicht all zu langer Zeit die Idee, meinen Finger in einen Reagenzglashalter zu stecken. Für alle, die nicht wissen, was das ist: ein Brett mit Löchern, die ungefähr den Durchmesser eines Fingers haben. Es kam, wie es kommen musste und der Rückweg aus dieser Misere war unmöglich, da ich die Finger nicht mehr herausbekam. Inzwischen hatte ich die Aufmerksamkeit der Lehrerin und der ganzen Klasse. Natürlich war die erste Reaktion schallendes Gelächter. Nachdem aber das Herausziehen der Finger, selbst mit Spülmittel und kaltem Wasser, nicht funktionieren wollte, suchte die Lehrerin kollegialen Beistand. Im Klartext versammelte sich kurze Zeit später ein Großteil der Lehrer um mich und trugen ihre Lösungstheorien vor. Diese reichten von flüssigem Stickstoff über einen Hammer bis zur Stichsäge oder der Feuerwehr. Zum Glück konnten meine Finger dann mit einer Kombinationstherapie doch gelöst werden und ich suchte unverzüglich das Loch im Boden, in dem ich vor Scham versinken wollte. Und nun zu meiner eigentlichen Beichte: Letzte Woche ist es mir in der Uni wieder passiert!

Beichthaus.com Beichte #00031018 vom 11.04.2013 um 20:21:04 Uhr (22 Kommentare).

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Der ungerechte Lehrer

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Boshaftigkeit Aggression Rache Ungerechtigkeit Schule München

Vor einigen Jahren besuchte ich die 13. Klasse eines Gymnasiums in Bayern. Wir waren der letzte Jahrgang mit dem G9 und so war der Jahresstoff und auch die Anforderung selber für den Erwerb des Abiturs doch ganz schön hoch. Neben der Seminararbeit gab es neben den Pflichtfächern auch Wahl- und Profilfächer. Doch das Schwierigste war die Seminararbeit, sprich die erste wirklich selbstständig geschriebene "wissenschaftliche" Arbeit als Vorbereitung auf den Studiengang. Sie umfasste etwa 20 Seiten und trotz sehr hohem Input musste ich bei diesem gewissen Lehrer eine schlechte Note einstecken, was mir tierisch auf den Keks ging, denn es zog meinen Gesamtschnitt doch erheblich runter. Das Ganze hätte mich vermutlich nicht einmal annähernd gestört, wenn ich die Seminararbeit als etwas angesehen hätte, was man zwar erledigen muss, aber sonst kein Interesse von meiner Seite dafür vorhanden wäre. Doch es war mein Lieblingsfach Sozialkunde und nachdem ich mir die Korrektur des Lehrers ansah, um sie zu verstehen, stellte ich fest, dass die Arbeit über größere Etappen hinweg nicht sorgfältig korrigiert wurde, dass Rechtschreibfehler, Satzbau- und Grammatikfehler angestrichen wurden, wo keine waren und ebenso der Lehrer wohl auf dem letzten Drücker den Korrekturstift angesetzt und frei nach Bauchgefühl entschieden hatte. Trotz Protesten von meiner Seite war es aussichtslos, denn der Lehrer war auch Fachbetreuer und gleichzeitig auch mein Klassenlehrer in der 13. Klasse und da ich nicht noch mehr Stress und Benachteiligungen durch Racheaktionen riskieren wollte, beschloss ich, mich damit abzufinden. Der Lehrer hatte einen sehr ungeordneten Unterrichtsstil und doch machte er durch seine offene und witzige Art einiges wett. Er war recht sympathisch und im Prinzip mochte ihn jeder, auch ich. Das Schuljahr war in etwa schon halb gelaufen, als der Lehrer immer höhere Ansprüche in dem Fach stellte und so kam es dazu, dass auch richtige Asse in unserer Klasse bei seinen Fächern keine Eins oder Zwei mehr erreichen konnten. Das ist bei Lernfächern wie Geschichte vollkommen unverständlich und auch Mitschüler, welche sonst immer eine Eins in Deutsch hatten, schafften bei seinen Arbeiten keine Zwei mehr.


Es entwickelte sich fast schon regelrechter Hass in der Klasse gegen diesen Lehrer, da er auch von Zeit zu Zeit kurze Ticks hatte, in dem er Schüler vollkommen grundlos vor der Klasse bloßstellte oder bei Korrekturen von Arbeiten besonders schlechte Exemplare verwendete, um sie vor der Klasse zu korrigieren und immer wieder zu betonen, wie falsch die Antwort von Schüler XY war. Mir platzte der Kragen und so schlug ich eine Art mediale Hexenjagd vor und im Zeitalter der Social Networks fokussierte sich das Gesprächsverhalten auch nach der Schule in unserer geschlossenen Gruppe eines großen Social Networks hauptsächlich gegen den Lehrer. Da selbst in vorherigen Gesprächen der Rektor keinen Handlungsbedarf sah und der Lehrer sich selbstverständlich keiner Schuld bewusst war, schmiedeten wir Pläne, um uns irgendwie zu rächen und es beteiligten sich immer mehr Schüler daran. So verfassten wir jede Woche eine Art Rezension und sendeten ihm diese anonym per E-Mail. Es flossen keine Beleidigungen oder hasserfüllte Mails; wir sprachen lediglich Situationen an, in welchen wir Probleme mit seinem Unterrichtsstil und seiner Korrektur sahen. Wir schafften es aber leider nicht, irgendetwas zu bewirken und nun schlugen manche Mitschüler immer radikalere Methoden vor, dem Verhalten des Lehrers Einhalt zu gebieten.


Es blieb aber bei den Briefen und statt Hausaufgaben oder Übungsaufsätzen gab jeder die aktuellste Rezension fein säuberlich ausgedruckt und unterschrieben, termingerecht beim Lehrer ab. Irgendwann platzte ihm der Kragen und er versuchte, uns einzuschüchtern. Nachdem er die halbe Klasse beleidigt hatte, stand ich auf und entgegnete ihm lautstark diverse Äußerungen, unter anderem Fragen, ob er denn sicher sei, den Beruf des Lehrers verstanden zu haben und richtig ausführen zu können, ob er Sadist sei, dass er gefälligst seinen Ton herunterschrauben solle und ähnliche Phrasen. So ging das weiter und es schalteten sich immer mehr Schüler ein und irgendwann verließ er die Klasse, wir hatten ihn rausgemobbt. Er kam an diesem Tag nicht wieder, auch die Woche darauf nicht. Kurzum, er kam gar nicht wieder und auch die Schulleitung hielt sich bedeckt und wir bekamen einen anderen Lehrer, bestanden das Abi und ich entschloss mich, an der LMU in München zu studieren. Heute sah ich diesen besagten Lehrer in der Mittagspause in einem Fast Food Restaurant wieder und wechselte mit ihm einige Wörter. Er fragte mich nur eine Sache "hier essen oder mitnehmen?"

Beichthaus.com Beichte #00031007 vom 10.04.2013 um 15:32:57 Uhr in München (27 Kommentare).

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Die Wahrheit über Windräder

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Dummheit Lügen Kinder Landshut

Als mein Sohn mich fragte, wozu diese Dinger überall herumstehen (er meinte die Windkraft-Räder), gab ich ihm folgende Antwort: "Junge, Du weißt doch, dass die Erde sich dreht. Das sind Propeller, wie bei einem Flugzeug, die machen dass die Erde sich immer schön weiter dreht". Als etwa zwei Wochen später die Lehrerin fragte, ob einer weiß, was diese Windräder machen, meldete sich mein Sohn als einziger, dafür aber sehr euphorisch. Die Antwort hat natürlich bei der Lehrerin und den Mitschülern große Heiterkeit ausgelöst. Ich glaube, sie verarschen ihn bis heute deswegen. Drittklässler können ganz schön grausam sein. Es tut mir so leid, nie wieder werde ich einem Kind so einen Schwachsinn erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00030940 vom 28.03.2013 um 15:40:07 Uhr in Landshut (26 Kommentare).

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