Wenn die lieben Kollegen ihr wahres Gesicht zeigen

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Zwietracht Rache Kollegen Ungerechtigkeit Arbeit

Ich weiß nicht weshalb, aber gerade eben ist mir (w) ein Erlebnis eingefallen, welches schon viele Jahre zurückliegt. Mir wurde eine Ungerechtigkeit zuteil. Damals bekam ich eine befristete Stelle in einem kleinen Laden, der sozial tätig war. Ich arbeitete zwar nur halbtags, jedoch verdiente ich sehr gut. Das Arbeitsklima war von Freundlichkeit geprägt, man konnte mit jedem normal reden, Scherze machen und auch ernstere Themen besprechen. Dort waren einige, die Sozialstunden abarbeiteten, und auch Ehrenamtliche. Wochen und Monate vergingen, mir gefiel diese Arbeit immer mehr. Mit einer Ehrenamtlichen kam ich immer öfter in Gespräche, die manchmal auch privat waren. Aber das störte mich nicht, ich redete gerne mit ihr.

Bis ungefähr zwei Wochen vor meinem letzten Tag. Es war ein Freitag, da war es üblich, dass immer abwechselnd eine vom Team etwas zur gemeinsamen Pause mitnimmt. Belegte Brote, was auch immer. Ich hörte besagte Ehrenamtliche schon herumfragen, wer was will. Nachdem sie dann unseren Abteilungschef fragte, was er sich wünschte, wollte sie schon losgehen. Aber er fragte dann, ob sie mich schon gefragt hat. Sie flüsterte ihm zu: "Nein, sie kriegt nichts, sie hat nie etwas mitgebracht." Ich habe sie sehr wohl gehört, ließ mir aber nichts anmerken. Als dann Pause war, ging ich in die Küche und sah am Tisch ein paar Sandwiches liegen. Schön im Korb hergerichtet, Teller standen bereit. Es saßen sie und zwei andere Ehrenamtliche schon am Tisch und tranken Kaffee. Ich setzte mich dazu und nach kurzem Zögern fragte ich, ob ich mir was nehmen darf. Die eine schaute mich nicht mal an und sagte eiskalt Nein. Auf meine Frage warum, sagte sie, dass ich nie etwas mitgebracht hätte.

Ich war zu perplex und zutiefst verletzt, also bin ich rausgegangen und habe eine geraucht. Eine kleine Rache musste her. Nichts abartiges, aber es sollte ihr einen kleinen Stoß versetzen. An einem Tag gegen 12 Uhr beendete ich meine geliebte Arbeit. Fast alle, denen ich etwas schenken wollte, waren da. Die Ehrenamtlichen hatten heute frei, aber das störte mich nicht. Ich schenkte den Kollegen eine kleine Schachtel Pralinen, wohlgemerkt eine vom höheren Preisniveau. Darauf klebte ich eine Schleife, soll ja nett aussehen. Kurz bevor ich ging, ging ich noch zum Abteilungschef und bat ihn, für diese Eine mein Abschiedsgeschenk zu überreichen. Das war etwas ganz Besonderes. Ich besorgte mir eine kleine Schachtel und ein Blanko-Lieferscheinbuch.

Dieses Buch legte ich in die Schachtel, dazu schrieb ich noch einen Zettel, auf dem stand: "Liebe Soundso, vielleicht hast du es nicht mitgekriegt, aber mit deiner Aktion mich auszuschließen, hast du mich sehr verletzt. Deshalb habe ich die ideale Lösung dafür gefunden. Mit dem beiliegenden Lieferscheinbuch kannst du dir jederzeit einen Charakter bestellen. Du musst nur unter Empfänger deinen Namen und Anschrift eintragen. Als Absender empfehle ich dir entweder deine Mutter oder einen Psychiater. Viel Erfolg!"

Unterschrieben legte ich den Zettel auf das Buch, sie sollte ihn ja zuerst lesen. Dann verpackte ich alles mit Glitzerpapier und einer überdimensionierten Schleife. Leider, oder auch zum Glück, weiß ich nicht, wie sie reagiert hat. Vielleicht war sie beleidigt, oder empört. Unterschwellig wusste ich, dass dies wohl keinen positiven Effekt auf sie haben wird. Denn zwischen diesem einen Freitag und meinem letzten Tag, ignorierte ich sie. An einem Morgen hat sie mich gegrüßt, ich aber sie nicht. Sie wunderte sich nur, warum ich keine Antwort gab. Ich weiß, kindisches Verhalten meinerseits. Aber mit solchen Leuten, die offenbar keinerlei Schuldgefühle besitzen, will ich nicht einmal mehr reden. Ganz besonders deswegen, weil es so plötzlich kam. Am Tag davor unterhielten wir uns noch ganz normal, so wie immer. Wie dem auch sei, ich habe mich gerächt. Und weil ich ja im Grunde nichts davon hatte, will ich das hier nun beichten. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00037281 vom 23.12.2015 um 07:08:34 Uhr (20 Kommentare).

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Fliegende Hähnchen

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Diebstahl Schamlosigkeit Ekel Unreinlichkeit Arbeit

Ich (w) habe vor Kurzem meine Einzelhandelsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ich habe eine schlecht bezahlte Festanstellung erhalten, genau wie meine beiden gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen. Wir wurden in das kleine Restaurant, in dem es fertige Speisen gibt, verfrachtet. Dort arbeiten wir meist in der Nachmittagsschicht. Abends, wenn alles geputzt ist, nehmen wir die nicht verbrauchten Speisen mit nach Hause, obwohl es verboten ist. Unser Abteilungsleiter ist dann allerdings schon längst im Feierabend und in die Mülltonne, wo das Zeug rein sollte, schaut er nie.


Wir müssen dann immer die Hähnchen für den nächsten Tag aus dem Kühlraum holen und zum Auftauen in einen anderen Raum bringen. Wir machen uns einen Scherz daraus und bilden dann praktisch immer eine Kette. Die erste von uns ist im Kühlraum, schmeißt das Hähnchen heraus, die Zweite versucht zu fangen und wirft es dann der Dritten zu. So gut wie jedes zweite oder dritte Hähnchen landet eben auf dem Boden und das mindestens einmal. Natürlich nimmt von uns keine ein Hähnchen mit, oder isst auch nur davon. Irgendwie ist es aber immer hammermäßig lustig, die Kunden zu beobachten, wenn sie die Hähnchen verschlingen oder welche für zu Hause mitnehmen. Uns hilft dieser Spaß ein wenig, die schlechte Bezahlung zu vergessen oder eben das Lustigste daraus zu machen. Aber der Diebstahl der unverbrauchten Speisen ist wohl doch eine Beichte wert.

Beichthaus.com Beichte #00037279 vom 22.12.2015 um 18:05:25 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Hausfrauen-Porno und die Grey-Master

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Hass Zorn Dummheit

Ich (m/38) möchte hiermit sagen, dass ich das Buch und den Film "50 Shades of Grey" hasse, wie nichts anderes. Warum? Ganz einfach, ich bin seit über 20 Jahren schon als Dominus in der SM-Szene unterwegs und das bislang auch stets überaus erfolgreich. Doch dann kam […]
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Beichthaus.com Beichte #00037278 vom 22.12.2015 um 17:40:08 Uhr (24 Kommentare).

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Die Überwachung meiner Freundin

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Eifersucht Selbstsucht Verrat Lügen Internet

Hiermit beichte ich, dass ich meine Freundin seit Monaten online überwache, weil sie einmal während unserer Beziehung erotische Bilder von sich verschickt hat. Ich kontrolliere ihre Mails, ihr Facebook, WhatsApp und andere Portale, auf denen sie aktiv ist. Wenn sie neue Menschen kennenlernt, die ich nicht mag, sorge ich dafür, dass ihr niemand antwortet, indem ich die Nachrichten so filtere, dass die Konversation ins Leere läuft. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037277 vom 22.12.2015 um 17:19:27 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Ich liebe sie nicht mehr

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Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Ich liebe meine Freundin nicht und verlasse sie nur aus Mitleid nicht, da sie psychisch abstürzen würde, weil sie mich zu sehr liebt und an mir hängt. Wir sind seit zwei Jahren zusammen und seit einem Jahr liebe ich sie nicht mehr. Ich würde gerne Schluss machen und mein eigenes Leben genießen, traue mich aber nicht, weil ich Angst habe, sie könnte sich etwas antun. Oder abstürzen. Menschen, die psychisch nicht so gefestigt sind, neigen zu so etwas. Ich lebe mit einer Lüge und weiß, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Es tut mir leid, dass ich lüge.

Beichthaus.com Beichte #00037276 vom 22.12.2015 um 16:10:47 Uhr (12 Kommentare).

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