Chillen bei den Wirtschaftsinformatikern

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Drogen Faulheit Trägheit Studentenleben Graz

Ich will hier nur mal etwas beichten: Ich sitze in der Wirtschaftsinformatikdoppelstunde in der letzten Reihe und habe bis jetzt 56 Seiten Beichthaus gelesen, tue nicht, was die idiotische Tante am Lehrer-PC sagt, und alle anderen rackern sich ab, während ich hier hinten chille. Achja, und ich habe am Wochenende Gras geraucht. Und ich scheiß auf alle anderen Leute, außer mir, interessiere mich nur für mich und maule über jeden den ich sehe.

Beichthaus.com Beichte #00024941 vom 13.10.2008 um 08:44:50 Uhr in 8010 Graz (14 Kommentare).

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Keine Lust auf Inventur

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Faulheit Trägheit Falschheit Arbeit

Bei der Inventur in unserer Firm, hatte ich keinen Bock darauf, die Kleinteile zu zählen, deswegen habe ich mir immer irgendwelche Zahlen ausgedacht und sie vermerkt. Die gewonnene Zeit habe ich dann mit schlafen/chillen verbracht.

Beichthaus.com Beichte #00024918 vom 09.10.2008 um 15:57:36 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Die menschenverachtende Gesellschaft zerstört mich!

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Zorn Ignoranz Verzweiflung Frankreich

Diese Welt ekelt mich an! Ich (21) bringe jedem Menschen von Anfang an Respekt entgegen. Voll und zu 100 Prozent. Und was passiert? Sie denken jedes Mal, sie könnten mich ausnutzen, aber nicht mehr. Es verletzt mich. Dank ungünstiger Konstellationen ist es dann auch grundsätzlich nicht so einfach, das den Wenigen einfach zu sagen. Dieses Mal bin ich in Frankreich. Ich habe hier einen Mann besucht, von dem ich dachte, er wäre wirklich tatsächlich einer der wenigen, die nicht ignorant, unbewusst und selbstsüchtig durchs Leben rennen. Sauber getäuscht habe ich mich hiermit auch dieses Mal wieder. Und dabei gibt es gleich noch zwei Sachen, von denen ich gar nicht weiß, welche jetzt die Bessere ist: Ich habe mich anfangs in ihn verliebt, ich dachte ernsthaft, er wäre ein netter Mensch, herzlich, warm; die ganze Kiste.
Er ist HIV+ und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bin ich das jetzt auch, denn wir hatten Oralverkehr, natürlich dachte ich dabei, dass er keine Krankheit hätte, weil ich ihm darin vertraute, dass er mir das wohl sagen würde. Weit gefehlt. Er hat es mir drei Tage später gesagt. Wir sind also ins Krankenhaus und ich habe einen Test gemacht und musste zudem bis heute (insgesamt 3 Tage) lustige Medikamente nehmen, die Durchfall, Blähungen, allmorgendliche Übelkeit, Bauchschmerzen, extreme Schläfrigkeit und Haut-Irritationen hervorrufen. Zudem muss ich auch heute wieder bei diesem Mann schlafen. So sieht bisher mein Urlaub hier aus. Aber naja. Meine Test-Ergebnisse sind unbestimmt, wahrscheinlich fehlerhaft-positiv, aber Gewissheit habe ich immer noch nicht. Noch mehr angeekelt bin ich von dem Fakt, dass dieser Mann mich anscheinend nur auf Sexuelles reduziert, was am Anfang, das heißt vor sechs Tagen, noch nicht der Fall war. Jetzt bin ich nur noch interessant, wenn er Verkehr will, oder Sonstiges. Und ich kann hier nirgends anders hin, ich kenne hier niemanden außer einer Freundin von ihm, die unglaublich nett und herzlich ist - nur kann ich gerade zu der schlecht gehen. Ich bin übrigens auch ein Mann. Allerdings halte ich das mal für eher weniger wichtig.

Tatsache ist, dass ich diesen Urlaub unternommen habe, weil ich wissen wollte, wie die Welt nun drauf ist. Also ob sie so schein***, ignorant, selbstgefällig und egozentrisch-rücksichtslos ist, wie ich sie bis jetzt erlebt habe, oder ob es nicht zumindest in den Großstädten dieser Welt noch Menschen gibt, die fähig sind, bedingungslos und respektvoll zu lieben. Diese Stadt ist die dritte, bei der ich das herausfinden wollte und nun hat diese mich am meisten enttäuscht. Ich dachte wirklich, ich hätte hier Liebe gefunden, denn am Anfang war es das.

Vier Tage später und ich bin völlig uninteressant, reduziert als Objekt. Ich möchte anfügen, dass ich weder hässlich, noch dumm, noch introvertiert oder sonst etwas bin. Ich habe eine ganze Menge Liebe zu geben, aber ich gehe davon aus, dass, wenn ich nach Hause komme, auch die Liebe eine der Sachen sein wird, die ich ins Grab legen werde. Es ist damit dann die letzte Sache, die ich ins Grab lege, alles andere, was Menschen idealisieren können, sehe ich bereits aus nüchternem Blickwinkel.

Damit meine ich die Gesellschaft in ihrem ganzen, die Tatsache, dass sie sich beständig im Kreis dreht und immer mehr Menschen unter die Räder fallen und immer mehr so getan wird, als wäre es egal. Als wäre es völlig in Ordnung, einen Menschen einfach nur für seine eigenen Zwecke auszunutzen und ihn danach liegen zu lassen wie ein schmutziges Stück Klopapier, mit dem man sich den Hintern abgewischt hat; Spülung drücken, fertig. Mit „Klar“-Sehen meine ich: Dass es auf diesem Planeten das Wissen gibt, wie wir ihn besser gestalten könnten, wie die Menschheit vielleicht nicht unbedingt jeden Tag glücklich sein könnte (diesen Zustand gibt es nicht, denn er widerspricht dem Prinzip des Lebens, zu dem Schmerz und Trauer dazu gehören) aber auf jeden Fall Möglichkeiten, wie die Menschheit nicht jeden Tag unglücklich sein müsste (abgesehen von einigen Ausnahmen, der Großteil dieser Welt leidet im Moment dennoch, auch wenn es ihm vielleicht nicht bewusst ist - siehe Foucault, siehe Alice Müller, siehe Schiller, …) stattdessen beuten wir den Planeten aus und zerstören dabei eine Seele nach der anderen, Hauptsache der Profit stimmt, Hauptsache es müssen keine Fehler eingestanden werden, Hauptsache nicht ehrlich sein müssen. Hauptsache nicht denken müssen: einfach nur funktionieren, dann reicht schon. So funktioniert dieser Planet mittlerweile und keinen scheint es großartig zu stören, im Gegenteil - die meisten machen noch fröhlich mit, denn die Konsumgesellschaft bietet ja reichlich Ablenkung. Und die Schule lehrt mittlerweile alles - nur nicht so etwas wie Autonomie, Respekt oder gar Verständnis. Ganz im Gegenteil, es wird nur noch Idiotie beigebracht.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zum Selbstmord getrieben werden, oder in die Drogen- und Alkoholsucht. Dafür werden dann zum einen die Drogen, zum anderen die Kinder selbst als schuldig befunden. Die widerlich egoistische Gesellschaft, die nur noch sich selbst dient, sonst aber keinen Nutzen hat, sieht sich hier keiner Schuld bewusst. Dass sie Menschen dazu treibt, sich Heroin zu spritzen, andere zu ermorden oder zu vergewaltigen, sich selbst mit sanften Drogen wie Cannabis das ganze Hirn wegzuballern, weil sie die Drogen nicht zur Erweiterung des Bewusstseins und in voller Anwesenheit ihres Selbst konsumieren, sondern in narzisstischer Einsamkeit aus der sie für kurze Zeit zu fliehen hoffen, wodurch sie sich einen falschen Gott substituieren - das kann natürlich unmöglich eine Ursache in dem menschenverachtenden Verhalten der Gesellschaft haben.

Es ist nicht nur die Sache, dass es vor 2000 Jahren irgendwie netter auf diesem Planeten war. Es ist vor allem auch die Tatsache, dass es hier immer schlimmer wird. Ein Krieg jagt den nächsten, keinen stört es. Eine Fassade schützt die nächste, eine Lüge verdeckt die ihre folgende und so weiter! Keiner kommt auf die Idee, mal weiter als von 12 bis Mittag zu denken. Alle haben etwas gegen Krieg, aber keiner fragt sich, woher das Geld für den Krieg und dessen Maschinerie kommt, dass das aus eben den Steuergeldern finanziert wird, die wir bezahlen, ist nur wenigen aufgegangen. Dass die meisten Länder immer mehr in Rüstung und immer weniger in Bildung investieren, interessiert auch wenig. Dass wir schon lange nicht mehr das bekommen, was wir wollen. Dass überhaupt die Möglichkeit besteht, dass jeder Einzelne selbst an dieser ganzen Misere, die wir auch noch hochtrabend und selbstgerecht "moderne Zivilisation" nennen, schuld sein könnte, scheint eine Sache außerhalb des Denkbaren zu sein.
Und nun sitze ich hier, in Frankreich. Der Mann, bei dem ich schlafe, sitzt hinter mir am Tisch. Er kann kein Deutsch und selbst wenn, wäre es mir egal. Ich weiß nicht, was ich hier eigentlich noch soll, aber ich werde die Stadt erst in zwei Tagen verlassen.

Ich werde dies deswegen tun, weil ich jetzt einfach noch nicht gehen kann. Ich bin so unglaublich naiv, dass ich hoffe, dass von dieser Liebe, die ich anfangs spürte, noch etwas da ist; dass diese Liebe widerkehrt. Ich hoffe das deswegen, weil es das erste Mal in meinem Leben wäre, dass meine Seele nicht mit Füßen getreten werden würde, sondern stattdessen geliebt und respektiert werden würde. Ich kann diesen Schritt, diesen Schmerz völlig zuzulassen, jetzt einfach noch nicht machen, es würde zu sehr wehtun, denn noch habe ich nicht jede Chance gewährt, die zu gewähren sein könnte, und außerdem kann ich hier jetzt noch nicht weg, denn ich habe keine Möglichkeit. Gleichzeitig ist es aber auch die Sache, dass ich mich dabei selbst verkaufe, denn ich muss mich dabei selbst ignorieren, mich selbst mit Füßen treten, weil ich sonst nicht mehr an die Liebe glauben kann. Aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Nur wird es dies Mal das letzte Mal sein. Denn wie ich sagte: Wenn auch dieser Versuch, sich als eine Illusion herausstellt, dann werde ich auch die Liebe zu Grabe tragen. Nicht mich selbst, aber einen wesentlichen Teil von mir.

Das Ironische: Ich habe angefangen diese Reisen zu machen (das ist vielleicht vier Monate her) weil ich eben gerade jenes bemerkt habe: Ich habe bemerkt, dass die Liebe aus mir zu schwinden begann. und nun stehe ich vor einem Häufchen Asche, das mal eine große Flamme war. Ich hatte befürchtet, dass sie vielleicht kleiner werden könnte, denn ich habe mich immer offener und tiefer in diese Welt und die Gesellschaft begeben und immer mehr und mehr Dummes und Widersprüchliches, aber auch Verletzendes/Menschenverachtendes gesehen und gefunden und ich habe immer mehr gefragt, wo hier die Liebe sein soll. Ich hatte die Befürchtung, die Liebe könnte evtl. weniger werden und nun ist sie kurz davor, völlig zu gehen. Grandios. So etwas schaffe ich immer.

Beichthaus.com Beichte #00024888 vom 02.10.2008 um 21:53:15 Uhr in Frankreich (Paris) (37 Kommentare).

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Mein kleiner Ersatz-Bruder kifft!

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Drogen Waghalsigkeit Verzweiflung

Ich (Schüler/19) habe einen 14 Jahre alten Nachbarn. Ich kenne ihn schon länger, da unsere Eltern befreundet sind. Da er es (natürlich) cool findet, mit Älteren rumzuhängen, habe ich ihm den Gefallen getan, schon öfters mit ihm z. B. am PC zu zocken oder ihm, wenn Freunde bei mir waren, erlaubt, mit uns zu chillen - dauert eh nicht lange, bis seine Mutter kommt und ihn ins Bett schickt. Er betrachtet mich als Kumpel oder zumindest als Vertrauten vor den Erwachsenen und kommt auch zu mir, wenn er über Sachen reden will, über die er mit seinen Eltern nicht reden könnte. Finde ich auch nicht schlimm, man kann so einem kleinen Pisser ja auch mal Tipps geben, wenn es um Weiber und den ganzen Kram geht. Man könnte sagen, er ist fast so etwas wie mein kleiner Bruder. Doch gestern kam er an und verkündete mir feierlich, dass heute ein großer Tag werden würde - da er seinen ersten richtigen Joint rauchen wird. Er und zwei Kollegen hätten 20 Euro aufgetrieben und bekommen dafür von einem 18-Jährigen Gras. Einer meiner ersten Gedanken war übrigens "Scheiße, der Typ wird die Jungs total abziehen." Außerdem erfuhr ich noch, dass er jeden Tag mit seinen Freunden raucht.

Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. An sich denke ich, dass es völlig normal ist, diese Erfahrungen zu machen, ich weiß ja selbst wie es ist. Und ich denke auch nicht mal, dass 14 zu jung ist, um es mal auszuprobieren. Aber trotzdem, der Typ ist einfach ein kleiner Scheißer, der noch keine Ahnung vom Leben hat - deswegen weiß ich nicht, ob ich das alles einfach so geschehen lassen sollte. Außerdem frage ich mich, ob ich sogar mit dafür verantwortlich bin, da ich selbst rauche und ich am Ende der Ferien, als meine Eltern weg waren, in ein paar Tagen mit Kollegen einen ordentlichen Batzen Gras weggedampft habe, was auch die Nachbarn mitgekriegt haben dürften. Aber ich kann ihn auch nicht bei seinen Eltern verpfeifen, das wäre einfach ein zu großer Vertrauensbruch, zumal er sowieso schon ständig Stress mit ihnen hat. Und wie bereits gesagt, an sich finde ich es auch nicht schlimm, das mal auszutesten zu wollen, auch wenn man noch etwas jünger ist. Ach scheiße, was soll ich jetzt tun?

Beichthaus.com Beichte #00024737 vom 14.09.2008 um 04:56:46 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Mein Trick zum Stressabbau

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Ungerechtigkeit Arbeit

Ich bin nebenberuflich Pizzafahrer. Aufgrund des Unmuts über die schlechte Bezahlung und den Stress, den man sich fast jedes Wochenende aussetzt, wenn andere feiern oder chillen, nehme ich immer, wenn ich mindestens in den 3. Stock oder ins Dachgeschoss muss, einzelne oder ein ganzes Paar Schuhe nach oben und stelle sie ein bis zwei Stockwerke höher ab. Dasselbe mache ich natürlich auf dem Rückweg. Außerdem eignen sich auch Fußmatten oder kleinere Pflänzchen bestens für diesen Schabernack, ich habe jedesmal einen Heidenspaß daran. Das Gute daran ist, dass die Leute immer einen schmunzelnden und freundlichen Pizzafahrer erwarten. Das Trinkgeld ist dann auch besser und ich habe immer was zu lachen.

Beichthaus.com Beichte #00022801 vom 21.09.2007 um 17:38:20 Uhr (2 Kommentare).

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