Lieber Witwe als geschieden

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Ehebruch Zwietracht Habgier Hass Geld

Ich (w/23) habe ziemlich jung geheiratet und war mir eigentlich sicher, dass ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen möchte. Wir haben im Ausland ein Haus gekauft (das war schon vor der Hochzeit) und dafür einen Kredit aufgenommen. Vor zwei Jahren bin ich einmal abends von der Arbeit nach Hause gekommen (das war 3 Monate nach der Hochzeit) und fand einen Zettel auf dem stand, dass er mal eine Pause bräuchte. Ich bin zusammengebrochen, habe aber trotzdem weiter gearbeitet. Er ist dann zurück gekommen. Nach ein paar Monaten hat er dann gesagt, dass es nicht mehr geht, weil er sich in eine andere verliebt hat. Es sei aber nie etwas mit ihr gelaufen. Jedenfalls habe ich ihn auf Knien angefleht, nicht zu gehen, mich nicht zu verlassen. Er hat mich angeschaut und einfach "Nein" gesagt. Natürlich hat er auch weiterhin mit mir geschlafen, weil ich dumme Gans gehofft habe, ihn auf diesem Weg zurück zu bekommen. Hat natürlich nicht geklappt. Dies war meine erste Sünde: ich war dumm, habe meinen Stolz und meine Ehre aufgegeben für jemanden, der es nicht Wert war.

Irgendwann habe ich ihm dann gesagt, dass ich nicht sein Betthäschen sein möchte, immerhin war ich ja seine Frau, und dass er sich entscheiden sollte. Er hat sich dann gegen mich entschieden. Jetzt ist er seit einigen Monaten mit einer Ausländerin zusammen, einer hässlichen obendrein, er, der immer rechts gewählt hat. Tja, so läuft das halt. Jedenfalls war er zusammen mit ihr in meinem Haus in der Karibik im Urlaub und hat sich toll amüsiert, während ich zu Hause saß und kein Geld mehr hatte.


Meine zweite Sünde: ich habe mich selbst aufgegeben. Ich habe in den Spiegel geschaut und nicht mehr gewusst, wer ich war. Ich habe meine gesamten Ersparnisse für ihn aufgegeben. Meinen Job. Alles. Damit die Dame mit meinem Ehemann in meinem Bett und in meinem Haus vögelt. Na toll. Jedenfalls hat er das Haus dann vermietet und mir nicht die Hälfte der Einnahmen abgegeben, während ich immer weiter brav die Hälfte des Kredites zurückgezahlt habe. Als ich ihn darauf angesprochen habe, hat er gesagt, er hätte auch Ausgaben. Danke. Jedenfalls habe ich ihm vorgeschlagen, dass er meine Hälfte vom Haus kaufen kann und habe ihm ein Angebot gemacht. Ob er es annimmt oder nicht, konnte ich leicht kontrollieren; ich habe sein E-Mail Passwort und habe einfach seine E-Mails gecheckt. Er hat nämlich mehrere Kreditinstitute bezüglich eines Kredits angeschrieben. Mir hat er gesagt, er bekommt 10.000 Euro weniger als ich verlange, und erst im Januar. In seinen Mails habe ich gesehen, dass er die gesamte Summe bekommt und dem Institut geschrieben hat, er brauche die Summe frühestens im Januar. Da habe ich rot gesehen. Er hat einen Flug für sich und seine Dame gebucht, um im Februar wieder in die Karibik zu fliegen. Sein Flug wurde etwas verschoben (er fliegt jetzt früher). Diese Mail war ungelesen und das ist sie auch geblieben. Das war meine dritte Sünde: Ich habe seine Mails gelesen, wichtige Mails in den Spam-Ordner verschoben und ich habe seine Lügen mitbekommen.


Jetzt zu meiner Beichte: Ich kann einfach keine Reue mehr empfinden. Ich hasse ihn einfach nur noch. Er hat mein Leben ruiniert. Er hat mich so sehr verändert, dass ich nicht mehr wusste, wer ich war. Als ich dann so war, wie er mich haben wollte, wollte er mich nicht mehr. Er lügt mich an und unterschlägt mir Geld. Lieber wäre ich Witwe als geschieden.

Beichthaus.com Beichte #00029609 vom 10.12.2011 um 02:29:20 Uhr (26 Kommentare).

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Meine Börsen-Spielgemeinschaft

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Habgier Waghalsigkeit Verzweiflung Geld Köln

Ich (m/32) habe mein eigenes Geld und das einiger anderer Leute an der Börse verloren. Es ist in sofern sehr tragisch, da ich mir eigentlich schon sehr viel zusammen gespart hatte. Beruflich habe ich als Fliesenleger sehr viele Überstunden gemacht und während andere gefeiert haben, war ich oft am arbeiten. Angefangen hat es als ich Mitte zwanzig war. Ich habe die Börsenkurse hin und wieder angeguckt und war fasziniert von der Möglichkeit wie viel Geld man rein theoretisch dort verdienen kann.

Den nächsten Schritt zu gehen und wirklich Geld anzulegen habe ich mich aber nicht getraut. Ein ehemaliger Schulfreund war zu diesem Zeitpunkt mit seinem Wirtschaftsstudium fertig und ich habe ihn dann darauf angesprochen. Er konnte mir wirklich sehr gut weiterhelfen und ich habe mich dann doch getraut. Was soll ich sagen, ich habe mich recht gut informiert und einige Male auch sehr viel verdient. Überstunden in der Firma habe ich dann keine mehr gemacht, mein Chef fand das nicht so toll, war mir aber egal. Mit 28 hatte ich es geschafft das doppelte aus meinem Einsatzkapital rauszuholen. Das hat sich dann auch schnell rumgesprochen und ein paar Arbeitskollegen und Freunde wollten, dass ich ihr Geld auch anlege, habe dafür selber auch kein Geld genommen, es lief alles ganz locker. Es waren jetzt auch nicht so hohe Summen, der höchste Betrag war 860 Euro, aber eben sehr viele Leute. Irgendwann ist es dann nicht mehr so gut gelaufen, habe in eine Firma investiert, die abgestürzt ist. Wollte dann nicht mehr warten bis die sich irgendwann mal wieder erholen und habe weit unter Wert verkauft. Viele Leute wollten dann logischerweise ihr Geld wieder haben und ich musste auch noch andere Sachen verkaufen, teilweise auch unter dem Kaufpreis. Ende vom Lied, es lief noch ein paar Mal schlecht, ich habe jetzt 17.243 Euro Gesamtschulden. Ich habe meinen Job gewechselt, weil mich einfach nur noch alle gehasst haben. Jetzt arbeite ich in einem Baumarkt in der Fliesenabteilung, verdiene dort deutlich weniger. Ich kriege in regelmäßigen Abständen Drohanrufe und persönliche Besuche, einige wollen auch Zinsen. Zwei Gerichtsprozesse laufen noch gegen mich. Meine Eltern können mir finanziell nicht helfen, haben aber zum Glück keinen Hass gegen mich entwickelt. Als ich das letzte Mal feiern gegangen bin, hat mir sofort ein alter Bekannter den Geldbeutel leer gemacht.
Habe daher jetzt bei ihm nur noch 430 Euro Schulden, anstelle von 510 Euro. Einmal habe ich echt logisch und in ganz geordneten Bahnen darüber nachgedacht mich umzubringen. Ich denke ich habe wirklich Vergebung verdient, mein Leben ist total scheiße geworden.

Beichthaus.com Beichte #00029607 vom 09.12.2011 um 18:14:12 Uhr in Köln (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Kampf mit der Essstörung

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Verzweiflung Ernährung

Ich (w/20) will die Schuld für folgende Störungen nicht auf Andere schieben, aber ich mache es eigentlich jeden Tag. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich sechs Jahre alt war, was sich für mich noch heute als sehr tragisch erweist. Ich möchte ein Leben führen mit totaler Loyalität bzw. Treue bis ans Lebensende. Was, wie die Beichten hier zeigen, selten ist. Zudem hat sich mein Vater mehrheitlich von uns abgewendet und meldet sich nur noch an Geburtstagen, was mir das Herz zerbricht. Seit dem Tag als er ausgezogen ist, habe ich immer unter Verlustängsten gelitten. Im Jahre 2010 fingen dann meine richtigen Probleme an. Ich hatte meinen absoluten Traummann kennen gelehrt und kam mit ihm zusammen. Wir hatten eine tolle Zeit. Doch plötzlich hat er sich von mir immer mehr abgewendet. Ich glaube ich war zu eifersüchtig, der Tod einer jeder Beziehung. Aber ich hatte immer mehr Misstrauen, da mein Freund mit anderen Kolleginnen Kontakt hatte und mich immer mehr belog. Ich habe ihm immer nachspioniert und ihn zur Rede gestellt. Das war mein Fehler und ich möchte auch nicht, dass mir jemand nachspioniert. Nun waren diese Frauen meiner Meinung nach hübscher als ich. Zudem hatte ich schon immer Komplexe wegen meinem Aussehen, da ich ein bisschen mollig war und als Kind ab und zu gehänselt wurde. Nun ja schlussendlich haben wir uns getrennt und ich war am Boden zerstört, da ich ihn von ganzem Herzen liebte.

Die Trennung kam jedoch von mir aus, weil er mich offensichtlich nicht mehr liebte, und ich daran so sehr zerbrach. Das alles passierte im März dieses Jahres. Er war jedoch offensichtlich froh, dass ich ging, da er selber keine Eier hatte das ganze zu beenden. Danach konnte ich wegen des typischen Liebeskummers nichts mehr essen und verlor 8kg. Danach ging es nur noch bergab mit dem Gewicht, da ich den Schmerz einfach mit Hungern wegmachte bzw. noch heute mache. Alle sind so stolz auf mich, dass ich nun schon so viel Gewicht verloren habe, und sagen mir immer, wie stark ich auch sei, da sie nie erfolgreich sind mit Diäten. In Wahrheit bin ich nicht Magersüchtig oder übergebe mich. Nein, ich esse einfach nur noch, wenn ich muss, damit es nicht auffällt. Doch da esse ich nur einen kleinen Salat und sage, ich halte Diät. Doch in Wahrheit esse ich manchmal über Tage nur am Mittag einen Salat. Meinen Eltern sage ich immer am Abend "Ich habe bereits gegessen". Nun ja, doch manchmal gibt es Tage da esse ich alles, was mir in die Finger kommt und weine im nächsten Augenblick, da ich so ein schlechtes Gewissen habe und denke ich werde dick und somit nicht liebenswert.

Ich habe seit Kurzem einen Freund. Dieser hat mein Verhalten nicht durchschaut, da ich eigentlich immer ein bisschen Gemüse esse, wenn ich bei ihm bin, damit das nicht auffällt. Doch ich habe ihm indirekt gesagt, dass ich Probleme habe und eigentlich indirekt um Hilfe gefleht. Da ich nun zu Genüge nur gehört habe: "Du spinnst doch. Iss doch einfach!" Ich weiß, dass dies eine Störung ist in meinem Kopf, aber ich kann mich nicht überwinden überhaupt etwas zu essen, ohne zu denken "Du hast das gar nicht verdient. Du wirst nur wieder dick!" Hätte ich nicht einen klaren Kopf, der mir sagt, Magersucht ist krank, wäre ich dieser schon total verfallen. Momentan kämpfe ich gegen mich selber. Das wird ein endloser Krieg. Ich habe seit Jahren gute Freunde, welche immer für mich da sind, doch das geht mir persönlich zu weit und ich kann mich nicht öffnen.

Beichthaus.com Beichte #00029605 vom 09.12.2011 um 15:45:27 Uhr (16 Kommentare).

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Meine wilde Freundin

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Fremdgehen Rache Boshaftigkeit Internet Gettorf

Ich (26) war knapp 3 Jahren mit meiner Freundin (22) zusammen. Sie ist eine sehr hübsche und beeindruckende Frau. Kennengelernt haben wir uns auf einer Silvesterparty eines meiner besten Kollegen, den ich bereits seit unser Kindheit kenne, da wir nebeneinander gewohnt haben. Meine Freundin war in der gleichen Klasse wie er, weshalb er sie zur Party eingeladen hatte. Es dauerte nicht lange, bis ich ins Gespräch mit ihr kam und wir Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Bald schon kamen wir zusammen. Inzwischen arbeite ich in einer IT-Firma als Berater und verdiene damit ziemlich gut, weil ich für Informatik generell recht begabt bin.
Meine Freundin begann nach dem Abschluss des Gymnasiums sogleich mit einem Jurastudium, was auch ich gut fand, da ich ihren Traum - später einmal Anwältin zu sein - voll unterstützt habe. Da sie mit dem Jurastudium voll ausgelastet ist und mit Klausuren überschwemmt wird, habe ich mich bereit erklärt, sie bei mir in meine geräumige Wohnung einziehen zu lassen, vorerst ohne Kostenbeteiligung ihrerseits, da sie wie gesagt keinen Ertrag nach Hause bringt.
Ich tat dies, weil ich bis dato in ihr wirklich die richtige Frau für eine etwaige spätere Familie gesehen habe. Sie war wirklich anders als die Frauen, welche ich vorher kennengelernt habe. Erfreulicherweise ist sie sogar recht intelligent und fleißig. Zunächst wollte sie mein Angebot aus Anstand nicht annehmen, aber ich machte ihr klar, dass ich für uns beide wirklich eine Zukunft sehe.


Das war ungefähr vor zwei Jahren. Ihr erstes Studiumsjahr verlief ganz normal und mit uns beiden lief es besser denn je. Vor circa einem Jahr dann erhielt ich von meinem Chef das Angebot für einen Monat mit zwei weiteren Mitarbeitern in die USA zu reisen, zwecks Zusammenkommen mit einer möglichen Partnerfirma vor Ort. Ich war davon recht begeistert, was verständlich sein dürfte. Zum einen wollte ich schon immer mal in die USA fliegen, zum anderen sah ich in dem Angebot einen erneuten Karrieresprung.
Meine Freundin - verständnisvoll, wie sie war - unterstützte mich sofort in dieser Entscheidung und versicherte mir, dass sie schon alleine klarkommen würde. Ich packte also meine Sachen, verabschiedete mich von ihr und saß alsbald schon im Flieger. In den USA verlief unsere Aufgabe zu unserer vollsten Zufriedenheit und wir kehrten sogar ein paar Tage früher wieder zurück, als geplant. Und zwar an einem Donnerstag.
Meiner Freundin habe ich dies nicht erzählt, denn ich wollte sie überraschen. Vor dem Wohngebäude, in welchem sich unsere Wohnung befindet, bemerkte ich überrascht einen fremden Wagen auf meinem reservierten Parkplatz stehen. Da meine Freundin kein Auto besaß, dachte ich zunächst an eine sie besuchende Freundin. Ich stellte meinen Wagen vorerst also auf dem Parkplatz für Gäste ab und trug meinen Reisekoffer in freudiger Erwartung endlich meine Freundin wiederzusehen geschwind die Treppe hoch. Vor unserer Wohnungstüre dann bereits die zweite Überraschung: Vor unserem Schuhkasten standen zweifellos männliche Sneakers. Etwas verunsichert öffnete ich vorsichtig die Türe, welche nicht abgeschlossen war und entdeckte als allererstes einen BH und diverse weitere Kleidungsstücke auf dem Flur liegen, deren Spur sich bis in unser Schlafzimmer zog. Die Tür war zu. Aus dem Inneren drang rhythmisches Stöhnen in meine Ohren.


Zunächst war ich völlig baff und zu keiner Bewegung im Stande. Ich stand entgeistert in unserem Flur, mit Mantel, Koffer noch in der Hand und hörte, wie meine Freundin es sich im Schlafzimmer von jemandem besorgen ließ. Da ich von der Situation völlig überfordert war, nur schon aufgrund der Tatsache, dass ich das von meiner Freundin nie erwartet hätte, schlich ich erst einmal zurück ins Treppenhaus und schloss die Tür hinter mir, um meine Gedanken zu ordnen. Schlussendlich tat ich gar nichts. Ich ging wieder hinunter, legte meinen Koffer in mein Auto und fuhr zu einem Motel in der Nähe, wo ich übernachtete. Am nächsten Morgen rief ich von meinem Handy aus meine Freundin an und teilte ihr mit, ohne etwas zu erwähnen, dass ich "bereits morgen" nach Hause kommen werde aufgrund des positiven Verlaufs der Gespräche. Ich fuhr an diesem Freitag nochmals an unserem Haus vorbei und parkte in der Nähe. Dabei beobachtete ich aus meinem Auto heraus, wie ein weiterer fremder Wagen heranfuhr und auf meinem Parkplatz zum stehen kam. Dem Auto entstieg einer ihrer Kommilitonen und betrat das Haus.
Ich übernachtete eine weitere Nacht im Motel und fuhr am nächsten Tag wieder in unsere Wohnung, quasi als soeben Angekommener. Meine Freundin fiel mir überschwänglich in die Arme und einen Moment lang spürte ich wieder die Liebe zwischen uns. In den folgenden Tagen verschwanden meine Gefühle aber zusehends. Ihre bis dato liebenswürdige und freundliche Art sah ich immer mehr als eine Fassade, als eine Maske, die zu bröckeln begann. Wirklich echt schienen mir ihre Umarmungen und Küsse auch nicht mehr zu sein, ich nahm eine merkwürdige Kälte wahr.


Ich war aber nach wie vor völlig davon überfordert und konnte nicht glauben, dass meine hübsche Freundin mir so das Herz brechen und mich belügen würde. Ich war zu geschockt, um sie diesbezüglich anzusprechen. Ich redete mir immer wieder ein, dass vielleicht die stöhnenden Geräusche aus dem Schlafzimmer gar nicht von einer zwischenkörperlichen Interaktion kamen, sondern dass sich meine Freundin nur einen Film angesehen habe und dass sie vielleicht einen über den Durst getrunken hat und so die Kleidungsstücke im Flur zu erklären waren.
Um mir sicher zu sein und um mich in erster Linie selbst von meinem Schutzmechanismus zu überzeugen, installierte ich in unserem Schlafzimmer zwei kleine Kameras, die ich mir von einem Kollegen besorgt habe. Das Schöne an den Kameras war, dass sie erstaunlich klein und gut getarnt waren. Ich platzierte beide in unseren überfüllten Regalen in der obersten Etage, wo meine Freundin aufgrund ihrer relativ kleinen Statur nie etwas ablegt.
Eine neue Woche begann. Meine Freundin erschien mir immer heuchlerischer in ihrer Art. Am folgenden Wochenende habe ich, als meine Freundin shoppen war, das Aufnahmematerial der vergangenen Woche gesichtet. War ich davor noch recht überzeugt davon, dass ich die ganze Situation überbewertet habe, sah ich nun in den im Zeitraffer vorbei rasenden Tagen meine Befürchtungen Gestalt annehmen. Um es gemäßigt auszudrücken: Meine Freundin ließ sich nach einem (harten) Studiumstag zwischen ihrer Ankunft zu hause und meiner Ankunft (ich arbeite recht lange) gerne so ziemlich von Jedem (hart) durchbolzen. Bei einigen dieser Stelldicheins kamen auch recht kreative Praktiken zur Anwendung, die ich - in dieser Form - zum ersten Mal sah. Meine Freundin gab sich gewohnt wild, was ich davor als eine ihrer vielen positiven Eigenschaften geschätzt habe. Ironischerweise war auch der Silvesterkollege, über den ich sie ursprünglich kennengelernt habe, mit von der Partie.

Jetzt kommen wir zu meiner Beichte: Da ich zum Zeitpunkt, als ich die Sichtung des brisanten Materials vornahm, verständlicherweise ziemlich in Rage war, kam mir die naheliegende Idee, die zahlreichen Tête-à-tête's digital aufbereitet userfreundlich im Intenet zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke setzte ich eine Webseite mit kreativem Namen auf eine Member-Section, wo die romantischen Filme gegen eine kleinere Gebühr angeschaut werden konnten.
Dank den unterschiedlichen Sparringpartner, die meine Freundin beglückten, war für genug Abwechslung gesorgt. Der Erfolg der Webseite war nicht überragend, aber doch weitaus größer, als ich je geglaubt hätte. Ich lud also immer mehr Videos hoch und gab ihnen kreative Titel, um die Nachfrage zu stillen. Meine Freundin war auch in dieser Hinsicht fleißig und versorgte mich regelmäßig mit Nachschub. In diesem Rausch der Rache vergaß ich fast das eigentliche Problem: Meine Freundin.
Ich beichte, dass ich meine Freundin und ihre vielen Schachrunden über drei Monate lang "kundenorientiert vermarktet" und dabei gutes Geld verdient habe. Es tut mir hinterher wirklich Leid, dass ich nicht sachlicher gehandelt und nicht das Gespräch zu ihr gesucht habe. Allerdings machte sie es mir nicht gerade leicht. Es hat sie schließlich niemand gezwungen mich regelmäßig zu betrügen. Vor rund sieben Monaten habe ich ihr den Laufpass gegeben. Genug Beweismaterial hatte ich dann ja beisammen.

Beichthaus.com Beichte #00029604 vom 09.12.2011 um 12:54:14 Uhr in Gettorf (29 Kommentare).

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“Beichte

Unterdrückte Libido

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Wollust Verzweiflung Fremdgehen Partnerschaft

Ich habe ein Riesenproblem, dass ich mal jemandem erzählen muss. Meine Freundin leidet unter einer sehr seltenen sexuellen Funktionsstörung, beziehungsweise Fehlbildung, sie kann nur unter Schmerzen Geschlechtsverkehr haben, daher führen wir eine platonische Beziehung. Nicht, dass wir nicht trotzdem versucht hätten miteinander zu schlafen, aber es tut ihr wohl wirklich ziemlich weh. Meine Freundin macht sehr viel Sport und ist echt wahnsinnig hübsch. Sie hat einen tollen, knackigen Körper. Ich halte es meistens kaum aus, vor unterdrückter Libido, wenn sie nackt aus der Dusche kommt, oder sich umzieht. Mein einziger sprichwörtlicher Ausweg ist es, das Zimmer zu verlassen. Trotzdem kommt es öfter vor, dass sie in Dessous in unserem Haus herumläuft, das macht mich total fertig. Ich kann da gar nicht hinsehen. Am Anfang unserer Beziehung haben wir es uns wenigstens ab und an mal mit der Hand, oder zu besonderen Anlässen mit dem Mund gemacht, aber selbst das ist fast völlig eingeschlafen. Ich leide still vor mich hin und hab auch schon mehrmals versucht mit ihr darüber zu reden, sie solle nicht nackt vor mir rumlaufen, oder wir könnten zumindest ab und an mal gegenseitig Hand anlegen. Da fühlt sie sich dann meistens "unter Druck gesetzt" oder unterstellt mir, ich würde sie nicht mehr lieben, weil ich sie ja nicht nackt sehen wollte, das sei doch schließlich das Natürlichste in der Welt. Sie scheint überhaupt nicht zu verstehen, was das bei mir auslöst, und wenn ich ihr das dann erkläre guckt sie wie eine Kuh wenn es blitzt. Mittlerweile suche ich regelrecht nach Gelegenheiten sie aus dem Haus zu haben, damit ich mir in Ruhe einen schubbern kann. Außerdem machen einige ihrer und meiner Freundinnen, die von der Problematik wissen, mir ziemlich eindeutige Angebote. Bis jetzt hab ich ihnen gegenüber immer ganz cool getan und bin nicht darauf eingegangen, die Frage ist nur, wie lange ich das noch durchhalte. Ich überlege ganz ernsthaft, mir irgendwelche Libido-hemmenden Medikamente verschreiben zu lassen, hab aber Angst vor den Nebenwirkungen. Die Gesamtsituation ist echt für den Allerwertesten. Ich beichte schon mal vorsorglich, dass ich wohl irgendwann doch fremd gehen oder sie verlassen werde, obwohl ich sie über alles Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00029603 vom 09.12.2011 um 10:49:03 Uhr (28 Kommentare).

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