Gestank im Seminarraum

12

anhören

Ekel Unreinlichkeit Vorurteile Hochmut Studentenleben

Ich (m) studiere gerade an einer der größten Universitäten Deutschlands Politikwissenschaft. Nun habe ich jeden Dienstagabend einen Kurs in einem Seminarraum für 20-30 Leute. Doch jedes Mal, wenn man den Raum betritt, meint man, hier wären 50 statt 30 Leute drin gewesen. Und nicht Menschen sondern Kühe. Obwohl - selbst ein Kuhstall riecht nach meiner Erfahrung besser. Weil die Universität die Belegung von Stunden über ein Online-Portal regelt, lässt sich nachverfolgen, welche Kurse in diesem Raum sind. Scheinbar sind vor uns Computerlinguistik und "Likes und Comments oder Bad News? Ein Experiment zur Nachrichtenselektion des Publikums im Internet." mit maximal 20 Leuten in diesem Raum. Hiermit beichte ich, dass ich beim Prüfen der Raumbelegungen meine Vermutungen, die rein auf Stereotypen basierten, bestätigt sah. Natürlich sind dort Computerlinguisten und Medieninformatiker, was denn sonst? Mediziner, die gerade fünf Jahre alte Leichen analysieren? Außerdem beichte ich, dass ich selbst beim Lernen auf Klausuren oder in den Ferien mal eine Woche immer die gleichen Klamotten anhabe und nicht dusche. Aber dann verlasse ich auch nicht meine Wohnung, in der ich alleine lebe, und bekomme keinen Besuch.

Beichthaus.com Beichte #00032383 vom 11.12.2013 um 15:37:31 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Nachteile einer offenen Beziehung

20

anhören

Selbstsucht Falschheit Lügen Wollust

Ich möchte beichten, dass ich die Freundin meines besten Kumpel vernascht habe. Mein Kumpel und ich kennen uns schon seit den Sandkastentagen und gehen durch dick und dünn. Als er vor drei Jahren jedoch eine Freundin kennenlernte, die ihm von Anfang an darauf aufmerksam machte, dass sie eine offene Beziehung führen wolle und er damit einverstanden war, ging es los. Was war passiert? Sie zog ihr Ding natürlich durch, war auch auf Partys nicht abgeneigt, den anwesenden Herren zu schmeicheln und innige Küsse auszutauschen. In Gegenwart ihres Freundes! In der Hinsicht habe ich ihn nie verstanden, wie er es erträgt, zu sehen, dass andere Kerle mit seiner Freundin rummachen. Aber er stand drüber, stets mit dem Argument "Ach, das sehe ich nicht so eng, schließlich beruht es auf Gegenseitigkeit. Ich darf ja auch andere Mädels abchecken." Das Problem bei der Sache? Das tat er nie, da er einfach viel zu introvertiert ist und den Kompromiss der offenen Beziehung mit ihr nur einging, um sie nicht zu verlieren, da er sie hoffnungslos liebt. Es geschah an einem Freitag. Mein Kumpel und ich wollten auf die Piste. Da er davor noch arbeiten musste, machte ich mich also etwas später auf den Weg. Kurz vor seiner Haustür rief er mich an, er würde wohl eine Stunde später kommen. So stand ich da, ungewollt eine Stunde zu früh. Er meinte, ich solle einfach anklingeln, seine Freundin würde aufmachen. Ich könne dort warten und mir schon einmal ein paar Bierchen gönnen. Ich nahm das Angebot an und klingelte. Wenig später machte seine Freundin auf und ich hatte wirklich keinerlei Hintergedanken, sondern zog mir, brav wie ein Schuljunge, die Schuhe vor der Tür aus und setzte mich in die Küche, um mir ein Bier zu genehmigen.


Die erste Zeit passierte nichts, aber es zog sich und ich hatte eigentlich nur Bock zu feiern und freute mich auf den Abend. Doch dann geschah etwas, das ich mir bis heute nicht verzeihen kann. Die Freundin meines Kumpels rief plötzlich nach mir aus dem Bad, ich sprang auf, weil ich dachte, dass irgendetwas passiert sei, ein Sturz oder etwas in die Richtung. Ich fragte vor der Tür, was denn sei, und sie meinte sie hätte ihre Unterwäsche vergessen. Auf dem Bett nebenan würde sie liegen. Plötzlich wurde mir flau im Magen, ich wusste, dass etwas Paradoxes an der Situation zu spüren war. Ich - naiv, wie ich war - nahm ihre Unterwäsche und öffnete die Tür ein Stück weit, um ihr die Kleidung reinzureichen. Doch dann zog sie mich an meinem Arm und küsste mich ohne Vorwarnung. Warum ich nicht abblockte oder mich dagegen wehrte, weiß ich nicht, ich ließ mich einfach drauf ein. Und was soll ich rein objektiv sagen? Es war wirklich sehr gut. Das schlechte Gewissen stellte sich bei mir im direkten Anschluss ein. Als mein Kumpel dann kam, ließ ich mir nichts anmerken und zog los, meine Stimmung war getrübt, aber anmerken ließ ich mir nichts. Bis heute habe ich meinem Kumpel nicht verraten, dass seine Freundin mich verführt hat. Ich habe einfach große Angst, dass es unsere Freundschaft und seine Beziehung gefährdet! Ich bitte zutiefst um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032375 vom 09.12.2013 um 21:18:47 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Auf den Dreier fixiert

17

anhören

Falschheit Lügen Wollust Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich möchte etwas beichten, das vielen wahrscheinlich wie ein Witz vorkommt. Ich (m/30) habe mit meiner langjährigen Freundin ein ziemlich offenes Verhältnis, was Sex angeht. Wir sprechen über alles und versuchen gegenseitig auf die Wünsche des anderen einzugehen, seien diese auch noch so skurril. Ich muss sagen, unser Sexleben war immer perfekt. Vor einiger Zeit haben wir beide die Fantasie nach einem Dreier geäußert, zu meinem Glück wollte auch sie diese Erfahrung mit einer zweiten Frau und nicht mit einem zweiten Mann erleben. Nun vergingen noch einige Monate, in denen wir darüber sprachen oder rätselten, wie wir das Ganze am besten angehen sollten. Wir merkten beide stets, wie uns diese Gespräche antörnten und so wurde es mit der Zeit immer konkreter. Irgendwann stürzten wir uns dann ins Nachtleben, damit keine Freundschaften durch unser Experiment zerstört werden. Nur war es schwieriger, als wir uns gedacht hatten. Es brauchte mehrere Abende, bis eine hübsche Dame bereit war, mit uns zu kommen. Schon auf dem Heimweg im Taxi machten sich die beiden Damen heiß und fummelten und küssten sich - ich konnte kaum glauben, was mir da passierte.

Auf die Nacht will ich nicht genau eingehen, nur soviel, es war der absolute Hammer. Für mich wie für meine Freundin, sie schwärmt immer wieder von dieser Nacht. Nun gut, es war ein unglaubliches Erlebnis. Und genau da liegt mein Problem. Seit da an habe ich beim Sex mit meiner Freundin Probleme zum Orgasmus zu kommen. Es klappt erst, wenn ich mir vorstelle, dass da noch eine Frau ist, die auch mitmacht. Irgendwie kann ich mich aber nicht damit anfreunden, fast nur noch so zum Schuss zu kommen. Auch finde ich es meiner Freundin gegenüber echt mies, denn eigentlich ist der Sex mit ihr nach wie vor wunderschön, aber trotzdem war dieser Dreier wohl ein zu heftiges Erlebnis für mich. Ich komme mir meiner Freundin gegenüber schäbig vor und deshalb beichte ich hier auch. Sonst rede ich über alles mit ihr, doch damit rauszurücken habe ich bis jetzt noch nicht geschafft, weil ich denke, dass sie sich dann nicht mehr gut genug vorkommt. Klar, für viele ist das ein Luxusproblem, doch für mich ist das nicht wirklich einfach. Meine Hoffnung ist allerdings, dass sich das mit der Zeit legt, da die besagte Nacht noch nicht weit zurückliegt. Bis dahin muss ich meine Freundin aber weiterhin mit heftigem Kopfkino "übergehen".

Beichthaus.com Beichte #00032356 vom 05.12.2013 um 11:53:43 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Statistik meines Lebens

49

anhören

Manie Zwang Sucht Neurosen Rheda-Wiedenbrück

Die Statistik meines Lebens
Ich möchte beichten, dass ich fast alles statistisch erfasse, was ich tue und erlebe. Ich (33) mache das seit meinem zehnten Lebensjahr. Seitdem habe ich z.B. 1.623 Trainingseinheiten in meinem Fußballverein mitgemacht, 474 Spiele absolviert, 92 gelbe und 12 Rote Karten kassiert, 41 Tore geschossen, 78 verschiedene Trikots in 6 verschiedenen Farben getragen, und so weiter. Ich habe 16.772-mal die Zähne geputzt, habe mich 4.221-mal geduscht und insgesamt 129 verschiedene Hosen, 202 Hemden, 111 Unterhemden, 223 Unterhosen, 443 verschiedene Paar Socken, 61 verschiedene Jacken oder Mäntel und 98 Paar Schuhe getragen. Ich bin 188-mal in die Kirche gegangen, bin bis heute 415.489 Kilometer mit 82 verschiedenen Fahrzeugen gefahren, hatte für meine Autos bis heute 92.000 Euro Anschaffungsgebühren und Reparaturen und habe 31.145 Euro an Benzin bezahlt. Ich hatte 11 verschiedene Frauen, 1.821-mal Sex, davon 842-mal oral und 245-mal anal. In 624 Fällen lag ich unten und 62-mal rollte ich ohne Orgasmus ab. Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich 3.215-mal masturbiert. Ich trank insgesamt 11.423 Liter Wasser, 2.312 Liter Bier, davon 1.642 Liter aus Flaschen, 662 Liter Rotwein, 224 Liter Weißwein und so weiter. Selbst meine Urinmenge habe ich festgehalten. Es sind, wenn ich mich nicht verrechnet habe, 12.711 Liter. Das würde reichen, um eine riesige Gülletonne zu füllen. Mein urinreichstes Jahr war übrigens 2012, als ich 621 Liter ausschied. Auf dem PC habe ich eine Excel Datei angelegt und Veränderungen werden mir in Diagrammen oder Kurven angezeigt. Ich weiß, dass das alles nicht gesund ist, ich kann es aber einfach nicht lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032349 vom 04.12.2013 um 20:51:32 Uhr in 33378 Rheda-Wiedenbrück (Varenseller Straße) (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Das kalte Deutschland

44

anhören

Vorurteile Engherzigkeit Falschheit Gesellschaft

Ich (w/22) studiere und leite parallel ehrenamtliche Seminare, in denen es um Rassismus und Critical Whiteness geht. Ich diskutiere gern über Themen wie Asylpolitik, Gender und eben Rassismus und vertrete dann immer eine linke Position, von der ich auch sehr überzeugt bin. In letzter Zeit hege ich allerdings widersprüchliche Gedanken. Denn ich bin vor einem Jahr aus dem Süden Deutschlands in den Norden gezogen. Vorher war ich für ein Jahr im Ausland und kam dann zurück ins kalte Deutschland und dann auch noch in den Norden. Seit ich hier wohne, merke ich, wie ich zunehmend Vorurteile gegenüber den Norddeutschen aufbaue. Ich habe ständig das Gefühl, dass die Leute sich zwar gegenseitig anstarren, aber man grüßt sich nicht, selbst wenn man seit einem Jahr in den gleichen Seminaren sitzt. Die meisten Leute sind extrem reserviert und reden so gut wie gar nicht mit Fremden. Ich interpretiere das als Ängstlichkeit - niemand will auffallen. Selbst wenn DozentInnen Fragen an die Gruppe stellen, zum Beispiel "Wollt ihr jetzt eine Pause machen?", herrscht einfach nur Schweigen. Ich bin nicht selten die Einzige, die antwortet. Inzwischen ist es mir auch egal, dass ich so über das "Schicksal" der ganzen Gruppe entscheide. Selbst Schuld, wenn sie ihren Mund nicht aufmachen!


Außerdem suchen sich die meisten ihre FreundInnen anscheinend im ersten Semester und bleiben dann auch immer nur in der anfänglichen Konstellation ohne Interesse an einer freundlichen Unterhaltung mit jemand anderem zu zeigen. Teilweise habe ich mich leider auch schon angepasst und laufe inzwischen ebenfalls mit gesenktem Blick an Leuten vorbei, die im gleichen Kurs mit mir sind, weil ich weiß, dass sie eh nicht auf die Idee kommen, Hallo zu sagen. Es macht keinen Spaß, immer zu grüßen und freundlich zu sein und nur einen leeren Blick zur Antwort zu bekommen. Natürlich kenne ich auch einige Leute besser und habe hier Freunde. Im Grunde sind die Menschen ja überall auf der Welt gleich. Aber diese merkwürdige Stimmung zwischen Fremden hier geht mir auf den Geist und führt dazu, dass ich mich inzwischen lieber mit Leuten anfreunde, die aus dem Ausland oder aus anderen Teilen Deutschlands kommen. Ja, ich habe Vorurteile gegenüber Norddeutschen und bin deswegen öfter mal genervt. Ich hoffe, das ist nur eine Art Kulturschock, der wieder vergeht. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032327 vom 01.12.2013 um 15:04:56 Uhr (44 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000