Eine Nachricht von Pimmelsaft

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Lügen Feigheit Wollust München

Ich habe mich entschlossen, alles zu beichten, von dem ich glaube, dass es negative Auswirkungen für mich oder für andere hat. Eigentlich hat es viel früher angefangen, so als ich fünf oder sechs war. Ich bin 37 und männlich. Gerade heute habe ich diese Website gefunden und fange jetzt mal an. Vielleicht gibt es noch andere, die sich ihr Hirn so zermartern wie ich, vielleicht hilft das hier, ich weiß es nicht.

Also: Ich war vor ca zehn Jahren mit einer sehr lieben Frau zusammen und wir haben eine Weile zusammen in ihrer Wohnung gewohnt, in München. Allerdings hatte ich eine eigene Wohnung etwas von München entfernt. Während sie nicht in ihrer Wohnung war und mich gebeten hatte, nach ihren Pflanzen zu sehen, habe ich ihr Telefon benutzt. Aus irgendeinem Grund hat sie es gemerkt und aus irgendeinem Grund habe ich ihr nicht gesagt, dass ich es benutzt habe. Ich weiß nicht, warum. Ich habe sie angelogen, obgleich ich wusste, dass sie dann die Missetat auf ihre Haushaltshilfe schieben würde. Ich glaube, sie hat ihr dann gekündigt. Bis heute habe ich aber nicht den Mut gehabt, diese Sache ihr zu erzählen.

Außerdem habe ich alle möglichen sexuellen Phantasien mit Männern ausgelebt Das volle Programm, Dates, Chats, Sex an allen möglichen Orten, Klappen, Schwulen-Sauna,Cruising und so weiter. Ein totales Doppelleben. Eines Tages, als sie in China war, chatteten wir zusammen, da ich aber in einem anderen Chat gerade Chat-Sex hatte, habe ich ihr aus einem anderen Fenster ein Telegramm geschickt, in dem Fenster hieß ich nicht so, wie sie mich kannte, sondern "Pimmelsaft", eben so, wie man in der Szene heißt, in der ich unterwegs war. Aus dem, was ich schrieb, wusste sie, dass nur ich es sein kann. Sie fragte mich nach dem Namen. Hier log ich sie wieder an, ich sagte, dass der Internetprovider schon mal so einen Fehler gemacht hätte und ich unter anderen Nicks Telegramme bekam. Ich glaube, sie hat mir nicht geglaubt. Wir trennten uns ca. ein Jahr später.

Seitdem schreibe ich ihr regelmäßig zu ihrem Geburtstag, aber sie meldet sich nicht. Vor unserer Beziehung waren wir uns auch relativ nah, dann ist sie aber krank geworden und ich habe sie nicht unterstützt. Es war eine Art Depression und sie war mir sehr wichtig und ich liebte sie, aber ich hatte nicht die Kraft, diese Krankheit mit ihr durchzustehen. Ich bin kein schwacher Mensch, wenn es um die Bedürfnisse anderer geht. Jedoch hatte ich einen Freund, den ich auch liebte (mit dem ich aber nie Sex hatte). Er war ein totaler Überflieger, Abitur unter Einser-Schnitt, brutal schön und sozial und emotional absolut kompetent. Manische Depression, drei Jahre Leid, dann Suizid.

Ich hatte davor Angst und wendete mich daher von ihr ab Sorry, das ist nur ein Teil meiner Beichte. Ich habe noch eine ganze Menge anderer Dinge im Kopf, vor allem auf sexueller Ebene, die ich gerne jemandem erzählen würde. Vielleicht tue ich es hier, am liebsten würde ich es aber jemandem direkt erzählen, vielleicht jemandem, der in Richtung bisexuelle Neigung geht (männlich) und kein Problem mit pornografischen Darstellungen hat. Ich schaue mal, wie ich mich jetzt fühle, vielleicht schreibt ja jemand etwas.

Beichthaus.com Beichte #00026017 vom 04.04.2009 um 17:28:15 Uhr in München (20 Kommentare).

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Entgleiste Straßenbahn

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Vandalismus Dummheit Bahn & Co.

Ich war mit etwa 17 Jahren mit meinen besten Kumpels zu Fuß bei uns in der Stadt unterwegs. Einer dieser Kumpel fand am Wegesrand plötzlich einen zusammengeschnürten Haufen von Werbeprospekten. Da wir gerade an einer Straßenbahnlinie entlang gingen, hatte mein Kumpel die grandiose Idee, diesen ganzen Stapel (wohl etwa 200 Stück) auf die Schienen zu legen. Wir anderen dachten uns nichts dabei und gingen einfach weiter. Nachdem wir etwa drei Minuten weitergegangen waren, hörten wir plötzlich ein heftiges Geräusch in der Ferne und wir dachten uns "Jetzt wurde der ganze Stapel Prospekte von der Straßenbahn bestimmt heftig zerfleddert und mitgeschleift". Dann machten wir uns keine weiteren Gedanken! Später - ich war jetzt allein und wieder auf dem Weg nach Hause - bemerkte ich, dass überall Sirenen zu hören waren. Ich bemerkte auch, dass immer wieder Blaulichter in meiner Umgebung zu sehen waren. Es war schon gruselig, da dieses Szenario gar kein Ende zu nehmen schien und ich wollte natürlich wissen, was da wohl in der Nähe passiert sein muss. Als ich dann dem vermeidlichen Ort des Geschehens näher kam, überkam mich das kalte Grausen. Mir kam plötzlich ein schrecklicher Gedanke. Die Sirenen und das Blaulicht kamen hauptsächlich aus der Region, wo wir vorhin alle zusammen noch dabei zugesehen hatten, wie der Stapel Prospekte von meinem Kumpel auf die Schienen gelegt wurde. Ich traute mich gar nicht, weiterzugehen, doch trieb es mich unaufhaltsam voran. Und dann sah ich es. Da stand eine vorne völlig entgleiste Straßenbahn im Kies, nur etwa einen Meter entfernt von einem Betonpfeiler - überall Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr etc.! Dazwischen überall Menschen - vermutlich Fahrgäste. Kreidebleich ging ich direkt am Unfallort vorbei und dann ganz schnell nach Hause!

Dort angekommen rief ich den Kumpel an, der das Ganze verzapft hatte, um ihm von den Geschehnissen zu berichten. Er war natürlich entsetzt und wir schworen uns, auf keinen Fall jemals jemandem davon zu erzählen. Gleichzeitig machten wir uns extreme Sorgen, ob es wohl Verletzte gegeben hatte. Es war schrecklich! Auch wenn ich nicht direkt schuldig war, so machte ich mir doch extreme Vorwürfe! An Schlaf war in der Nacht nicht wirklich zu denken! Am nächsten Tag war die Geschichte in allen Tageszeitungen auf der Titelseite! Dort erfuhr ich auch, dass es keine Verletzten gegeben hatte, was mich sehr beruhigte! Da die Sommerferien gerade begonnen hatten, beschloss ich spontan, die ganzen Ferien bei meiner Oma zu verbringen. Doch hatte ich lange Zeit dauernd Panik, egal wo ich war, das es gleich an der Tür klingeln würde und man mich verhaftet. Das war keine schöne Zeit und ich werde wohl auch niemals vergessen, was damals passierte! Allerdings ist auch noch was völlig Schräges passiert, worüber man wohl als Außenstehender schmunzeln kann. Am Tag nach dem Vorfall traf ich mich noch kurz mit meinem Kumpel. Wir standen in der Küche, als sein Vater just in dem Moment gerade eine Zeitung in der Hand hielt. Er sagte einen Satz, der mir noch heute in den Ohren klingt: "Hey, da ist eine Straßenbahn entgleist! Da hattet doch bestimmt ihr eure Finger im Spiel!" Dabei lachte er. Wenn er gewusst hätte, wie uns dabei das Lachen im Hals stecken geblieben ist.

Beichthaus.com Beichte #00026002 vom 02.04.2009 um 11:35:36 Uhr (16 Kommentare).

Gebeichtet von sirhobbes
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“35.000

“Beichte

Von Schneebällen und LKWs

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Vandalismus Lügen Dummheit

Jeder kennt das - nach der Schule in der Winterzeit werden auf dem Weg nach Hause Schneebälle gemacht, um sich gegenseitig damit zu bewerfen oder einzuseifen. Ich wollte damals einen besonders festen und damit schmerzhaften Schneeklumpen fabrizieren, aber nach 20 Minuten Gepresse und Zusammendrückerei war das Ding so fest, dass ich mich nicht mehr getraut habe, mit diesem Eisbatzen auf jemanden zu werfen. Ich gab den Schneeball jemand anderem in die Hand. Der Typ hat daraufhin das Ding mit voller Wucht auf einen entgegenkommenden LKW geworfen, er traf ihn genau an der Frontscheibe. Wir hörten nur ein Klirren und sind nach der Vollbremsung erst einmal davongelaufen. Ich schaltete aber schnell, hörte auf zu rennen und versuchte, um nicht aufzufallen, lässig zu gehen. Der Fahrer stieg aus und sprach mich mit seinem feuerroten Kopf an, ob ich etwas gesehen hätte. Ich dachte mein Herz bleibt stehen. Er hatte einen Blick mit einer Mischung aus Adrenalinrausch und blankem Zorn. Ich sagte ihm, ich wüsste von nichts und bin weiter gelaufen. Auch wenn ich nicht direkt daran schuld war, fühle ich mich heute noch schuldig, denn wegen meines Schneeballs hätte sonst etwas bei der Aktion passieren können.

Beichthaus.com Beichte #00026001 vom 01.04.2009 um 23:38:59 Uhr (8 Kommentare).

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Bandwürmer

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Boshaftigkeit Waghalsigkeit Tiere Halle

Als ich noch jünger war, wurde bei meinem Dackel Bandwürmer festgestellt. Da meine Ex-Freundin zu der Zeit etwas mollig war, habe ich sie nachts als sie schlief vom Hund übers Gesicht schlecken lassen. Zwei Monate später hatte sie 16 Kilo weniger, aber da waren wir nicht mehr zusammen. Ich hab vorher mit ihr Schluss gemacht, weil ich mich nicht mehr traute sie zu küssen.

Beichthaus.com Beichte #00025990 vom 30.03.2009 um 17:36:29 Uhr in Halle (21 Kommentare).

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“Beichte

Ich halte vor meiner Freundin geheim, dass ich rauche!

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Lügen Sucht Partnerschaft

Ich bin nun seit neun Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wegen ihr habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Ich nahm Nikotinpflaster, um loszukommen. Als sie 2004 für drei Monate in Dublin war, habe ich wieder mit dem Rauchen angefangen. Seit sie wieder da ist, lutsche ich Ni**tinell-Lutschtabletten. Zur Zeit etwa 20 Stück am Tag. Ich gebe im Monat immer noch über 200 Euro dafür aus, dass sie denkt, ich hätte das Rauchen damals für sie aufgegeben. Seit nun knapp fünf Jahren kann ich es vor ihr geheimhalten, dass ich immer noch diese Ersatzdrogen nehme. Ich bereue es sehr, denn das sind einige Tausend Euro mittlerweile. Ich habe da ein gewisses Geschick bekommen, es heimlich zu nehmen. Anfangs wusste ich nicht, dass es auch Lutschtabletten gibt, und habe Nikotinkaugummis gekaut.

Da ich nicht dauernd welche ausspucken konnte, ohne dass Sie es merkt, habe ich zum ausgelutschten immer wieder einen neuen mit in den Mund genommen, bis ich einen Kaubatzen im Mund hatte, den man nirgends mehr unbemerkt ausspucken konnte. Sie wurden teils so groß wie Tischtennisbälle. Wir sind nun zusammen gezogen, und beim Auszug aus meiner alten Wohnung fanden sich unter und auf allen Schränken solche Batzen. Die Tabletten haben den großen Vorteil, dass sie sich komplett auflösen und keine Reste bleiben, die man entsorgen müsste. Das macht die Geheimhaltung leichter. Ich wünschte, ich würde von dem Mist loskommen.

Beichthaus.com Beichte #00025986 vom 29.03.2009 um 17:41:55 Uhr (16 Kommentare).

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