Religionen sind Werkzeuge der Macht

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Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Religionen sind Werkzeuge der Macht
Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare).

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Spiel gefälligst nicht an deinen Haaren!

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Zorn Aggression Zwietracht Studentenleben

Ich (w/24) sitze gerade an meiner Bachelorarbeit und verbringe täglich mindestens zehn Stunden in der Bibliothek. Dabei habe ich immer "meinen" Stammplatz. Ich habe auf diesem Platz immer Zugriff auf die notwendigen Bücher im Regal, also ist er perfekt. Warum ich das betone? Ich werde mich heute von meinem heiß geliebten Platz trennen und dank des Platzmangels zwei Stockwerke höher gehen müssen. Der Grund ist eine vor mir sitzende Dame, die die ganze Zeit mit ihren Haaren herumspielt. Ich werde richtig aggressiv, weil ich mich dadurch immer ablenken lasse. Durch den ganzen Stress mit der Bachelorarbeit werde ich anscheinend zu einer Person, die sich wegen jeder Kleinigkeit aufregt. Ich beichte, dass ich der Frau alles Schlechte auf der Welt wünsche und das nur, weil sie mit ihren langen Haaren herumspielt.

Beichthaus.com Beichte #00038272 vom 21.05.2016 um 19:45:27 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Meine Erfahrungen als Heimkind

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Selbstsucht Schamlosigkeit Engherzigkeit Begehrlichkeit

Ich (m/35) bin in einer Jugendhilfeeinrichtung, kurz Heim, aufgewachsen. Dort hatte ich damals einen eher zweifelhaften Ruf als Schläger und auch als Frauenheld. Ich möchte beichten, dass ich den sieben Jahren von 13-20, die ich dort verbrachte (bis 20 wegen meiner Ausbildung), ca. 30-40 Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren zum Sex überredet und teilweise dazu genötigt habe, wenn auch nie mit richtiger Gewalt. Am Stolzesten war ich, wenn ich ein Mädel in ihrer ersten Nacht und natürlich als Erster geknackt hatte. Die anderen Jungs aus den Gruppen wollten zwar auch ab und an ran, aber wenn sich einer zwischen mich und eine Neue gedrängt hat, lag er danach heulend in seinem Zimmer, da kannte ich gar nichts.


Und die Mädchen dachten noch, ich hätte sie dann beschützt. Es lief immer gleich, ich sagte den Mädchen, sie sollten eine Stunde nach Beginn der Nachtruhe zu mir ins Zimmer kommen, nur ein Nachthemd oder Shirt mit nichts darunter an. Kamen sie nicht, weil sie Angst hatten oder eingeschlafen waren, schlich ich mich zu ihnen ins Zimmer. Abfuhren gab es natürlich, aber meine "Trefferquote" lag bei um die 80 Prozent. Und wenn keine Neue da war oder nicht wollte, ging ich halt zu irgendeinem anderen Mädchen. Ich hatte praktisch jede Nacht Sex, manchmal mit mehr als einer. Zudem gab es ein Mädchen, das fast genau so lange wie ich dort war und verzweifelt in mich verliebt war. Bei ihr musste ich nur sagen "Ich mag dich doch auch", schon bekam ich meine Befriedigung, mindestens per Hand oder Mund, meistens mehr. Sie war so ein bisschen das Mauerblümchen, nicht auffällig, aber eigentlich sehr süß, wenn ich heute alte Bilder betrachte. Eiskalt ausgenutzt habe ich sie. Ja, klingt ganz toll, nicht wahr? Fand ich damals auch. Meine Erzieher natürlich nicht.

Als ich 16 wurde, dachten meine Erzieher, mir wenigstens insofern Grenzen setzen zu können, dass sie mir drohten, wenn ich noch einmal ein Mädchen unter 14 anrühre, gehe ich in den Knast. Drei Tage später bekamen wir eine 13-jährige Notaufnahme, welche ich drei Stunden nach ihrer Einlieferung entjungfert habe. Passiert ist außer ein paar Drohungen nichts. Ich war selbst den männlichen Erziehern mit 15 körperlich schon weitgehend überlegen und irgendwelche anderen Strafen wie Zimmerarrest und Ausgangssperre habe ich schlicht ignoriert. Wer sollte mich aufhalten? Da ich mich aber davon abgesehen ordentlich benahm, nie straffällig wurde und die Finger von Alkohol und den meisten Drogen ließ, waren sie schlichtweg machtlos und beide Seiten wussten das. Das nur als Beispiel, wie mein Leben dort so ablief.

Außerdem hatte ich viel mehr Geld als die anderen, da meine Eltern dachten, unsere familiären Probleme mit größeren Summen wiedergutmachen zu können. Ich konnte mir die Zuneigung der Mädels auch kaufen. Zigaretten, mal eine eingeschmuggelte Flasche Sekt, CDs, Süßigkeiten, teureres Deo, mal ein Top oder schöner BH, all das, was man im Heim nicht gesponsert bekommt. Während die anderen um die 80-100 Mark Taschengeld monatlich bekamen und nur ein oder zwei Mal im Monat nach Hause konnten, wurde ich jeden Freitag mit dem Auto geholt und kam nie mit weniger als 150 Mark am Sonntag wieder zurück ins Haus. Wöchentlich. Fuhr ich mal nicht, man musste sich da am Mittwoch schon entschieden haben, wurde mir das Geld überwiesen. Dass ich so nebenbei auch noch den Geldverleiher gespielt habe und so auch finanzielle Macht über die anderen hatte, ist klar. Ich bekam es schon zurück, denn ich war mein eigener Inkassoservice. 20 Prozent mehr als ich verliehen habe natürlich. Auch das konnten die Erzieher kaum bis gar nicht unterbinden.

Irgendwann, so mit 17, habe ich mich dann auch mal verliebt, konnte das "Neue knacken" aber trotzdem nicht lassen. Danach haben mich die meisten Mädchen nicht mehr interessiert oder ich war halt in einer normalen Art mit ihnen befreundet. Vorwürfe machte mir nie eine, obwohl ich bis heute zu vielen Kontakt habe. Nur ich selbst mache mir inzwischen welche. Denn was habe ich damals damit überspielt? Genau das, was ich auch ausgenutzt habe. Einsamkeit und Angst. Liebe Eltern, wenn es gar nicht mehr anders geht, vermeidet wenigstens, eure Mädchen in Heime zu geben, die koedukativ sind, also auch Jungs haben. Egal wie alt, wenn sie untenrum schon Haarwuchs hat, ist sie nach drei Tagen keine Jungfrau mehr. Garantiert! Ich weiß, dass es heute noch genauso ist, teils eher schlimmer, da dann auch noch gefilmt wird und Fotos rumgehen. Und ich denke auch, dass sich manche lieber für jemanden aufgespart hätten, der sie geliebt hätte.

Ich habe mich inzwischen bei allen Mädchen, die ich noch kenne bzw. an deren Namen ich mich noch erinnerte, und die ich finden konnte, entschuldigt. Ein bestimmter Heimkindersuchdienst war da eine große Hilfe. Viele sehen es nicht mal eng, ich bekam sogar zwei Angebote, es doch zu wiederholen, aber ich ging darauf nicht ein. Ein paar fanden es aus heutiger Sicht zwar nicht gut, aber sagten, man könne es nicht mehr ändern, und wenn es mir wichtig sei, nähmen sie meine Entschuldigung an. Einige haben aber auch nie zurückgeschrieben und eine zurecht nur das Wort für den hinteren Schließmuskel in Großbuchstaben und mit drei Ausrufezeichen dahinter. Ratet mal welche, ich habe sie gesondert erwähnt. Ja, das Mauerblümchen. Ich verstehe sie. Aus heutiger Sicht sogar sehr gut.

Mein persönlicher Knackpunkt kam kurz nach dem Abschluss, ich kam raus in die große Welt und musste schnell einsehen, dass ich nicht nur ein junger Niemand war, wie jeder nach der Lehre, sondern mich auch noch stärker beweisen musste als andere. Man traute mir nicht zu, in meinem Beruf dieselben Kenntnisse und Fachwissen zu besitzen wie einer, der in der freien Wirtschaft ausgebildet worden wäre. Auch meinen Eltern ging es damals finanziell bei Weitem nicht mehr so gut wie früher. Also hieß es entweder arbeiten oder in der Gosse landen, denn Hartz-IV und Mietgarantie gab es damals noch nicht, das Sozialamt sagte mir, Mietbeihilfe könne ich vergessen, da ich keinen Grund hätte, in meinem (gut gesuchten) Job nicht zu arbeiten und das Arbeitslosengeld hätte hinten und vorne nicht dafür gereicht.

Ich schuftete teils 16 Stunden bis zum Umfallen, um mich meinem neuen Chef, der mich angeblich nur genommen habe, weil er eine soziale Ader habe, zu beweisen. Und das gelang mir nach einem Jahr fast ohne Urlaub und insgesamt keinen 70 freien Tagen auch. Im Gegenteil, er bat mich sogar weniger zu arbeiten, da ich ihn erstens recht teuer kam und er zweitens überzeugt sei. Und das hat meine Einstellung und Macho-Art schnell abgeschliffen. Ich begann die Realität zu sehen und zu erkennen, dass mein Leben im Heim eine Illusion gewesen war. Sozusagen noch in Watte gepackt. Lange hatte ich die Zeit dann auch verdrängt, aber irgendwie kam und kommt es immer wieder mal hoch. Das Schreiben hier tut mir jedenfalls gut.

Ich lebe heute in einer glücklichen Beziehung, in der Sex zwar wichtig, aber bei Weitem nicht alles ist und habe einfach oft mit meinem Gewissen wegen damals zu kämpfen. Ich habe mit meiner Verlobten eine kleine Tochter mit jetzt gerade mal vier Jahren und würde es auch nicht so für sie wollen. Meine Verlobte und ich werden auch alles tun, um zu vermeiden, dass unsere Tochter jemals ein Heim als Insassin von innen sieht. Diese Vorstellung ist ein Albtraum. Ich habe all das auch mal einem Psychologen erzählt, wisst ihr, was der mir sagte? Ich solle mich doch nicht beklagen, denn ich hätte ja offenbar das Beste aus meiner Situation gemacht und die Zeit dort genossen. Ich sehe das aber anders. Ich habe Einsamkeit und das Fehlen eines gesunden Umfeldes kompensiert, und das auf Kosten anderer. Ich hätte ein Vorbild sein können, aber war ein Drecksack. Ich bitte daher um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038269 vom 21.05.2016 um 04:07:07 Uhr (13 Kommentare).

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Studenten sind oberflächliche Hipster!

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Vorurteile Engherzigkeit Hochmut

Studenten sind oberflächliche Hipster!
Ich (w/33) beichte, dass ich Vorurteile gegenüber bestimmten Menschen habe: Studenten! Ich selbst bin in der leitenden Position eines Bereiches mit 13 Mitarbeitern. Letztens habe ich Vorstellungsgespräche geführt und hatte dabei auch eine (Noch-)Studentin dabei zu Gast. Ihr Geschwafel ging mir dabei so auf die Nerven, ich war froh, als das Ganze endlich vorbei war! Trotz ihrer deutlich besseren Qualifikationen habe ich mich am Ende für eine Bewerberin mit normalem Schulabschluss und passendem Berufsabschluss entschieden, weil sie als Mensch einfach sehr authentisch war, was bei uns sehr wichtig ist, denn wir arbeiten mit psychisch kranken Menschen.

Um ehrlich zu sein, so im Nachhinein gesehen, hatte die Studentin von vornherein keine Chance. In meinen Augen kommt bei Studenten und denen, die es waren, zu 90 Prozent nur heiße Luft heraus. Ich weiß nicht, was man denen dort erzählt, aber sie sind alle fest davon überzeugt einzigartig zu sein, die Welt verändern zu können und zu müssen, alles und jeden infrage zu stellen. Versteht mich nicht falsch, ein kritischer Blick auf bestimmte Dinge ist durchaus sinnvoll. Aber muss man denn ständig so auf den Putz hauen wollen, immer und überall klugscheißen?
Die Art zu sprechen, zu gestikulieren und überhaupt! Für mich sind die alle gleich. Sie finden sich wahnsinnig einzigartig in ihrem Hipstermodus und wirken dabei nur lächerlich. Sie haben das ständige Bedürfnis der Selbstdarstellung und schmeißen mit Fachbegriffen und Floskeln um sich, damit auch ja jeder zu ihnen aufschaut. Und dann beichten sie hier, wie sie in anderer Leute Waschbecken urinieren und sich teils asozialer aufführen als die meisten anderen Menschen!

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich zu einer Veranstaltung an einer Uni in meiner Nähe, da mich das Thema unheimlich interessierte. Ich habe es bereut. Das oberflächlich dumme, scheinbar hochtrabende Geschwafel - ich habe mich gefühlt, als wäre ich in einer Sekte gelandet! Sorry, liebe Studenten, aber bei mir werdet ihr wohl mit diesem Auftreten auch in Zukunft keinen Job bekommen! Da stelle ich lieber Menschen ein, die das richtige Leben kennengelernt haben. Von mir aus überall tätowiert, von mir aus auch alleinerziehende Mütter, von mir aus auf dem Papier schlechter qualifiziert. Die Erfahrungen, die wirklich wichtig sind, sammelt man da draußen und nicht im Hörsaal!

Beichthaus.com Beichte #00038255 vom 19.05.2016 um 08:56:27 Uhr (36 Kommentare).

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Der beste Kuss meines Lebens

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Begehrlichkeit

Mein bester Freund hat mir neulich (einfach aus Spaß) den Hals ganz sanft geküsst. Ich war für kurze Zeit in einer ganz anderen Welt. Ich möchte beichten, dass sich dieser Kuss auf den Hals besser angefühlt hat als alle Küsse, die mir mein Partner jemals auf den Hals gegeben hat.

Beichthaus.com Beichte #00038253 vom 18.05.2016 um 23:03:49 Uhr (11 Kommentare).

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