Ich hasse das WG-Leben!

7

Zorn Rache WG

Ich wohne in einer 5er-WG und WG-Leben kotzt mich gerade an. Die sind alle nett und ich verstehe mich gut mit meinen Mitbewohnern. Sie regen mich aber trotzdem auf. Unser WG-Telefon ist in meinem Zimmer eingesteckt, weil es nur eine Dose gibt und die Basisstation steht vor meiner Zimmertür. Ein Mitbewohner hat ständig das Telefon bei sich und lässt die anderen nicht so richtig telefonieren. Weil mich das noch viel mehr nervt, ziehe ich meistens abends den Stecker und leg mich ins Bett zum Schlafen. Wenn dann jemand klopft, mache ich nicht auf.

Beichthaus.com Beichte #00023961 vom 04.06.2008 um 03:26:55 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das einzige Mittel gegen Heroin-Sucht

29

Drogen Lügen Sucht Gewalt

Ich kenne meinen Kollegen gerade mal seit drei Jahren (beide 18), aber wir verstanden uns von Anfang an blendend. Wir haben viel Scheiße gebaut, wie z. B. kleinere Einbrüche, Schlägereien (auch gegeneinander) und extreme Sauf- und Drogeneskapaden. Am Anfang haben wir noch sehr viel zusammen unternommen, doch dann hatte ich eine Freundin, für die ich viel Zeit aufopferte, die mir nach einiger Zeit den Kontakt zu ihm verbot - weil wir echt viel Scheiße gebaut haben, unter anderem auch ein paar Mal Besuch von der Polizei bekommen haben, etc., und sie das alles sehr verletzt hatte (was ich auch nachvollziehen kann). Kontakt hielten wir trotzdem durch Chatten und gemeinsames Online-Gaming, etc., aber auch durch einige Treffen, wenn die Perle es mir mal erlaubt hatte oder sie bei uns war. Der Kontakt ging also nie in die Brüche. Wie es aber so ist, ändern sich Menschen und man geht in verschiedene Richtungen. So ist es auch ein klein wenig mit uns geschehen. Dass wir beide jegliche Arten von Drogen nahmen und massig viel Alkohol tranken (P.S.: ich hab ein 2er Abi bekommen, nicht dass man denkt, wir wären wegen den Drogen dumm) verband uns schon immer.

Das Problem ist, dass ich immer meine Grenzen kannte und er dazu neigte, ein klein wenig aus der Reihe zu tanzen, aber auch viel mehr Erfahrungen hatte als ich. Beide haben schon sehr viele Drogenarten ausprobiert (er ein paar mehr), hängengeblieben waren wir aber beide nie (höchstens einmal ein kurzer Entzug von GBL) und einig darüber, dass Drogen wie Crack und Heroin ein echtes Tabu sind, waren wir uns auch immer. Für uns galten immer nur GBL, Weed, Nasen, Alkohol, gelegentlich eine E und halluzinogene Drogen. Leider ändern sich Menschen, wie gesagt. Und ich weiß echt nicht, was ihn geritten hat, ob es falsche Freunde waren oder andere Umstände. Zum Ende hin ging der Kontakt für mehrere Tage ganz verloren, d. h. kein Chatten, Zocken, Telefonieren etc., weil ich ihn einfach nicht mehr erreichen konnte. Am PC war er nicht mehr, zu Hause auch kaum noch. Ich dachte mir: Egal. Nach einiger Zeit war er wieder da und wir haben uns wie zuvor unterhalten und auch etwas zusammen unternommen.

Dann hat er mir gebeichtet, dass er sich gelegentlich was spritzt. Unfassbar. Ich hätte nie gedacht, dass er so etwas jemals bringen würde. Keine Ahnung, wie er dazu kam, fragen wollte ich auch nicht, weil ich mich einfach nur angeekelt gefühlt habe. Erst war ich eine Zeit lang wütend und hatte auch kein Bock mehr auf ihn, dann habe ich mir überlegt, dass ich mal mit ihm darüber reden sollte, damit er die Scheiße sein lässt. Darauf kamen nur Antworten wie "Ja, klar, habe auch kein Bock mehr darauf" oder "Jaja, passiert schon nichts, vertrau mir". Ich habe es mal so hingenommen, weil ich genau wusste, dass der Junge nicht auf den Kopf gefallen ist und immer auf sein Leben klarkam. Getroffen haben wir uns auch noch und da wirkte er normal.
Nach einiger Zeit hat er mich angerufen und gefragt, ob ich ihm 100 Euro leihen könnte. Da kamen mir schon ein paar Zweifel, weil er mich sowas noch NIE gefragt hat und 100 Euro schon verdächtig sind, bei den Umständen, in denen er sich befand. Ich gab ihm das Geld. Die Frage, wozu er es brauche, ersparte ich mir, weil darauf eh keine richtige Antwort kommen würde.

Als er mich einige Zeit später das zweite mal nach Geld fragte, platzte mir aber der Kragen. Ich habe ihn angeschrien und fertiggemacht. Er hat mir gebeichtet, dass er das Geld natürlich für Hero brauchte, er aber auf dem guten Weg der Genesung sei etc., so ein Geschwafel halt. Also kam er zu mir vorbei um das Geld abzuholen. Was mich überkam, weiß ich gerade nicht, dass es die richtige Entscheidung war, weiß ich aber ganz genau. Zum Glück hatte ich gerade eine Bierflasche in der Hand, die ich ihm mit voller Wucht gegen seine Birne dreschte, sodass er zu Boden fiel. Ich habe einen Kollegen angerufen, der in meiner Nachbarschaft wohnt und eine eigene Bude hat, und ihm meinen Plan erklärt. Ich liebe den Kerl für seine Loyalität und Hilfe. Den Kopf von dem anderen habe ich notdürftig verbunden und zusammen mit dem Kollegen haben wir ihn zu ihm in die Wohnung geschleppt. In seinem Schlafzimmer haben wir ihn an die Heizung gefesselt und geknebelt und jetzt erstmal da liegen gelassen. Das war vor ungefähr 8 Stunden.

Mit dem Kollegen, dem die Wohnung gehört, habe ich erstmal lange geredet und alles besprochen. Ich will den anderen für ein paar Tage da gefesselt lassen, bis das Hero aus seinem Körper raus ist. Ich hoffe, er würde so etwas auch für mich mal tun, also denke ich mal, dass er nicht so sauer auf mich sein wird. Ich weiß nämlich ganz genau, dass er froh darüber sein wird, nicht mehr von so einem lebensgefährlichen Scheiß abhängig zu sein. Ich glaube, ich würde mich mit so etwas strafbar machen, aber er wird nie im Leben Anzeige gegen mich erstatten. Es werden nur ein paar qualvolle Tage sein. Da ich zurzeit frei habe, kann ich mich um ihn gut kümmern. Eigentlich wollte ich jetzt im Internet nachlesen, wie lange so ein Entzug dauert, leider bin ich aber bei Beichthaus hängen geblieben, und fühlte mich dazu berufen, erst einmal meine Beichte abzulegen. Undzwar erst einmal die Aktion mit dem Kollegen und dann, dass ich hier Zeit verschwende, anstatt mich über den Entzug zu informieren.

Beichthaus.com Beichte #00023959 vom 04.06.2008 um 03:07:35 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Kurze Hosen im Regen

13

Begehrlichkeit Waghalsigkeit

Kurze Hosen im Regen
Ich (m/22) bin gestern gut 40 Minuten ohne Schirm durch heftigsten Regen gelatscht. Warum? Weil vor mir eine junge Frau in meinem Alter ging, die auch keinen Regenschirm trug. Dafür aber eine extrem kurze und noch dazu dünne Hose. Die pitschnass war. Man konnte alles sehen. Herrlich! Es schien ihr überhaupt nichts auszumachen und so bin ich ihr in kurzem Abstand gefolgt, ähnlich dem Phänomen des Lichts, das Fliegen anzieht. Es war regelrecht hypnotisch. Zwar haben mich alle dämlich angestarrt, weil ich wiederum ihre Rückansicht dämlich, aber glücklich grinsend angestarrt habe, aber das war mir egal. Heute habe ich die Quittung bekommen und bin leicht erkältet. Hat sich trotzdem gelohnt, ich bin immer noch spitz wie ein Fuchs und würde ihr überall hin folgen.

Beichthaus.com Beichte #00023934 vom 03.06.2008 um 17:46:47 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

600 Euro Schulden

5

Verschwendung Geld

Ich beichte, dass ich kaufsüchtig bin und mich gerade mit Bestellungen über 600 Euro innerhalb eines Monats verschuldet habe und von den aktuell 400 Euro auf meinem Konto noch die 400 Euro Miete bezahlen muss. Das funktioniert nicht, aber ich kann einfach nicht aufhören (trotz Therapie).

Beichthaus.com Beichte #00023930 vom 03.06.2008 um 11:28:04 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Hilfe, ich gehöre zur Generation Doof!

56

Ich muss beichten, dass ich (m/18) meine Generation hasse. Nicht, dass ich keine Freunde habe - ich bin sogar gerne mit diesen zusammen, aber im tiefsten Innern verachte ich sie alle für etwas, was ich nicht genau in einem Wort beschreiben kann. Ich nenne es jetzt einfach mal Dummheit, aber es ist nicht Dummheit in Bezug auf Intelligenz. Ich glaube, ich bin zwar auch nicht gerade auf den Kopf gefallen, aber in meiner Stufe (12. Klasse, Gymnasium) gibt es doch einige, die Zusammenhänge schneller erfassen und besser lernen als ich. Diese Dummheit zeigt sich vielmehr in einem scheinbar kollektiven Desinteresse, aus dem Unwissenheit und somit Manipulierbarkeit entstehen. Diese Leute scheinen sich für kaum etwas zu interessieren, aus dem sie nicht einen direkten und offensichtlichen Vorteil gewinnen. Am Deutlichsten zeigt sich das in extrem mangelhafter Allgemeinbildung: Wenn man in der gymnasialen Oberstufe nicht mal Berlin auf einer mit vorgezeichneten Ländergrenzen versehenden Deutschlandkarte anzeichnen kann oder noch nie etwas vom Attentat von Sarajewo gehört, frage ich mich echt, ob manchen Menschen gar nichts an Bildung liegt. Offenbar nicht, denn die oberste Maxime scheint wohl "So viel Spaß wie möglich!" zu lauten. Das ist zwar nicht direkt zu verurteilen, aber trotzdem extrem kurzfristig gedacht.

Aufgrund dieser Unwissenheit finde ich es oft anstrengend und geradezu langweilig, Gespräche mit Leuten im meinem Alter zu führen. Was ist das erste Gesprächsthema? Lästern über Menschen in ihrem Umfeld! Ich lästere zwar auch gerne mal, aber das kann doch nicht das dominierende und fast einzige Gesprächsthema sein!? Ab und zu wird auch mal über Autos, Sport oder PC-Spiele gesprochen - Dinge, die mich alle mehr oder minder interessieren, aber doch nichts essenzielles sind! An Geschichte, Politik, Wissenschaft, Gesellschaft oder Religion/Philosophie etc. ist niemand interessiert. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin kein Streber, der meint, alle Leute müssten den ganzen Tag lernen. Ich mache selber nie Hausaufgaben und versuche stets mit minimalem Einsatz die bestmöglichen Noten rauszuholen, aber mich bringt es zur Weißglut, wenn jemand noch nie etwas von der aktuell laufenden Mindestlohndebatte gehört hat, dafür aber genau weiß, wer bei "Germanys Next Topmodel" im Halbfinale steht! Ich frage mich, wie man sich in diesem Fall fühlt, wenn man zufällig doch mal eine Zeitung in der Hand hält und keine Ahnung hat, von was da eigentlich die Rede ist - wahrscheinlich trotzdem ziemlich gleichgültig.

Dieses Widerstreben gegen alles, was in irgendeiner Weise anspruchsvoll zu verarbeiten sein könnte, zeigt sich auch in der Musik, die gehört wird: House. Langweiliges Computergedudel, das mit dem immer gleichen 4-to-the-floor-beat unterlegt ist und sich gegen jede Kreativität und Abwechslung wehrt, für grenzdebile Intelligenzallergiker - sollte man meinen! Aber von wegen: Das ist der Sound der deutschen Elite von morgen. Auch diejenigen, die jahrelang ein Instrument gespielt haben oder immer noch spielen und somit auch Ahnung von Harmonielehre etc. haben, sind davon nicht ausgenommen. Alles, bei dem eine etwas stärker verzerrte Gitarre zu hören ist und nicht von Linkin Park oder den Ärzten stammt, wird als Metal deklariert und ist somit verabscheungswürdig. Dass mindestens die Hälfte davon gar kein Metal ist, sondern allerhöchstens Metalcore (Ja, da besteht ein Unterschied!), und dass Metal sowohl für Musiker als auch für Zuhörer deutlich höhere Ansprüche stellt als diese akustische Vergewaltigung (lange nicht so hoch wie Klassik oder Jazz, aber deutlich höher als das normale radiotaugliche Zeug), stört die allerwenigsten. Auch mit Punk-Rock (kein musikalischer Anspruch, aber Texte mit Aussage!) kann kaum jemand etwas anfangen; zumindest nur so viel, dass das Geständnis, Punk zu hören, in etwa damit gleichkommt, seinen Wohnsitz als unter der Brücke anzugeben.

Den Charakter und Stellenwert, den Musik früher einmal hatte und in einigen Subkulturen immer noch hat, nämlich etwas Revolutionäres zu sein, mit dem man sich abgrenzen will, kennt überhaupt niemand mehr. Was das Besondere an Live-Musik oder einem virtuosen Instrumentalisten ist, scheint niemand zu verstehen. Und falls ihr es noch nicht wusstet: Instrumentalstücke, die nicht ausschließlich zum Tanzen gedacht sind, sind selbstverständlich langweilig. Natürlich ist mir klar, dass House-Musik im Prinzip nur eine Variable ist und von allem ersetzt werden könnte, schließlich suchen sich die Leute ja nicht aktiv aus, was sie hören wollen, sondern finden vielmehr gut, was sie zu hören kriegen. So ist es in vielen Bereichen: Solange es einfacher ist, sich damit anzufreunden, wird nichts hinterfragt. Ich könnte solche Beispiele noch länger fortführen, doch will ich es jetzt mal dabei belassen. Es ist für mich einfach nur eine scheiß Situation, immer so zu tun, als wäre ich einer von ihnen, obwohl ich eigentlich etwas ganz anderes denke. Mit niemandem kann ich darüber reden, schließlich kommt das ja mega eingebildet und arrogant rüber. Und ich muss aufpassen, dass solche Gefühle, die ich tatsächlich von Zeit zu Zeit habe, nicht überhand nehmen. Ich hoffe nur, falls jemand überhaupt bis hier gelesen hat, dass man etwas Verständnis für mich entwickeln kann.

Manchmal wünsche ich mir, Ende der sechziger Jahre zu leben, als die Leute noch The Who und Jimi Hendrix gehört haben. Damals haben sich junge Menschen zwar scharenweise von ostasiatischen Demagogen und indischen Gurus fehlleiten lassen, aber sie hatten Ideale und wollten die Welt verbessern. Dieses Streben danach, etwas Neues zu schaffen, was besser ist als das, was die eigenen Vorfahren getan haben, fehlt mir bei meinen Mitschülern und Freunden, sodass ich jedem, der die heutige Jugend als "Generation Doof" bezeichnet, nur beipflichten kann und mich schäme, zu dieser dazuzugehören.

Beichthaus.com Beichte #00023928 vom 03.06.2008 um 08:35:43 Uhr (56 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000