Die Direktorin im Altenheim

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Engherzigkeit Rache Gewalt 50+ Arbeit München

Ich (32/Altenpfleger) bin letzten Monat nach zehn Jahren Augsburg wieder in meine Heimatstadt München gezogen. Da ich ein sparsamer Mensch bin, hatte ich mir genug angespart, um eine Weile davon leben zu können und mir in Ruhe den besten Arbeitsplatz aussuchen zu können. Dank meinem Abschluss von 1,2 und vielen Zusatzqualifikationen (PDL-Kurs, Wundmanagement, Physiotherapie, usw.) kann ich das auch. So bin ich in einem noblen Altenheim im Münchener Zentrum gelandet. Schon am ersten Tag habe ich die Patientenakten durchgearbeitet und dabei ist mir ein Name aufgefallen. Nun, erst einmal weitergesehen und dann noch einmal zurück, auf den Lebenslauf und tatsächlich: Die Frau war die Direktorin meiner alten Schule, die mich mit 12 in eine Sonderschule abschieben wollte, weil ich unterfordert war und ihren Unterricht kritisiert hatte. Etwa 15 Jahre danach hatte sie einen schweren Schlaganfall, und jung war sie schon damals nicht mehr. Meine Beichte? Ich fasse diese Frau (die übrigens dement ist und mich nicht mehr erkennt) mit Absicht etwas härter an. Da ich eh sehr, sehr sanft bin, tue ich ihr damit keinesfalls weh. Aber es gibt mir eine kleine Genugtuung, jetzt das Leben der Frau (mit) zu bestimmen, die meines beinahe zerstört hätte. Denn von der Schule, auf die die mich schicken wollte, gehen nur zukünftige Arbeitslose ab. Und ich bin mehr geworden, als sie von mir je geglaubt hätte. Na, Frau S, hätten sie das im Jahre 1988 erwartet?

Beichthaus.com Beichte #00025221 vom 26.11.2008 um 23:22:09 Uhr in München (20 Kommentare).

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Verletzung einer Menschenseele

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Fremdgehen Verzweiflung

Ich (w/18) möchte etwas beichten, das euch ganzen Fremgehen-ist-so-geil-Menschen vielleicht mal zu denken gibt. Ich bin vor etwa eineinhalb Jahren von Zuhause aus- und in eine 600 Kilometer entfernte Großstadt gezogen, um in der Nähe meines Freundes zu sein. Eigentlich bin ich eine ziemlich starke Persönlichkeit, die so einiges aushält, aber mit 17 in eine fremde, riesige Stadt zu ziehen, in der man nur einen Menschen hat, den man kennt, mit Schulwechsel und allem Drum und Dran, gehört nicht zu den Dingen, die man einfach so wegsteckt, ohne ein gewisses Maß an Veränderung durchzumachen. Ich muss dazu sagen, dass ich, auch wenn meine Entscheidung und der Umzug in den Sommerferien und völlig überstürzt in zwei Wochen geplant und durchgeführt waren, mir durchaus mögliche Konsequenzen bewusst gemacht habe. Dass Beziehungen an so etwas kaputt gehen können. Dass ich mein ganzes eigentlich sehr glückliches altes Leben für einen Menschen aufgebe, in einem Alter, in dem die meisten anderen auf jeder Party einen anderen Kerl abschleppen. Und tatsächlich ging es nach meinem Umzug kontinuierlich Berg ab. Ich bin auf einer Schule gelandet, auf der - inklusive mir - zwei Menschen des 12er-Geschichtskurses auf die Frage, wer denn bitteschön Sokrates sei, eine Antwort parat hatten. Als ich endlich mein eigenes WG-Zimmer beziehen konnte - ich hatte zuvor bei meinem Freund gewohnt, meinte er, er könne mir jetzt leider nicht helfen, er sei krank (es war eine leichte Erkältung).

Und in mir hat sich nach und nach immer mehr Wut angestaut. Wut darüber, dass er mir nicht geholfen hat, obwohl ich mein Leben für ihn über den Haufen geworfen habe, Wut darüber, dass ich auf dieser Scheiß-Schule festhänge, Wut über alles, was mir nicht gepasst hat. Er konnte sich Tausende Male für Dinge entschuldigen, für die er nichts konnte, er hat mich damit nur noch wütender gemacht. Ich wollte ihn verletzen, ich wollte ihm - auch wenn es mir erst im Nachhinein bewusst geworden ist - so schlimm wehtun, wie ich nur irgendwie konnte. Ein oder zwei Mal bin ich während dieser Monate noch zur Besinnung gekommen, habe versucht einfach "nur" mit ihm Schluss zu machen, aber ich habe es nicht durchgehalten. Dann kurz nach Weihnachten, als er noch bei seiner Familie war, habe ich etwas mit einem guten Freund von ihm angefangen und es ihm an unserem Einjährigen gestanden. Nie, nie in meinem Leben habe ich solchen Schmerz in dem Blick eines Menschen gesehen.
Und auf einen Schlag ist mir bewusst geworden, was es bedeutet, wenn jemand, den du über alles liebst, auf diese Weise dein Vertrauen bricht. Ich würde alles dafür tun, um den Moment ungeschehen zu machen, in dem ich diesen Menschen so verletzt habe. Wenn ich wüsste, es wäre ungeschehen, wenn ich aus dem Fenster springen würde, ich säße schon auf dem Sims. Ich habe nun schon seit einer ganzen Weile einen neuen Freund, den ich wirklich sehr gerne mag und ich würde ihn niemals mehr betrügen, weil ich gesehen habe, was das für einen fürchterlichen Schaden in einer Menschenseele anrichten kann.

Beichthaus.com Beichte #00025220 vom 26.11.2008 um 21:07:08 Uhr (16 Kommentare).

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Hinter der Disco mit dem Blase-Hasen

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Feigheit Morallosigkeit Wollust Last Night Partnerschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich mir vor anderthalb Jahren von einer stadtbekannten Nymphomanin hinter der Dorf-Disco einen kauen lassen habe. Das Problem ist, dass ich nur 6 Stunden danach mit meiner heutigen Freundin zusammen gekommen bin. Wir hatten uns davor schon regelmäßig zum "Kennenlernen" getroffen, waren uns aber noch nicht sicher ob wir wirklich zusammen passen. In der Disco habe ich leider zu viel getrunken, wodurch mich der stadtbekannte "Blase-Hase" leicht überreden konnte. Mittlerweile plagt mich mein schlechtes Gewissen, weil ich meine Freundin über alles liebe und mir ein Leben ohne sie einfach nicht mehr vorstellen kann. Seit diesem Tag habe ich meine Freundin nicht ein einziges Mal angelogen. Nur diese eine Sache kann und möchte ich ihr einfach nicht sagen. Sie wäre unendlich verletzt und enttäuscht, was ich durchaus verstehen kann. Mir würde es nicht anders gehen, wenn sie mir etwas ähnliches beichten würde. Unsere Beziehung ist einfach nur ein Traum, aber wenn ich ihr die Sache beichten würde, wäre das Vertrauen für immer weg. Das möchte ich einfach nicht aufs Spiel setzen. Soll ich es beichten, oder bis ins Grab nehmen?

Beichthaus.com Beichte #00025214 vom 26.11.2008 um 11:04:18 Uhr (35 Kommentare).

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Die verlorene Übungspatrone

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Dummheit Diebstahl Ungerechtigkeit Obergünzburg

Als ich im Winter im Militär war, hatten wir eine Übung mit roten Übungspatronen und übten die Manipulationen der Gewehre. Am Schluss fehlte jedoch eine dieser Übungspatronen und der Wachtmeister ließ sie suchen. Die ganze Mannschaft suchte sie ungefähr eine halbe Stunde lang, als ich sie plötzlich in meinem Gewehr fand. Ich hatte aber keine Lust zuzugeben, dass ich der Blödmann war. Der Wachtmeister ließ nun Liegestütze machen, ein Asthmatiker ist nach fünf Minuten und ca. 30 Liegestützen zusammengebrochen und musste abtransportiert werden. Ich hatte immer noch kein schlechtes Gewissen und habe die Patrone in den Handschuh gesteckt. Der Wachtmeister ließ nun von Kameraden jeden Einzelnen absuchen. Der Typ, der mich durchsuchte, fand die besagte Patrone jedoch nicht. Die ganze Gruppe musste nun über ein scheißgroßes Feld rennen und ich habe mich fast bepisst vor Lachen, aber auch weil es so anstrengend war. Am Schluss habe ich die Patrone in den Wald geschmissen und muss noch heute lachen, wie sich meine Kameraden für meine Dummheit abmühten.

Beichthaus.com Beichte #00025207 vom 25.11.2008 um 20:24:36 Uhr in Obergünzburg (20 Kommentare).

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Die Sammlung hervorragender Pornos

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Masturbation Sucht Manie Melsungen

Ich (m/21) bin pornosüchtig. Wenn ich der NEON-Umfrage Glauben schenken darf, gehöre ich zu den vier Prozent der Leute, die jeden Tag onanieren. Im Laufe der Jahre hat sich eine gigantische Pornosammlung von mittlerweile gut 300GB angesammelt. Diese 300GB sind jedoch nicht nur Filme, die ich mir irgendwann gezogen habe, sondern das sind ausschließlich "sehenswerte" Filme. Für mich ist es wie eine Sucht, die Download-Seiten täglich abzugrasen und begehrenswerte Bilder, Filme und Clips in den Downloadmanager zu packen. Meine Sammlung wächst jeden Tag. Ich musste mir auch schon eine neue externe Festplatte kaufen, weil meine 80er aus allen Nähten geplatzt ist, das war in diesem Sommer. In der Zwischenzeit habe ich meine 250er bis zum Rand voll und musste auf meinen normalen Rechner auslagern. Ich habe schon früh angefangen, Pornos zu laden, ich denke, es war so in der achten Klasse. Wenn meine Eltern am Wochenende weg waren, habe ich an deren PC, weil ich keinen eigenen besaß, Pornos gezogen. Die habe ich dann schnell auf eine CD gebrannt und alle Spuren beseitigt. Dann habe ich mir die CDs in meinem Zimmer auf meinem DVD-Player angesehen. Eine Zeit lang, ich glaube es war ein Jahr oder so, habe ich bei jeder CD, die ich mir ansah und zu einem Orgasmus kam einen Strich gemacht, sodass ich quasi eine Messlatte hatte, wie gut die CD war. Im Laufe der Zeit hatten sich schon da gut 30-50 CDs angesammelt. Als ich dann meinen eigenen Rechner hatte und eine DSL-Flat wuchsen natürlich die Dimensionen und ich bin hier gelandet. Bevor ich das hier geschrieben habe, habe ich meinem DL-Manager mit gut 5GB Links gefüllt, die innerhalb der Woche abgearbeitet werden. Wenn ich schon gleich mein umfassendes Geständnis ablege, meine Pornos sind auf der Festplatte feinsäuberlich benannt, damit man schnell das findet, was man sucht. Und außerdem ist sie in verschiedene Kategorien eingeteilt. Achja, ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht, habe seit zwei Jahren eine Freundin, mit der ich guten Sex habe, und bin jetzt Beamter im Ausbildungsverhältnis.

Beichthaus.com Beichte #00025201 vom 24.11.2008 um 23:27:50 Uhr in Melsungen (43 Kommentare).

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