Panik vorm Sex

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Verzweiflung Neurosen Gesundheit

Ich (w) habe bereits seit dem Volksschulalter eine situationsbedingte Panikstörung. Woher diese kommt, ist mir zwar völlig unklar, aber jedes Mal, wenn ich vor ein paar Menschen irgendetwas präsentieren, vortragen oder aufführen muss, bekomme ich schwere Panikanfälle mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, kalte Schweißausbrüche, Schwindel, Hyperventilation, Übelkeit, zittrige Hände, piepsige Stimme und so weiter, obwohl ich keinerlei Angst habe, da ich ja weiß, dass mir nichts Ernstes passieren kann. Inzwischen treten diese Anfälle sogar vorm Sex und teilweise auch spontan auf, was mich wirklich beunruhigt, da ich körperlich kerngesund bin. Es tut mir leid, dass ich dadurch so eine Zumutung für meine Sexualpartner und meine Mitmenschen geworden bin, aber ich kann nicht einfach zum Psychologen gehen, denn allein beim Gedanken daran bekomme ich wieder eine Panikattacke.

Beichthaus.com Beichte #00032868 vom 14.03.2014 um 20:26:30 Uhr (9 Kommentare).

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Gefangen im Kotzmarathon

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Maßlosigkeit Misstrauen Sucht Verzweiflung Gesundheit

Seit mehr als 15 Jahren habe ich (w/34) ein essgestörtes Verhalten. Momentan fresse und kotze ich mehrmals am Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Ich tue den ganzen Tag nichts anderes als einkaufen, fressen und kotzen. Nebenbei noch fernsehen. Ich bin total ausgeschaltet und habe Angst, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe eine lange ambulante und mehrere stationäre Therapien hinter mir. Wirklich geholfen haben sie mir alle nicht, eher meine Situation verschlimmert. Ich finde mich selbst ätzender denn je, kann mich nicht ausstehen. Ich bin zu faul, mich mit der Lösung der Essstörung auseinanderzusetzen, zu faul zum Leben und zu faul zum Sterben. Der Sinn, gesund zu leben, ohne Fressanfälle erschließt sich mir auch irgendwie nicht. Das Wort "lebensmüde" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.


Zwischenmenschliche Kommunikation finde ich anstrengend. Deshalb lebe ich ziemlich zurückgezogen. Wenn ich mal rausgehe, merke ich schon, dass es mir irgendwie gut tut. Aber dann spüre ich schnell wieder den Drang, alles in mich hineinzustopfen, bis ich fast platze. Um mich dann wieder zu erleichtern und dann total erschöpft, leer und ausgeschaltet rumzuhängen. Mein Freund weiß, dass ich Bulimie habe, bekommt aber von den Fressattacken nichts mit. Wir treffen uns meistens abends, da habe ich dann schon meinen Kotzmarathon hinter mir und bin meistens völlig neben der Spur. Es ist dann unglaublich anstrengend ihm zu folgen, ihm zuzuhören und mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, alles läuft nur so nebenher - leben, arbeiten, meine wenigen Freundschaften. Ich bin eigentlich nur Zuschauerin in meinem eigenen Lebensfilm.


Ich könnte ein Buch über mein Leben schreiben, habe vieles hinter mir: schwierige Kindheit, psychisch kranke Mutter, Schläge, emotionaler und körperlicher Missbrauch durch die Mutter, mehrmaliger sexueller Missbrauch durch verschiedene ältere Männer in der Kindheit, Drogenkonsum, eine Zeit lang promiskuitive Kontakte im Jugendalter und so weiter. Trotz all dieser Erlebnisse habe ich mein Abi gemacht, eine gute Ausbildung, ein Studium und habe jetzt einen guten Job im sozialen Bereich. Ich sollte stolz auf mich sein, doch ich bin es nicht - kann es nicht sein. Ich heule nie rum, äußere aber auch nicht meine Lebenszweifel vor anderen Menschen. Nicht mal in der Form in der Therapie. Ich fresse alles in mich hinein und kotze alle meine Zweifel, meine Wut und auch meine gedanklichen Aggressionen ins Klo. So wird niemand vollgeschwallt, niemand belastet oder hilflos gemacht. Ich bin innerlich maßlos aggressiv, misstrauisch, beschämt und traurig, aber auch irgendwie gierig nach irgendetwas, das ich nicht benennen kann. Deswegen beichte ich hier, wenn auch mit einem emotional distanzierten Grundton.

Beichthaus.com Beichte #00032847 vom 10.03.2014 um 17:02:07 Uhr (15 Kommentare).

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Ex verprügelt gegen Geld

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Gewalt Rache Ex

Ich hatte nach sieben Jahren Beziehung eine ziemlich heftige Trennung von meinem Ex, die auch mit körperlicher Gewalt seinerseits geendet hat. Nach der Trennung hatte er auch gleich wieder eine Neue am Start (u.a. ein Trennungsgrund) und war natürlich happy, während ich am Boden zerstört war. Wir hatten danach auch weiterhin einige Auseinandersetzungen, und als ich nach einer solchen mal wieder völlig fertig war, bekam ich von einem Bekannten das Angebot, das meinem Ex vielleicht eine Lektion erteilt werden sollte - gegen einen kleinen Geldbetrag. Ich habe es angenommen und habe circa zwei Wochen später erfahren, dass er wohl nach einem Partybesuch in eine üble Schlägerei geraten ist und keiner am Ende wusste, wie es passiert ist oder wer noch beteiligt war. Einem Teil von mir tut es leid, dass ich das Angebot angenommen habe, aber ändern kann ich es leider nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00032808 vom 02.03.2014 um 19:42:37 Uhr (18 Kommentare).

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Geprägt von den Taten meines Bruders

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Zorn Missbrauch Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) bin eigentlich ein verständnisvoller, toleranter und herzlicher Mensch. Genau, eigentlich. Seit meinem elften Lebensjahr habe ich ein Problem damit, andere Menschen an mich ranzulassen. Nicht einmal meiner Familie kann ich diese gewisse Familienliebe erwidern. Das hängt mit einem Erlebnis zusammen, welches mein Leben oder besser gesagt mich verändert hat. Mit elf Jahren wurde ich körperlich misshandelt. Seither habe ich mit ganzer Kraft versucht es zu verdrängen, doch je älter ich wurde, desto stärker wurde ich damit konfrontiert. Zum Beispiel in der Schule war Misshandlung ein sehr heikles, aber wichtiges Thema. Im Unterricht wollte ich immer im Boden versinken, denn ich fühlte mich minderwertig und ungeliebt. Meine Eltern wussten nie etwas davon und wissen es noch heute nicht. Ist vielleicht besser so. Denn der Täter ist mein fünf Jahre älterer Bruder. Ihr habt es erfasst. Damit die Familienidylle nicht zerstört wird, schwieg ich all die Jahre.


Doch irgendwie wurde ich immer schlecht behandelt von meinen Eltern. Mein Bruder war schulisch gesehen viel besser und begabter als ich. Das ließ ich mir auch immer gefallen, diesen ständigen Vergleich, wer besser war. Natürlich habe ich sehr viele andere Talente, wie zum Beispiel das Singen, Texte und Geschichten schreiben, und ich beherrsche auch mehrere Fremdsprachen. Und trotzdem reichte das niemals aus. Ich empfinde sehr oft einen Hass auf meine Familie und noch mehr einen Hass auf mich. Meine Laune schwankt nicht, doch wenn ich wütend bin, dann werde ich zu einer dunklen Person, die mit keinem ein Wort wechselt und alles in sich frisst - bis es herausplatzt. Ich fühle mich einerseits schlecht, wie ich alle um mich herum behandle, mit dieser Distanz, Unerreichbarkeit und manchmal mit diesem inneren Hass. Eine Zeit lang dachte ich, dass ich an Schizophrenie leide, aber es gibt keinerlei Zeichen oder Meinungen von meinen Mitmenschen. Ich denke, dass so ziemlich jeder verschiedene Facetten hat, jedoch nicht alle zum Vorschein kommen.


Mit meinem Bruder habe ich regelmäßigen Kontakt und wir unternehmen viel zusammen. Seit vier Jahren hat er auch eine Freundin mit der er inzwischen verlobt ist. Ich verdränge es immer noch so gut es geht, doch es zerfrisst mich jeden Tag immer mehr. Doch abgesehen von all dem, möchte ich meine Seele befreien und mich bei den Menschen für mein Verhalten entschuldigen. Ich bin keine Egoistin, keine Rassistin, keine Verräterin und keine Tyrannin. Und trotzdem fühle ich mich wie all das. Es tut mir von Herzen leid, wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00032801 vom 01.03.2014 um 20:45:51 Uhr (27 Kommentare).

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Der Menschheit überlegen

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Hochmut Stolz Selbstsucht

Ich (m) möchte beichten, dass ich mich anderen Menschen überlegen fühle. Seit drei Monaten betreibe ich intensives Krafttraining. Es sind auch schon erste Erfolge zu sehen und ich fühle mich Leuten überlegen, welche keinen Sport treiben. Ein Freund triezt mich immer, macht Witze über mein Training, und lacht über meine Hantelausrüstung, da meine Kurzhanteln in seinen Augen "komisch" aussehen. Er gehört allerdings zu den Leuten, die den ganzen Tag nur zu Hause auf dem Sofa liegen und sich kein Stück bewegen. Da kann ich nur lachen und ich fühle mich ihm daher stark überlegen, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich nehme auch keine Drogen und fühle mich daher Drogenkonsumenten überlegen. Da geht es sogar so weit, dass ich das Gefühl habe, dass mein Leben mehr wert ist. Außerdem halte ich mich selbst für überdurchschnittlich gut im Bett und fühle mich auch deswegen überlegen. Es ist schrecklich. Ich gehe durch die Straßen, beobachte andere Leute und fühle mich auch dann geistig überlegen, wenn ich das eine oder andere Gespräch belausche. Dabei will ich eigentlich gar nicht so arrogant und überheblich sein!

Beichthaus.com Beichte #00032683 vom 08.02.2014 um 04:54:09 Uhr (31 Kommentare).

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