Modeerscheinung: Lebensmittelunverträglichkeit

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Ignoranz Zorn Vorurteile Gesellschaft Ernährung

Ich (m/31) bin gelernter Bäcker und hasse Leute mit diesen in Mode gekommenen Lebensmittelunverträglichkeiten und sonstigen Kostverächter-Bewegungen. Meiner Meinung nach kommt das eh nur davon, dass die Leute ihre verzogenen Kinder heute nur noch tagelang vor irgendwelche Elektrogeräte setzen, mit Industriefraß vollstopfen und steril im gefliesten Wohnzimmer halten. In meiner Kindheit haben wir viel draußen gespielt, im Wald getobt und gegessen wurde, was Mutter selbst gekocht hat und Oma gebacken hatte. Wir wurden auch nicht ständig von oben bis unten desinfiziert sondern mit Kernseife und groben Badetüchern geschrubbt. Wir kannten noch lebende Tiere, echtes Obst und Gemüse. Halten Sie mal heute einem 10-Jährigen einen Maiskolben hin - der hält das doch für ein Sexspielzeug statt für ein Lebensmittel.


Wenn man freudig etwas selbst gebackenes mitbringt, egal wohin, gibt es immer Nörgler. Jemanden, der eine Sahnecremetorte ohne Sahne haben will, einen Veganer der alles vom Tier ablehnt oder jemand, der fragt, ob der scheiß Pudding auch ohne Gluten, Glutamat, Hühnerei, Pferdehaare, Besenstiele, und Milch hergestellt wurde. Mir bleibt dann meist nur noch der langweilige Obstboden. Ach ja, den Fruktarier habe ich vergessen. Mist, das Obst ist nicht freiwillig vom Baum gefallen, sondern wurde gepflückt. Dann hat man es geschafft, sogar etwas mitzubringen, was 80 Prozent der Partygesellschaft essen kann, ohne sofort daran qualvoll zu sterben, dann kommt der Nächste und fragt, ob die Torte auch ja von "Guru Sanki Kischa Po" von der südindischen Kuchensekte geweiht wurde. Und wehe in der Eierlikör-Buttercreme-Torte mit Alkohol ist wirklich Alkohol, Butter, Ei und Eierlikör drin.


Ich backe mittlerweile alles so, wie ich es gelernt habe, mit Liebe und viel guter Butter! Wer davon isst, ist selbst schuld und die jammernde Tusse die sich beklagt, dass sie wegen der Butter im Sandkuchen die nächsten sechs Monate auf dem Scheißhaus mit ziegelsteinhartem Kot verbringt, ist mir auch egal. Kuchen und Torte ist Luxus, sollen sie doch alle Brot essen! Nur Diabetiker, die mag ich leiden. Die haben nicht so ein ausgedachtes Lifestyle Wehwehchen, sondern sind wirklich krank. Diabetiker freuen sich wenigstens ernsthaft, wenn man extra für sie etwas gemacht hat, das sie essen dürfen und sind immer dankbare Abnehmer für ein gutes Stück Kuchen. Meine Sünde: Ich backe mit Leidenschaft einfach so, wie es schon immer gemacht wurde. Es schmeckt mit guten Zutaten und ich nehme keine Rücksicht mehr auf meine verweichlichten Mitmenschen. Ich bitte für mein ignorantes Verhalten um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035294 vom 21.03.2015 um 21:39:53 Uhr (51 Kommentare).

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Schicksalsbegegnung im Zug

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Lügen Liebe Bahn & Co.

Ich (w/26) habe einem lieben und netten Mann böse das Herz gebrochen und ihn auch noch belogen, allerdings um es nicht noch schlimmer zu machen. Da ich eine Art Sozialphobie habe, lerne ich neue Menschen fast ausschließlich im Internet kennen. So auch diesen Mann. Er ist zwar 10 Jahre älter, lieb, verständnisvoll, sieht auch auf seine Art gut aus. Er wohnt von mir sieben Stunden mit dem Zug entfernt. Nach vielen Enttäuschungen wagt er es aber nicht mehr, zu einer Frau zu fahren, sondern möchte sich bei ihm oder wenigstens in seiner Heimatstadt treffen, was ich, nachdem er mir einiges erzählt hat, auch nachvollziehen konnte. Ich mochte ihn bald sehr und konnte mir durchaus vorstellen, trotz der Entfernung, mit ihm zusammenzukommen, ein Kribbeln im Bauch war definitiv da.

Jedenfalls hat er mich nach sechs Wochen des Schreibens, Telefonierens und Skypens so weit, dass ich, mit einem leichten Beruhigungsmittel ausgestattet, im Zug zu ihm saß. Eine Station weiter stieg ein junger Mann ein und setzte sich mir gegenüber in meinen Vierer. Anfangs beachtete ich ihn gar nicht, doch irgendwann sprach er mich an, ob es mich stören würde, wenn er seine Füße auf seine Tasche auf dem Sitz neben mir legen würde, er sei im Job viel gelaufen und sie täten etwas weh. Da sah ich ihn an und es machte ZOOOM! Ich hatte schon viel über Liebe auf den ersten Blick gelesen, es aber für Unsinn abgetan. Mein Herz schlug bis zum Hals, ich starrte ihn mit großen Augen an und stotterte ein Ja heraus. Ich hätte zu allem JA gesagt! Und zu meinem Erstaunen ging es ihm genauso. Wir unterhielten uns angeregt und stellten fest, dass wir in vielen Dingen einen ähnlichen Geschmack hatten und uns andere Dinge gegenseitig näher bringen konnten, die wir noch nicht kannten.

Um es kurz zu machen, ich fuhr an diesem Wochenende zwar zu meinem neuen Freund, aber es war nicht der Mann aus dem Internet. Mein Zugbegleiter war der perfekte Gentleman und fasste mich erst am Sonntagmorgen intim an, als ich ihn darum bat, mit mir zu schlafen. Meine Ängste vor Fremden waren wie weggeblasen, nach wenigen Stunden in dem Zug kannte ich ihn besser als jeden anderen Menschen in meinem Leben. Ja, ich weiß, es war ein Risiko, aber er bot mir auch an, ein Hotelzimmer für mich zu bezahlen und seinen Ausweis am Empfang vorzuzeigen, da fasste ich sofort Vertrauen zu ihm. Er war knallrot, als ich sagte, ich ginge mit zu ihm, und sagte er würde mir sein Bett geben und auf der Couch schlafen. Selbst heute, nach zwei Jahren, ist es immer noch so schön mit ihm, wie am ersten Tag, seit drei Monaten leben wir zusammen, und es ist einfach nur meine Traumbeziehung mit meinem Traummann. Ich zog zu ihm in dieselbe Stadt, in der auch meine Internetbekanntschaft lebte.

Dem anderen Mann habe ich damals jedoch erzählt, dass in dem Zug wohl das Noro-Virus herumgegangen wäre und ich zu seiner Sicherheit mit einem Mietwagen von der Hälfte der Strecke wieder nach Hause gefahren wäre. Ich wusste, dass er sehr anfällig dafür ist, weil er als Altenpflegehelfer arbeitet und es einmal jährlich mindestens bekommt. Zum Glück wohnt er in einem anderen Stadtteil. Auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass er uns vor einigen Wochen mal zusammen in der Innenstadt gesehen hat, da er als er an mir vorbeilief, die Stirn runzelte und mir einen seltsamen Blick zuwarf, aber er sagte nichts. Er hat seit einem Jahr eine Freundin und ich gönne es ihm, denn ich war ja die Böse, die den Kontakt abbrach, nachdem ich um das zu rechtfertigen, einen Streit vom Zaun brach, aber ich wusste nicht, wie ich es ihm sagen sollte, ohne dass er sich zurückgesetzt und verarscht gefühlt hätte.

Beichthaus.com Beichte #00035281 vom 20.03.2015 um 14:32:33 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Meine chinesische Sklavin

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Selbstsucht Schamlosigkeit Boshaftigkeit Wollust

Ich (m/39) habe seit einiger Zeit eine Sklavin. Ich habe ein chinesisches Mädchen (25) online kennengelernt, das zum Studieren ein Jahr nach Hannover gezogen ist. Sie spricht fast kein Deutsch, dafür aber gut Englisch und findet keinen Anschluss an Kommilitonen - zugegeben, sie wirkt ziemlich arrogant auf andere Leute, sie kennt nur eine andere chinesische Austauschstudentin. Wir haben uns das erste Mal vor ein paar Monaten auf einen Kaffee getroffen und zwei Dates später ging es in die Kiste. Im Bett war sie langweilig, machte nur Blümchensex. Sie hat sich von Anfang an extrem an mich geklammert, ihr Leben besteht nur aus Lernen und der Zeit mit mir. Zusätzlich ist sie an der Uni wohl nicht gut und präsentiert mich allen als Statussymbol. Ich finde sie allerdings oft ziemlich nervig und kann sie eigentlich kaum anderen Freunden vorstellen.

Ich wollte mit ihr Schluss machen, aber bei dem Gespräch fing sie an zu weinen und zu schreien. Im Streitgespräch sagte ich dann, dass der Sex mit ihr langweilig sei, und ich noch nicht mal in den Popo darf. Als Antwort zog sie nur ihre Hose herunter und spreizte die Backen. Seitdem geht es mächtig aufwärts, sie versucht ihr Bestes, mit Sex die Beziehung zu retten. Sie wartet den ganzen Abend zu Hause bei mir, wenn ich ausgehe und dann gibt es eine kurze Nummer und sie ist auf dem Heimweg. Oder gestern kam sie zur Mittagspause kurz ins Auto gesprungen, ein Blowjob, dann wieder zurück zur Arbeit. Es geht seit knapp einem Monat so, ich schicke ihr einfach eine Nachricht, wann und wohin sie kommen soll und sie sagt niemals nein. Zu nichts, auch wenn ich versuche, immer weiter zu gehen. Zusätzlich gehe ich aus und sie weiß das, denn sie hat auch schon ein Foto von mir und einer anderen gesehen. Warum sie das macht? Keine Ahnung, vielleicht hofft sie so, mich zurückzubekommen, aber für mich ist sie einfach nur eine bessere Alternative zur Selbstbefriedigung. Ein wenig schlecht fühle ich mich schon, aber es ist einfach so praktisch.

Beichthaus.com Beichte #00035229 vom 10.03.2015 um 12:28:44 Uhr (47 Kommentare).

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Mobbing und seine Folgen

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Schöllkrippen

Ich (m/19) hatte keine sonderlich leichte Kindheit. Zuallererst sollte man wissen, dass ich in der Grundschule eines dieser Kinder war, das "anders" als die anderen war. Ich war übergewichtig, allgemein etwas "sonderbar" und auch in Sachen Schule nicht unbedingt der Beste - ich brauchte einfach länger, um die Dinge im Unterricht zu kapieren. Da ich einer dieser Außenseiter war, hatte ich auch nicht viele Freunde und wurde hauptsächlich gemobbt. Ich wurde in der Pause geschubst, man nahm mir meine Sachen weg und forderte mich auf, den Dieb zu jagen, was aufgrund meines Übergewichts ein nahezu unmögliches Unterfangen war, man schmierte auch in meine Schulbücher und so weiter. Oft machten sich meine Mitschüler einen Spaß daraus, sich ein paar Tage mit mir abzugeben und mir das Gefühl zu geben, dass sie mich mögen würden. Allerdings wurde ich sofort wie ein nasser Sack fallen gelassen, wenn ich etwas auftaute und mich ihnen öffnete. Diese Umstände führten dazu, dass ich in der Schule ziemlich oft die Beherrschung verlor und irgendwann merkte, dass ich diese Konflikte aufgrund meines Übergewichts super mit Gewalt lösen konnte.


Also begann ich, meine Mitschüler mit den Fäusten förmlich in den Boden zu stampfen. In der zweiten Klasse brach ich jemandem sogar den Arm, weswegen meine Lehrerin meine Eltern verständigte und klarmachte, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Das Gewitter aus bösen Blicken und einer Standpauke nach der anderen am Abend zu Hause habe ich heute noch in Erinnerung. Doch dieser Tag war eine Art Wendepunkt in meinem Leben. Ich begann stark abzunehmen und wurde im Laufe meiner weiteren Schulzeit einer dieser ruhigen, unauffälligen Typen im Heavy-Metal-Shirt, der still seines Weges ging und mit Kopfhörern im Ohr durch den Schulgang huschte. Meine schulischen Leistungen wurden auch von Schuljahr zu Schuljahr besser. Trotz allem war ich natürlich noch eine Art Außenseiter, hatte allerdings eine kleine Gruppe Freunde, mit denen ich meine Freizeit und die Pausen verbrachte. Mit einigen dieser Leute bin ich heute noch eng befreundet und man sieht sich fast jedes Wochenende und auch oft unter der Woche. Heute bin ich, mit 19 Jahren, ein exaktes Gegenteil von dem, was ich damals in meiner Schulzeit war.


Ich habe mein stilles und zurückgezogenes Ich hinter mir gelassen und habe ein sonniges Gemüt, mache gerne Scherze und bin froh, meine Freunde zu haben, die zu mir halten und mit denen ich reden kann. Nun zu meiner Beichte: Ich weiß, dass ich mit meinen Freunden über so ziemlich alles reden kann, aber trotzdem trage ich immer noch die Angst aus meiner Schulzeit in mir mit herum, dass ich, sobald ich mich jemandem öffne, gleich wieder fallen gelassen und ausgelacht werde. Die Tatsache, dass ich mich so gut wie niemandem öffnen kann, ist auch einer der Gründe, wieso ich noch nie einem Mädchen meine wahren Gefühle gestehen konnte bzw. ihr sagen konnte, was ich für sie empfinde, da ich eine solch verflucht tief sitzende Angst in mir mit herumtrage. Dabei ist das Einzige, was ich will, nichts weiter als jemanden, der mich ab und zu mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und der mich einfach nur festhält, wenn ich das Gefühl habe, vollkommen hilflos oder verloren zu sein. Ich weiß, dass diese Arschlöcher aus meiner Kindheit mittlerweile nicht mehr relevant für mich sind, dennoch ist die Tatsache, so oft von mehreren Menschen verletzt worden zu sein, etwas, das ich nicht einfach ablegen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035186 vom 03.03.2015 um 14:37:42 Uhr in Schöllkrippen (13 Kommentare).

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Meine beste Freundin, das Miststück

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Boshaftigkeit Rache Zorn Engherzigkeit Berlin

Bis vor Kurzem hatte ich (w) eine Freundin - jetzt gehen wir allerdings getrennte Wege. Wir sind beide um die Vierzig, ich verheiratet, sie ohne Mann. Vor Kurzem offenbarte sie mir, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Ehemann hatte, die an die zehn Jahre ging. Ich litt unter den geschilderten Details, die auch stark ins Sexuelle gingen. Mir tat die Ehefrau leid, für die meine Freundin keinerlei Mitgefühl hatte und sie sogar mit gemeinen Schimpfwörtern schlecht machte. Als ich seitdem genauer auf meine Freundin schaute, fiel mir auf, dass sie auch über andere Menschen schlecht redete und Geheimnisse verriet. Auch von ihren Freunden redete sie schlecht und herabwürdigend. Ich ärgerte mich, weil auch ich ihr mal etwas im Vertrauen erzählt hatte und nicht mehr sicher sein konnte, dass sie es für sich behält. Vor einigen Wochen erzählte mir mein Mann, dass meine Freundin mehrmals versucht hat, ihn anzubaggern, und sie machte ihm viele Komplimente und Avancen. Zugleich machte sie mich bei meinem Mann schlecht und erzählte auch prompt von meinem Geheimnis, das ich meinem Mann aber längst mitgeteilt hatte. Das wusste sie aber nicht.


Ich sah sie von dem Moment endlich als das, was sie war - einen gemeinen und gehässigen Menschen. Als ich sie erbost zur Rede stellte, beendete sie die Freundschaft und gab keinerlei Erklärungen ab, warum sie sich so verhielt. Ich war so wütend und konnte nicht verstehen, wie man so ein Mensch sein kann. Sie hat kein Unrechtsbewusstsein. Ich wollte es ihr heimzahlen und Rache nehmen und erzählte einer ihrer Freundinnen, was meine ehemalige Freundin Schlimmes und Intimes über sie in die Weltgeschichte posaunt. Zudem schrieb ich dem Affärenmann, dass ich von seiner Affäre wüsste und dass er seiner Frau die zehnjährige Affäre beichten soll, weil sie ein Recht auf die Wahrheit hat. Letzteres war nicht nur Rache, sondern mir tat die Ehefrau wirklich leid! Sowohl der Ehemann als auch die eine Freundin sprechen seitdem nicht mehr mit meiner ehemaligen Freundin, weil beide sauer auf sie sind. Der Ehemann, weil seine Geliebte alles über die gemeinsame Affäre preisgab, und die Freundin, weil sie enttäuscht ist über den Verrat meiner ehemaligen Freundin. Ich schäme mich, dass ich mich auf dasselbe Niveau gestellt habe, und beichte hiermit meine Niedertracht.

Beichthaus.com Beichte #00035180 vom 02.03.2015 um 13:58:39 Uhr in 10367 Berlin (Weißenseer Weg) (8 Kommentare).

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