Sieben Jahre Beziehungsterror

25

anhören

Boshaftigkeit Selbstsucht Verzweiflung Partnerschaft

Meine Exfreundin und ich haben uns nach fast 7 Jahren Beziehung getrennt und haben ein gemeinsames Kind welches bei mir lebt. In diesem Zusammenhang habe ich gleich mehrere Dinge zu beichten.

1. Ich bereue jeden einzelnen Tag der Beziehung und weiß einfach nicht mehr warum ich damals geblieben bin. Ich hatte in der Zeit des Kennenlernens noch Kontakt zu einer anderen Frau mit der ich sehr viel und auch guten Sex hatte - mit meiner Exfreundin hatte ich in den letzten Jahren maximal noch 5 mal Sex pro Jahr. Im letzten Jahr gar keinen Sex mehr, denn ich konnte gar nicht soviel Trieb und Bock aufbringen um doch nochmal Sex mit ihr zu haben. Warum ich mich gegen die andere Frau entschieden hab - ich weiß es einfach nicht, aber ich bereue es.


2. Ich liebe unser Kind mehr als alles andere, aber ich bereue es dieses Kind mit ihr zu haben. Kurz bevor ich damals erfahren hab, dass sie schwanger ist habe ich schon mit dem Gedanken gespielt mich zu trennen. Als ich es dann erfuhr bin ich bei ihr geblieben damit unser Kind mit beiden Elternteilen aufwächst und nicht nur bei einem, so wie es in meiner Kindheit war. Nur das allein war der Grund, dass es fast 7 Jahre werden konnten.


3. Ich bereue diese Zeit, weil ich trotz meiner Abneigung ihr gegenüber mir nicht mal eine Affäre gesucht hab um wenigstens Sex zu haben.


4. Ich habe mich insgeheim gefreut, als sie mit mir Schluss gemacht hat und mir "beichtete" sich in jemanden anders verliebt zu haben.


5. Noch mehr hab ich mich gefreut, dass er sie nur verarscht hat.


6. Die Beziehung zwischen ihr und unserem Kind war nie die, wie man es sich normalerweise zwischen Mutter und Kind vorstellen würde. Für jedes einzelne Mal, als sie ihren Job für für das eher schlechte Verhältnis verantwortlich gemacht hat, hätte ich sie verhauen können da es meiner Meinung nach nur faule Ausreden waren und ich mich schon während der Beziehung als Alleinerziehender gefühlt habe.


7. Ich bereue es in der ganzen Zeit auf sie und ihre Pseudo-Depressionen Rücksicht genommen zu haben. Sie fühlt sich einfach wohl, wenn andere ein schlechtes Gewissen haben, weil es ihnen angeblich besser geht als ihr. Dafür stellt sie die Dinge auch schonmal überspitzt dar was meiner Meinung nach als LÜGEN bezeichnet werden muss - seltsamer Weise hasst sie es, wenn sowas andere tun.


8. Ich finde es jetzt total beschissen, dass sie nach der Trennung nun doch die Kurve zu bekommen scheint, was das Verhältnis zwischen ihr und unserem Kind angeht. Denn somit bin ich weiterhin gezwungen den Freundlichen und Verständnisvollen zu spielen, was mich mittlerweile echt ankotzt da ich selbst nach der Trennung immer noch nicht machen kann was ich will und z.b. in der gleichen Ortschaft wohnen bleiben muss damit unser Kind und sie etwas von einander haben. Es hätte so einfach sein können.


9. Ich beneide sie was ihren Lebenswandel angeht, denn sie hat ständig wechselnde Geschlechtspartner und ich kann es mir nicht erlauben, weil ich darauf achte, dass unser Kind in geordneten Verhältnissen weiter aufwächst. Ich fände es nicht gut, wenn unser Kind ständig mit anderen Frauen konfrontiert wäre - so sehr mir auch danach ist. Ich hoffe der Herr vergibt mir meinen Zorn, meine Sehnsucht nach Lust und meine Selbstsucht.

Beichthaus.com Beichte #00027892 vom 08.06.2010 um 18:55:24 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Bei Trinkgeld für Pizza gibts Pakete frei Haus

44

anhören

Boshaftigkeit Falschheit Faulheit Arbeit

Ich arbeite beim Paketdienst und liefere nebenbei auch abends Pizzen aus. Beide Liefergebiete sind ungefähr gleich. Bei den Leuten, die mir als Pizzalieferant nie oder wenig Trinkgeld geben, unternehme ich dann als Paketbote nie einen Zustellversuch oder gebe manche Sendung, die wichtig aussieht, auch nicht beim Nachbarn ab. Ich notiere, dass ich keine Person angetroffen habe. Es macht mir dann eine Freude, dass die Geizhälse, die für 10 Euro eine Pizza bestellen können, aber kein Trinkgeld geben, dann zum Postamt fahren müssen. Die Leute, die nett sind und Trinkgeld geben, wenn auch wenig, kriegen von mir auch in den 5. Stock ohne Fahrstuhl ihre Pakete ausgeliefert.

Beichthaus.com Beichte #00027890 vom 07.06.2010 um 22:57:28 Uhr (44 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

In den Serverschrank geschissen

46

anhören

Dummheit Ekel Unreinlichkeit Arbeit Chef Dortmund

Ich arbeitete bis vor kurzem noch in einer Informatikfirma. Wir stellten den Kunden verschiedene Server zur Verfügung - sowohl physikalische als auch virtuelle. Falls ihr nicht wisst wie es in einem Rechenzentrum aussieht: Dort sind riesige Schränke, wo allerhand technische Geräte rumstehen (8 - 10 Server in so einem Schrank), hunderte Kabel und mindestens halbsoviele Monitore. Man könnte sagen, das Chaos ist perfekt.

Dementsprechend war auch immer meine Laune, denn je mehr zu tun war, desto mehr musste ich mich durch die Kabel wühlen, was mich ankotzte. Bei einer internen Stellenausschreibung wurde ich nun Serveradministrator und konnte somit bequem vom Rechner aus die Systeme verwalten, denn jemand anderes musste den ganzen Hardwarekram an den Serverschränken nun machen.

Wir sind kein allzu großer Betrieb, sodass auch der Chef schon mal gerne mit anpackt, anstatt nur faul im Sessel zu hocken. Da ich in meiner neuen Position auch von Zuhause aus arbeiten kann und mein Chef an einem Sonntag der einzige in der Firma war, schrieb ich ihm eine kurze E-Mail mit der Bitte, nachzusehen ob ein Server richtig angeschlossen war. Das dauert höchstens. 5 Minuten, für einen geübten Techniker (was mein Chef ist) absolut kein Problem. Anstatt mich freundlichst zu unterstützen und dankbar zu sein, dass ich Ausnahmsweise auch am Sonntag arbeite (ich hatte eh nichts zu tun), schrieb er mir, ich müsse da schon selbst vorbeikommen, es geht schließlich nicht, dass ich immer nur Zuhause sitze.


Abgesehen davon, dass ich nicht so oft von Zuhause arbeite, finde ich das nicht nett, da ich eine halbe Stunde pro Fahrtrichtung zur Arbeit brauche. Aber da ich wie gesagt nichts zu tun hatte, machte ich mich auf den Weg und fuhr los.

Dort angekommen wunderte ich mich, was dort los war: Der Chef feierte seinen Geburtstag mit vielen Freunden in der Pausenhalle (die ist wirklich riesig). Ich kannte davon niemanden und auch als ich dem Chef gratulierte, bot mir dieser nicht einmal ein Stück Kuchen oder ein Glas Sekt an. Als ich sah, wie alle dort sich die leckersten Torten reinschaufelten und sich teuren Sekt in Massen rein kippten, war ich ziemlich wütend, zumal ich sowieso schon genervt war. Ich war so genervt, dass ich nicht mal dass tat, was ich eigentlich auf der Arbeit tun wollte. Als ich sichergestellt hatte, dass niemand mich sieht, ging ich in den Serverraum und habe so richtig in einen Serverschrank geschissen!


Als ich am nächsten Tag unauffällig in die Firma kam, wurde ich direkt vom Chef in sein Büro geholt. Ich Holzkopf hatte vergessen, dass ich der einzige an diesem Tag außer ihm war, der einen Schlüssel zu den Serverräumen hatte. Ich habe mich noch nie so geschämt wie da. Natürlich bin ich meinen Job jetzt los - immerhin bot er mir an, selbst zu kündigen bevor er es tut, sodass ich bei einer anderen Firma Chancen habe. Das Arbeitszeugnis ist auch nur auf den ersten Blick toll, wenn man das ganze deutet, bin ich der miserabelste Mitarbeiter überhaupt!

Beichthaus.com Beichte #00027889 vom 07.06.2010 um 20:01:52 Uhr in 44135 Dortmund (Brügmannstrasse 23) (46 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Besten Kumpel verführt

37

anhören

Selbstsucht Wollust Ignoranz Fremdgehen Karlsruhe

Sex mit einer Frau macht mir (m/18) keinen Spaß. Ich bekomme zwar einen hoch und wir beide kommen, dennoch macht es mir nicht soviel Spaß wie mit einem anderen Mann. Eine Beziehung mit einem Mann hingegen kann ich mir gar nicht vorstellen. Keiner meiner Freunde weiß wie ich Ticke. Alle denken, dass ich hetero bin und Schwule hasse. Nur mein bester Kollege (mit dem ich Sex habe) weiß es, aber ich sage ihm immer, dass ich bi bin, so wie er auch. Wir kennen uns schon seit dem Kindergarten und haben schon seit wir 13 sind Sex miteinander. Ein mieses Gefühl habe ich nur, weil er seit langer Zeit eine Freundin hat. Anfangs hatten wir auch noch Sex. Als er dann circa 3 Monate mit ihr zusammen war, wollte er nicht mehr. Als ich ihn fragte warum, sagte er, dass er dies als fremd gehen empfindet. Das kann ich auch verstehen. Nun zu meiner Beichte: Als ich 2 Monate keinen richtigen Sex mehr hatte, habe ich unter dem Vorwand "auf gute alte Zeiten gehen wir Zwei einen trinken", meinen Freund etwas abgefüllt, damit er rallig wird, weil das immer bei ihm passiert wenn er trinkt. Der Sex war der Beste, den wir je hatten, aber jetzt im nachhinein tut es mir Leid. Ich war so egoistisch, dass er deswegen seine Freundin betrogen hat.

Beichthaus.com Beichte #00027888 vom 07.06.2010 um 14:47:06 Uhr in Karlsruhe (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Mein Sprayer Leben

74

anhören

Vandalismus Waghalsigkeit Stolz Berlin

Ich möchte beichten, das ich seit 1994 Sprüher bin und mittlerweile sicherlich um die 2000 Wandbilder und knapp 300 Züge und unzählige Tags im In- und Ausland gemacht habe.
Am Anfang war es die Lust auf was neues, das jugendliche Adrenalin, der Ruhm innerhalb der Szene. Ich ging öfter hohe Risiken ein, nicht nur in Bezug aufs Erwischt werden. Ich wurde es jedoch bis heute nie doch ich stand schon mehrere Male kurz davor. Wie Kaufhauserpresser Dagobert in seinen bestens Zeiten entging ich immer wieder knapp dem Desaster.


Circa 90% aller Bilder und Tags sind illegal entstanden. Vor knapp 2-3 Jahren hörte ich fast auf malte hin und wieder mal was, meist legal. Freundin und Job brachten die Sache fast zum Erliegen. Nun bin ich wieder solo und seit circa einem Jahr geht es wieder richtig los. Ich male zur Zeit fast ausschließlich illegal, das legale malen macht Spaß, jedoch ist es nicht dasselbe. Ich komme einfach für mich selbst nicht damit klar, das die Bilder wieder verschwinden, weil andere wieder drüber malen. Das macht die ganze Sache sinnlos. Das einzige was Spaß macht ist eben in der Sonne mit Kumpels und Bierchen in der Hand zu malen. sonst ist es leider eher ein einengendes Gefühl ("Hier dürft ihr, aber nirgendwo anders!"). Als ob es so einfach wäre, ihr "alles-in-normalen-Regeln-Packer"! Da ist es nicht!
Es geht nichts über das gute Gefühl, auch noch an 10 Jahre alten Sachen von einem selbst und/oder guten Freunden vorbeizugehen, zu sehen wie das Bild langsam verwittert, die Veränderung der Umgebung, etc. Mir fällt auch immer wieder was neues ein, was man machen kann seinen Namen zu verbreiten. Neue Stile, Neue Techniken, Neue Farbkombinationen.
Früher habe ich öfter auch in der Stadt und an anderen "sensiblen Punkten" gearbeitet, jedoch ist hier die Gefahr doch recht hoch, doch mal erwischt zu werden. Mittlerweile male ich meist zu zweit oder dritt, aber auch gern allein ausschließlich bunte, meist aufwändige Sachen an machbaren Stellen (Zugstrecken, leere Industriebrachen, stillgelegte Militärgelände, Autobahnen, Stromkästen, etc.). Ab und an springt auch mal ein Zug heraus, meist auf Reisen.
Die Stelle hat Auswirkungen auf die Tageszeit und die Aufwändigkeit des Bildes. Von 10-15 Minuten bis mehreren Stunden ist alles dabei. Ich versuche meist am Tag zu arbeiten, jedoch ist es öfter leider nicht möglich. Neu gesichtete Stellen werden fotografiert damit man sie nicht vergisst und werden dann systematisch abgearbeitet. 2-3x pro Woche bin ich mit Dosen unterwegs. Mir gefällt das ganze Drumherum, die Planung, das Hingehen, wie man ungesehen hinkommt, die maximal machbare Mahlzeit zu kalkulieren, das Malen an sich, das Foto sofort oder am nächsten Tage.

Finanziell ist es so gesehen eigentlich nicht teurer als rauchen oder der monatliche Fitnessclubbesuch. Hätte ich alles Geld in den Jahren aber gespart, hätte ich mir sicher schon ein neues Auto kaufen können, hätte aber all die Erfahrungen und den Spaß nicht gehabt!
In Laufe der Jahre, hat man genug Erfahrung gesammelt und kann sehr genau abschätzen, was wann machbar ist und was eher nicht. Man muss lernen, auch mal etwas nicht zu machen, weil irgendwas komisch ist oder erscheint, auch wenn man eine halbe Stunde mit dem Auto angereist ist und sich nachts durch diverses, auch gerne dorniges Buschwerk geschlichen hat. Muss man eben später nochmal probieren. Es ist eben alles eine Erfahrungssache was geht. Es ging immer alles klar, wenn ich mich entschied zu malen. Man hat ständig ein waches Ohr und Auge und erkennt irgendwelche Leute meist früh genug, sodass man sich noch verstecken kann. Und wenn man doch mal weg musste meist aus reinen Sicherheitsgründen, wurde dass Bild ein paar Tage später vollendet. Diese Herangehensweise ersparte mir in den letzten Jahren brenzlige Situationen mit den Bullen oder gerechtigkeits-treuen Mitbürgern.
Der Gedanke an Graffiti ist ständig präsent, Man verlässt das Haus nicht ohne Stift, nimmt auf Reisen immer Dosen mit oder sollte das nicht gehen (Flugzeug), werden am Urlaubsort irgendwo Dosen organisiert. Ständig hat man den Blick auf der Suche nach neuen Stellen. Ich liebe dieses Leben!
Überall auf der Welt trifft man Leute mit denen man malen gehen kann, einige internationale Freundschaften sind so schon entstanden. Meine (nicht sprühenden) Freunde, Familie, Verwandte und Kollegen ahnen nichts von meinem Doppelleben oder denken ich hätte schon vor Jahren wieder aufgehört.

Ich bin jetzt schon über 30 und sicherlich schon viel zu alt für alles. Ein Ende ist aber noch lange nicht in Sicht. Die Frage, warum ich das noch immer tue, kann ich nicht beantworten. Es ist einfach so. Weil alles an Graffiti Spaß macht! Spannung, Spaß und Spiel. Das oft propagierte Adrenalingefühl gibt es bei mir nicht, es ist eher eine Mischung aus Erfahrung, Routine aber auch gewisser Kaltschnäuzigkeit. Ich bin mir bewusst, das ich einigen Leuten sicher Schaden zugefügt habe und entschuldige mich dafür! Jedoch schaue ich immer besonders hin, wo man was macht und ich versuche direkten Schaden von jemanden abzuwenden. Man macht auch gewisse Stellen einfach nicht, aus moralischen und achtenden Gründen, jedoch ist es sicher nicht zu 100% möglich.
Irgendwann werde ich sicher damit aufhören, vielleicht wenn eines Tages wieder Frau und Familie kommt. Aber warum sollte ich? Andere gehen in die Disco, saufen sich voll oder putzen den ganzen Tag ihre Tuning-Proll-Karre. Ist das etwa produktiver für sich selbst? Ich glaube nicht. Ich gehe lieber malen und erfreue mich von Zeit zu Zeit daran. meine Fotoalben durchzublättern und an die teilweise skurrilen Geschichten zu denken die damit zusammenhängen. Ich mache vorerst weiter, der Sommer ist da und es gibt noch viel zu erledigen!

Beichthaus.com Beichte #00027885 vom 05.06.2010 um 17:12:43 Uhr in Berlin (74 Kommentare).

Gebeichtet von Minor
In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000