Sehenden Auges in die Krankheit

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Maßlosigkeit Selbstverletzung Ernährung Regensburg

Ich (w/20) war lange Zeit extrem übergewichtig. Ich war während meiner Pubertät von schlimmen Gefühlsschwankungen geplagt - die meisten Mädchen werden das wohl kennen - und habe sie durch übermäßiges Essen versucht zu kompensieren. Damals habe ich bei einer Größe von 1,78 Meter über 90 Kilo gewogen und ein Ende war nicht in Sicht. Mit 17 Jahren habe ich einen unglaublich tollen Jungen kennengelernt. Er war der erste, der mich so sah, wie noch niemand zuvor: als die schöne junge Frau, die ich wohl irgendwo unter der Oberfläche die ganze Zeit gewesen war. Ich habe mit seiner Hilfe und angespornt durch seine Liebe über 20 Kilo abgenommen, ich stehe in der Blüte meines Lebens und werde endlich von der Gesellschaft voll akzeptiert. Wir sind jetzt seit drei wundervollen Jahren zusammen, wir sind glücklich und planen momentan unsere Hochzeit. Alessandro, ich liebe dich und will dich um jeden Preis heiraten.


Bis dahin wäre es eine wundervolle Geschichte, nicht wahr? Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan. Nun aber zu meiner Beichte: Obwohl mir mein Freund jeden Tag sagt, dass ich schön bin, bin ich nicht zufrieden mit meinem Körper. Mein Kopf kann den Gedanken nicht lassen, dass jedes Gramm Fett, jedes Stückchen Schokolade, jedes Eis im Sommer, jedes Plätzchen zur Weihnachtszeit Gift ist und strikt vermieden werden sollte. Ich arbeite als Krankenschwester in einer Kinderklinik, bin den ganzen Tag nur am Laufen und gehe nach der Arbeit noch Joggen. Ich war seit einem Vierteljahr nicht mehr bei meinen Eltern, weil da jedes Mal aufgekocht wird, dass man eine ganze Armee verköstigen könnte. Und und und. Ich bin auf dem besten Weg, sehenden Auges in eine Essstörung zu laufen. Und ich kann es niemandem sagen.

Beichthaus.com Beichte #00031099 vom 28.04.2013 um 22:15:09 Uhr in Regensburg (19 Kommentare).

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Der Account-Missbrauch

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Feigheit Lügen Engherzigkeit Kollegen Lehre-Essenrode

Ich möchte beichten, dass ich schuld daran bin, dass jemand seinen Ausbildungsplatz verloren hat. Wir begannen 2005 zusammen eine Ausbildung in einem großen, weltweit vertretenen Unternehmen. Die Hauptaufmerksamkeit und Beobachtung durch unseren Meister ging nach dem ersten Lehrjahr auf die neuen Azubis über. Wir hatten ab da eigentlich das schönste Leben. Wenn uns langweilig war, verzogen wir uns zum Beispiel in einen Lehrsaal und schauten uns mit dem Beamer Filme auf Kino.to und ähnlichem an. Da ich wusste, dass unsere Internetaktivitäten überwacht werden und auch auf jeden zurück geführt werden konnten, habe ich einen aus meiner Gruppe beim Eingeben seines Passwortes beobachtet und habe mich dann immer mit seinem User angemeldet. Eigentlich sind solche Seiten bei dem Unternehmen gesperrt, was man aber leicht umgehen konnte. Nun ja, da jeder wusste, dass wir überwacht werden, haben sie mich alle immer damit aufgezogen, dass ich eh auffliege und dann meine Ausbildung verlieren würde. Vor allem der, dessen Account ich dafür benutzte.

Es waren aber immer alle sofort dabei, wenn ich mir Filme ansah. Naja, bis derjenige dessen Account ich nutzte, eines Tages ein Gespräch im Personalbüro hatte und man ihm vorwarf, er habe so und so viele Stunden das Internet für nicht ausbildungsbezogene Zwecke benutzt. Denn nur zu diesem Zweck hatten wir eine Internet Freischaltung und mussten auch unterschreiben, dass wir dieses nur dafür nutzen würden und die stichprobenartige Überwachung akzeptieren. Außerdem wurde ihm nachgewiesen, dass er ungefähr 500 GB Filme, Programme und Spiele illegal heruntergeladen hatte. Diese waren sogar noch in seinem Account auf dem Server gespeichert, da ich vergessen hatte sie zu löschen, nachdem ich sie auf einen Stick kopiert hatte. Er bekam darauf hin sofort die Kündigung. Ich bin ihm wirklich dankbar, dass er es hingenommen und nicht gesagt hat, dass ich es war. Worauf er logischerweise sofort kam. Er hat sich dann noch mit ein paar, verständlicherweise nicht sehr netten, Worten von mir verabschiedet.

Ich finde, ich bin ein riesen Arschloch und bereue es, dass jemand, den ich eigentlich gut leiden konnte, wegen der von mir gebauten Scheiße seine Ausbildung verloren hat. Ich habe gehört, dass er danach wieder in die Schule ging und momentan irgendwo studiert. Ich hoffe, ich treffe ihn mal, damit ich mich bei ihm entschuldigen und eventuell mit ihm darüber reden kann. Vielleicht könnte ich dann besser mit meinem schlechten Gewissen leben. Ich hoffe, er bekommt nach dem Studium einen guten Job und hat es dann besser als ich.

Beichthaus.com Beichte #00031097 vom 29.04.2013 um 14:58:09 Uhr in Lehre-Essenrode (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der gemeine Vater

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Hass Verzweiflung Familie Rheine

Ich wünsche meinem Vater den Tod. Ich (w/17) wohne noch bei meinen Eltern. Ich komme gut mit meiner Mutter aus, ich liebe sie. Aber für meinen Vater habe ich nichts anderes übrig, außer Hass und Verachtung. Ich hasse diesen Mann so sehr. Alles fing an, als ich so etwa elf war. Weil die Lehrerin uns noch Hausaufgaben aufgeben wollte, kam ich ungefähr fünf Minuten zu spät, mein Vater wartete unten im Auto, er wollte mich abholen. Er ärgerte sich extrem über die paar Minuten, war total sauer und fing an, mir mit seinen Papieren, die im Auto lagen, ins Gesicht zu schlagen. Es tat nicht weh, aber es war die Geste, die mich zum Weinen brachte. Von da an begann das Schrecken für mich. Immer, wenn ich auch nur ein paar Sekunden zu spät kam, egal, ob es von der Schule war oder woanders, wurde ich geschlagen, eingesperrt, beleidigt, mit Essen abgeworfen. Einmal, das ist noch gar nicht so lange her, vielleicht ein oder anderthalb Jahre, da hatten wir eine Torte im Auto, und als ich wieder so fünf Minuten zu spät dran war, weil ich noch im Hauswirtschaftsraum mit aufräumen helfen musste, nahm mein Vater die Torte und klatschte sie mir auf den Schoß. Den Rest verschmierte er in seinem eigenen Auto. Ich musste dann während der Fahrt mit nur einer Packung Taschentücher alles sauber machen. Und es wurde einfach nicht sauber, weil ich selbst so mit der Torte voll wahr, dass ich alles eher noch dreckiger machte. Ich war am weinen, hatte einen völligen Nervenzusammenbruch und mein Vater schlug während der Fahrt immer wieder auf mich ein und beschimpfte mich.


So etwas in der Art passierte unglaublich oft. Vor drei Monaten ungefähr gab es dann den, bis jetzt, letzten Vorfall: Ich kam abends nach Hause, so um halb neun, und ging zu meiner Mutter, die im Wohnzimmer saß, um mich mit ihr zu unterhalten. Dann kam mein Vater runter, und fragte wo sein Geld sei. Ich hatte mir vorher zwei Euro von ihm geliehen und ganz vergessen, es ihm wieder auf den Tisch zu legen. Aber anstatt, dass ich aufstehen durfte, um das Geld zu holen, brüllte er auf einmal herum, behauptete, ich sei eine verlogene Diebin und schubste mich in eine Ecke, als ich gerade aufgestanden war. Ich wollte wieder aufstehen, aber er schubste mich immer und immer wieder. Er schlug mir auf den Rücken, ins Gesicht, überall hin. Ich hatte unglaubliche Schmerzen und unvorstellbare Angst um mein Leben! Ich dachte nur "Jetzt ist es vorbei. Er bringt mich jetzt um." Doch in einem, von ihn unbeobachteten, Moment konnte ich aufstehen, rannte nach oben und schloss mich im Bad ein. Das waren noch längst nicht alle Vorfälle. Mein Vater hat mir zum Beispiel mit elf auch gesagt, dass er mich verbrennen möchte. Und er hat mich schon als kleines Kind sehr oft beleidigt. Jetzt kommt so etwas seltener vor, denn ich lasse mir das nicht mehr gefallen. Ich habe meinem Vater die Meinung gesagt, ich habe ihn angebrüllt und so fertig gemacht, dass er es jetzt kaum noch wagt, mit mir zu reden. Früher hatte ich nie den Mut dazu, aber jetzt habe ich es endlich getan. Dennoch ist er immer noch ein sehr großer Störfaktor. Schließlich muss ich hier noch wohnen - ich gehe noch zur Schule und habe kein Geld. Und ich muss sein ständiges Gesaufe und Gerauche ertragen, den ekeligen Geruch riechen. Und sagt mir bitte nicht, dass ich mich ans Jugendamt wenden soll. Ich war da bereits zwei Mal, und einmal bei meiner Schuldirektorin und niemand konnte oder wollte mir helfen. Ich habe so vielen Leuten davon erzählt, um Hilfe gefleht und geweint, aber niemals habe ich Hilfe bekommen. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, aber ich wünsche meinem Vater wirklich den Tod. Ich bin kein gemeiner, unfreundlicher oder boshafter Mensch. Ich hoffe, dass Gott mir meine Mordgedanken verzeiht und mich möglichst schnell von diesem Mann erlöst.

Beichthaus.com Beichte #00031091 vom 28.04.2013 um 09:48:18 Uhr in Rheine (Schultestraße) (24 Kommentare).

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Beziehungsunfähig

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Fremdgehen Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w) wollte nie eine Beziehung. Bis jetzt jedenfalls. Ich fand es überflüssig und so unterwürfig wie sich ein Großteil meiner weiblichen Bekannten/Freunde sich mit der Zeit wegen ihres Freundes verhielten. So wollte ich niemals sein. Stattdessen hatte ich gelegentlich "Fickbeziehungen", bei denen wir uns circa einmal die Woche für 1-2 Stunden ausschließlich für Sex getroffen haben. Obwohl die zum Teil bis zu 4 Monate gingen, wusste ich außer Name und Alter so gut wie nichts über diese Männer. Meine Freundinnen konnten nie verstehen, dass ich es gut fand, wie "respektlos" die mit mir umgingen. Aber so was ist einfach am unkompliziertesten, wieso soll man zusätzlich dauernd schreiben/telefonieren oder auch nur länger als 5 - 10 Minuten reden, wenn man sich sieht, wenn es auch anders geht? Wir hatten beide unseren Spaß dabei, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben.
Mittlerweile habe ich seit einigen Monaten wieder so eine offene Beziehung. Doch dieses Mal ist es ganz anders. Wir haben viel Kontakt, sehen uns so oft, wie es nur geht, führen alberne und tiefgründige Gespräche, unternehmen auch andere Sachen, haben uns bereits gegenseitig unseren Freunden und Familie vorgestellt. Vor einigen Wochen haben wir beide beschlossen, uns treu zu sein (was aber ohnehin schon längere Zeit davor der Fall war). Klingt wahrscheinlich ziemlich perfekt und meine Freunde sagen ebenfalls, dass wir im Prinzip schon ein Paar sind.


Nun zu meiner Beichte: Als es mit uns begonnen hat, hatte er noch eine Freundin. Als er mir erzählte, dass sie nicht mehr zusammen sind, fing ich an zu weinen, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, ihre Beziehung kaputtgemacht zu haben. Außerdem habe ich wahnsinnig Angst vor einer Beziehung und bin deshalb ihm gegenüber oft sehr launisch bzw. zickig, worauf hin er aber immer nur noch netter zu mir ist, anstatt sich drüber aufzuregen. Ich bin in ihn verliebt, aber dennoch wünsche ich mir oft, dass das alles nie passiert wäre. Manchmal vermisse ich ihn nach ein bis zwei Tagen und suche seine Nähe, aber innerhalb kürzester Zeit schlägt das in Angst vor Nähe um und ich fange grundlos Streit mit ihm an. Ich glaube ich bin einfach beziehungsunfähig und werde ihn durch mein seltsames und sicherlich anstrengendes Verhalten früher oder später vertreiben.

Beichthaus.com Beichte #00031087 vom 27.04.2013 um 13:33:38 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Ex und sein Facebook Profil

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Neugier Eifersucht Zwietracht Internet

Ich (w/20) möchte hiermit beichten, dass ich einfach nicht von meinem Exfreund loskomme. Wir sind jetzt gut 1,5 Jahre getrennt und waren fast 5 Jahre zusammen. Dann hat er mich für eine andere verlassen, die schon seinen halben Freundeskreis durchhatte. Von jetzt auf gleich, obwohl wir einen Monat vorher noch zusammenziehen wollten. Ich habe im Anschluss 8 Kilo abgenommen, konnte über Wochen nicht schlafen und war auch im Krankenhaus. Ich trage immer noch Schmuck-Geschenke von ihm, weine täglich vor Bildern von ihm etc. Viel schlimmer ist jedoch, dass er sein Facebook-Passwort nicht geändert hat. Mysteriöserweise verschwinden regelmäßig Statusmeldungen, Bilder und seit der gesamten Zeit sieht nur er seinen Beziehungsstatus. Auch seine neue Freundin muss leiden. Viele ehemalige Partner und One-Night-Stands von ihr haben sich mit mir verbündet, sodass regelmäßig die härtesten Rachepläne geschmiedet werden. Noch ist von mir nichts weiter passiert, aber ich wäre mir nicht zu sicher, dass bei mir doch auch mal die Sicherungen durchbrennen. Ich möchte also beichten, dass ich mich zum einen, andauernd im Profil meines Exfreundes einlogge, um Dinge zu löschen und zum anderen, dass ich Männer nur noch für mein Vergnügen nutze. Ich sage immer ehrlich, dass mein Herz jemandem anderen gehört. Wenn die Männerwelt dann meint, sich trotzdem zu verlieben, ist das nicht mein Bier.

Beichthaus.com Beichte #00031082 vom 26.04.2013 um 19:41:52 Uhr (20 Kommentare).

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