Erdbeeren aus Deutschland

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Hass Dummheit Shopping

Ich (m/22) bin Student und arbeite in meiner Freizeit bzw. in den Semesterferien auf dem Landwirtschaftsbetrieb eines Kommilitonen. Pünktlich zur Frühlingszeit bin ich in diesen Straßenhäuschen und auf dem Wochenmarkt anzutreffen und bringe Gemüse und Obst unter die Leute, vorwiegend Erdbeeren und Spargel. Ich muss beichten, dass ich den Leuten, die diese überteuerten "Erdbeeren, Herkunftsland Deutschland" kaufen, am liebsten ein paar Backpfeifen mitgeben würde. Wochen vor Saisonbeginn bieten wir schon Industriegroße, voll ausgereifte Erdbeeren zum Kauf an und die Leute kommen nicht auf die Idee, dass wir ihnen das gleiche Treibhauszeug zum doppelten Preis und gleichen Geschmack wie spanische und sonstige anbieten.
Gerade Hausfrauen mit Kleinkind schwören darauf, dass ihre Kinder mit verbundenen Augen das Herkunftsland erkennen und erzählen mir wie gut die Dinger im Vergleich zum Discounter schmecken. Ich will nicht wissen wie vielen die Augen rausfallen würden, wüssten sie, dass wir noch LKW weise an so ziemlich jede Discounter-Kette in der Region liefern und das für den Bruchteil des Marktpreises. Das Gleiche gilt für so ziemlich jedes andere Gemüse und Obst. Mein Tipp: kauft nur zur Saison und wenn die Erdbeeren, Gemüse, Obst oder sonstiges wie 4. Wahl aussehen, dann könnt ihr sicher sein, dass es sich nicht um geschmacklosen Treibhaus-Dreck handelt.

Beichthaus.com Beichte #00030071 vom 30.06.2012 um 02:38:48 Uhr (19 Kommentare).

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Der ignorierte Freund

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Ignoranz Engherzigkeit Selbstsucht

Ich (w/27) muss beichten, dass ich meinen besten Freund in seiner schwersten Zeit im Stich gelassen habe. Wir waren zur Schulzeit die besten Freunde und nach unserem Abschluss bin ich in eine andere Stadt zum Studieren gezogen und er ist hier geblieben. Anfangs haben wir uns noch regelmäßig gesehen und geschrieben aber bei mir kamen neue Freunde, ein fester Freund und ein neuer Abschnitt meines Lebens und ich wurde immer ekliger zu ihm. Ich begann seine SMS zu ignorieren, habe ihn häufig ohne Kommentar versetzt und habe regelmäßig so getan als ob ich gerade keine Zeit hätte. Man sollte jetzt annehmen das er das Interesse verlieren würde aber das Gegenteil war der Fall. Er schrieb mir immer öfter ob mir unsere Freundschaft überhaupt noch irgendetwas bedeuten würde und andere sentimentale Nachrichten, die ich irgendwann nur noch als nervig empfand. Zu seinem Geburtstag versprach ich ihm dann uns zu treffen, versetzte ihn aber für meinen Freund. Eine Woche später schrieb ich ihm noch einmal wie es ihm geht, bekam aber nie eine Antwort. Zu dem Zeitpunkt dachte ich "scheiß auf ihn" und habe mit ihm endgültig abgeschlossen, immerhin verlief mein Leben super und er war der schwarze Fleck in meinem Leben. Heute lebe ich wieder in meiner Heimatstadt, mein Freund hat mich vor einer Weile betrogen, meine Freunde sind nach dem Studium wieder in ihre Heimatstädte zurück und für mich gab es keinen Grund mehr dort zu verweilen. Letzte Woche bin ich einem alten Schulfreund begegnet und habe ihn gefragt wie es meinem früheren, besten Freund gehen würde. Er erzählte mir, dass er wenige Monate nach unserem Abschluss an Krebs gestorben sei. Da ist für mich eine Welt zusammen gebrochen. Zuhause angekommen habe ich bitterlich geweint und allein der Gedanke, dass er dort im Krankenhaus lag, mir geschriebene hat wie es mir geht und ich ihn ignoriert habe, weil mir Party und Shoppen wichtiger waren, bricht mir das Herz. In ein paar Wochen wäre wieder sein Geburtstag und ich will ein paar Blumen an sein Grab legen. Ich konnte für ihn im Leben nicht die Freundin sein, die er gebraucht hätte aber zumindest jetzt will ich die Freundin sein, die er verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030065 vom 25.06.2012 um 00:50:09 Uhr (52 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Französischunterricht

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Dummheit Gewalt Ungerechtigkeit Schule

Ich denke es ist an der Zeit eine meiner bittersten Schulgeschichten loszuwerden. Ich (m) war damals in der achten Klasse und habe seid 2 Jahren meinen Geisteszustand mit Französischunterricht vergewaltigt. Unsere damalige Lehrerin war ungefähr 40, rothaarig aber recht netter Statur. Sie hatte schon ein etwas gespaltenes Verhältnis zu mir, da ich ein ziemlicher Störenfried war und meinen Freund (der genau so war wie ich aber es immer verstecken konnte) angeblich beim Lernen behindere. Ich habe mich in dieser Zeit öfters mal aus Spaß und Langeweile mit ihm geschlagen wenn die Lehrerin gerade beschäftigt war. Dennoch fiel es immer mal wieder auf und wir haben oft Ärger bekommen, da jemand auch mal ab und zu fast vom Stuhl gefallen ist. Auf sowas reagierte unsere Lehrerin ganz empfindlich, da sich jemand mal in ihrem Unterricht beim Kippeln das Genick brach. Nun zum eigentlichen Vorfall.
Ich denke jeder kennt noch Gruppentische, wo sich an einem Tisch vier Leute gegenübersitzen. Wir haben uns mal wieder etwas gehauen als unsere Lehrerin sich gerade zu dem Tisch hinter uns beugte um den dort sitzenden, strebsamen Mädchen etwas zu erklären. Ihr Hintern war dabei genau zwischen uns. Ich war gerade dabei meinem Freund eine schöne Rückhandohrfeige zu verpassen, doch er hat sie pariert und meine rechte Hand festgehalten. Also habe ich mit aller Kraft gegen seine Hand gedrückt um mich zu befreien. Unter Aufbietung all meiner Kraft gelang mir dies auch, jedoch hatte ich nicht daran gedacht, dass es nahezu unmöglich ist den Schlag danach abzufangen. In dem Moment duckt sich mein Sitznachbar und meine Hand bretterte mit einem lauten Knall gegen den Hintern meiner Lehrerin und unterbrach sie damit in einer faszinierenden Ansprache über das passe compose. Ohne noch weiter darüber nachzudenken trat ich gegen den Tisch und beförderte mich samt Stuhl auf den Fußboden. Natürlich hat die ganze Klasse gelacht, besonders meine Tischkollegen, da sie als einzige gesehen haben was wirklich passiert ist, aber ich konnte der Lehrerin glaubhaft erzählen, dass ich beim Kippeln umgefallen bin und sie dabei leider einen meiner Fuchtler abbekommen hat. Das war besser als zuzugeben, dass die Ohrfeige, welche eigentlich an meinen Freund adressiert war, ihr Ziel auf ihrem Hintern fand. Leider hatte sie wohl wieder mal mitbekommen, dass wir uns geschlagen hatten und beschuldigte lauthals meinen Freund mich geschubst zu haben. Das sei lebensgefährlich und er hat ja keine Ahnung was hätte passieren können. Dieser konnte sich aufgrund des anhalten Lachanfalls nicht glaubhaft verteidigen und wurde mit einer 6 und einem Anruf bei seinen sehr christlichen Eltern gestraft. Sein Ruf bei der Lehrerin war von da an noch schlechter als meiner. Sorry Kumpel.

Beichthaus.com Beichte #00030064 vom 24.06.2012 um 15:45:36 Uhr (21 Kommentare).

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Straßenbau

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Boshaftigkeit Zwietracht Arbeit Kollegen

Ich (m/22) habe letztes Jahr vor meinem Studium 3 Monate als Hilfskraft in einem mittelständischen Straßenbauunternehmen gearbeitet. An meinem ersten Tag lernte ich einen Kollegen in meinem Alter kennen, mit dem ich mich beim Arbeiten etwas unterhielt und er schien auch sehr offen und nett zu sein. Am gleichen Abend meines ersten Arbeitstages rief mich ein sehr guter Freund an, der mich in diesen Job gebracht hatte und dort schon seine Ausbildung abgeschlossen hat. Er erzählte mir, dass dieser Typ, mit der ich zusammen gearbeitet habe, bei den anderen Kollegen über mich herzog. Ich würde jeden Tag kiffen und wäre faul, er hätte fast alles alleine gemacht. Tatsächlich hatte er mich gefragt, ob ich denn schon mal gekifft habe und ich bejahte, dass ich vor etwa 2 Jahren öfter mal geraucht habe, aber mittlerweile nicht mehr. Zudem war er der faule, der mich die offensichtlich schweren arbeiten machen ließ, dabei nicht einmal half und sogar zwischenzeitlich zum Metzger ging, um sich drei Mettbrötchen zu holen. Mein Freund erzählte mir aber außerdem, dass er sowieso bei fast jedem in der Firma aufgrund seiner Lügen, seiner Faul- und Dummheit unten durch sei.
Also machte ich mir nichts daraus und arbeitete die nächsten Tage so gut ich konnte weiter und habe mir dadurch auch recht schnell den Respekt der meisten dort verdient. Dieser Asoziale konnte nicht gefeuert werden, weil sein Vater der Meister des Unternehmens war (ein guter) und dieser bei der Kündigung seines Sohnes drohte, ebenfalls zu gehen.
So behandelte ich den Jungen ganz normal und ließ mir nicht anmerken, was ich von ihm hielt, obwohl er zwischendurch sogar noch mehr Lügen über mich verbreitete, vielleicht aus Neid oder sonst etwas. Ich habe zwar schon öfter unangenehme Kollegen bei meinen Nebenjobs gehabt, aber nie so einen. Das grenzte schon ans kriminelle, da er sogar verbreitete ich hätte mit dem Radlader (sowas ähnliches wie ein Bagger) Zinnkästen (Gullis) mutwillig zerstört und gesagt, dass wir so hier länger arbeiten können, weil es ja eine sehr angenehme Baustelle hier war, im Vergleich zu anderen.


Glücklicherweise glaubte ihm auch das keiner, der schon mit mir zusammen gearbeitet hat und es ja noch andere hätten mitbekommen müssen. Ich war mächtig angefressen, aber wollte keinen Ärger auslösen und blieb, wie immer, freundlich und unauffällig ihm gegenüber und lästerte auch nicht über ihn. Er wusste ja nicht, dass er diese Geschichten über mich auch im Beisein eines guten Freundes von mir zum Besten gab, der mir alles bis ins Detail erzählte. Nach mehreren kleinen und einer richtig üblen Aktion seinerseits, bei der ich mir den Fuß fast gebrochen hätte, war es mir dann zu viel. Also beschloss ich zu handeln und überlegte mir was richtig gemeines. Ich wusste, dass er schon zwei Abmahnungen bekommen hat und wollte ihm dann absichtlich die dritte und somit die Kündigung verpassen.


Eine Woche später bediente er eine Art Rüttelplatte zum verdichten des Erdbodens (das Teil wiegt bestimmt mehr als 2 Tonnen und wird per Fernbedienung gesteuert) und ließ mich dann auch zum ersten mal mit dem Gerät arbeiten.
Er sagte dann nachdem ich verdichtet habe, ich solle es ausstellen und das Gerät einfach stehen lassen. Ich sagte noch: "Jo, alles klar." Ich bin dann aber mit angeschalteter Rüttelfunktion auf die Straße gefahren. Natürlich brach nicht nur die Kante, sondern ein großer Teil des Asphalts mit langen rissen etwa 3 Meter lang ein. Das bedeutete dann natürlich, dass ein recht großer Teil des noch "guten Asphalts" auch erneuert werden musste und einige Stunden mehr Arbeit und Material, dass beim Auftraggeber (Der Stadt) nicht in Rechnung gestellt werden konnte. Der Vorarbeiter (Polier, mit dem ich nun schon öfter zusammen gearbeitet habe und mit dem ich mich gut verstand) machte mich nicht direkt dafür verantwortlich, weil ich ihm erzählte, der Asoziale hätte gesagt ich soll das machen, weil wir den Teil auch noch neu asphaltieren müssten, wahrscheinlich weil er mir wieder mal nur Ärger machen wollte.


Die Verwunderung, Aufregung und Beleidigungen des Asozialen waren ziemlich extrem, wenn kein anderer gerade in der Nähe war und er beteuerte seine Unschuld bei den anderen. Das freute mich aber und ich sagte ihm auch direkt, dass er das von seinen vielen Lügen über mich nicht anders verdient und ich ihm eine Abmahnung wünsche. Ich sollte noch am gleichen Tag nach Feierabend mit dem Opfer meiner Lüge zum Chef ins Büro gehen. Ich erzählte dem Chef schauspielerisch die gelogene Geschichte, der andere ihm seine und ich durfte danach nach Hause gehen. Also, ich durfte weiter dort arbeiten, da mir offensichtlich mehr Vertrauen als ihm geschenkt wurde und er erhielt seine dritte Abmahnung und war nun arbeitslos. Sein Vater ist dort geblieben und arbeitet auch heute noch dort. Ich Nachhinein tut es mir für den finanziellen Verlust (der zum Glück nicht so teuer war) des Unternehmens Leid und hätte vielleicht eine bessere Lösung finden sollen, die nicht dem unternehmen schadete.

Beichthaus.com Beichte #00030063 vom 24.06.2012 um 15:14:08 Uhr (27 Kommentare).

Gebeichtet von Reg12
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Jumper

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Aggression Boshaftigkeit Verschwendung

Heute ist ein Jahrgangskamerad auf der Abschlussfahrt tödlich verunglückt, weil er meinte, er muss im Hotel im zehnten Stock, von Balkon zu Balkon springen. Ich beichte, dass während alle anderen hier in der Heimat weinen, ich es nicht mal schade finde, dass es ihn so hingerafft hat, weil wer klettert bitteschön auch im zehnten Stock von Balkon zu Balkon. Wer mit seinem Leben so leichtfertig spielt und sich ja auch der Gefahren bewusst ist, liegt nicht zu unrecht bald 5 Meter unter der Erde. Nein, die einzige Emotion die ich zeige, ist Wut. Wut über diese grenzenlose Dummheit. Naja, ich würde ja sagen er hat daraus gelernt. Aber das kann er ja nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030061 vom 22.06.2012 um 13:24:57 Uhr (53 Kommentare).

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