Haschkekse

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Drogen Waghalsigkeit Polizei

Haschkekse
Ich bin vor acht Jahren mit ein paar Freunden zu einem Festival nach Norddeutschland gefahren. Wir hatten uns dazu entschlossen weniger Alkohol und dafür mehr Gras mitzunehmen. Hat eine Menge Vorteile, z.B. muss man weniger transportieren und läuft nicht mit Kopfschmerzen rum. Ein Kumpel von mir war leider ziemlich paranoid, also wegen dem Gras, wir könnten erwischt werden. Das er Rechtswissenschaften studierte und unser Fahrer war, trug eventuell dazu bei. Schließlich fanden wir aber dann doch gemeinsam eine sehr elegante Lösung. Wir haben umgesattelt auf Haschkekse, zusammen mit Kaffee und Kuchen als perfekte Tarnung akzeptierte mein Kumpel das Ganze zähneknirschend. Erschreckenderweise kam es genauso wie von ihm vermutet, wir waren schon fast da, irgendwo in der Nähe der Hamburger Stadtgrenze, als wir von der Polizei rausgewunken wurden. Zunächst einmal wurde unser Fahrer befragt, also mein Kumpel der angehende Jurist. Wie nicht anders zu erwarten, war er ultranervös und die Polizei wurde aufmerksam. Wir durften also alle aussteigen und es wurden stichprobenartig Taschen geöffnet und weiter Fragen gestellt. Schließlich öffnete einer der Polizisten die Kühltasche mit dem Kuchen und den Haschkeksen. Wir erwarteten alle das er die Situation deuten würde und versteht um was es sich handelt. Stattdessen winkte er seine Kollegen her und hielt eine kleine herablassende Ansprache zum Stand der Jugend. Das ganze wurde davon gekrönt das er sich selbstbewusst und ohne zu fragen einen Haschkeks nahm und ihn zu unserem Entsetzen langsam und voller Genuss in den Mund führte. Unsere Blicke vermittelten ihm scheinbar das Bild seiner peinlichen Handlung. Es folgte sofort eine Entschuldigung und ein Lob an die Frau Mutter die diese Kekse wohl gebacken hat. Wir durften ohne weiteres fahren und uns wurde noch ein schönes Wochenende gewünscht. Was wir in der Tat hatten, wie es um den Polizisten bestellt war haben wir nie erfahren. Ich hoffe aber das er seinen Rausch genießen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00031031 vom 14.04.2013 um 22:30:25 Uhr (28 Kommentare).

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Meine Schwester hasst mich

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Engherzigkeit Familie Zorn Düsseldorf

Meine Beichte ist die, dass meine Schwester und ich wie zwei Fremde sind. Das hört sich unfassbar brutal an, aber die Gründe sind vielfältig. Es ist nämlich so: Seit frühester Kindheit kommen wir ums Verrecken nicht miteinander aus. Obwohl von meiner Seite immer wieder Annäherungsversuche kamen, ich mich bemüht habe, mir den Kopf zerbrochen habe, kam von ihr niemals etwas zurück, es wurde nur noch schlimmer. Wir wurden schließlich erwachsen und jeder ging seinen Weg. Auf Familienfesten blieben wir regelrecht förmlich miteinander, doch schaffte sie es nie, ihre offensichtliche Abscheu zurückzuhalten. Vielleicht lag es daran, dass ich Freunde hatte, gut in der Schule war, ein wirklich (ohne mich selbst loben zu wollen) artiges Kind war - sie war nichts davon. Ich bewunderte sie aber insgeheim dafür, dass sie so rebellisch und individuell war. Doch nichts half, sie öffnete sich mir gegenüber nie und ich gab mir lange Zeit die Schuld daran. Das heißt, ich dachte, ich sei vielleicht zu arrogant, nicht verständnisvoll genug, zu sehr in meiner eigenen Welt. Eines Tages rief sie bei mir an und meldete sich zu einem Besuch an. Ich war aufgeregt, da selbst solche Kommunikation eher die Ausnahme war. Ich freute mich aber, dachte, es ist der Zeitpunkt da, wo wir uns endlich wie zwei erwachsene Menschen zusammensetzen können und endlich diesen Irrsinn beenden können.


Jedoch hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie ein Chaos hinterlassen würde, an dem ich lange zu knabbern hatte. Sie quartierte sich bei mir ein. Sie hatte - mal wieder - ihren Job verloren. Danach ignorierte sie mich aber vollkommen und fing langsam aber sicher an, Leute aus meinem Freundeskreis gegen mich aufzuhetzen. Sie ist weiß Gott nicht dumm. Sie freundete sich mit ihnen an, erzählte, was für ein grausames Kind ich gewesen sei, wie ich nach dem Tod unseres Vaters völlig desinteressiert an der Familientragödie war, wie ich das, wie ich das. Ich merkte, dass mich einige Freunde komisch anguckten, dachte mir jedoch nichts dabei. Auf einer Weihnachtsparty wurde mir jedoch bewusst, dass ihre Abscheu mir gegenüber gänzlich neue Formen angenommen hatte: Sie küsste meinen Freund - ich erwischte sie dabei, wahrscheinlich war es auch von ihr geplant. Ihr denkt bestimmt, ich sei ausgerastet, habe mit Entsetzen festgestellt, dass meine eigene Schwester mein Feind sei? Keineswegs. Ich habe sogar Erleichterung gespürt. Mir wurde nämlich Folgendes bewusst: All die Jahre, in denen ich mir selbst vorgeworfen habe, Schuld an unserem gestörten Verhältnis zu sein, sind weg. Ich war in dem Moment befreit von allen Schuldgefühlen, ich habe endlich akzeptiert, dass nur, weil wir Schwestern sind, wir keine Freunde sein müssen. Ich empfand auch Mitleid für sie, denn sie gab mir die Schuld an ihrem chaotischen Leben und dachte sich, wenn sie sich meine Freunde ausborgt, meinen Freund küsst und mich im Chaos zurücklässt, dass es irgendetwas besser macht. So habe ich es ihr auch gesagt, sie ist, ohne ein Wort zu sagen, gegangen. Versteht mich nicht falsch, ich hasse sie nicht. Ich möchte vielleicht eines Tages mit ihr befreundet sein, aber sie wird den ersten Schritt machen müssen. Das Chaos, das nach ihr blieb, habe ich soweit in Ordnung gebracht. Aber wichtiger ist mir die Erkenntnis: Nur weil das gleiche Blut in unseren Adern fließt, heißt es nicht, dass ich mir dieses Kreuz auf den Rücken stemmen muss, noch, dass ich Schuld an irgendetwas trage. Es ist zwar sehr traurig, aber ich fühle mich befreit und werde mein Leben ohne sie bestreiten.

Beichthaus.com Beichte #00031001 vom 10.04.2013 um 03:59:16 Uhr in Düsseldorf (Königsberger Straße) (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Satanistische Symbole für die Gläubigen

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Boshaftigkeit Vandalismus Vorurteile Kinder Chemnitz

Satanistische Symbole für die Gläubigen
Als ich ungefähr neun Jahre alt war, gab es in unserer Nähe eine sehr strenge Gemeinde. Ich weiß nicht genau, was es war, sie trafen sich immer in einem sehr neuen Gebäude. Zeugen Jehovas waren es aber nicht. Auf jeden Fall haben die Mitglieder mich und meinen etwas älteren Bruder immer ziemlich mit Bekehrungsversuchen genervt, wenn wir an besagtem Gebäude vorbeigingen und ihnen dabei begegneten. Natürlich bekamen wir auf diese Weise aber auch mit, wann sie sich zum Gebet versammelten. In einer gut durchgeplanten Nacht- und Nebelaktion - zugegeben: es war Tag - haben wir ihren Eingangsbereich verschandelt. Aus Ermangelung an echtem Graffittilack mussten drei Dosen Schlagsahne herhalten. Mit denen haben wir dann allerlei satanistische Symbole und so überaus kreative Sprüche wie "Satan wird euch alle holen" an ihre Pforte und auf den Platz davor gesprüht. Doch damit nicht genug der Sünde. Anschließend sind wir mit unseren Hunden spazieren gegangen und haben zugesehen, wie die geschockten Gläubigen nach und nach eintrudelten. Auf Nachfrage haben wir ihnen außerdem vermittelt, dass wir bedauerlicher Weise keinen Täter gesehen hätten. Ich entschuldige mich hiermit offiziell für die Todesangst und den Schrecken, den wir ganz sicher verbreitet haben.

Beichthaus.com Beichte #00030958 vom 02.04.2013 um 10:43:51 Uhr in Chemnitz (20 Kommentare).

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Der beharrliche Verehrer

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Liebe Hamburg

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich einem echt lieben Typen das Herz herausgerissen habe und ihm weiter ignorieren werde, weil er es nicht lernt. Als ich vor drei Jahren mit meinem jetzigen Ex-Freund eine Beziehungspause eingelegt habe, weil wir uns entweder nur gestritten oder nur ignoriert haben, habe ich mich bei meinem besten Freund über ihn ausgekotzt. Er hat mich natürlich getröstet und beruhigt und mich zu sich eingeladen, damit ich auf andere Gedanken komme, da er gut 200 Kilometer weit weg von mir wohnt. Ich bin da natürlich sofort drauf eingestiegen, habe mich in den Zug gesetzt und bin bei ihm übers Wochenende geblieben. Dabei hat er mich langsam aber sicher abgefüllt, sodass wir angefangen haben, rumzuknutschen. So haben wir also eine Fern-Affäre angefangen, die für mich nie einen ernsthaften Charakter hatte, für ihn, wie ich dann später herausgefunden habe, allerdings schon.
Das lief dann so drei Monate vor sich hin, bis ich mich mit meinem damaligen Freund wieder versöhnt habe. Ich habe ihm alles erzählt, er war nicht unbedingt begeistert darüber, hat es aber akzeptiert, da ja auch nichts weiter zwischen mir und meinem Kumpel gelaufen ist und wir unsere Beziehung ja auf Eis gelegt hatten. Ich habe die Affäre dann auch sofort beendet, nicht ohne mir von meinem Kumpel über fünf Stunden lang anzuhören, dass er mich lieben würde, dass ich etwas Besseres verdient hätte als meinen Ex und dass er mich glücklich machen würde. Da ich, wie gesagt, nicht damit gerechnet habe, dass er das alles so ernst nimmt und so krass drauf reagiert, war ich erst ein wenig überfordert und habe dann die Standard-Sätze abgespult. "Es liegt nicht an dir, es liegt an mir", "Gerade funktioniert das nicht aufgrund der Entfernung, vielleicht, wenn wir irgendwann mal in der gleichen Stadt wohnen, können wir es ja nochmal probieren" und so weiter. Ich wollte ihn ja nicht verletzen und er war mir ja schon wichtig. Als er aber nicht aufgehört hat, mich zu bedrängen, habe ich zu ihm fürs Erste den Kontakt eingestellt. Vereinzelt kamen dann immer wieder Versuche von ihm, sich mir wieder anzunähern, die ich aber jedes Mal abgeblockt habe.


Vor Kurzem dann, als die Beziehung schon länger endgültig vorbei war und ich tatsächlich aufgrund des Studiums umgezogen bin und dabei einige Zeit lang nur 15 Minuten von ihm entfernt gewohnt habe, habe ich mir zunächst nichts weiter gedacht, für mich war die Sache ja abgehakt und schon lange Geschichte. Ich habe auch den Kontakt zu ihm wieder zugelassen, weil er es nicht mehr erwähnte und ich dachte, dass inzwischen Gras über die Sache gewachsen ist und er es auch überwunden hat, zudem hatten wir einige Kurse an der Uni zusammen.
Doch allmählich bekam ich das Gefühl, dass da doch noch nicht alles von seiner Seite aus abgehakt sein könnte. Er schrieb mir immer wieder, aus eigenem Antrieb, und ließ sich nicht dadurch abschrecken, wenn ich mal keine Zeit oder keine Lust zum Antworten hatte. Als ich Geburtstag hatte, lud er mich zum Essen und ins Kino ein, die Frage nach dem "Pärchensessel" in letzterem (zwei Sitze im Kino ohne Lehne dazwischen zum aneinander kuscheln), musste ich aber ablehnen, weil er mich an dieser Stelle nur angestarrt hat. Meine Familie und Freunde bestätigten mich dann später immer und immer wieder in meinem Verdacht. So fragte mich meine Mutter nach einem Fest im Ferienhaus meiner Tante, wo er mit seiner Familie auch immer ist, ob zwischen uns was läuft, weil er mich immer so "sehnsuchtsvoll" angeschaut hätte. Auch Bekannte, die nichts von unserer kurzen Liaison wussten, sprachen mich darauf an, ob ich denn bemerkt hätte, dass eben dieser Kumpel mich immer wieder so anstarren würde. Inzwischen versucht er, mich immer wieder zu sich in seine WG einzuladen, um "Filme zu schauen". Dass ich inzwischen in einen anderen Stadtteil gezogen bin, habe ich ihm noch nicht erzählt. Auch immer, wenn ich ihn zufällig auf dem Campus begegne, versuche ich ihm auszuweichen und tue so, als würde ich ihn nicht sehen. Bevor hier jetzt ein Shitstorm losgeht, in dem man mich fertig macht und mir sagt, dass ich typisch Frau wäre und den lieben Kerl für einen Idioten wegstoßen würde: Ich will keine Beziehung zu einem Idioten, der mich nur fertig machen will und dem ich für Anerkennung hinterher kriechen muss. Ich möchte aber auch nicht mit einem Typen zusammen sein, der nahezu willenlos in mich verliebt ist und mir für Anerkennung hinterher schleicht. Da habe ich ab und zu lieber richtigen Streit und einen Typen, der bereit ist, sich (verbal!) durchzusetzen, als ein kleines Weichei, der keine eigene Meinung hat, von mir komplett abhängig ist und kein Rückgrat hat.

Beichthaus.com Beichte #00030946 vom 28.03.2013 um 23:35:45 Uhr in Hamburg (Bundesstraße) (20 Kommentare).

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Ich finde keine Freunde

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Verzweiflung 50+ Gesellschaft Schwerin

Ich beichte, dass ich (m/50) nicht normal bin. Alle denken, dass ich es bin, aber ich bin es nicht. Ich habe nämlich überhaupt keine Freunde. Und ich meine wirklich: keinen einzigen. Wenn ich zum Beispiel Geburtstag habe, rufen meine Eltern an (wenn sie daran denken, das tun sie aber nicht immer) und vielleicht gratuliert mir ein Nachbar. Das war es. Ich glaube, die letzten Freunde hatte ich, als ich in der Schule war. Seitdem ist es mir nicht gelungen, dauerhafte freundschaftliche Beziehungen aufzubauen, obwohl ich alles probiert habe, was man so gemeinhin empfiehlt.

Ich bin zum Beispiel zur Zeit Vereinsvorsitzender und in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Und auf der sachlichen Ebene kann ich ohne Probleme mit Menschen zusammenarbeiten. Aber ich schaffe es nicht, diese vielfältigen Kontakte irgendwie auf die private Ebene zu ziehen. An guten Tagen kann ich damit leben. An schlechten Tagen denke ich, dass ich der schlimmste Mensch auf der Welt sein muss, weil doch alle anderen, die ich kenne, Freunde haben. Am schlimmsten finde ich, dass selbst Menschen, die total arrogant und egozentrisch sind, sich vor Freunden kaum retten können. Das Komische ist: Ich hatte noch nie Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden. Aber Freunde finde ich ums Verrecken nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030925 vom 23.03.2013 um 23:01:03 Uhr in Schwerin (21 Kommentare).

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