Der penetrante Tür-Bettler

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Aggression Gewalt

Der penetrante Tür-Bettler
Angestachelt durch eine Beichte, die gerade veröffentlicht wurde, muss ich jetzt auch etwas beichten. Es ist ein paar Wochen her, da klingelte es an meiner Tür. Ich hatte mein Kind gerade zum Mittagsschlaf hingelegt und war deshalb nicht sofort an der Tür. Das wurde dann auch gleich mit zwei weiteren Sturmklingelaktionen quittiert. Ich bin dann zur Tür gegangen und da stand ein Rumäne vor mir, der mir wortlos einen Zettel vor die Nase hielt, auf dem stand, dass er Haus und Hof bei einem Hochwasser in Rumänien verloren hätte. Ich habe ihm dann freundlich erklärt, dass ich kein Geld im Haus habe. Nachdem er mich dann noch locker fünf Minuten lang angestarrt hat, habe ich ihn gebeten zu gehen. Schlimm genug, dass man jetzt nicht einmal mehr zu Hause seine Ruhe hat, aber zwei Wochen später klingelte es erneut zur selben Zeit. Diesmal hatte er es wohl eilig und klingelte gleich mehrmals hintereinander. Ich ging also ziemlich sauer erneut zur Tür und da stand tatsächlich derselbe Mann mit demselben Zettel und ohne Stimme. Ziemlich angefressen habe ich ihm dann, schon etwas weniger freundlich, erklärt, dass ich ihm nichts geben möchte und er gehen soll. Dieses Mal hat er das auch schneller verstanden und ist abgezogen.

Aber nur ein paar Tage später klingelte der Typ ernsthaft noch mal?! Dieselbe Zeit und genau dasselbe Szenario, nur eine kleine Änderung. Nach viermaligem Klingeln bin ich gemütlich zur Tür geschlendert und habe lächelnd aufgemacht. Der altbekannte Zettel lag schon parat und ich sagte ihm, dass ich nur kurz etwas Geld holen müsse, was ihm auch prompt ein "Danke" entlockte - also wenigstens etwas. Ich habe dann die Tür zugemacht und ungefähr fünf Minuten später wieder geöffnet, um ihm einen kompletten Eimer Wasser ins Gesicht zu kippen, und ihn anzuschreien, dass er sich nie wieder blicken lassen soll. Laut fluchend ist er abgedampft und bis jetzt auch nicht mehr wieder gekommen. Meine Beichte ist, dass es beim nächsten Mal heißes Wasser regnet!

Beichthaus.com Beichte #00031445 vom 17.06.2013 um 00:10:52 Uhr (33 Kommentare).

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Eine Schande für die Jägerschaft

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Feigheit Peinlichkeit Falschheit Tiere Fulda

Ich bin Jäger. Allerdings ein ganz Schlechter. Von klein auf gehe ich mit zur Jagd und nehme die Tiere anschließend aus, mir macht es also nichts, Eingeweide oder Blut zu sehen, aber ich schäme mich für das, was mir letzte Woche passiert ist. Meinen Jagdschein habe ich gemacht und alles Wissenswerte über fachgerechtes Erlegen ist mir natürlich bekannt. Aber ich kann kein Leben nehmen. Seitdem ich selber aktiv jagen darf, drücke ich mich vor allen mir gebotenen Gelegenheiten. Die Jagd ist etwas Tolles und Wildbret ist das beste Fleisch, das man sich vorstellen kann, da die Tiere in einer natürlichen Umgebung aufwachsen, ohne Massenhaltung, Antibiotika und ohne einen grauenvollen, panischen Tod. Aber es ist nur so lange toll, bis ich das Tier erlegen muss. Soviel nur am Rande und nun zur eigentlichen Beichte.

Wir hatten in unserem Garten ein helles, wild lebendes Kaninchen, welches letzte Woche vor ein Auto gerannt ist und nicht mehr zu retten war. Es lebte zwar noch aber war nicht mehr fähig sich zu bewegen. Ich hob das Kaninchen mit einem Spaten auf und an dieser Stelle hätte ich es an den Hinterbeinen nehmen müssen und es mit einem Handkantenschlag ins Genick erlösen müssen, aber ich konnte es nicht. Ich brachte es auch nicht fertig, es mit dem Spaten zu erschlagen. Meinen Vater hätte ich nicht dazu holen können, der wäre aus allen Wolken gefallen, enttäuscht gewesen und ich wäre die absolute Lachnummer gewesen. Zum Glück war unser Nachbar, ebenfalls Jäger, im Garten und ich bin schnell ins Haus und habe mir gute Kleidung angezogen um besagten Nachbarn dann um Erlegung des Kaninchens bitten zu können, unter dem Vorwand mir die gute Kleidung nicht verschmutzen zu wollen. Der Nachbar hat das arme Ding dann endlich erlöst. Es tut mir leid, dass es wegen mir leiden musste, ich so feige bin und nicht dazu stehen kann und eine Enttäuschung für die Jägerschaft bin. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031444 vom 16.06.2013 um 23:27:06 Uhr in Fulda (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein ekelhafter Nachbar

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Ekel Feigheit Zorn Nachbarn

Mein Nachbar ist ein Schwein. Er wiegt sicher 200 Kilo und stöhnt jedes Mal wie ein Tier beim Wasserlassen. Also kein befreiendes "Aaah", sondern ein tiefer, angestrengter Laut, ja, beinahe schon ein Brüllen. Generell höre ich alles, was er im Bad von sich gibt, auch bei geschlossenen Fenstern und Türen. Jetzt, da es wärmer ist und die Fenster meist geöffnet, sowieso. Fast jeder Schritt ist mit diesem Stöhnen begleitet und beim Duschen rotzt er zusätzlich pausenlos rum. Ich hoffe, dass er bald die Treppen in den dritten Stock nicht mehr schafft und deshalb ausziehen muss. Ich wohne schon seit über einem Jahr hier und es ist fast nicht auszuhalten, so ekelhaft ist das. Nur gut, dass ich viel zu tun habe und oft unterwegs bin und es deshalb nicht den ganzen Tag zu hören bekomme. Ich traue mich nicht, anzuklopfen und ihn darauf anzusprechen. Und beim Vermieter anschwärzen gehört sich irgendwie nicht. Dabei hatte ich bei dem Fußballer, der beinahe täglich ein anderes monoton kreischendes Mädel vögelte - die Geräuschkulisse war vergleichbar mit einem Formel-1-Rennen inklusive Crashs - keine Probleme, einfach anzuklopfen. Genau, wie ich mir auch wünschen würde, darüber in Kenntnis gesetzt zu werden, wenn ich jemanden störe. Ich meine, ist er sich seiner "Lebensgeräusche" etwa nicht bewusst, oder macht er das sogar absichtlich? Meine Beichte ist meine Feigheit und dass ich dem Kerl sogar neulich einen Herzinfarkt gewünscht habe, als ich zu Hause etwas länger für die Uni lernen musste.

Beichthaus.com Beichte #00031443 vom 16.06.2013 um 22:55:43 Uhr (14 Kommentare).

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Sehnsucht nach dem besten Freund

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Feigheit Begehrlichkeit Freunde Stockach

Ich (w/18) stelle mir ständig Sex mit meinem besten Freund vor. Er ist so alt wie ich und nicht gerade das, was ich unter "geil" verstehe. Er ist etwas moppelig, hat aber starke Arme und einen Charakter, den man einfach lieben muss. Er ist außerdem der wichtigste Mensch in meinem Leben. Das einzige Problem ist, wie gesagt, dass ich mir neuerdings ständig vorstelle, wie ich ihn entjungfere. Ich kann diese Vorstellungen absolut nicht einordnen. Keine Ahnung, ob ich in ihn verliebt bin, oder ob ich einfach die Vorstellung geil finde, mit einem unerfahrenen Mann zu schlafen.
Ich würde diese Fantasien am liebsten in die Tat umsetzten. Hiermit beichte ich also, dass ich zu feige bin, mich an meinen besten Freund ranzumachen, aus Angst, unsere Freundschaft zu zerstören.

Beichthaus.com Beichte #00031436 vom 16.06.2013 um 15:26:45 Uhr in Stockach (24 Kommentare).

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“Beichte

Die schlafende Bettlerin

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Hass Morallosigkeit Engherzigkeit Aggression Linz

Ich (m/23) wohne in einer größeren Stadt und dort sind natürlich ständig Bettler unterwegs. In letzter Zeit kommt es mir so vor, als ob es wieder mehr werden. Überall lungern sie mit ihrem Pappkarton herum, auf dem steht, dass sie nichts hätten, außer fünf Kinder. Ich hasse sie. Nachdem mir so ein Bettelkind in einem bekannten Fast-Food-Restaurant ins Essen gespuckt hat, hasse ich sie nur noch mehr.
Jedenfalls bin ich gerade mit einer Freundin durch eine stark frequentierte Einkaufsstraße geschlendert, als mir wieder so ein Bettelweib auffiel. Die Olle lehnte einfach gemütlich im Schatten an einer Hausmauer, mit ihrem Körbchen und dem Pappkarton und schlief. Oder hatte zumindest die Augen geschlossen. Das sehe ich überhaupt nicht ein, ich gehe 40 Stunden die Woche arbeiten und was macht die? Sie schläft einfach und wartet auf Geld.
Als wir auf Höhe der Bettlerin waren, rief ich in ziemlich aggressivem Ton: "Nicht einschlafen!"
Sie hat sich natürlich total erschrocken, und beschimpfte mich auf Albanisch oder so. Ein paar Passanten lachten. Ich fand die Aktion witzig, allerdings habe ich ihr dann noch ein "F*ck dich!" an den Kopf geworfen, nachdem ihre Schimpftirade ein Ende hatte. Das war zu viel, denke ich, und das tut mir leid. Sie hat bestimmt kein einfaches Leben und das bisschen Geld, das sie zugeworfen bekommt, darf sie bestimmt auch nicht behalten. Aber ich hasse Bettler einfach, vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00031434 vom 16.06.2013 um 09:01:00 Uhr in Linz (Landstraße) (21 Kommentare).

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