Die Lebenseinstellung meiner Familie

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Hass Ignoranz Verzweiflung Familie

Manchmal hasse ich es zu Hause! Wenn ich bei meinem Freund bin, ist das wie Urlaub. Ich darf immer bei ihnen mitessen und auch so darf ich mir etwas nehmen, wenn ich Hunger habe. Auch wenn ich sehr kurzfristig dort bin. Die Mutter kauft teilweise sogar extra etwas für […]
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Beichthaus.com Beichte #00032060 vom 15.10.2013 um 20:27:50 Uhr (22 Kommentare).

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Geistiger Totalausfall

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Dummheit Peinlichkeit Boshaftigkeit Trunksucht Ernährung

Es ist schon über ein Jahr her, da ist mir etwas passiert, das mir heute noch manchmal in den Sinn kommt. Ich schäme mich sehr dafür und weiß noch, dass ich ein bisschen was getrunken hatte. Dementsprechend war ich ein wenig angeheitert und offener als sonst. Aber trotz allem war ich im "Vollbesitz meiner geistigen Kräfte", wie es so schön heißt. Deshalb kann ich meinen geistigen Totalausfall noch weniger nachvollziehen. Jedenfalls begab es sich, dass ich eine Freundin an diesem Abend zur Bahn brachte. Auf dem Weg dorthin fiel mir ein Paar auf, bei dem der Mann lief, als sei ihm gerade der Fuß eingeschlafen. In angeheitertem Zustand machte ich meine Begleitung darauf aufmerksam und äffte den Mann auf absolut bescheuerte Art und Weise nach. Die besagte Freundin wirkte leicht entgeistert und meinte nur, dass sie davon ausgeht, dass der Mann körperlich behindert ist. In diesem Moment wurde mir eiskalt und ich glaube, ich war sofort wieder ausgenüchtert.

Natürlich war mir sofort klar, dass sie recht hatte und es absolut unter aller Sau war, dass ich diesen Mann nachgemacht habe. Und das nur, weil ich dachte, dass er betrunken wäre. Das ist mir vor allem deshalb peinlich, weil meine Begleitung körperlich auch nicht auf dem besten Stand war und ich auch eine körperlich behinderte Großcousine hatte, die mittlerweile leider verstorben ist. Es tut mir unheimlich leid, dass ich mir auf die Kosten dieses Mannes einen Spaß erlauben wollte. Zumal ich unseren Mitmenschen mit Behinderung immer mit Respekt begegne. Jedes Mal, wenn ich an die Situation denke, kann ich mein Gesicht nur in purer Ablehnung für mich selbst verziehen und den Kopf schütteln. Ich hoffe, dass meine Begleitung von damals den Vorfall vergessen hat. Mir fällt dies allerdings nicht so leicht, und deshalb bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032057 vom 16.10.2013 um 14:28:58 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Der Zwang zur Eskalation

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Drogen Zwang Verzweiflung Trunksucht Duisburg

Ich beichte, dass ich vermutlich ein echtes Problem habe. Die meisten von euch kennen sicherlich die Filme der Hangover-Reihe. Derartiges passiert mir alle paar Wochen. Das ist wie ein Drang bei mir. Ich muss einfach regelmäßig komplett eskalieren, um ausgelastet […]
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Beichthaus.com Beichte #00032055 vom 15.10.2013 um 12:39:52 Uhr in 47051 Duisburg (Hogenweg) (20 Kommentare).

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Der Pfützen-Raser

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Morallosigkeit Waghalsigkeit Engherzigkeit Feigheit Auto & Co.

Ich (m/25) hatte vor ein paar Jahren einen Job, bei dem es gelegentlich auch erforderlich war, mit dem Firmenwagen Botengänge zu erledigen. Der Winter ging gerade zu Ende und recht ordentliche Mengen Schnee tauten, wodurch sich große Mengen Wasser in einer Senke vor der Firma gesammelt hatten. An einem Tag kam mein Chef zu mir - die Spätschicht hatte gerade angefangen - und hat mich damit beauftragt, eine eilige Fahrt zu machen. Also setzte ich mich in den Firmenwagen und in meiner jugendlichen Sorglosigkeit habe ich auch gleich Vollgas gegeben. Deshalb hatte ich auch knapp zwanzig Sachen mehr drauf, als erlaubt, als ich mich der Senke näherte. Leider sah ich dank meiner überhöhten Geschwindigkeit den Rollstuhlfahrer nicht, der sich gerade neben der Pfütze befand. Zum Bremsen war es zu spät, deshalb konnte ich nur noch zusehen, wie sich die Wassermassen unter meinen Reifen aufbäumten und ihn übergossen. Ich weiß nicht, wie kalt das Wasser war, ich vermute, dass es vielleicht fünf Grad waren, aber ich konnte auch nicht anhalten. Die Polizeiwache war nämlich in der Nähe und mit meinem damaligen Drogenkonsum hätte ich mit Sicherheit ein großes Problem gehabt.


Zu meinem Entsetzen konnte ich eine viertel Stunde später, als ich auf dem Rückweg war, sehen, dass sich Polizisten um den armen Mann kümmerten. Leider war die Gefahr, erkannt zu werden, sehr hoch, denn der Firmenparkplatz war vielleicht dreißig Meter entfernt. Also habe ich mich kaltblütig dazu entschlossen, meine Geschwindigkeit einfach unter die erlaubten dreißig Sachen zu senken, und ordentlich am "Ort des Verbrechens" vorbeizufahren. Ich warf einen Blick auf die ganze Sache, was ich zuvor ja nicht konnte und parkte mein Auto dann neben den anderen, baugleichen Firmenwagen. Dann bin ich seelenruhig ins Gebäude geschlendert und habe mir die Sache aus dem Warmen weiter angeschaut. Es ist nur nicht mehr viel passiert - der Rollstuhlfahrer wurde dann noch von einem Krankenwagen abgeholt und sicherlich gut versorgt. Diese Geschichte war leider nur die Spitze meiner "Jugendsünden", aber es tat sehr gut, das niederzuschreiben. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032044 vom 13.10.2013 um 21:46:10 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Langfinger mit Rattenschwänzchen

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Diebstahl Morallosigkeit Falschheit Kinder Düsseldorf

Ich schäme mich sehr, denn ich hatte als Kind keinen Respekt vor dem Besitz anderer. So habe ich manchmal Dinge "gemopst". Nie Geld oder Wertsachen, sondern - ja, lacht ruhig - ausgerechnet Ü-Ei Figuren, die verwaist in der Ecke herumlagen und Staub fingen. Angefangen hatte es als Mutprobe unter Mädchen. Wir waren zwar nicht die schlimmsten Kids, die man sich vorstellen konnte, aber auch wir wollten unsere Grenzen austesten. Danach wurde wild gekichert, und gut war die Sache, ohne dass man sonst irgendwie aufgefallen wäre, so als liebes Mädchen mit Einsen und Rattenschwänzchen. Aber bei mir hat es dieses Maß irgendwann gründlich überschritten. Einmal habe ich sogar meine Cousins um ihre Happy Hippos erleichtert, während ich sie gesittet habe, just, nachdem ich sie schlafen gelegt hatte. Ich war also nicht nur zur diebischen Elster im rosa Kleidchen geworden, sondern habe auch das Vertrauen der Eltern missbraucht. Als ich dann älter wurde, habe ich mich daran erinnert und die Sachen, von denen ich wusste, wo ich sie genommen hatte, zu ihren Besitzern zurückgeschmuggelt. Ich habe sie unter die Couchkissen der jüngeren Geschwister gestopft, in einer alten Spielzeugkiste verschwinden lassen, oder in einem überladenen Regal deponiert. Die Figuren, deren Ursprungsort ich nicht mehr wusste, habe ich auf dem Spielplatz ausgesetzt, damit andere Kinder sie finden konnten und vielleicht Freude daran hätten. Wahrscheinlich hätte ich die Personen direkt ansprechen sollen, um mich zu entschuldigen. Wenn es nicht solche lächerlichen Beutestücke gewesen wären, hätte ich das auch sicher getan. Aber so musste ich vermuten, dass die Besitzer es womöglich gar nicht gemerkt hatten, nach der Beichte aber sicherlich den Respekt für mich verloren hätten.


Seitdem habe ich eine gehörige Portion Achtung vor dem Besitz anderer und lasse die Finger von Sachen, die mir nicht gehören - oder mich nichts angehen. Schnüffeln kommt also auch nicht in die Tüte. Wenn ich neugierig bin, was mein Freund in einer Schublade aufbewahrt, dann frage ich. Ich möchte nicht mehr in die Situation geraten, mir etwas erschlichen zu haben. Ich frage mich aber manchmal, ob das wirklich alles war, das ich zur Wiedergutmachung für die bestohlenen Kinder hätte tun können. Schließlich weiß ich selbst, wie der Verlust eines Spielzeugs ein Kinderherz schmerzen kann - meine beiden Gameboy Color, die beide von einem einzigen Mädchen gestohlen wurden, mögen in Frieden ruhen. Außerdem würde ich mich wohl auch sehr ärgern, wenn ich wüsste, dass mein Eigentum vor jemandem nicht sicher wäre. Egal ob geliebtes oder unbeachtetes, neues oder verstaubtes Eigentum - denn, ob ich etwas besitze, habe ich schließlich selbst zu entscheiden, und eben dieses Recht habe ich verletzt. Da war es wohl nur recht und billig, dass irgendwann ein jüngeres Kind aus meinem Bekanntenkreis, und zwar für lange Zeit unbemerkt, eine ganze Wagenladung bei mir abgestaubt hat. Es war auch kein wohlgeplanter Vergeltungsschlag, da ich ihm nie etwas gemopst hatte, sondern gutes altes Karma, durch einen ebenso schamlosen Langfinger, wie ich es zuvor war. So kann es gehen. Ich habe ihn jedenfalls nicht verpfiffen.

Beichthaus.com Beichte #00032038 vom 12.10.2013 um 03:19:42 Uhr in 40233 Düsseldorf (Lindenstraße) (4 Kommentare).

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