Alternative zum Geldbeutel

11

anhören

Diebstahl Dummheit Selbstsucht Habgier Shopping

Vor ungefähr einem halben Jahr war ich am Samstagabend allein unterwegs. Gegen 19 Uhr fiel mir dann ein, dass mein Kühlschrank leer war und ich nichts mehr zum Essen da hatte. Natürlich machte ich mich dann auf den Weg in ein größeres Einkaufszentrum, da ich dort mit Vorliebe einkaufe, um mich für das Wochenende zu verpflegen. Im Laden stellte ich zu allem Überfluss fest, dass ich meine Geldbörse vergessen hatte. Und das, kurz bevor die Geschäfte schließen - aber dass der Kühlschrank und die Küche komplett leer sind, konnte ich über das Wochenende kaum riskieren. Um kurz nach Hause zu fahren und den Geldbeutel zu holen, war ich zu weit entfernt. Deshalb beichte ich jetzt, dass ich mir an diesem Abend Lebensmittel im Wert von acht Euro unrechtmäßig angeeignet habe.

Beichthaus.com Beichte #00032118 vom 26.10.2013 um 09:34:16 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Insolvenz des Geizkragens

8

anhören

Rache Boshaftigkeit Verrat Selbstsucht Arbeit

Ich (m/29) habe vier Jahre lang bei einem recht kleinen Unternehmen als Unternehmensberater für Softwareapplikationen gearbeitet. Bei meinem alten Arbeitgeber war ich sehr erfolgreich - ich hatte in meinem zweiten Jahr bereits mehr Kunden an Land gezogen, als meine Kollegen. In kürzester Zeit hatte ich mir dadurch einen Namen gemacht und wurde bereits von Branchenverbänden zu Vorträgen eingeladen. Firmen kontaktierten mich ohne Akquise und zuletzt habe ich innerhalb eines Jahres ungefähr das Zehnfache meines Jahresgehaltes an Umsatz generiert. Dank meiner Kunden wurde sogar ein ganz neues Entwicklerteam eingestellt. Mein Chef dachte jedoch nie über einen Bonus nach, und meine recht bescheidenen Forderungen nach einer Gehaltserhöhung schmetterte er immer wieder mit lächerlichen Begründungen ab. Generell war er einfach ein extrem geiziger Mensch. In den ganzen Jahren hat er nie zu einer Firmen- oder Weihnachtsfeier eingeladen, was bei einem Unternehmen dieser Größe eigentlich normal ist. Teilweise war es mir sogar peinlich, die Kunden in mein Büro einzuladen, weil es, dank der unnötigen Sparmaßnahmen aussah wie eine bessere Wellblechhütte.


Eigentlich wollte ich nie das Unternehmen wechseln, da ich super Kollegen hatte (eine davon wurde sogar meine Frau) und die Firma nur zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt war. Irgendwann forderte ich dann einen neuen Laptop, da ich auf dem veralteten Teil, das ich nutzte, die neuen Softwarepackages teilweise nicht mehr abspielen konnte - was natürlich auch abgelehnt wurde. Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe dem Geizhals meine Meinung gegeigt. Natürlich hat er mir auch gleich mit einer Entlassung gedroht - die ich allerdings annahm und die Firma verließ. Er rief mich am nächsten Tag an, entschuldigte sich und bot mir einen neuen Firmenlaptop und eine mickrige Gehaltserhöhung an. Das lehnte ich allerdings ab und es blieb bei meiner Kündigung. Aus Rache entließ er dann meine Frau, die mit unserem Streit absolut nichts zu tun hatte, unter fadenscheinigen Begründungen. Dank meines guten Rufs fand ich bei einem großen Konkurrenten recht schnell einen Job und viele Kunden wechselten ebenfalls. Das meiner alten Firma dadurch ein Nachteil entstand hat mir allerdings nicht gereicht - deshalb habe ich zu aggressiveren Mitteln gegriffen und noch weitere Kunden abgeworben. Mein neuer Arbeitgeber war so begeistert von mir, dass ich immer mehr Budget und sogar Mitarbeiter zugeteilt bekam, weshalb mir das weitere Abwerben recht leicht fiel. Dadurch habe ich ihn an den Rand der Insolvenz getrieben. In meiner Rage habe ich nur leider vergessen, dass ich damit meinen ehemaligen Kollegen den Arbeitsplatz nahm. Das tut mir heute noch unheimlich leid und ich glaube, ich werde mir das nicht so schnell verzeihen können.

Beichthaus.com Beichte #00032105 vom 25.10.2013 um 00:38:00 Uhr (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Currywurst in der Badewanne

5

anhören

Dummheit Ekel Trunksucht Last Night Urlaub Nonnweiler-Primstal

Wir sind drei Männer und haben in diesem Sommer das Abitur nachgeholt. Um das zu feiern, verbrachten wir dann eine Woche am Ballermann. Unser Alkoholpegel war also stets auf einem gewissen Niveau. Nachdem wir in einer Nacht etwas außerhalb gefeiert hatten, und einer meiner Freunde sich so abgeschossen hatte, dass er ins Hotel ging, blieben wir noch in einer nähergelegenen Disco. Erst gegen vier Uhr in der früh machte ich mich mit meinem Saufkumpanen auf den Weg ins Hotel. Allerdings wollten wir vorher unbedingt noch etwas essen. Am besten Currywurst, die wir und dann auch holten. Aber nicht nur eine, sondern gleich zwei. Zurück im Hotel - ich war schon ziemlich voll - entschied ich mich dazu, ein Alka Seltzer einzunehmen, damit ich am nächsten Tag keinen Kater habe. Dumm war nur, dass wir keine Becher auf dem Zimmer hatten.


Aber da ich ja ein schlauer Fuchs bin, kam ich auf die glorreiche Idee, die Brausetabletten einfach in den Mund zu nehmen, etwas Wasser nachzufüllen, das Ganze schäumen zu lassen und dann zu schlucken. Der Plan war toll, die Umsetzung allerdings schwierig. Ich nahm also diese Brausetablette in den Mund. Es begann zu schäumen. Nach Sekunden des Erstaunens verleiteten mich meine "Decision-Making-Skills" dazu, die Tablette, sie war nur geringfügig aufgelöst, zu schlucken. Was dann passierte, könnt ihr euch vorstellen. Mein Magen blähte sich auf, schließlich schäumte es dort. Ich drohte zu platzen. Ich rannte ins Bad des abscheulichen Hotels und kotzte die Badewanne mit den zuvor verschlungenen Currywürsten voll. Es roch abgöttisch. Mein Kollege, der mit mir in das Zimmer gekommen war, feierte mich ziemlich und konnte sich vor Lachen kaum noch halten. Der Betrunkene, der früher ins Hotel ging, schlief jedoch ganz tief. Nun begann die Tortur - irgendwie musste ich die Wurströllchen ja wieder runterspülen. Nachdem ich, ich war noch immer ziemlich blau, gefühlte zwei Stunden ratlos auf dem Bett saß, ging mir ein Licht auf. Da war ja die Klobürste - selbst ist der Mann. Also "pürierte" ich die Currywurststückchen, welche sich so zahlreich beim Abfluss der Badewanne versammelt hatten, mit der Bürste. Dies dauerte bestimmt eine halbe Stunde und eins der Stückchen war besonders hartnäckig - es wollte sich einfach nicht verkleinern lassen. Aus Spaß an der Freude, und im absoluten Wissen, dass mein betrunkener Zimmergenosse als Erstes die Dusche bzw. Badewanne aufsuchen würde, ließ ich dieses eine Stückchen in der Wanne liegen. Es blieb dann die restlichen vier Tage noch dort. Und wir duschten täglich zweimal damit, wobei es ziemlich "tricky" war, dem Wurststückchen während der Dusche auszuweichen, damit es die Füße nicht berührt. Ich beichte hiermit, dass ich mich ein wenig vor mir selbst ekele, irgendwie aber auch stolz auf die Story bin. Darüber werden wir auch noch in 50 Jahren lachen. Meinen Enkeln werde ich das aber nie erzählen. Beichten möchte ich auch, dass wir das keinem Hotelangestellten erzählt haben und die Bürste wohl noch immer im Einsatz ist. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00032100 vom 23.10.2013 um 11:44:16 Uhr in Nonnweiler-Primstal (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Bruder, der Katzenmörder

32

anhören

Feigheit Gewalt Zorn Hass Tiere

Ich möchte beichten, dass ich meinem Bruder einfach nicht verzeihen kann. Wir waren immer vier Kinder - meine ältere Schwester und ich, haben unsere jüngeren Brüder quasi großgezogen, da meine Mutter viel unterwegs war. Wir machten alles für sie, und der aller Jüngste war immer unser Liebling, da wir eine extrem enge Bindung zu ihm entwickelten. Natürlich wurden wir irgendwann erwachsen und jeder ging seiner Wege. Meine Schwester besaß zwei Katzen, um die ich sie immer beneidete. Ich bin ein riesiger Katzen-Fan und bot meiner Schwester oft an, dass ich die Miezen nehmen würde, da mein werter Schwager sie nicht ausstehen konnte. Er war der festen Überzeugung, dass er die Tiere "aufgedrückt" bekam - aber meine Schwester wollte sie dennoch nicht abgeben. Bis sie dann Familienzuwachs bekam, deshalb umziehen musste und die Tiere nicht mitnehmen durfte. Plötzlich sollte ich die Katzen also doch bekommen - nur hatte ich mittlerweile selbst drei und konnte es mir dadurch auch finanziell nicht mehr leisten. Ich ärgerte mich sehr, dass ich so lange geredet hatte und sie erst angeboten bekam, als ich mich damit abgefunden hatte und andere Möglichkeiten nutzte. Da mein jüngster Bruder auch einen guten Draht zu den Miezen hatte, bot er an, sie zu sich zu nehmen. Und keiner in der Familie weiß, was ihn dazu brachte, ihnen das anzutun.


Da ich häufig mit meiner Mutter telefoniere - die den Kleinsten immer verhätschelte und ihn mittlerweile wieder bei sich wohnen lässt (mit fast dreißig) - erfuhr ich irgendwann, dass das Ordnungsamt die Wohnung meines Bruders aufgebrochen hat. Sie haben die beiden Katzen als halb angefressene Kadaver von dort entfernt. Offenbar hatten sich Nachbarn über den Gestank beschwert, weshalb die ganze Sache dann aufflog. Er kam irgendwann wohl einfach nicht mehr nach Hause und hat die beiden Katzendamen sich selbst überlassen. Mich packt immer noch die Wut, wenn ich darüber nachdenke, wie sie gelitten haben müssen, ehe der Tod sie erlöste! Eine der Katzen war besonders süß - sie stand immer an der Tür und wartete auf meinen Bruder, der zwischenzeitlich sogar bei meiner Schwester wohnte. Und ich bekomme das Bild der wartenden Katze nicht aus dem Kopf. Ob sie das bis zuletzt noch tat? Oder hat sie irgendwann eingesehen, dass er nicht mehr kommen wird? Laut dem Ordnungsamt waren die Teppiche und die Möbel ebenfalls angefressen. Es tut mir unheimlich leid um die beiden Katzen, dass sie solche Qualen erleiden mussten. Ich habe, während ich dies schreibe, auch schon wieder Tränen in den Augen. Seit diesem Vorfall hatte ich keinen Kontakt mehr zu meinem Bruder, aber ich habe ihm ausrichten lassen, dass ich ihm eine reinhauen werde, sobald ich ihn sehe! Das bringt die Katzen natürlich nicht zurück - und vielleicht sind einige auch der Meinung, dass ich übertreibe, aber seitdem kann ich meinem Bruder nicht mehr als Verachtung entgegenbringen! Bin ich deshalb ein schlechter Mensch?! Muss ich ihm sogar verzeihen? Ich bitte um Absolution dafür, dass ich mit einem Menschen gebrochen habe, der mir einmal so nahe stand.

Beichthaus.com Beichte #00032099 vom 23.10.2013 um 14:38:53 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Verräterische Ex-Kollegen

19

anhören

Rache Falschheit Boshaftigkeit Verrat Kollegen

Ich möchte gerne etwas beichten, allerdings bin ich mir jetzt schon sicher, keine Absolution zu erhalten, da ich selber weiß, wie mies und hinterhältig das war. Es geht um eiskalte Rache. Einer meiner Kollegen erzählte hinter meinem Rücken offenbar sehr viele derbe Sachen über mich, was tatsächlich auch so weit ging, dass mein Chef mir nahelegte, einen anderen Arbeitgeber zu wählen. Dabei hatte ich mir nie etwas zuschulden kommen lassen. Offenbar glaubte man dem besagten Kollegen allerdings mehr als mir, was meinen Ruf ruinierte. Hinzu kam, dass er vor mir immer den netten Kollegen spielte. Dank seiner Lügen wechselte ich noch im selben Jahr meine Arbeitsstelle. Den Kontakt zu meinem Kollegen hielt ich allerdings aufrecht, um mich irgendwann an ihm zu rächen. Und dieser Tag kam tatsächlich. Mein Ex-Kollege rief mich am Abend an und erzählte mir, dass er auf unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub hat. Der Grund: Er belästigte eine Kollegin am Arbeitsplatz mit sexistischen Äußerungen. Und eine ältere Kollegin meldete ihn deshalb. Dieser ungewollte Urlaub diente dazu, von dem Betriebsrat die "Genehmigung" für eine wirksame Kündigung zu erhalten. Sein Job stand also auf der Kippe.


Am Telefon erzählte er mir, er habe seit Wochen Nachrichten jener Kollegin auf sein Handy erhalten, in denen sie ihn offensichtlich anmachte, inklusive freizügiger Fotos. Durch diese Nachrichten erschien natürlich alles in einem anderen Licht. Auf Nachfrage bei einem Anwalt bekam er zu verstehen, dass er durch diese Nachrichten die Kündigung umgehen kann, da die entsprechende Azubine nicht schuldlos war. Mein Ex-Kollege ging also gerichtlich gegen diese Entscheidungen vor - was ich mir zunutze machte, um mich zu rächen. Da wir mittlerweile beinahe ein freundschaftliches Verhältnis pflegten, besuchte ich ihn zwei Wochen vor seinem Gerichtstermin. Als er dann den Raum verließ, nahm ich sein Handy, dessen PIN ich abgeschaut hatte, und stellte es einfach auf den Werkszustand zurück. Ich packte meine Sachen und ging mit einem hämischen "Tschau, viel Spaß und Glück vor Gericht!" Dank der fehlenden Beweise wurde die Kündigung von dem Richter bestätigt und mein werter Ex-Kollege verlor letztendlich seinen Job. Mich plagt noch heute mein schlechtes Gewissen, auch wenn er nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache war. Ich finde es im Nachhinein nicht richtig, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen, obwohl es mir sehr leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00032091 vom 22.10.2013 um 13:41:59 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000