Ich bin ein feiger Waschlappen

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Feigheit Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich jetzt ein 25 Jahre alter Mann bin - aber ich bin auch ein ziemlicher Waschlappen. Ich lasse mir viel gefallen und habe nur selten den Mut, mich gegen jemanden aufzulehnen. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die ich nur habe, weil sie sowieso jeden nimmt. Sie hat mich vor fast zehn Jahren, als sie vierzehn war, angeschrieben, nachdem sie mit einem meiner Freunde im Bett war und dadurch mein Foto sah, das sie süß fand. Ich habe mir die Chance aber entgehen lassen, weil sie mir zu jung war. Das Ergebnis war dann, dass sie mit zwei weiteren meiner Freunde schlief und, als sie sich mit siebzehn Jahren dann wieder für mich interessierte, mit bestimmt zwanzig Kerlen gevögelt hatte. Mit einem Großteil wohl sogar ohne Kondom. Und trotzdem spiele ich ihr seit Jahren die große Liebe vor. Ich habe zwar schon einige Male angesprochen, dass ich die Beziehung beenden will, ich konnte es aber nie durchziehen und ihr damit das Herz brechen. Nicht einmal, nachdem sie mich betrogen hatte, konnte ich das Ganze beenden. Einmal hat mich sogar ihre Mutter darauf angesprochen, warum ich mit diesem Gedanken spiele. Aber der konnte ich ja schlecht sagen, dass ihre Tochter die größte Schlampe auf dieser Erde ist. Womit ich auch schon beim nächsten Punkt wäre.


Die Mutter meiner Freundin hält sehr viel von mir, ihr Vater dagegen gar nichts. Er hat nach einigen Flaschen Bier schon oft gesagt, dass ihr Ex in seinen Augen ein richtiger Kerl ist - im Gegensatz zu mir. Er konnte ihr Autos und viel Geld bieten, ich nicht. Ich schweige dazu einfach und versuche, es zu ignorieren. Ein weiteres Problem ist, dass besagter Ex-Freund zu meinem Freundeskreis zählt. Und er lässt mich nicht vergessen, dass er meine Freundin in allen Stellungen durchgenommen hat und dass es teilweise auch Fotos und Videos davon gibt. Aber genug von meiner Freundin. Ich mache auch sonst viel, aber eben nur, um anderen zu gefallen - vor allem meiner Familie. Meiner Großmutter zuliebe gehe ich jeden Sonntag in die Kirche, obwohl ich damit eigentlich nichts am Hut habe. Meinen Eltern zuliebe studiere ich an einer guten Universität eine Studienrichtung mit sehr guten Jobaussichten, obwohl mich auch das nicht interessiert. Nach meinem Studium würde ich einen Haufen Kohle machen und zum Wirtschaftswachstum beitragen. Ich würde aber lieber armen Menschen helfen, als selbst zu den reichen Säcken zu gehören. Meinen Eltern kann ich das aber nicht beibringen, und bei meiner Freundin wäre ich dann wohl auch abgeschrieben. Ich bitte um Absolution und den Mumm in der Hose, den ich endlich brauche.

Beichthaus.com Beichte #00032456 vom 24.12.2013 um 02:44:46 Uhr (22 Kommentare).

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Der Ausbeuterbetrieb

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/34) beichte, dass ich die Firma, in der ich arbeite, hasse. Ich bin bei einer Dienstleistungsfirma beschäftigt. Als ich 2009 dort anfing, wurde ich als Gebäudereiniger eingestellt, sollte aber auch Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Im ersten Winter musste ich Winterdienst in 15 Objekten übernehmen, ich hatte in drei Monaten gerade mal zwei Wochenenden frei. Nach nicht einmal einem Jahr wurde ich von meinen Objekten abgezogen, weil ich als Springer eingesetzt werden sollte - also immer dort, wo es brennt. Es hat sich relativ schnell herumgesprochen, dass ich meine Arbeit gewissenhaft und zuverlässig mache. Und so wurde ich kurze Zeit später Haustechniker in einem exquisiten Hotel. Meine Firma hatte dort schon lange einen Kollegen abgestellt, dessen Verhalten war aber offensichtlich nicht ideal, weshalb man mich dort hinschickte, um den Kunden zu halten. Seit drei Jahren bin ich nun schon dort und es gefällt mir sehr. Da ich mich mit dem technischen Leiter im Hotel super verstehe, kenne ich auch die Summe, die das Hotel für mich an meine Firma zahlen muss. Es ist wie Zeitarbeit - ich verdiene nicht einmal die Hälfte von dem, was die Firma einstreicht. Ich werde immer noch nach Reinigungs-Tarif bezahlt, obwohl ich nichts mehr damit zu tun habe.


Ich hatte dieses Jahr dann ein Gespräch zwecks Lohn-Anpassung mit der Geschäftsleitung. Mir wurde schamlos ins Gesicht gelogen, und meine Arbeit und Leistungen wurden heruntergespielt. Ich habe verschiedene Aufträge angepriesen, die ich für die Firma an Land gezogen habe, aber die Antwort war nur, dass man das von den Mitarbeitern auch erwarte. Ich musste mich extrem zusammenreißen und war drauf und dran den Chef über den Tisch zu ziehen. Ich habe es natürlich nicht gemacht, obwohl meiner Forderung auf eine Lohnerhöhung nicht stattgegeben wurde. Seitdem hält mich nichts mehr in der Firma, ich spekuliere nur noch darauf, dass mich das Hotel irgendwann übernimmt. Spätestens, wenn der technische Leiter in drei Jahren in Rente geht, habe ich sehr gute Chancen diesen Ausbeuterbetrieb endlich zu verlassen!

Beichthaus.com Beichte #00032434 vom 20.12.2013 um 20:19:42 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Achtung, Überfall!

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Gewalt Waghalsigkeit Diebstahl Last Night Plate

Ich (w/19) beichte, dass ich dafür gesorgt habe, dass sich ein "richtiger Kerl" vor Schmerzen windet. Es war an einem Abend, als ich mit einem Freund unterwegs nach Hause war, weil wir vorher schön feiern waren. Wir hatten keinen Alkohol getrunken, weil man ohne genauso Spaß haben kann, und nahmen auf dem Heimweg dann eine Abkürzung. Diese führt durch eine kleine Gasse und ist wirklich um einiges kürzer. In dieser Gasse ist es im Dunkeln ziemlich angsteinflößend, aber vor meinem Kumpel wollte ich nicht als ängstliches kleines Mädchen dastehen. Und schließlich passiert einem Selbst nie etwas - weshalb ich dann schnurstracks vorausging. Und es passierte, was passieren musste, wenn man nachts in der Stadt unterwegs ist, wir wurden überfallen. So richtig klischeehaft. Irgendein schmieriger Typ packte mich und hielt mir ein Messer an den Hals, beinahe wie in einem schlechten Film. Er verlangte von meinem Kumpel dessen ganze Kohle, dann würde er mich in Ruhe lassen. Und ich musste in dem Moment dann absolut unpassend lachen. Der Typ war offensichtlich verwirrt und fragte mich, warum ich so lachen würde - und ich habe ihn nur angegrinst und ihn gefragt, ob ich so aussehe, als ob ich Hilfe brauchen würde. Sein Gesicht hättet ihr sehen sollen. Aber wer erwartet auch, dass sein Opfer Kampfsport betreibt? Auf jeden Fall hat er mich dann weiter bedroht und ich habe ihn dann zusammengestaucht. Zwar war nichts gebrochen, aber ein paar Prellungen hat er bestimmt. Mein Kumpel meinte zwar, dass wir ihn anzeigen sollten, aber ich glaube es war für den Kerl schon schlimm genug, von einer Frau verprügelt zu werden. Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe, schließlich hat er mich angegriffen und ich habe mich nur gewehrt. Ich möchte allerdings beichten, dass ich in einer eigentlich gefährlichen Situation ziemlich unpassend reagiert habe. Aber das ist wohl durch das Adrenalin bedingt.

Beichthaus.com Beichte #00032426 vom 19.12.2013 um 13:04:56 Uhr in Plate (13 Kommentare).

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Das Koma veränderte alles

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Hass Verrat Verzweiflung Zorn Familie Hellenthal-Rescheid

Ich beichte, dass ich meinen Vater abgrundtief hasse und verachte. Auch wenn man ja eigentlich sagt, dass man Vater und Mutter ehren soll, ist mir dies bei ihm nicht möglich. Vor knapp 21 Jahren war meine Welt noch in Ordnung. Meine Eltern lebten mit mir (damals elf) glücklich zusammen. Bis mein Vater an einer Lungenentzündung erkrankte und für zwei Wochen ins Koma fiel. Meine Mutter saß jeden Tag an seinem Bett und ich war bei meiner Oma. Als er wieder aufwachte, war er jedoch vollkommen verändert. Er dachte nur noch an sich. Die Familie war ihm zu viel und ich war auch nicht mehr seine kleine Prinzessin. Niemand konnte ihm etwas recht machen und er war furchtbar aggressiv und jähzornig. Zwei Jahre später zog meine Mutter aus, ich blieb jedoch vorerst bei meinem Vater, weil das besser für mich sei. Doch kaum war sie weg, verbot mein Vater mir doch tatsächlich meine eigene Mutter zu sehen. Er log und erzählte mir, dass sie mich nicht mehr wolle, und wenn ich zu ihr gehen würde, wäre er so wütend, dass er mich auch noch verlassen würde. Ich hatte dann natürlich furchtbare Angst und war komplett überfordert.


Meine Mutter wurde depressiv, weil sie dachte, ihre Tochter wolle nichts mehr von ihr wissen, bis ich sie irgendwann so sehr vermisste, dass mir die Konsequenzen egal wurden. Ich setzte mich vor ihre Haustür und wartete, bis sie von der Arbeit kam - unser Verhältnis war ab diesem Moment auch wieder super. Mit meinem Vater zog ich dann in eine kleinere Wohnung und er verkaufte viele meiner Sachen - unter anderem den Schmuck, den ich von meiner Oma geerbt hatte. Er ließ mich hungern, weil ich immer etwas dicklich war, er aber unbedingt eine schlanke Tochter wollte. Es lag an der Schilddrüse, deshalb nahm ich einfach nicht ab, auch wenn ein einziges belegtes Brot am Tag keine Seltenheit war. Er steckte sein Geld lieber in sein geliebtes Motorrad, als mir etwas zu Essen zu kaufen! Meiner Mutter fiel das Ganze dann irgendwann auf und sie holte mich bei ihm raus. Ein Jahr später wagten meine Eltern dann einen neuen Versuch und wir bekamen noch einen kleinen Yorkshire in die Familie. Ich habe das Tier heiß und innig geliebt und mich um alles gekümmert, was ihn betraf. Bis er dann nach den Sommerferien das erste Mal alleine war und offenbar bellte. Mein Vater nahm den Hund und ging ohne ein Wort mit ihm weg - um den Kleinen im Tierheim abzugeben, ohne, dass ich mich hätte verabschieden können. Das mit meinen Eltern hielt natürlich nicht, und mein Vater fand schnell eine neue Freundin. Meine Mutter zerbrach daran, bekam schwerste Depressionen und verfiel in die Magersucht. Ich wurde auch krank und bekam hohes Fieber - aber er wollte mich nicht einmal sehen.


Heute streitet er das alles ab. Er hat erzählt, dass er jetzt Enkelkinder hat, und dass er sein ganzes Geld an sie verschenkt. Dabei bin ich eigentlich ein Einzelkind und habe noch keine Kinder! Ich möchte also beichten, dass ich ihn abgrundtief hasse. Ich habe dank ihm Essstörungen, Suizidgedanken, Albträume und Panikattacken. Ich kann daher keinen normalen Beruf ausführen und bin seit zwölf Jahren in Therapie. Vor seinem Koma war ich immer ein Papakind, nachdem er mich dann so weggestoßen hatte, ist etwas in mir zerbrochen. Ich möchte außerdem beichten, dass ich die Weihnachtskarte, die heute von ihm kam, und von seiner neuen Frau beschriftet war, verbrannt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032424 vom 18.12.2013 um 22:33:13 Uhr in Hellenthal-Rescheid (13 Kommentare).

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Aushilfsmama für meinen Freund

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Zorn Trägheit Verschwendung Faulheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich aus reiner Nachlässigkeit Nahrungsmittel schlecht werden ließ. Der Hintergrund zu der Sache ist, dass ich schon vor längerer Zeit feststellen musste, dass im Haus nichts aufgeräumt wird, wenn ich das nicht Selbst tue. Mein Freund scheint zu glauben, dass er mit einer Aushilfsmama zusammengezogen ist, und nicht mit seiner Freundin. Ich bin jedoch berufstätig und habe genauso wenig Lust, seinen Dreck wegzumachen, wie er meinen wegmachen möchte. Aber wenn ich ihn dann bitte, etwas zu machen, ist das ein richtiger Skandal. Und auf die Idee, mal etwas nur für mich aufzuräumen, kommt er erst gar nicht, schont wohl seine Nerven. Er scheint zu meinen, dass ich seine persönliche Putzfrau bin. Alles reden hilft nichts, manchmal sitzt er einfach tagelang neben einem Haufen Dreck, den er hinterlassen hat. Gern wird auch ein Berg Kartons oder ein Stapel Zeitungen mitten im Raum abgestellt und dort vergessen, damit jeder, der in den Raum kommt, sich die Haxen bricht - jedenfalls, bis ich mich genug ärgere, um ihn zur Seite zu stellen. Inzwischen bin ich dazu übergegangen nur noch aufzuräumen wenn Besuch kommt, in der Hoffnung, dass er irgendwann mal von selbst auf die Idee kommt, aufzuräumen. Wir versinken also gemeinsam im Müll - aber ich habe wirklich keine Lust seine Putzfrau zu spielen!


Ganz so radikal, wie das jetzt klingt, ist es aber nicht. Ich mache immer noch regelmäßig den Abwasch und räume auch verderbliches Essen weg. Und das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Gestern kam mir nämlich etwas dazwischen und ich war fast zwei Tage lang nicht zu Hause. Nach der Arbeit fuhr ich zu meinen Eltern und übernachtete dort, um dann von dort aus wieder zur Arbeit zu fahren. Natürlich war mein Freund darüber informiert, und als ich dann nach Hause kam und total fertig einfach nur ins Bett fiel, ahnte ich nicht, dass mein Frühstück immer noch dort stand und vor sich hingammelte. Ich hatte es in meiner Hektik vergessen und er hatte es nicht einmal geschafft, die Wurst in den Kühlschrank zu räumen, wie ich das sonst auch immer für ihn tat. Mein Freund saß also zwei Tage lang neben einer alten gammeligen Wurst und knochenhartem Brot und störte sich einfach nicht daran. Heute konnte ich unsere Nahrungsmittel also größtenteils wegwerfen. Ich war also blöd genug, zu denken, dass ich mich darauf verlassen könnte, dass ein erwachsener Mann auch mal Verantwortung übernimmt. War wohl selbst schuld. Es tut mir leid, liebe Geflügelwurst.

Beichthaus.com Beichte #00032419 vom 19.12.2013 um 03:37:47 Uhr (23 Kommentare).

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