Der heimliche Nebenverdienst
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Die Lieferung war allerdings ein Drama - wir wollten und konnten nicht einfach mit dem Auto fahren, weshalb wir mit Unmengen Gras in öffentlichen Verkehrsmitteln saßen. Und das mehrmals. Wir mussten eigentlich dauerhaft grinsen, bei dem Gedanken, was die Leute sagen würden, wenn sie wüssten, was wir da transportieren. Den Erlös des Ganzen auf ein Konto zu bekommen war nahezu unmöglich, da mein Vater aber in der Schweiz wohnt, hat er es an sich genommen und überweist mir jeden Monat einen Teil der Summe, gerade so, dass es aussieht wie ein stattliches Taschengeld. Allen anderen Bekannten und Verwandten schwärme ich immer von meinem großen Gewinn vor, dem ich das ganze Geld verdanke. Ich lebe in einer Vier-Zimmer-Wohnung, die ich mit einem Kollegen teile. Also eigentlich sind es nur drei Zimmer, der vierte Raum ist versteckt. Davor steht ein schwerer Schrank, den man auf die Seite schieben muss, um die Tür zu dem Raum öffnen zu können. Dort ist meine Kapelle versteckt, und zwar in großem Ausmaß. Alle drei Monate ernten wir und verkaufen das Zeug dann, um unser Leben zu finanzieren. Nach dem Studium haben wir genug Geld, um uns alles Mögliche zu leisten. Dann aber wollen wir alles reduzieren, nur noch für den Eigenbedarf, da ich endlich einer legalen Arbeit nachgehen möchte, das verspreche ich. Aber, dass ich so mein Leben finanziere, das bereue ich nicht, denn keiner kommt zu schaden!