Ein Bett im Kornfeld

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Dummheit Vandalismus Peinlichkeit Gesellschaft Kiel

Ein Bett im Kornfeld
Ich bin vor zwei Jahren in eine kleine Ortschaft in der Nähe von Kiel gezogen. Das Haus befindet sich sehr schön abgelegen am Ortsrand, leider habe ich einen Nachbarn. Wenn ich mich im Garten im Bikini gesonnt habe, war auch gleich der Nachbar im Garten aktiv. Gerade Sonnen abends auf der Terrasse war aber eine Motivation für mich, hier herzuziehen. Ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, mich nackt zu sonnen, was bei einem Spanner in der Nachbarschaft natürlich nicht so ein toller Einfall gewesen wäre. Jedenfalls wird hier ziemlich viel Mais angebaut, hinter dem Haus ist auch ein Maisfeld. Das schließt dann wieder an ein anderes an, man kann vermutlich auf diesem Wege ganz Norddeutschland durchqueren, ohne irgendwie gesehen zu werden. In einem Moment, in dem niemand geschaut hat, bin ich abends in das Maisfeld gegangen. Nach einigen paar hundert Metern durch die Reihen, knickte ich den Mais großzügig um. Dann die Decke ausgebreitet, ausgezogen, eingecremt und gesonnt. Es war wunderbar.

Das habe ich die nächsten Wochen dann öfter so gemacht. Mittlerweile war auch schon ein Liegestuhl vorhanden, meine Haut war knallbraun und das ohne irgendwelche helleren Bereiche. Der Entspannungsfaktor mitten im grünen Urwald war logischerweise auch enorm hoch. Eines Tages, ich war gerade im Maisfeld am Schlafen, wurde ich durch ein Rufen und Lachen geweckt. Über dem Maisfeld flog ein Heißluftballon und die Leute haben sich tierisch amüsiert. Zu allem Überfluss hatten die Reisenden im Heißluftballon auch Kameras dabei und benutzten diese nun ordentlich. Ich habe zwar schnell meine Decke umgewickelt, aber es war zu spät. Zum Glück waren die Leute schon älter, die Fotos sind also im Familienalbum gelandet und nicht im Internet. Gesucht habe ich trotzdem lange genug. Meine Beichte ist aber nun, dass ich nicht wirklich daraus gelernt habe. Dieses Jahr bin ich wieder ins Maisfeld gegangen, natürlich mit dem Vorsatz, besser aufzupassen. Dem Bauern knicke ich natürlich immer noch seinen Mais um, was irgendwie Vandalismus ist. Für das Kopfkino, die Maiskolben habe ich aber nie angerührt.

Beichthaus.com Beichte #00030569 vom 10.12.2012 um 16:52:34 Uhr in Kiel (28 Kommentare).

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Der Preis der Faulheit

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Dummheit Faulheit Peinlichkeit Last Night Graz

Ich war dieses Jahr im Sommer bei einem Bekannten, der seinen 20. Geburtstag feierte, eingeladen. Es war eine riesige Party, etwa 40 Personen waren dort. Die Meisten waren im Laufe des Abends schon gut angetrunken. Während ich mein bestes gab, bei einer hübschen Blondine zu landen, machte sich langsam meine Blase bemerkbar. Da mein betrunkenes Ich zu faul war, den weiten Weg ins Haus anzutreten, verschwand ich nur hinter einer Hecke und ließ meinen Drängen freien Lauf. Leider war ich wohl etwas zu stürmisch unterwegs, denn auf meinen weißen Shorts waren deutliche Spuren des Manövers zu sehen. Da dieser Fauxpas die Chancen bei meiner Angebeteten nicht gerade verbessert hätte, war ich verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung. Die vermeintliche Rettung bemerkte ich nach einigen bangen Sekunden: Ein paar Mädels, inklusive meinem Objekt der Begierde, waren unter lautem Gegröle auf dem Weg in den Pool. Ich sah die Gelegenheit, ein paar Extrapunkte zu sammeln und gleichzeitig mein Malheur zu vertuschen. So sprang ich voll bekleidet, begleitet von einem tarzan-ähnlichen Schrei, direkt vor den Mädels in den Pool. Obwohl die Arschbombe mit besten Haltungsnoten einwandfrei gelang, hatte mein Plan einen kleinen, teuflischen Haken. Was ich nicht wusste: der Pool hatte genau unter meiner Landefläche eine Sitz-Erhöhung - quasi ein Whirlpool im Pool. Dementsprechend heftig war mein Aufprall. Zunächst hatte ich natürlich den geballten Spott der anderen Anwesenden zu ertragen, doch nach einigen Sekunden großer Schmerzen hatte ich plötzlich andere Sorgen. Ich spürte meine Beine nicht mehr. Ich begann, um Hilfe zu schreien und zog mich an den Armen aus dem Wasser. Nach einigen bangen Minuten konnte ich sie, Gott sei dank, wieder bewegen und das Gefühl kam zurück. Der Krankenwagen war jedoch schon gerufen, die Stimmung der Party im Keller. Auch wenn ich versuchte, den Vorfall herunterzuspielen, meine unbedachte Aktion bedeutete dann ein relativ rasches Ende der Veranstaltung, wie mir erzählt wurde. Ich fuhr ins Krankenhaus und wurde durchgecheckt. Als Strafe konnte ich die nächsten zwei Wochen nur unter heftigen Schmerzen sitzen, an Gehen war die ersten Tage nicht zu denken. Wie sich später herausstellte, war meine Angebetete ohnehin die Schwester des Gastgebers, die obendrein vergeben war. Ein weiteres Opfer der Aktion war mein neues Handy, das ich in meiner Hosentasche trug; es überlebte den waghalsigen Sprung leider nicht. Beichten möchte ich, dass ich jemandem gehörig seinen Geburtstag vermasselt habe, nur weil ich zu faul war, die Toilette aufzusuchen.

Beichthaus.com Beichte #00030506 vom 29.11.2012 um 15:00:39 Uhr in Graz (Heinrichstraße) (19 Kommentare).

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“Beichte

Chat mit den Notgeilen

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Fetisch Lügen Internet

Ich mache mir einen Riesenspaß daraus, Männer im Internet zu verarschen. Bin selbst männlich und habe mal mitbekommen, wie dumm meine Schwester (16) auf manchen Chat-Seiten angeschrieben wird von notgeilen Jungs. Habe mich dann mal mit einem weiblichen Account auf einer Chat-Seite registriert und wurde auch prompt in den ersten zehn Minuten von 20 Männern angeschrieben. Ich war erstaunt, wie man in der Position der Frau mit ihnen spielen konnte. Ich konnte ihnen alles erzählen, sie haben mir das immer abgenommen. Wenn ich gemerkt habe, die Männer gehen in die perverse Richtung, habe ich sie dazu gebracht, mir perverses Zeug zu schreiben. Dann habe ich den Vollidioten angeboten, dass ich ihnen Bilder per Mail schicke. Sie haben mir dann ihre E-Mail Adresse gegeben. Die habe ich bei Facebook eingegeben und bin so in vielen Fällen direkt auf den Wohnort und auch die Namen der Freunde gestoßen. Ich habe ihnen dann gesagt, dass ich Screenshots von der Konversation angefertigt habe und sie später an "Freund X" (irgendein Name von seiner Freundesliste) landen werden. Ich konnte mich vor lachen nicht mehr halten, wie sie Schiss bekamen und alles leugneten, selbst drohten oder einfach nur völlig fertig flennten, dass niemand das sehen darf. Sie mussten dann noch zugeben, dass sie notgeile Schweine sind, dann habe ich sie in Ruhe gelassen. Das ganze bereue ich null, es war einer der lustigsten Aktionen bisher im Netz und es ist unfassbar, wie viele notgeile Leute da draußen sind. Und was sie glauben, wer sie sind, dass sie mit ihrem Aussehen und den dazu passenden grottenschlechten Anmachen irgendetwas reißen können.

Beichthaus.com Beichte #00030495 vom 27.11.2012 um 02:42:42 Uhr (23 Kommentare).

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

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Prostitution Fremdgehen Habgier Arbeit Köln

Ich beichte, dass ich mich seit zwei Jahren zur Finanzierung meines Studiums prostituiere. Dabei war das überhaupt nicht so geplant. Ich muss dazu sagen, dass ich schon einige Jahre in einem Lehrberuf gearbeitet habe und dann noch ein Studium aufgenommen habe. Deswegen erhalte ich kein Bafög. Und meine Eltern haben es auch nicht dicke. Ich dachte daher, dass ich das Studium mit meinen Ersparnissen und einem Nebenjob finanziere.
Beim Nebenjob hatte ich Glück, denn eine Kommilitonin hat mir gesagt, dass in einem Hotel, wo sie gelegentlich arbeitet, Zimmermädchen gesucht werden. Ich habe mich beworben und glücklicherweise eine Zusage bekommen. Von dem Zuverdienst - ich arbeite 20 Stunden die Woche - könnte ich leben. Allerdings habe ich bald bemerkt, dass man als Zimmermädchen, gerade wenn man den Roomservice abends macht, ein bisschen Freiwild für die vielen allein reisenden Geschäftsreisenden ist. Das heißt, man bekommt schnell mehr oder weniger eindeutige Angebote.


Das hat mich am Anfang ziemlich genervt. Aber dann sollte ich einem Geschäftsreisenden sein Abendessen bringen und der sah total klasse aus. Brad Pitt ist ein Dreck dagegen. Er fing an, mit mir zu flirten und ich ging darauf ein. Ich merkte, dass er mich ins Bett bekommen wollte und ich hatte auch echt Lust auf ihn. Aber da ich nicht wie eine Schlampe dastehen wollte, habe ich mich ziemlich geziert. Als ich schon fast seinem Werben nachgeben wollte, bot er mir schließlich Geld, wenn ich mit ihm schlafe. Lange Rede, kurzer Sinn: Letztlich habe ich gerne mit ihm geschlafen (nach meiner Schicht natürlich) und richtig gut Geld verdient. Da hat es bei mir "Klick" gemacht. Seitdem lasse ich mich möglichst oft für die abendlichen Roomservice-Schichten einteilen. Es vergeht keine Woche, wo mich nicht irgendein Reisender anbaggert. Und wenn er mir gefällt, spiele ich dasselbe Spiel wie oben beschrieben. Ich habe das inzwischen echt perfektioniert und spiele die Unschuld vom Lande, die erst nach langem Drängen und vielen Gewissensbissen nachgibt. Dabei hilft mir, dass ich tatsächlich sehr unschuldig und jugendlich aussehe - ich glaube, das macht die Männer besonders an. Geld bekomme ich dafür in 95 Prozent der Fälle. Entweder bieten es mir die Männer von vornherein. Oder ich heule ihnen danach etwas vor, dass ich bald aus meiner Wohnung fliege, wenn ich nicht mit meiner Miete herüberkomme. Klappt eigentlich fast jedes Mal. Ich habe - meistens guten, manchmal schlechten, immer geschützten - Sex und werde dafür auch noch bezahlt. Inzwischen habe ich allerdings einen Freund, den ich sehr liebe. Den muss ich belügen, damit er nichts merkt. Denn meine Jobs kann ich erst nach Ende der Schicht erledigen, sonst würde es ja im Hotel auffallen. Deswegen komme ich aber immer ein bis zwei Stunden später nach Hause. Ich erzähle dann meinem Freund etwas von Überstunden, was er glaubt. Gut, dass er keinen Einblick auf mein Konto hat, denn sonst würde ihm auffallen, dass ich fast nie Geld abhebe, dafür aber immer wieder einzahle. Ich beichte also, dass ich meinen Freund mit anderen Männern hintergehe. Ich sollte das nicht tun, aber inzwischen macht mir der Nebenjob richtig Spaß. Männer sind so einfach rumzukriegen und auszunehmen. Ich habe einfach ein richtiges Machtgefühl, wenn ich sie so um meinen Finger wickele. Und ihnen gefällt es doch auch, oder?

Beichthaus.com Beichte #00030370 vom 22.10.2012 um 20:22:26 Uhr in Köln (Ursulastraße) (49 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Pixeln

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Falschheit Lügen Internet

Vor 7 Jahren habe ich (m) mich auf einer Internetplattform angemeldet. Aus reiner Neugier und als Frau. Es war sehr spannend und ich bekam auch gleich zu spüren, wie Frauen dort behandelt werden. Es ist doch echt erschreckend, wie sich Männer benehmen, wenn sie glauben anonym zu sein. Ich habe mir dort einen recht ansehnlichen Avatar erstellt. Genauer gesagt, sie ist eine virtuelle Traumfrau. Und die Männer umschwärmen sie wie die Motten das Licht. Auf besagter Plattform sind so ziemlich alle Handlungen möglich, die man sich vorstellen kann, und viele Männer gehen nur aus einem einzigen Grund dorthin. Für "Pixelsex", auf der Plattform einfach "pixeln" genannt. Ich gebe zu, dass auch ich neugierig war und das "pixeln" ausprobiert habe. Aber nach einem heftigen Lachkrampf war dieses Thema für mich erledigt. Ich kann nicht verstehen, warum dort viele echtes Geld ausgeben um in den Genuss von zappelnden Pixeln zu kommen.

Was mich etwas erschreckt, ist die Tatsache, dass ich voll in meine virtuelle weibliche Identität eintauche, wenn ich mich einlogge. Meine drei größten Ordner im Inventar heißen Haare, Schuhe, Kleidung. Ich habe da wohl schon etwa 1.000 Paar Schuhe angesammelt. Und etwa genau so viele verschiedene Frisuren, die man dort einfach per Mausklick wechseln kann.
Aber es muss ja alles passen. Für jede Gelegenheit das richtige Outfit. Und natürlich die passenden Schuhe dazu. Man soll mir ja dort die Frau abnehmen. Und in den ganzen 7 Jahren hat auch noch nie jemand daran gezweifelt!
Etwas schwierig wurde es, als vor einiger Zeit das "voicen" eingeführt wurde. Also wahlweise nicht mehr mit der Tastatur schreiben, sondern Headset aufsetzen und sprechen. Es dauerte aber nicht lange, dann wurde ein Echtzeit-Voicemorpher eingebaut. Also: Stimme gekauft, leicht modifiziert, Problem gelöst. Aber was sich Frau da anhören muss, das ist unglaublich. Manche Vertreter meines wahren Geschlechts scheinen verbal in der Urzeit stecken geblieben zu sein. Teilweise ist das so extrem, dass ich mich fast schäme, ein Mann zu sein. Ich halte mich dort sehr zurück, gehe keine virtuellen Beziehungen ein. Schon allein deshalb, weil ich mir ständig vor Augen halte, dass am anderen Ende vor dem Bildschirm ein echter Mensch sitzt, der auch Gefühle hat. Und damit will ich nicht spielen.


Das einzige, was ich bereue, ist, dass ich dort gute virtuelle Freunde habe, die ich leider nie im wahren Leben kennenlernen werde. Es sind Leute, mit denen ich dort viel erlebt habe. Wir haben gemeinsam Probleme aus dem wahren Leben besprochen und bei der Lösung geholfen, so gut es ging. Auch mir wurde aus einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben heraus geholfen, allein schon dadurch, weil ich dort immer einen Zuhörer und tröstende Worte fand. An manchen Tagen war ich schon fast soweit, den Voicemorpher abzuschalten und meine wahre Identität preiszugeben. Und ich weiß, ich werde es irgendwann in näherer Zukunft auch tun. Ich möchte mich hier schon bei meinen Freunden entschuldigen. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass es einigen von ihnen genau so geht. Es hat als Spaß und aus Neugier angefangen, und bis jetzt habe ich nicht den Mut aufgebracht, das zu beenden. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00030319 vom 08.10.2012 um 23:50:32 Uhr (20 Kommentare).

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