Mutter ist verrückt geworden!

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Selbstsucht Habgier Boshaftigkeit Diebstahl Sucht

Ich bin gut behütet aufgewachsen, hatte eigentlich immer mehr als ich brauchte, habe studiert, promoviert und einen guten Job. Leider gibt es aber auch eine dunkle Seite an mir - meine Spielsucht. Zuerst fing ich im kleinen Rahmen an, auf Eishockeyspiele und Pferderennen zu setzen. Das lief anfangs auch erstaunlich gut. Später fing ich dann an, immer größere Summen einzusetzen und hatte die ersten Einbußen zu verzeichnen. Dies tat ich solange, bis ich finanziell vollständig ausgeblutet war und nun bei Leuten tief in der Kreide stand, denen man nicht gerne etwas schuldig bleibt. Zuerst hatte mir meine verwitwete, relativ wohlhabende Mutter, noch aus der Klemme geholfen, später weigerte sie sich aber, mir noch weitere Finanzspritzen zukommen zu lassen. Die Wut auf meine Mutter, gepaart mit der Sorge um meine körperliche Unversehrtheit, haben mich in die Verzweiflung getrieben und zwangen mich zu drastischen Mitteln, für die ich mich heute schäme:


Bei meiner Mutter hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon erste geistige Einschränkungen gemacht. Um sie davon zu überzeugen, dass es um sie schon weitaus schlimmer steht, habe ich dann zwei Wochen lang fast jede Nacht an die Fensterläden ihres Schlafzimmers geklopft. Außerdem bin ich mit meinem Zweitschlüssel mehrfach ins Elternhaus gegangen, wenn meine Mutter nicht da war und habe alltägliche Gegenstände (Schlüssel, Notizbuch, Gegenstände) an anderer Stelle platziert. Außerdem habe ich Bekannte zweifelhaften Schlages beauftragt, sie ein paar Stunden zu verfolgen. Nach diesen zwei Wochen war sie dann völlig fertig, paranoid und davon überzeugt, verrückt zu werden. Ich habe sie dann "zu ihrem besten" entmündigen lassen. Dadurch bekam ich auch Zugriff auf ihre Konten und habe das genutzt, um meine Schulden zu begleichen. Aus Scham und Angst, sie könnte das bemerken, habe ich sie dann "zu ihrem besten" in ein Heim gesteckt. Dort ist sie dann nach kurzem Aufenthalt verstorben, nachdem sich ihr Zustand rapide verschlechtert hat. An Ostern muss ich immer an sie denken, weil sie für die Fehler eines anderen leiden musste. Ich wusste mir aber zu diesem Zeitpunkt leider nicht anders zu helfen. Ich wünsche keinem, so in die Enge getrieben zu werden und vor solchen Entscheidungen zu stehen, wie ich es damals tat. Ich bin mir sicher, dass viele, die mich jetzt vielleicht verurteilen werden, in meiner Situation genauso gehandelt hätten! Wetten tue ich heute immer noch, allerdings nur um kleine bis mittlere Einsätze.

Beichthaus.com Beichte #00033082 vom 17.04.2014 um 21:40:10 Uhr (42 Kommentare).

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Öl auf der Fahrbahn

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Betrug Waghalsigkeit Boshaftigkeit Auto & Co.

Beim 24-Stunden-Rennen auf einer langen deutschen Rennstrecke im Jahre 1992 habe ich einen großen Fehler begangen, der mich bis heute um den Schlaf bringt. Die Schlaflosigkeit wird immer schlimmer, je näher das 24-Stunden-Rennen jedes Jahr rückt. Damals war ich mit einigen Freunden zum Rennen gefahren. Wir schlugen unser Camp im Bereich Metzgesfeld auf. Für Unwissende: Hier bremsen die Autos von ungefähr 200 km/h auf 130 km/h runter und fahren eine Links-Links-Rechts-Kurven-Kombination. Ich, als eingefleischter BMW-Fan, war natürlich voll und ganz in der Erwartung, dass BMW alles in Grund und Boden fährt und gewinnt. Beim Start sah das auch noch ganz gut aus, dann aber kam die Nacht. Es wurde kalt, das Wetter schlug auf Nebel und Regen um, die allrad-getriebenen Autos wurden immer schneller. Meine geliebten Heckantrieb-BMWs versanken in der Tiefe der Ergebnisliste. Das konnte ich nicht ertragen. Dann kam mir diese verdammte Schnapsidee. Ich nahm kurzerhand eine Rolle Butterbrot-Tüten für Pausenbrote, füllte einzelne Tüten mit Speiseöl und knotete sie gespannt zu. Dann - jedes Mal, wenn so ein Allrad-Ingolstädter kam, schleuderte ich einen dieser Beutel über den Zaun auf die Rennstrecke. Auch er schleuderte - aber gut geölt in die Leitplanken.


Keine Sorge: Die Autos und deren Sicherheitseinrichtung sind so sicher, kein Fahrer hat Schaden erlitten. Sonst hätte ich das nie gemacht. Aufgrund dessen gab es - keine Ahnung wie viele - "Gelbe-Flaggen-Phasen". Während einer solchen hielt mein geliebter BMW-Werksfahrer (genannt Smoking Joe) direkt bei uns an der Unfallstelle an und schnorrte sich eine Zigarette. Was ihm vom Rennleiter eine Stop Go Zeitstrafe bescherte - er wurde zum Kaffee geboten. BMW gewann dann dennoch mit einem traumhaft schönen M3 vor einem weiteren BMW, Opel wurde ganz starker Dritter. Mein Gewissen plagt mich bis heute, weil ich derjenige bin, der Audi um den Sieg gebracht hat. Der bin, der den Streckenposten einen Arsch voll Arbeit beschert hat, meine Freunde um unser Speiseöl beraubt hat und Smoking Joe zu einem Kaffeekränzchen beim Rennleiter verholfen hat. Reumutig erbitte ich Ablass.

Beichthaus.com Beichte #00032987 vom 03.04.2014 um 13:27:58 Uhr (21 Kommentare).

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Prügel für den Frauenschläger

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Aggression Gewalt Last Night

Ich möchte beichten, dass ich gestern einen Mann mindestens krankenhausreif geschlagen habe. Ganz ehrlich gesagt hätte er auch am Boden sterben können und ich wüsste es jetzt nicht einmal, denn ich bin danach ziemlich schnell weg - oder besser gesagt, von meinen Freunden weggeschickt worden. Ich bin sonst ein sehr, sehr ruhiger Typ. Lasse mich durch nichts und niemanden provozieren oder irgendwie in einen Streit verwickeln. Doch gestern habe ich zum ersten Mal in meinen 30 Jahren einfach nur noch Rot gesehen, wirklich Rot! Das ist mir so noch nie passiert. Wie es so weit kam? Er hat meine Freundin geschlagen, dass weiß ich noch ganz genau. Ich stand ein paar Meter entfernt, als er ihr seinen halben Drink über den Arm schüttete. Das war jedoch noch überhaupt kein Grund für mich auszurasten, denn ich weiß, meine Freundin kommt mit solchen Situationen ziemlich gut alleine klar.

Als sie ihn zur Rede stellen wollte, hat er nichts gesagt. Nein, es gab sofort und unkommentiert eine kräftige Ohrfeige von ihm. Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt und es war wohl auch zu viel für mich, zu sehen, wie meine Liebe geschlagen wird. Denn in diesem Moment brannten meine Sicherungen total durch. Ab da kann ich mich nicht mehr an alles erinnern und das nicht wegen des Alkohols, denn ich war nüchtern. Ich habe noch das Geräusch im Kopf von seiner Nase, wie sie brach, ich habe noch sein blutendes Gesicht mit ausgerenktem Kiefer vor Augen und höre immer noch die Stimmen um uns, wie sie schreien, ich solle doch aufhören, aber sonst fehlen die Details in meinem Gedächtnis. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich ihn geschlagen habe, aber wegen meiner geschwollenen Hand mit offenen Knöcheln denke ich, dass es einige Male waren. Ich weiß auch nicht mehr genau, wie ich heim und ins Bett gekommen bin. Blackout aus Wut!? Nun bin ich gerade von der Arbeit gekommen und warte auf den Anruf der Polizei. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dieser Anruf kommen wird, aber wundern würde es mich nicht und da müsste ich halt durch. Die Anrufe meiner Freunde habe ich heute alle ignoriert, denn ich wollte ehrlich gesagt gar keine Details wissen. Meine Freundin wird bald nach Hause kommen und mir dann sicher alles erzählen und davor graut es mir. Eine Kleinigkeit gibt es, die mir heute geholfen hat, doch ein bisschen weniger traurig zu sein. Wenn ich so darüber nachdenke, hat er es auch irgendwie verdient. Vielleicht nicht so heftig aber doch ein wenig, denn Frauen dürfen von Männern prinzipiell nicht geschlagen werden, NIE! Ich bitte um Absolution, denn so bin ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032896 vom 20.03.2014 um 21:05:27 Uhr (49 Kommentare).

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Gefangen im Kotzmarathon

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Maßlosigkeit Misstrauen Sucht Verzweiflung Gesundheit

Seit mehr als 15 Jahren habe ich (w/34) ein essgestörtes Verhalten. Momentan fresse und kotze ich mehrmals am Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Ich tue den ganzen Tag nichts anderes als einkaufen, fressen und kotzen. Nebenbei noch fernsehen. Ich bin total ausgeschaltet und habe Angst, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe eine lange ambulante und mehrere stationäre Therapien hinter mir. Wirklich geholfen haben sie mir alle nicht, eher meine Situation verschlimmert. Ich finde mich selbst ätzender denn je, kann mich nicht ausstehen. Ich bin zu faul, mich mit der Lösung der Essstörung auseinanderzusetzen, zu faul zum Leben und zu faul zum Sterben. Der Sinn, gesund zu leben, ohne Fressanfälle erschließt sich mir auch irgendwie nicht. Das Wort "lebensmüde" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.


Zwischenmenschliche Kommunikation finde ich anstrengend. Deshalb lebe ich ziemlich zurückgezogen. Wenn ich mal rausgehe, merke ich schon, dass es mir irgendwie gut tut. Aber dann spüre ich schnell wieder den Drang, alles in mich hineinzustopfen, bis ich fast platze. Um mich dann wieder zu erleichtern und dann total erschöpft, leer und ausgeschaltet rumzuhängen. Mein Freund weiß, dass ich Bulimie habe, bekommt aber von den Fressattacken nichts mit. Wir treffen uns meistens abends, da habe ich dann schon meinen Kotzmarathon hinter mir und bin meistens völlig neben der Spur. Es ist dann unglaublich anstrengend ihm zu folgen, ihm zuzuhören und mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, alles läuft nur so nebenher - leben, arbeiten, meine wenigen Freundschaften. Ich bin eigentlich nur Zuschauerin in meinem eigenen Lebensfilm.


Ich könnte ein Buch über mein Leben schreiben, habe vieles hinter mir: schwierige Kindheit, psychisch kranke Mutter, Schläge, emotionaler und körperlicher Missbrauch durch die Mutter, mehrmaliger sexueller Missbrauch durch verschiedene ältere Männer in der Kindheit, Drogenkonsum, eine Zeit lang promiskuitive Kontakte im Jugendalter und so weiter. Trotz all dieser Erlebnisse habe ich mein Abi gemacht, eine gute Ausbildung, ein Studium und habe jetzt einen guten Job im sozialen Bereich. Ich sollte stolz auf mich sein, doch ich bin es nicht - kann es nicht sein. Ich heule nie rum, äußere aber auch nicht meine Lebenszweifel vor anderen Menschen. Nicht mal in der Form in der Therapie. Ich fresse alles in mich hinein und kotze alle meine Zweifel, meine Wut und auch meine gedanklichen Aggressionen ins Klo. So wird niemand vollgeschwallt, niemand belastet oder hilflos gemacht. Ich bin innerlich maßlos aggressiv, misstrauisch, beschämt und traurig, aber auch irgendwie gierig nach irgendetwas, das ich nicht benennen kann. Deswegen beichte ich hier, wenn auch mit einem emotional distanzierten Grundton.

Beichthaus.com Beichte #00032847 vom 10.03.2014 um 17:02:07 Uhr (15 Kommentare).

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Feuchte Höschen im Schwimmbad

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Masturbation Schamlosigkeit Morallosigkeit Schwechat

Ich habe früher als Jugendlicher im Freibad ausgeholfen. Morgens Müll wegräumen, Mülleimer ausleeren und Untertags bei den Umkleidekabinen aushelfen. Dafür hatte man die ganze Saison freien Eintritt und bekam gratis Eis. Bei den Umkleidekabinen gab es vor dem Umbau eine Besonderheit. Man ging als Badegast in eine Kabine hinein, zog sich um und betätigte dann einen Handgriff. Damit wurde dem Personal auf der anderen Seite der Kabine im Korbmagazin signalisiert, dass jemand einen Metallkorb für seine Sachen haben wollte. Dann öffnete man ein Holztürchen zur Kabine, der Gast legte seine Kleidung in den Korb und bekam dafür eine kleine Metallmarke mit der eingravierten Korbnummer. Der Gast verließ die Kabine und man hängte den Korb auf seinen angestammten Platz. Wenn der Kunde vom Baden zurückkam, übergab er die Metallmarke und bekam dafür den Korb mit seinen Sachen. Da in einem Freibad, wie ihr euch denken könnt, auch viele süße, hübsche Girls waren, bekam ich meistens Körbe, in denen gerade erst getragene Höschen waren. Und als pubertierender Jugendlicher nutzt man die Gelegenheit natürlich und fühlt, riecht und leckt sogar teilweise an den Slips. Viele der Teile waren noch feucht, wenn nicht sogar nass von der Trägerin und rochen intensiv, was den Spaß noch zusätzlich erhöhte. Ich möchte also beichten, dass ich mich mehrere Jahre lang sicher an Tausenden Höschen fremder Mädchen aufgegeilt habe. Da ich mit meinem Treiben niemandem geschadet habe, bitte ich um Absolution für meine Sünden.

Beichthaus.com Beichte #00032803 vom 01.03.2014 um 23:54:45 Uhr in 2320 Schwechat (Plankenwehrstraße) (27 Kommentare).

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