Mit Übergewicht im Bus

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Verzweiflung Engherzigkeit Bahn & Co.

Ich (w) bin extrem übergewichtig, leide deswegen und auch aus anderen Gründen an Depressionen und kann aufgrund meiner Körperfülle nicht mehr Auto fahren. Daher bin ich auf den Bus angewiesen. Das Stehen im Bus fällt mir sehr schwer und so setze ich mich, wenn ein Platz frei ist. Manchmal ist keiner frei, dann muss ich stehen und bin nach maximal einer Minute den Tränen nah. Das Beste sind zwei freie Plätze nebeneinander - doch oft ist nur einer frei, aber auch dann muss ich mich setzen, anders geht es nicht. Mir tut es so leid, dass ich meine Sitznachbarn dann immer so dermaßen einquetsche. Ich merke, wie angewidert viele sind und sich gegen die Fensterscheibe drücken, weil ich mich so gegen sie presse, was ich gar nicht will. Daher laufen mir im Sitz immer wieder die Tränen herunter, weil ich mich so schäme. Leider rieche ich wohl auch nicht besonders gut, ich dusche zwar zwei Mal pro Woche und an den anderen Tagen wasche ich mich mit Waschlappen am Becken, doch ich komme beim Waschen und auch beim Duschen leider nicht mehr zuverlässig an alle Körperteile. Es tut mir so leid. Vor einigen Tagen sind mir im Bussitz wieder stumm einige Tränen gelaufen und ein kleines Mädchen, das mit ihrer Mutter im Sitzpaar nebenan saß, hat es gemerkt und mich in den Arm genommen - da habe ich dermaßen hemmungslos in ihre Haare geweint, dass ich selbst von mir ganz erschrocken war.

Beichthaus.com Beichte #00037678 vom 23.02.2016 um 02:54:46 Uhr (44 Kommentare).

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Erbin des Familienunternehmens

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Aggression Lügen Selbstsucht Familie

Mein Vater ist Chef eines erfolgreichen Unternehmens, in dem Werkzeuge hergestellt werden. Dementsprechend bin ich (w/21) auch aufgewachsen. Meine Eltern achteten immer darauf, dass ich einen guten Umgang habe, und meldeten mich nach dem Abitur an einer nicht gerade günstigen Universität an. Da ich das einzige Kind bin, soll ich die Firma meines Vaters übernehmen. Ich führte bis dahin ein gutes, wenn auch oberflächliches Leben. Ich wollte aber auf gar keinen Fall die Firma übernehmen. Dies eröffnete ich meinen Eltern kurz vor der Geburtstagsfeier eines Geschäftsfreundes meines Vaters, nachdem meine Eltern mich fragten, ob ich mich schon auf das Studium freue. Meine Eltern waren mehr als sauer und stritten sich heftig. Mein Vater meinte, dass meine Mutter mich nicht gescheit erzogen hat und meine Mutter warf meinem Vater vor, dass man ja auch zur Sicherheit mehr Kinder haben muss, wenn eins nicht das macht, was man will.


Die Stimmung war mehr als schlecht, aber wir mussten ja zur Geburtstagsfeier. Dort musste ich mit verschiedenen Leuten anstoßen, und da ich zuvor wenig gegessen hatte, wirkte der Alkohol ziemlich schnell. Dann wurde ich von einem bekannten Ehepaar angesprochen und gefragt, ob ich die Firma meines Vaters übernehmen wolle. Ich meinte darauf, dass ich noch am Orientieren sei. Da meinte die Frau laut zu meinen Eltern, dass ich schon als Kind ziemlich pummelig und aufsässig war und dass ich meinen Eltern ja nicht so viele Sorgen bereiten solle. Da mich Alkohol schnell aus der Ruhe bringt, meinte ich zu ihr, dass an Größe 38 nichts falsch wäre und, dass ich ihr falsches Botoxgesicht als Kind schon nicht leiden konnte und sie sich nichts darauf einbilden solle, dass sie das Geld ihres Mannes für überteuerten Schmuck ausgibt, während viele Familien gar nicht wissen, wie sie über die Runden kommen.


Die anwesenden Leute waren größtenteils völlig entsetzt. Einige wenige mussten auch lachen, weil selbst sie diese Frau unausstehlich fanden. Mein Vater murmelte etwas von wegen "rebellische Phase", zerrte mich raus und sagte, ich solle mir ein Taxi nach Hause nehmen. Ich wusste, dass ich zu weit gegangen bin und meine Eltern bis auf die Knochen blamiert habe. Eine ganze Woche lang redeten meine Eltern nicht mehr mit mir, bis sie dann übertrieben freundlich zu mir meinten, ich könne ein Auslandsjahr machen und legten mir verschiedene Prospekte hin. Ich entschied mich für ein freiwilliges soziales Jahr in Südamerika. Begeistert waren sie nicht, aber sie ließen mich, in der Hoffnung, dass ich dann wenigstens Medizin studiere. Das wollte ich natürlich auch nicht, aber hielt das, der Bequemlichkeit wegen, geheim.


Mittlerweile mache ich eine Ausbildung als Sanitäterin. Das war noch einmal ein Schock für meine Eltern, aber sie haben eingesehen, dass es wichtig ist, dass ich glücklich bin. Dennoch konnte ich es nicht lassen, die Nerven meines Vaters nochmals zu strapazieren, indem ich ihn fragte, ob er nicht mal an meine Organisation, wo ich als Azubi tätig bin, spenden könne. Tatsächlich hat er das gemacht. Da ich mich bessern möchte, frage ich ihn nicht, ob er das nur von der Steuer abgesetzt hat.

Beichthaus.com Beichte #00037675 vom 22.02.2016 um 22:28:15 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Schlechte Erfahrungen im Kinderheim

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Gewalt Aggression Rache Schamlosigkeit

Ich (m/38) war als Kind lange im Heim. Warum, sei hier dahingestellt, meine Familie konnte jedenfalls wenig dafür, ich aber auch nicht. Es waren einfach damals Umstände da, die heute anders angepackt werden würden. Leider waren in der ersten Einrichtung viele Erzieher […]
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Beichthaus.com Beichte #00037673 vom 22.02.2016 um 21:03:54 Uhr (23 Kommentare).

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Petersilie zwischen den Zähnen

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Ekel Engherzigkeit Unreinlichkeit Kollegen

Ich bin ein Mensch, der es anderen immer sagt, wenn sie beispielsweise Petersilie zwischen den Zähnen haben. Man selbst weiß das ja oft nicht und hofft im umgekehrten Fall, dass einem das auch gesagt wird. Doch in ganz seltenen Fällen lasse ich Leute ins offene Messer laufen - weil sie selbst schuld sind. Damit meine ich Leute, die sich weigern, eine Serviette zu benutzen. Mein Kollege von der Arbeit ist so ein Fall. Er bringt sich oft Essen vom Lokal zur Goldenen Möwe oder Pizza mit ins Büro. Das esse ich auch mal gerne, kein Problem! Aber er wischt sich wirklich nie den Mund ab - und die Finger auch nicht. Letztens hatte er deutliche Hamburger-Spuren auf der Wange. Damit ist er dann in ein Meeting gegangen.

Beichthaus.com Beichte #00037669 vom 22.02.2016 um 16:36:17 Uhr (3 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der beste Name für meinen Sohn

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Vorurteile Selbstsucht Engherzigkeit Kinder

Ich (m/32) möchte beichten, dass ich Vorurteile gegenüber Menschen arabischer Herkunft habe, obwohl ich eigentlich total gegen Vorurteile bin. Meine Frau und ich bekommen bald einen Sohn und sie möchte ihn Kaleb nennen, nach ihrem kürzlich verstorbenen Großvater, der jüdisch war. Ich finde den Namen eigentlich sehr schön und einzigartig, mal etwas anderes als Leon oder Lukas, aber das Problem ist, dass ich finde, dass er arabisch klingt. Ich möchte einfach nicht, dass die Leute später aufgrund des Namens denken, mein Kind sei arabisch. Hinzu kommt, dass ich westafrikanischer Herkunft bin (meine Eltern sind beide dort geboren) und unser Sohn somit dunkler sein wird, was diesen arabischen Eindruck verstärken könnte. Ich glaube zudem, dass man es in Deutschland mit arabischer Herkunft schwer hat, da muss man bei einem nicht-arabischen Kind nicht unbedingt dafür sorgen, dass es für arabisch gehalten wird.


Meine Frau findet das völlig blödsinnig und sagt, dass biblische Namen doch in Deutschland Tradition haben (Joseph, Jakob, Michael...) und gerade in letzter Zeit sogar besonders in Mode sind (Jonathan, Elias, Noah...), aber obwohl Kaleb genauso ein biblischer Name ist, wie die soeben genannten, gehört er für mich nicht in diese Kategorien und klingt einfach arabisch und nicht hebräisch. Ich beichte, dass ich mich zu sehr von meinem Umfeld und der Meinung anderer beeinflussen lasse und scheinbar (unterbewusste) Ressentiments gegenüber Menschen arabischer Herkunft habe. Es tut mir leid gegenüber meiner Frau, die ihren Großvater sehr geliebt hat und ihn mit dem Namen ehren will und auch gegenüber dem Großvater selbst, der immer sehr gut zu mir war.

Beichthaus.com Beichte #00037667 vom 22.02.2016 um 12:27:23 Uhr (25 Kommentare).

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