Ist Hygiene wirklich so wichtig?

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Faulheit Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Ich möchte beichten, dass ich ein unglaubliches Schwein bin. Kurz zu mir, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und bin Logopädin. Meine Familie stammt ursprünglich aus Russland und ich bin sehr konservativ aufgewachsen. Ich war immer eine gute Schülerin und habe mich auch immer sozial und in der Kirche engagiert. Jedoch gab es da immer eine Sache, die nicht so ganz ins Bild des ordentlichen Mädchens passte, auch wenn mich fast nie jemand darauf angesprochen hat. Es waren nicht Partys oder Drogen, es war meine schreckliche Faulheit, wenn es um Körperhygiene ging.


Bereits als Kind war ich sehr unhygienisch, bin manchmal eine Woche lang nicht duschen gegangen oder habe meine Socken nicht gewechselt. Körperpflege war für mich immer lästig. Als ich so in der sechsten Klasse war, habe ich angefangen, immer unhygienischer zu werden. Irgendwann ging ich dann nur noch jede zweite Woche duschen, habe mir nur einmal in der Woche die Unterwäsche gewechselt und aufgehört Deo zu benutzen. Ich war zur damaligen Zeit sogar noch im Sportverein (Akrobatik und Ballett), allerdings hatte ich selbst nach dem Sport nicht das Gefühl, das ich jetzt eine Dusche bräuchte. Irgendwann habe ich dann alles immer weiter hinausgezögert. Das Ganze ging so, bis ich 16 war. Nachdem ich immer weniger Zeit für Sport hatte, bin ich ein bisschen auseinandergegangen und habe mich dadurch eklig gefühlt. Nur das hat es geschafft, meine schlechte Angewohnheit zu durchbrechen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich eingesehen habe, dass dieses Verhalten einfach nur ekelhaft ist.


Außerdem fand ich es auf eine abartige Weise faszinierend zu sehen, wo die Grenzen lagen. Meine Rekorde: Die gleichen Socken sechs Wochen tragen, zwei Monate nicht Duschen, die Haare zwei Wochen lang nicht waschen. Ich trug auch einmal einen ganzen Monat lang die gleiche Unterhose. Manchmal habe ich auch nach dem Duschen die gleiche Wäsche wieder angezogen. Außerdem habe ich mir immer sehr gut die Zähne geputzt, weswegen man bei meinem Anblick wahrscheinlich nicht gleich gesehen hat, wie sehr ich mich gehen lasse. Die Hände habe ich mir fast nie gewaschen, auch nicht wenn ich auf dem Klo war, weswegen ich wahrscheinlich eine ziemliche Bakterienschleuder war. Krank war ich allerdings nicht oft. Für die Haare habe ich meist Trockenshampoo benutzt, außerdem sind sie ziemlich dick, was das Haarewaschen sehr mühsam macht.


Wenn ich so zurückdenke, finde ich es wirklich erschreckend, dass ich fast meine ganze Jugend lang meinen Körper schlecht behandelt habe. Ich wurde genau zwei Mal darauf angesprochen: Einmal von meiner Mitschülerin in der siebten und einmal von meiner Freundin in Sport. Von besagter Mitschülerin habe ich auch einen Zettel bekommen, auf dem "Nasty stinkt" stand, was ich damals aber noch nicht wirklich ernst nahm. Ich habe mich immer rausgeredet, weil es mir eigentlich richtig peinlich war. Meinen Eltern ist es auch manchmal aufgefallen, wenn ich beispielsweise immer die gleichen Socken anhatte, aber ich habe immer die Wäsche meiner Schwester in den Wäschekorb getan, damit meine Mutter keinen Verdacht schöpft. Ich weiß nicht, ob ich gestunken habe, aber ich hab mich nur selten so empfunden. Meinen ersten Freund hatte ich übrigens mit 19 Jahren.


Ich weiß nicht, was in meinem Kopf falsch ist, dass es mir so schwer fällt, hygienisch zu sein. Noch heute kämpfe ich mit mir, wenn es um solche Sachen geht, aber mittlerweile kann ich mich zusammenreißen. Es tut mir im Nachhinein wahnsinnig leid, dass meine Mitmenschen das ertragen mussten und dass ich so schlecht mit meinem Körper und meiner Gesundheit umging.

Beichthaus.com Beichte #00037618 vom 16.02.2016 um 17:05:59 Uhr (21 Kommentare).

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Er kam immer zu spät!

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Hass Zorn Rache Familie Telefon

Mein (w/34) älterer Bruder besaß bis vor ganz kurzer Zeit kein Handy, er war immer überzeugter Handyhasser. Das ist ja einzig und alleine seine Entscheidung, nur ist es so, dass wir anderen uns bei Verabredungen mit ihm oft schon lange die Beine in den Bauch gestanden haben, denn leider ist er eben auch ein Pechvogel. Für vieles kann er nichts, zum Beispiel für eine Bahn, die nicht weiterfährt, oder Stau auf der Autobahn. Aber zumindest dann wäre die Erfindung Handy eben sinnvoll. Ich halte auch nichts davon, mediensüchtig zu sein und schalte mein Handy auch mal aus, aber ich nutze es eben, wenn ich beispielsweise verabredet bin. Nun war es letztens so, dass es wie aus Eimern gegossen hat. Wir waren am Grab unserer Großeltern verabredet, und er kam nicht. Nach einer Stunde und steigender Wut bin ich nach Hause gefahren. Ich hatte noch einen Termin, habe den zwar noch geschafft, musste mich aber arg abhetzen.


Später habe ich dann erfahren, dass mein Bruder gar nicht kommen konnte - er stand mit seinem Wagen im Megastau und der Friedhof hätte bei seiner Ankunft schon geschlossen gehabt. Es hat mir dermaßen gereicht. Es war eben wirklich nicht das erste Mal, dass man so lange wartet, weil man wieder irgendwas unterwegs war. Als wir dann am 2. Weihnachtsfeiertag beim Spanier verabredet waren, sollte er der Letzte sein. Es war noch Zeit bis zur reservierten Uhrzeit, trotzdem sind wir alle aufgestanden und in ein anderes Restaurant zwei Häuser weiter gegangen. Woher sollen wir auch wissen, dass er uns nicht erreichen kann, vielleicht hat er ja plötzlich ein Handy? Er hat dieses Mal selbst sehr lange beim Spanier gewartet und ist irgendwann sauer nach Hause gefahren. Dann war erst einmal Funkstille. Im Januar habe ich dann erneut das Gespräch mit ihm gesucht, was nichts brachte. Ich habe mich entschuldigt, aber auch unsere Situation geschildert.


Dann kam der pure Zufall - als mein Bruder und ich trotz unserer Meinungsverschiedenheit zusammen joggen waren, haben wir einen Mann gesehen, der ziemlich viel Alkohol getrunken hatte, mehr tot als lebendig wirkte und definitiv einen RTW benötigt hat. Ich habe dann mit meinem Handy einen angerufen. Mein Bruder meinte dann abends zu mir: "Vielleicht habt ihr ja echt recht, ich stelle mir gerade vor, ich wäre alleine gewesen und dann hätte ich erst einmal rennen müssen, um eine Telefonzelle zu finden." Und dann hat er mich gefragt, ob ich denn in den Handyladen mitkomme. Und seltsamerweise hat er, der Handyhasser, dann kein stinknormales Tastenhandy ausgesucht, sondern doch ein Smartphone von einem bekannten Hersteller. Tja, und meine Beichte ist eben die Geschichte beim Spanier. Es tat mir ja auch da schon leid, ich habe meinen Bruder gern und er ist sonst auch ein lockerer Mensch. Aber dieses ständige Versetzen hat echt genervt.

Beichthaus.com Beichte #00037617 vom 16.02.2016 um 16:11:16 Uhr (10 Kommentare).

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Im Arbeitsamt verliebt

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit

Ich (m) bin seit geraumer Zeit arbeitssuchend und einer bestimmten Frau zugeteilt worden. Alle paar Wochen fahre ich zu ihr ins Büro und sie unterstützt mich bei der Arbeitssuche. Nun ist es so, dass wir uns direkt beim ersten Treffen sympathisch waren. Ich muss zugeben: Sie ist recht attraktiv und hat eine sehr freundliche Art. Zu freundlich, denn sie sagte von sich aus, dass ich nur die Arbeitsstelle annehmen soll, die ich selbst annehmen möchte, und auch sonst ist sie sehr locker zu mir. Ich rufe sie zwischendurch an, aber nicht, weil es um Arbeit geht, sondern wir sprechen auch ein wenig über unsere Privatsachen. Ich beichte, dass wir in den letzten Wochen mehr geflirtet haben, als dass wir uns um die ernstere Angelegenheit gekümmert haben. Beim nächsten Treffen werde ich sie zum Essen einladen und nach einem angenehmen Gespräch verführen.

Beichthaus.com Beichte #00037612 vom 15.02.2016 um 20:06:26 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Opa war ein Nazi!

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Hass Zorn Vandalismus Gewalt Familie

Als ich (m) mit 15 oder 16 Jahren erfahren habe, dass mein Uropa von 1933 bis 1945 in der NSDAP und etliche Jahre davon als Blockwart tätig und an vielen unschönen Aktionen beteiligt war, habe ich sein Grab ein klein wenig verschönert. Mein Opa war ziemlich aggressiv und hat mir mal mit mehreren Schlägen ins Gesicht eine aufgeplatzte Lippe und eine blutende Nase zugefügt, weil ich mit etwa fünf Jahren versehentlich ein Glas zerdeppert hatte. Meine Oma hat mir dann als Jugendlichem erzählt, dass mein Uropa noch viel schlimmer war und mein Opa das nicht anders kennt. Und erzählte mir dann auch, dass der Urgroßvater eben Blockwart war und so weiter. Nach dem Krieg hat er einfach mal so weitergemacht im Beruf und ist als "ehrenwerter Mann" gestorben, obwohl er das auch nach dem Krieg nur nach außen war.


Ich hatte Glück, dass es damals nie zur Anzeige kam. Meine Oma und meine Eltern wussten aber, dass ich es war und meine Oma meinte dann, ich solle das nie wieder machen, aber sie könne meine Wut verstehen, denn sie selbst verspüre auch oft richtige Wut, wenn sie am Grab des ehrenwerten Mannes vorbeigeht. Sie hat ihn lange erleben müssen, und würde ihn am Liebsten vergessen, so wie sie auch ihren Mann, meinen Großvater, am Liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen würde. Meine Mutter ist zum Glück genauso wie meine Oma und hat nichts von ihrem Vater geerbt.

Beichthaus.com Beichte #00037611 vom 15.02.2016 um 18:53:23 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Ernst des Lebens

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Dummheit Faulheit Trägheit Studentenleben

Ich (w/24) beichte, dass ich faul bin, einfach nicht mit meinem Leben klarkomme und auch keine Verantwortung für mein Leben übernehme. Mein Studium geht den Bach runter, weil ich nicht genug Selbstdisziplin habe, um es richtig durchzuziehen und mich immer wieder ablenken lasse. Mir fehlt einfach absolut der Ansporn und die Motivation, langweilige Modelle oder Fakten zu lernen. Denn selbst in den interessanten Fächern kommt es mir so vor, als würden wir nicht wirklich Fähigkeiten lernen, sondern einfach nur Zeug nachkauen, um es so in der Prüfung aufzuschreiben, wie es der Prof lesen will. Ich verdränge einfach jeden Gedanken an die Zukunft und denke, dass sich schon alles ergeben wird. Ich kann mich einfach nicht zusammenreißen, breche aber auch nicht ab. Ich fühle mich einfach noch nicht reif genug, obwohl ich schon 24 bin. Ich glaube, ich fliege bald richtig auf die Fresse, und bereue, dass ich mich so lange habe treiben lassen. Andere haben in meinem Alter schon Kinder und Beruf. Ich bitte um Absolution, dass ich anscheinend sehr viel länger brauche als andere, um im "Ernst des Lebens" anzukommen.

Beichthaus.com Beichte #00037607 vom 15.02.2016 um 11:41:41 Uhr (24 Kommentare).

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