Das Dilemma in der Medizin

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Ungerechtigkeit Selbstsucht Studentenleben

Ich möchte etwas beichten, das mir schon seit Längerem tierisch auf den Zeiger geht. Und zwar geht es um die deutsche Hochschulpolitik im Bereich der Medizin. Nachdem ich letztes Jahr mein Abitur mit 2,2 bestanden hatte und Medizin studieren wollte, kamen nach der Bewerbungsphase, wie nicht anders erwartet, nur Absagen. Motivations-Schreiben, Mediziner-Test und Losverfahren - alles für die Katz. Klar bekommt man irgendwann in den nächsten fünf Jahren einen Platz, kann versuchen sich einzuklagen oder eine Ausbildung im medizinischen Bereich machen. Aber ich verstehe einfach nicht, warum man dieses Studienfach so stark in Abhängigkeit des Abiturs stellt. Selbstverständlich weist ein hoher NC daraufhin, dass man wohl in der Lage ist, sich Lernstoff gut einzuprägen, aber mein Gott, dieser Faktor ist alleine doch nicht verantwortlich dafür, ob man ein guter Arzt wird oder nicht. Letztlich konnte ich mir meinen Wunsch noch erfüllen - ich studiere zwar im Ausland und auf Englisch und werde nach meinem Studium sehr hoch verschuldet sein, aber das ist mir in Anbetracht dessen, dass ich endlich studieren kann, was ich möchte, mehr als egal. Was ich beichten möchte? Seit ich angefangen habe zu studieren, verfolge ich die Ärzte-Situation in Deutschland sehr genau und ertappe mich immer wieder dabei, dass ich unglaublich schadenfroh bin, wenn ich lese, dass immer mehr Stellen mit ausländischen Ärzten besetzt werden müssen. Da bietet man in Deutschland ein Medizinstudium für lau an, und letztlich gehen diese Leute dann ins Ausland und der deutsche Markt wird mit zweitklassigen Medizinstudenten gefüllt. Das klingt vielleicht herzlos, und mir tut es vor allem für die Patienten leid, die dann vielleicht nicht ideal behandelt werden. Aber die verantwortlichen Politiker sind selbst schuld, wenn man bei 50.000 Bewerbern auf ungefähr 9.000 freie Plätze größtenteils nach Abitur sondiert und man nach dem abgeschlossenen Studium fast nichts verdient. Da muss man sich wirklich nicht wundern, wenn die gut ausgebildeten Leute das Weite suchen.

Beichthaus.com Beichte #00032656 vom 01.02.2014 um 19:19:29 Uhr (24 Kommentare).

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Die Disziplin der Fahrgäste

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Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Wien

Die Disziplin der Fahrgäste
Ich bin seit fast zehn Jahren Straßenbahnfahrer. Ich fahre gerne, was mich aber stört, ist die Disziplin der Fahrgäste. Ich versuche jeden, der noch angerannt kommt, mitzunehmen - bloß irgendwann muss auch ich mal losfahren. Es gibt Haltestellen, an denen könnte ich fünf Minuten lang stehen und es würden immer noch Leute angerannt kommen, die unbedingt noch mitfahren wollen. Einfach weil sie keine drei Minuten auf die nächste Straßenbahn warten können. Die Fahrzeiten sind ohnehin schon sehr kurz bemessen und meine Pause verlängert sich durch die Wartezeiten an der Haltestelle auch nicht unbedingt. Und fährt man dann doch los, nachdem man noch den siebten angerannten Fahrgast hat einsteigen lassen, kann man sich von dem "Zurückgelassenen" - aber oft auch von den Fahrgästen im Zug - die nettesten Dinge anhören. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die Fahrgäste zu disziplinieren. Solche, die rücksichtslos bei Rot über die Straße laufen, oft sogar noch ihre Kinder an der Hand haben und damit andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst massiv gefährden, nur weil sie unbedingt noch mitfahren wollen, lasse ich über die Straße, und wenn sie dann vor der Tür stehen, fahre ich los. Ich werde nie verstehen, dass man sich absichtlich in Gefahr begibt, nur weil man nicht noch drei Minuten warten kann. Es tut mir leid, da ich mit meinem Verhalten bestimmt viele Menschen verärgere, aber ich denke in der heutigen Zeit kann man nur so einen Lerneffekt bei den Menschen erreichen. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032651 vom 30.01.2014 um 10:51:54 Uhr in 1070 Wien (Kaiserstraße) (26 Kommentare).

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Der Affe Alex bei Domian

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Falschheit Lügen Medien Köln

Der Affe Alex bei Domian
Ich möchte beichten, dass ich Domian gestern bei seinem Talkradio verarscht habe. Ich mache gerade eine Ausbildung zur Synchronsprecherin und ich bekomme von meinen Kollegen oft gesagt, dass es total schwer sei, in manchen Situationen nicht in Lachen auszubrechen. Mit einer Kollegin habe ich dann gewettet, dass ich mich durchaus beherrschen kann. Daraufhin haben wir unter großem Lachen ein Script vorbereitet - das Ganze hat zwar nicht zu dem Thema "Gefangen" gepasst, aber ich denke sie haben mich wegen der Quote trotzdem auf Sendung gelassen. Ich habe mich als die 28-jährige Lena vorgestellt, die Azubi im Zoo ist. Und habe dann wegen meines drei Jahre alten dauergeilen Affen Alex ein wenig herumgedruckst. Ich bin in den Affen verliebt, schmuse immer mit ihm und der Affe bekommt dabei auch eine Erektion. Erst hat der Gute nichts kapiert, aber dann hat er Lunte gerochen und - ohne das Wort Sodomie zu verwenden - hat er mir gleich erklärt, dass ich das nicht darf. Nach längerem künstlichen Zögern sagte ich auch, dass ich mir wünschen würde, mit dem Affen Sex aus Liebe zu haben - und Domian ist mir voll auf den Leim gegangen! Ich beichte also, dass ich nicht nur Domian sondern auch den weniger intelligenten Teil seiner Zuschauer aufs Ärgste verarscht habe. Wir haben die ganze Aktion aufgezeichnet und uns im Nachhinein vor dem Fernseher krummgelacht. Momentan schreiben wir schon an der nächsten Verarsche - was das sein wird, wird aber noch nicht verraten.

Beichthaus.com Beichte #00032648 vom 30.01.2014 um 14:34:30 Uhr in 50667 Köln (Mörsergasse) (35 Kommentare).

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Falscher Alarm beim Notruf

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Dummheit Falschheit Telefon

Ich (m/23) habe, als ich ungefähr zehn Jahre alt war, oft fremde Menschen angerufen und ihnen irgendwelchen Quatsch erzählt. Meine Mutter arbeitete damals als Altenpflegerin und musste häufig am Nachmittag arbeiten, sodass ich sehr häufig alleine war und mich sehr einsam fühlte. Einmal habe ich den Notruf gewählt und habe behauptet, dass die Mutter eines guten Freundes in Ohnmacht gefallen sei. Ein Krankenwagen ist daraufhin zu der von mir genannten Adresse gefahren und die Sanitäter haben herausgefunden, dass ich ihnen nur einen Streich gespielt habe. Da der Notruf meine Telefonnummer sehen konnte, und diese auch an die betroffene Familie weitergegeben hat, war mein einst guter Freund böse auf mich. Das Einzige, das mir daran leidtut, ist, dass ich meiner Mutter nie die Wahrheit sagen konnte, weil ich Angst hatte, dass sie enttäuscht von mir ist. Zwar hat sich meine Klassenlehrerin mit meiner Mutter unterhalten, aber meine Mutter hat natürlich nichts davon geglaubt und mich sehr verteidigt. Natürlich hätte sie das auch getan, wenn ich ihr das Ganze erzählt hätte, aber ich habe mich einfach nicht getraut.

Beichthaus.com Beichte #00032646 vom 31.01.2014 um 00:47:24 Uhr (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zu gut für eine Freundin?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Lügen Dating

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich nicht verstehe, warum ich es nicht schaffe eine Freundin oder generell mal ein Mädel zu bekommen und mir mittlerweile schon fast wünschte, dass ich schwul wäre. Frauen sagen doch immer, dass sie witzige, intelligente Männer haben wollen, oder? Zu meiner Person: Ich bin 1,80 groß, trage ein bisschen Bart, habe schulterlange blonde Haare, bin Schauspieler/Sänger und generell auch eine humorvolle Person. Ich bin gebildet und habe ein gutes Allgemeinwissen, bin ein guter Koch und verhalte mich immer als Gentleman, wenn sich die Gelegenheit bietet. Doch trotzdem hat sich noch nie eine Frau mehr als Freundschaft mit mir vorstellen können. Jedes Mal, wenn ich mich für ein Mädchen begeistern konnte, hat sie sich für einen totalen Scheißtyp entschieden, der sie auch fast immer betrogen und allgemein nicht gut behandelt hat. Wenn ich dann frage, was denn so toll an dem ist, kommt so etwas wie: "Ach, wenn du ihn näher kennenlernst, ist er ganz lieb und witzig". Und bevor jetzt einer anfängt, dass ich dann nicht gut genug aussehe, muss ich sagen, dass ich mal übergewichtig war und das auch für den Grund meines Misserfolges hielt. Allerdings habe ich dann angefangen Sport zu treiben, habe 30 Kilo abgenommen und habe dadurch jetzt eine recht gute Statur. Also liegt es anscheinend nicht daran, dass Frauen oberflächlich sind. Ich habe es dann auch schon in einer Schwulenbar probiert, wo ich sehr beliebt war, aber ich könnte mir nie vorstellen, etwas für einen Typen zu empfinden und habe auch gemerkt, dass ich Typen sexuell überhaupt nicht anziehend finde. Schwul sein ist also wohl keine Option - zudem bin ich ja auch noch Jungfrau. Ich hatte zwar schon zwei Mal die Gelegenheit auf Sex mit besoffenen Mädels, aber ich wollte es nicht, weil ich sie nicht ausnutzen wollte. Und jetzt habe ich Angst, dass ich nie eine Freundin finden werde. Im Endeffekt ist meine Sünde also, dass diese Sache total mein Leben kontrolliert und ich nur noch versuche, die Richtige zu finden, anstatt wirklich Spaß im Leben zu haben. Außerdem erfinde ich Geschichten über Erlebnisse mit Frauen, damit ich nicht wie ein Loser darstehe.

Beichthaus.com Beichte #00032639 vom 29.01.2014 um 05:12:31 Uhr (46 Kommentare).

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