Der Stuhlturm in der Kinderbetreuung

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Waghalsigkeit Kinder

Ich (w) betreue bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Kinder. Natürlich habe ich dort meine Lieblinge, wobei ich alle gleichbehandele. Ein junger Mann im Alter von drei Jahren hängt besonders an mir und möchte immer auf den Arm genommen werden, was ich natürlich gerne mache. Einmal war ich alleine im Raum und der Kleine wollte mal wieder auf den Arm. Ich habe ihn hochgenommen und er wollte, dass ich mit ihm durch die Gegend laufe. Ich hatte meine Bedenken, weil noch ein paar weitere Kinder da waren und sonst keine weitere Aufsichtsperson. Aber ich dachte mir nichts weiter dabei und hoffte drauf, dass bald die anderen kommen. Wir liefen durch die Gegend und irgendwann sah er seine Eltern und wollte runter. Ich ließ ihn runter und lief wieder zur Kinderbetreuung.


Als ich reinging, übersah ich die Machenschaften der anderen Kinder und schubste ein Kind auf der Schaukel an. Gerade in dem Moment krachte es und das Geschrei war groß. Drei Knirpse im Alter von 3-5 Jahren stapelten Stühle aufeinander, um auf die Kinderschaukel zu gelangen. Natürlich klappte das nicht und der Kleine fiel. Ich nahm ihn natürlich auf den Arm, um ihn zu trösten. Bald war wieder alles okay. Aber mein Gewissen quält mich bis heute. Da hätte so viel passieren können! Nur wegen meiner Unachtsamkeit. Es tut mir so unglaublich leid, ich liebe diese Kinder, auch wenn sie wirklich anstrengend sein können.

Beichthaus.com Beichte #00038038 vom 11.04.2016 um 17:41:34 Uhr (13 Kommentare).

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Er isst nur süßes Zeug!

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Völlerei Maßlosigkeit Feigheit

Meine (w/28) verwitwete Mutter ist mit einem Arbeitskollegen (56) von mir zusammengekommen. Die beiden erleben ihre zweite große Liebe im Leben, sie sind so dermaßen glücklich und er ist mein allerbester Freund. Es ist menschlich alles total prima. Einziges "Problem" ist das Essen. Er ist so ein Typ von "Ich esse nur schlimmes Zeug, aber bleibe immer dünn". Etwa 1,95 Meter lang und sehr, sehr schlank. Er steht extrem auf die Geschmacksrichtung süß, beschmiert die Brötchen morgens nur mit süßen Dingen (Marmelade, Nutella, Karamellaufstrich, Rübenkraut, Honig, oft auch Kombis) oder isst Pancakes, Kuchen, diese Schnecken, und so weiter. Und davon isst er wie ein Scheunendrescher. Und andere geraten dann natürlich auch in Versuchung. Meine Mutter hat damit wenig Probleme, sie ist der herzhafte Typ und mag süße Speisen nur in sehr geringen Dosen. Aber ich bin eine sehr Süße, mein Freund ist so das Mittelmaß. Neulich war ich bei K. (also Muttis Freund) abends zum Essen, meine Mutti und auch mein Freund hatten Termine.


Er hatte Brötchen aufgebacken und alle möglichen Gläser mit süßen Aufstrichen aus dem Vorratsschrank geholt. Er steht sogar auf Spekulatius-Aufstrich. Er hatte zusätzlich noch Marzipankuchen auf dem Tisch stehen. Nachdem er sich schon die sechste oder siebte Brötchenhälfte in den Mund geschoben hatte, habe ich nach zwei Hälften aufgehört. Ich wollte noch ein Stückchen Kuchen essen, denn den gibt es nicht alle Tage bei mir. Er hat noch genüsslich zwei bis drei Stücke von dem Kuchen aufgegessen, ich hörte nach dem einen Stück dann auf. Wir haben dann über Gott und die Welt geredet, Scrabble gespielt und ein wenig ferngesehen, doch immer stand dieser böse Kuchen hier herum. Und dabei blieb es nicht, er machte sich noch über Kinderriegel her. Auch da musste ich arg mit mir kämpfen. Ich habe kein Übergewicht und hatte auch noch nie welches (1,62 Meter, 56 Kilo). Das halte ich auch immer. Aber ich muss schon immer aufpassen. Dünner muss ich nicht sein, aber mehr muss auch nicht sein, und ich nehme schnell zu. Und ich liebe Süßes. Darum kaufe ich auch nur geringe Mengen, nie große Packungen.


Lange Rede, kurzer Sinn: Das Problem ist, dass ich letztlich schon etwas verfrüht in mein Auto gestiegen und abgezischt bin, obwohl ich ihm eigentlich länger Gesellschaft leisten wollte. K. ist einer der liebsten Menschen auf der Welt, aber bei ihm steht einfach immer irgendwelches süßes Zeug herum. Es ist auch in seinem Büro so, da stehen die riesige Dose mit den Gummitieren, Choco Crossies, Pralinen, Schokowaffeln und alles Mögliche auf allen Tischen verteilt und er bedient sich den ganzen Tag während der Arbeit fleißig daran. Aber er sagt auch jedem, dass sich jeder ungefragt bedienen darf und es fällt mir so schwer, nach einem Crossie oder einer Praline aufzuhören. Darum bin ich immer schnell wieder raus aus diesem Büro und quatsche lieber mit ihm, wenn wir nicht in seinem Büro sind. Ich traue mich aber nicht, ihm zu sagen, dass das für mich ein Problem ist, weil ich nicht will, dass er gekränkt ist. Lieber erfinde ich Ausreden.

Beichthaus.com Beichte #00038021 vom 09.04.2016 um 10:32:41 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Liebesbrief an deine Stinkefüße

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Ekel Unreinlichkeit Bahn & Co.

Es war die Hölle: Eine siebenstündige Fahrt mit dem Fernzug von dem Ort, an dem ich (w/20) meine Ausbildung mache, nach Hause. Ich hatte Kopfhörer im Ohr, die Augen zu und hörte Musik. Ich saß am Fenster, der Platz neben mir war noch frei, doch einen Bahnhof weiter wurde der Zug sehr voll. Die Leute standen in den Gängen und saßen in den Türbereichen. Neben mich setzte sich eine Frau mittleren Alters und kaum hatte sie sich niedergelassen, stieg mir ein furchtbarer Gestank in die Nase: Eine Mischung aus extrem heftigem Knoblauchgeruch, kaltem Schweiß und Parfüm oder Deo, mit dem sie versucht hat, ihren Schweiß zu übersprühen. Kurz darauf hat sie ihre Schuhe ausgezogen und dann kam noch Stinkefuß dazu. Die Zugfahrt hatte erst begonnen und die Dame fuhr sogar noch weiter als ich (sah man auf der angezeigten Reservierung am Sitz). Ich war verzweifelt. Ich konnte mir ja nicht sieben Stunden lang die Nase zuhalten! Nur durch den Mund atmen geht auch schlecht - und es gab schlichtweg keine Sitz- oder Stehplätze mehr. Nach etwa zwanzig Minuten weiterer Qual war ich kurz davor, mich zu übergeben. Auch andere Leute in der Nähe guckten immer angewidert in Richtung der Frau, manche tuschelten.


Ich konnte nicht mehr. Ich habe daraufhin meine sieben Sachen gepackt und mich durch die Meute der Stehenden gekämpft. In der geräumigen Toilette angekommen, habe ich erst einmal 15 Minuten durchgeatmet. Gegen den Gestank der Frau sind Toiletten in Zügen reinste Duftparadiese, davon abgesehen war diese sehr sauber und roch nicht. Ich bin dann durch den gesamten ICE gewandert und habe doch noch ein kleines Fleckchen Erde gefunden. Erleichtert saß ich auf meinem Koffer, bis ich nach etwa der Hälfte der Fahrt einen frei gewordenen Sitzplatz belegen konnte. Aber diese Frau hatte einen Denkanstoß verdient! In meiner Tasche hatte ich noch eine kleine Packung Duschgel für alle Fälle. Das brauche ich aber bei meinen Eltern eh nicht.


Also habe ich einen kleinen Liebesbrief geschrieben: "Ich denke, Sie wissen, dass Sie stinken. Ich hätte mich, als ich neben Ihnen gesessen bin, beinahe übergeben müssen. Knoblauch isst man nur dann in solchen Mengen, wenn man nicht mit anderen Menschen in Kontakt tritt. Man wäscht sich regelmäßig und wechselt seine Wäsche. Gegen stinkende Füße helfen Fußpuder und offene Schuhe. Ich hatte selbst mal Käsefüße und mir hat das gut geholfen. Hier habe ich noch eine kleine Flasche Duschgel als Abschiedsgeschenk. Bitte benutzen Sie es auch. Es ist immer das erste Mal - nur Mut, dann klappt es auch wieder mit dem Sex." Ich bin, als der Zug in meinen Bahnhof einfuhr, an der Frau vorbeigelaufen, habe ihr das hingelegt und bin, wie von der Tarantel gestochen, weitergelaufen und ausgestiegen. Ich habe vom Gleis aus, etwas versteckt, noch kurz geguckt, wie die Frau sich das durchgelesen hat und ziemlich komisch aus der Wäsche guckte. Dann bin ich gegangen. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00037968 vom 31.03.2016 um 18:05:41 Uhr (21 Kommentare).

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Angst vor einer Therapie

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Verzweiflung Manie Feigheit Gesundheit

Ich möchte beichten, dass ich psychisch krank bin und nicht dazu in der Lage bin, mich in psychologische Betreuung zu begeben. Vor drei Jahren war ich deswegen drei Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Als ich wieder zu Hause war, ging es mir tatsächlich ein Stück weit besser. Nebenher war ich auch in psychotherapeutischer Behandlung, welche aus meiner Sicht allerdings nicht besonders viel half. Die Therapie habe ich daher abgebrochen. In meinem privaten Umfeld konnten die wenigsten etwas mit mir und dieser Krankheit anfangen und fühlte mich daher auch ständig unter Beobachtung. Wer mich stets unterstützt hatte, war und ist mein Verlobter und ich bin ihm unendlich dankbar. Ich habe auch heute noch Probleme damit, mit meiner Krankheit umzugehen. Die Dinge, die ich in der Klinik gelernt hatte, helfen mir aber im Alltag nicht.


Abgesehen davon, dass mein Job, meine Haustiere und der Haushalt für mich sehr anstrengend sind, habe ich wenig Muße mich dann auch noch in Therapie zu begeben, in der ich alles erneut erzählen muss. Ich weiß, es wird nicht besser, wenn ich nichts tue. Wenn ich etwas tue, wird es mir erst einmal eine Zeit lang richtig schlecht gehen, und ob es dann bergauf geht, kann ich so nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Heute war es mir nicht möglich meine Arbeit anzutreten, weil ich mit dissoziativen, autoaggressiven, depressiven und panischen Episoden kämpfe. Ich kann nicht verstehen, was es ausgelöst hat. Jetzt gerade bin ich einigermaßen klar.


Mein Psychiater hatte mir im Notfall ein Medikament verschrieben, welches mich ruhigstellt. Ich traue mich nicht, es zu nehmen, weil ich von damaligen Mitpatienten nur Schlechtes hörte. An einen Klinikaufenthalt ist meinerseits nicht zu denken. Mein Arbeitgeber weiß nichts von meiner Krankheit und ich werde es ihm auch nicht erzählen, da ich bisher damit nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich beichte, dass es mir immer schlechter geht und ich immer Ausreden suche, um nicht in Therapie zu gehen, obwohl ich eigentlich weiß, dass es besser wäre.

Beichthaus.com Beichte #00037904 vom 22.03.2016 um 20:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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Ich habe mich selbst verloren!

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Falschheit Lügen Verzweiflung Gesellschaft

Ich bin zur perfekten sozialen Maschine geworden. Es gibt eine lange Vorgeschichte, wie ich so geworden bin, allerdings würde diese hier den Rahmen sprengen. Ich bin ein sehr analysierender und manipulativer Mensch und habe erst vor Kurzem gemerkt, warum ich unglücklich bin. Ich habe mich selbst verloren. Für jeden Menschen in meinem direkten Umfeld gibt es eine auf ihn angepasste und abgestimmte Version von mir selbst. Immer, wenn ich jemanden Neuen kennenlerne, analysiere ich ihn und weiß sofort, auf was für eine Art Mensch er positiv und offen zugehen würde. Sobald er mir vertraut und mehr von sich preisgibt, ist es mir möglich, noch mehr zu dem zu werden, was er als Seelenverwandten bezeichnen würde. Natürlich ist es als Mensch schwierig, mehrere Persönlichkeiten überzeugend und im ständigen Wechsel aufrechtzuerhalten, aber ich bin so geübt darin geworden, dass mir, selbst bei Lügen gegenüber verschiedenen Personen, die sich gegenseitig auch nahestehen und mich kennen, kaum noch Fehler unterlaufen.


Mein Sozialleben ist ein perfides und verwobenes Konstrukt und ich glaube, ich habe es übertrieben. Ich kann nicht mehr sagen, welche Freunde ich habe, weil ich sie wirklich mag oder nur aus sozialen Vorteilen. Ich kann nicht mehr sagen, ob ich meine Freundin wirklich liebe oder sie nur benutze, um gesellschaftlich einen Vorteil zu haben. Ich weiß nicht mehr, ob meine eigene Meinung zu Themen wirklich meine eigene Meinung ist, oder ob sie nur die ist, die mein Umfeld am Besten findet. Ich beichte also, dass ich mich selbst verloren habe und die Menschen in meiner Umgebung belüge und manipuliere. Und das nicht aus bösem Willen, sondern weil ich nicht mehr weiß, wie ich da rauskommen soll.

Beichthaus.com Beichte #00037821 vom 13.03.2016 um 13:36:34 Uhr (13 Kommentare).

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