Eine wilde Nacht in Neuseeland

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Drogen Trunksucht Maßlosigkeit Morallosigkeit Last Night

Vor einem halben Jahr war ich (m/19) für drei Wochen bei meinem Bruder (29) in Neuseeland zu Besuch. Er hat eine Firma da, lebt und arbeitet also dort. Kurz zuvor hat er sich einen langjährigen Traum erfüllt und sich einen Porsche 911 gekauft, auf den er auch lange gespart hat. Der Wagen war sein ganzer Stolz und ständig fuhr er damit in der Gegend rum, sogar die paar Meter bis zum Bäcker. Natürlich holte er mich damit auch vom Flughafen ab, obwohl das Auto eigentlich viel zu klein für mein Gepäck war. Naja, die ersten anderthalb Wochen meines Aufenthalts verliefen recht ruhig, mein Bruder musste arbeiten und so schaute ich mir allein die Stadt und Umgebung an und lernte schnell einige andere Backpacker und Reisende kennen, mit denen ich auch viel unternahm. Am Donnerstag in meiner zweiten Woche kam mein Bruder jedoch nach Hause, voller Freude, da er nun auch Urlaub hatte. Mit einem Zwinkern sagte er mir, dass wir an diesem Abend richtig feiern würden. Am Abend - gegen 20 Uhr - fuhren wir, natürlich mit seinem Porsche, zu Freunden von ihm. Nachdem ich allen Leuten vorgestellt wurde und wir einige Bier getrunken hatten, sagte mein Bruder zum Gastgeber, er solle endlich das Koks auspacken. Prompt folgte er dieser Aufforderung, es schien, als hätten alle Anwesenden schon darauf gewartet.


Naja - was nun folgt, kann sich jeder denken, wir alle zogen im Laufe des Abends einige Lines, tranken weiter Bier und hatten einfach nur riesigen Spaß. Gegen Mitternacht meinte mein Bruder ganz zittrig zu mir, er stehe kurz vor einer Überdosis und er müsse den verdammten Puls runterkriegen. Zuerst trank er einen viertel Liter Wasser, dann sollte ich ihm helfen eine Bong vorzubereiten, ein Köpfchen pur mit Gras. Nachdem er das weggezogen hatte, kippte er weiter Wasser runter und legte sich flach auf den Boden und war einige Minuten gar nicht mehr ansprechbar. Ich machte mir natürlich Sorgen und sagte den anderen, dass wir etwas unternehmen müssen. Die kannten dieses "Ritual" aber schon und meinten, mein Bruder komme gleich wieder in Ordnung. Naja, tatsächlich, kurz darauf stand er auf und meinte, er wolle jetzt unbedingt nach Hause und drückte mir seine Autoschlüssel in die Hand. Hier muss ich erwähnen, dass ich noch keinen Führerschein habe, denn ich besuche zurzeit noch die Fahrschule. Aber mein Bruder sah nicht so gut aus, also entschied ich, es wäre das Beste, ich würde ihn nach Hause fahren.


Gesagt getan, vom Kokain war ich noch ziemlich selbstbewusst und natürlich fuhr ich viel zu schnell, es ging aber alles gut. Erst auf den letzten Metern zur Straße zu seinem Haus erwischte ich die Kurve nicht richtig und streifte ein Straßenschild. Das hatte zum Ergebnis, dass der linke Seitenspiegel abgerissen wurde. Mein Bruder realisierte das nicht wirklich, sonst war ja auch weiter nichts passiert, und er meinte nur, ich solle weiterfahren. Bei seinem Haus angekommen schleppte er sich ins Bett, ich wollte mich von dem kleinen Schock des Unfalls erholen, rauchte noch einen Joint und ging dann auch schlafen. Ich beichte also, dass ich ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss das Auto meines Bruders gefahren habe und es bei einem Unfall beschädigte. Zum Glück hat er es mir nicht übel genommen und am anderen Tag den Wagen mit den Worten: "Shit happens, dafür war es ein geiler Abend", in die Werkstatt gefahren. Die restliche Zeit war ich übrigens brav.

Beichthaus.com Beichte #00033864 vom 01.09.2014 um 22:37:22 Uhr (12 Kommentare).

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Rettendes Weihwasser

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Verzweiflung Ekel Sport

Am Pfingstwochenende war ich länger mit meinem Rennrad unterwegs - nichts Außergewöhnliches, knapp 120 Kilometer. So weit, so gut. Es war jedoch unglaublich heiß. Bereits nach 50 Kilometern waren meine Flaschen leer, also hielt ich nach einer Wasserquelle Ausschau. Nach 30 Kilometern hatte ich jedoch noch immer keinen Brunnen, oder gar ein Wirtshaus gefunden, da ich in einem sehr dünn besiedelten Gebiet unterwegs war, in welchem ich mich zudem nicht wirklich auskannte. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein und mit der Zeit kam auch ein abartiger Durst dazu. Eine Kapelle hatte ich gefunden, davor war eine Schwengelpumpe. Das ist quasi eine Handwasserpumpe, die das Grundwasser anzapft - jedoch war der Wasserspiegel zu niedrig und es kam kein Wasser. Irgendwann kam ich an einer anderen Kapelle vorbei. Kein Brunnen, keine Pumpe, nichts. Also musste das Weihwasser der heiligen katholischen Kirche herhalten. Direkt neben dem Eingang im Innenraum gab es scheinbar nur ein Weihwasser Becken mit knapp einem halben Liter Wasser drin, das auch noch so halb in die Wand eingelassen ist. Ich kam mit der Flasche nicht hin, mit der Hand schöpfen war mir zu mühsam, also habe ich dort rausgesoffen wie ein Tier. Irgendwann habe ich dann einen fünf Liter fassenden Behälter für Weihwasser entdeckt, welcher noch halb voll war. Da habe ich dann erst einmal die Flaschen aufgefüllt und mich mit dem Rest etwas erfrischt, um nicht zu sagen: Ich habe es mir über den Kopf geschüttet. Ich beichte also, dass ich in einer abgelegenen Kapelle eine ganz üble Schweiß-Weihwasser Sauerei hinterlassen, Weihwasser literweise getrunken habe und es bereue, da ich dann zehn Minuten später einen schönen Brunnen gefunden habe, auf welchem sogar ein großes Schild mit "Trinkwasser" angebracht war. Hoffentlich hat keiner das Weihwasser vermisst.

Beichthaus.com Beichte #00033444 vom 12.06.2014 um 15:51:05 Uhr (16 Kommentare).

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Kontakt zur richtigen Familie

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Verzweiflung Engherzigkeit Feigheit Familie

Ich (36) bin unehelich geboren. Als ich sieben Jahre alt war, hat meine Mutter einen Mann geheiratet, der mich auch adoptiert hat. Größtenteils, weil sie darauf bestand, er tat es aber auch gern, dieser engelsgute Mensch ist und wird für mich immer mein Vater bleiben, da mein Erzeuger nicht den Dreck unter meinen Sohlen wert ist. Mir hat es nie an etwas gefehlt - im Gegenteil hat mein Vater meinen (ehelich geborenen und von ihm gezeugten) Bruder sogar das eine oder andere Mal ausgebremst, wenn dieser in jungen Jahren auf eine Bevorzugung bestand. Aber wie das so ist, will man trotzdem irgendwann wissen, wo man herkommt. Also bat ich meine Mutter mit 20, doch bitte zu irgendwem aus der Familie des Erzeugers Kontakt aufzunehmen. Als Antwort kam, man würde sich freuen, zu hören, dass ich noch lebe - mein Erzeuger hatte verbreitet, meine Mutter und ich seien nach der Flucht vor ihm bei einem Unfall ums Leben gekommen - und ich wäre jederzeit herzlich willkommen. Natürlich war ich misstrauisch, weil der Erzeuger eben wirklich nicht viel wert ist, aber seine Familie besteht aus herzensguten, braven, fast schon etwas spießigen Menschen, was man ihnen aber absolut nicht vorwerfen darf. Das erste Wochenende dort wurde ich verwöhnt wie selten im Leben und kam mit einer Tasche voller Fotos, Erinnerungsstücke und mehreren Hundert D-Mark in bar - ablehnen war einfach nicht möglich, ich habe es versucht - zurück. Insbesondere meine Großmutter weinte das ganze Wochenende vor Freude. Leider haben meine Lebensumstände bis heute einen zweiten Besuch unmöglich gemacht, und auch telefonisch habe ich mich oft nur gemeldet, wenn es mir nicht gut ging.


Aber auch das habe ich irgendwann eingestellt, weil ich merkte, dass sie zwar helfen wollen, aber nicht wissen, wie. Ich wollte sie einfach nicht belästigen. Jetzt habe ich deshalb echt Probleme, weil ich wusste, dass meine Großmutter einen langsam wachsenden Magenkrebs hatte, und ich habe Angst, dass sie bereits verstorben ist. Ich traue mich einfach nicht, wieder Kontakt aufzunehmen, weil ich mich vor der Frage fürchte, warum ich nie angerufen habe. Auch wenn ich nicht ganz so ein Versager bin, wie mein krimineller und drogenabhängiger Erzeuger, und die Kurve immer, wenn auch oft nur extrem knapp und mit viel Hilfe von anderen, gekriegt habe, war es weder für mich noch für meine Familie leicht. Und ich habe auch Angst, wenn seine Familie das hört, dass sie genauso von mir denken, wie von ihm. Eigentlich würde ich ihnen gerne sagen, dass es mir inzwischen gut geht, ich arbeite und lebe selbstständig, aber ich verschiebe es immer wieder, und meine Großmutter, die übrigens total cool ist, wäre jetzt 87. Ich hätte einfach nur das Gefühl, diese Leute zu belästigen, wie ich es telefonisch teils in der Vergangenheit tat, wenn ich nachts und betrunken bei meiner Tante anrief und mich nicht traute, etwas zu sagen. Sie ist nicht dumm, sie fragte immer, ob es mein Erzeuger oder ich wäre, und flehte darum, etwas zu sagen. Aber ich schäme mich dafür zu sehr und legte auf.

Beichthaus.com Beichte #00033369 vom 31.05.2014 um 16:19:52 Uhr (8 Kommentare).

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Langfinger am Wäschekorb

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Fetisch Dummheit Peinlichkeit Morallosigkeit Feigheit

Vor einigen Jahren, kurz vor meinem letzten Arbeitstag bei einer Firma, die mir meinen ersten Job ermöglichte, wurde ich zum jährlichen Sommerfest eingeladen. Eine ausgelassene Feier auf der Donau-Insel, mit viel Alkohol und verstecktem Cannabis-Konsum mit einigen netten Kollegen. Ich ließ mich herzhaft und ausgelassen feiern. Ich sah die damalige Feier auch gleichzeitig als Abschiedsfeier. Der sogenannte "harte Kern" zog in den Morgenstunden weiter. Einer der Kollegen lud in den ersten Bezirk in seine Wohnung ein, um noch weitere Flaschen Bier zu trinken. Seine Freundin war ebenfalls zu Hause und war gerade beim Aufstehen. Wir waren ungefähr 8-10 Personen und machten es uns im Wohnzimmer gemütlich. Es wurde getratscht und viel gelacht und getrunken. Ich war bereits müde und auch sehr betrunken und stand auch unter starkem Einfluss von Cannabis. Als ich kurz die Toilette aufsuchte, überkam mich die körperliche Lust, und da ich einen ausgeprägten Fetisch zu getragener Damenunterwäsche habe, schaute ich mich im Badezimmer nach dem Wäschekorb um. Es war leider keiner zu sehen. Ich wusch mir die Hände und verließ das Badezimmer. Genau vor mir stand die Schlafzimmertür offen und ich konnte in der Ecke beim Fenster den Schmutzwäschekorb sehen. Ohne nachzudenken, ging ich in das Schlafzimmer und fing an, im Wäschekorb nach getragener Unterwäsche zu suchen. Als mir bewusst wurde, dass ich bereits seit langer Zeit den anderen Gästen fern geblieben war und es demnach Zeit werden würde, wieder zurück ins Wohnzimmer zu gehen, bemerkte ich, dass die Hausherrin bereits bei der Schlafzimmertür stand und mich beobachtete, wie ich meine Finger im Wäschekorb hatte.


Sie wusste natürlich sofort, was los war und fragte mich, was ich hier suchen würde. Ich konnte mich vor Schreck und wahrscheinlich auch wegen des Alkohol- und Drogeneinflusses aber nicht artikulieren. Sie rief nach ihrem Freund, während sie ins Wohnzimmer eilte. Ich lief hinterher und setzte mich wieder zu den Anderen. Sie erzählte alles ihrem Freund, während alle anderen und ich nur da saßen und nicht glauben konnten, was sie hörten. Alle meine Arbeitskollegen und Kolleginnen fingen an, sich lustig zu machen und ich versank vor Scham in meinem Sitz. Die Hausherrin war überhaupt nicht amüsiert und wies ihren Freund an, mich der Wohnung zu verweisen. Er sprang sofort auf und packte mich am Arm, um mich ins Vorzimmer zu zerren. Ich wehrte ihn ab und fing an, meine Sachen vom Tisch aufzusammeln und folgte den beiden dann ins Vorzimmer. Mein Kollege hatte bereits meine Jacke in der Hand und die Wohnungstür stand offen. Ich zog mir meine Schuhe an und brachte während der ganzen Zeit kein einziges Wort heraus. Währenddessen hörte ich aus dem Wohnzimmer Gelächter und Gekichere. Ich wollte nur so schnell wie möglich weg und das alles hinter mir lassen. Dann kam die Hausherrin auf die Idee, dass ich durchsucht werden sollte, weil man ja nicht wissen könne, ob ich nicht nur ein Perverser, sondern vielleicht auch ein Dieb sei.


Es wurden wilde Vorwürfe und Anschuldigungen geäußert - und obwohl ich den Eindruck nicht los wurde, dass es ihn mehr amüsierte als beängstigte, fing er an, meine Taschen zu durchsuchen. Ich ließ alles geschehen. Die Peinlichkeit stand mir ins Gesicht geschrieben. Als auch sie zufrieden war, wurde ich unsanft aus der Wohnung geschoben und mit einem letzten Schubs ins Treppenhaus gestoßen. Hinter mir knallte die Türe zu und ich machte mich auf den Heimweg. Erst nach einigen Stunden Schlaf und Ausnüchterung begriff ich, was eigentlich passiert war und schämte mich dadurch noch mehr. Es ist nun viele Jahre her, aber ich denke noch immer oft an das Geschehene. Es tut mir vor allem für sie leid, weil sie offensichtlich geschockt war, da ich so dreist ihre Privatsphäre verletzt hatte. Soweit ich mich erinnern kann, waren die beiden wirklich sehr nette Leute und auch außerordentlich gastfreundlich. Mir sitzt der Schock, erwischt worden zu sein, heute immer noch tief in den Gliedern, aber ich kann mir gar nicht ausmalen, wie es für die netten Herrschaften sein muss. Ich finde, sie haben es nicht verdient, so einen Vertrauensbruch erlebt zu haben und dafür möchte ich mich entschuldigen und um Vergebung bitten. Ich würde mich aber niemals trauen, die beiden zu besuchen, um mich persönlich zu entschuldigen. Alle anderen Anwesenden, die ja unbeteiligt waren, waren sichtlich amüsiert und machten sich über mich lustig. Diesen direkten Peinlichkeiten an jenem Morgen ausgesetzt gewesen zu sein war aber damals nicht schlimm für mich, da ich es offensichtlich verdient hatte. Traurig finde ich nur, dass ich mich nicht traue, meine Ex-Kollegen und Kolleginnen im Büro zu besuchen, auch wenn es schon so lange her ist.

Beichthaus.com Beichte #00033365 vom 30.05.2014 um 16:18:03 Uhr (12 Kommentare).

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Mobbing und seine Folgen

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Neid Feigheit Zorn Internet

Ich beichte, dass ich nach fast zehn Jahren immer noch von meinen ehemaligen Mobbern besessen bin. Alle paar Wochen schaue ich mir ihre Profile bei einem sozialen Netzwerk an und freue mich, dass sie es in ihrem Leben zu nichts gebracht haben und immer noch in unserem alten Ort versauern - während ich heute glücklicher nicht sein könnte, sehr erfolgreich bin und eine großartige Familie habe. Dennoch kann ich mit diesen Leuten einfach nicht abschließen. Ich spiele mit dem Gedanken, ihnen eine Nachricht über dieses Netzwerk zu senden und von meinen Erfolgen zu berichten, nur um ihnen eins reinzuwürgen. Vielleicht könnte ich dann damit abschließen. Andererseits würde ich dadurch auch zugeben, dass sie nach der ganzen Zeit immer noch Macht über mich haben.

Beichthaus.com Beichte #00033333 vom 25.05.2014 um 11:26:08 Uhr (14 Kommentare).

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