Meine verheimlichte Schwangerschaft

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Feigheit Verzweiflung Studentenleben Schwangerschaft Saarbrücken-Ensheim

Ich beichte, dass ich 24 Jahre alt und verheiratet bin, mich aber nicht traue, meinen Eltern zu sagen, dass ich schwanger bin. Mein Mann und ich haben bereits einen 2-jährigen Sohn, dessen Geburt aufgrund der Tatsache, dass sein Vater und ich damals noch unverheiratet waren und wir beide noch studieren, ein kleines Familiendrama war - meine Eltern, besonders mein Vater, sind sehr karriereorientiert und konservativ. Jetzt bin ich schon wieder schwanger, allerdings geplant, und weiß nicht, wie ich das meinen Eltern sagen soll. Klar, mein Mann und ich sind erwachsen und dürfen unser Leben leben, wie wir wollen, aber meine Eltern unterstützen uns wirklich in vielerlei Hinsicht, was irgendwie auch ihre Einmischung in unser Leben wieder rechtfertigt. Ohne meine Eltern hätte ich es zum Beispiel nicht - oder nur mit Schwierigkeiten - geschafft, trotz Kind weiter zu studieren. Ich mache gerade meinen Bachelor und ich weiß genau, wie mein Vater auf die Schwangerschaftsnachricht reagieren wird. Er wird ausrasten und schimpfen, uns fragen, wie wir weiter studieren wollen, uns vorwerfen, dass wir keine finanzielle Sicherheit haben und dass alles wieder ein meiner Mutter hängen bleibt. Dabei hat meine Mutter uns ihre Hilfe immer von selbst angeboten und wir haben sie halt dankbar angenommen, weil es ohne sie schwieriger gewesen wäre.


Wir haben uns schon um alles Gedanken gemacht, finanziell werden wir auskommen, das mit dem Studium schaffen wir auch und wir kümmern uns dieses Mal selbst um die Betreuung des Babys, indem einer von uns vormittags und der andere nachmittags zur Uni geht. Ich habe Freundinnen, die das auch geschafft haben und ich denke, wenn man gewillt ist, dann ist es machbar. Ich weiß jedoch, dass mein Vater wieder alles pessimistisch sehen wird und uns die schlimmsten Szenarien prophezeien wird. Ich freue mich total über die Schwangerschaft und habe einfach keine Lust, mir von meinen Eltern alles versauen zu lassen. Ich habe keine Lust auf ihre negativen Reaktionen, deshalb schiebe ich es vor mir her, damit ich wenigstens noch ein bisschen meine Schwangerschaft genießen kann. Dabei ist mein Bauch schon deutlich dicker und meine Brüder haben ihn schon misstrauisch beäugt. Ich beichte, dass ich mit 24 noch so abhängig von meinen Eltern bin und es wohl auch bleiben werde, da ich ihre Hilfe gerne in Anspruch nehme und ihre Gesellschaft mag. Das ist echt erbärmlich.

Beichthaus.com Beichte #00032148 vom 31.10.2013 um 16:03:32 Uhr in Saarbrücken-Ensheim (23 Kommentare).

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Der Verlust meines Kindes

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Verzweiflung Feigheit Kinder

Ich wurde 1964 in einem kleinen Dorf in der Eifel geboren und bin mit meinen zwei kleinen Brüdern unter einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern waren hart arbeitende Menschen, die mir schon früh viel Verantwortung übertragen haben, weil sie aufgrund ihrer Arbeit oft nicht die nötige Zeit hatten, sich um meine jüngeren Geschwister zu kümmern. Im Prinzip kümmerte ich mich um fast alles - den Haushalt, meine Geschwister. Ich sah das auch als ganz selbstverständlich an und habe mich nie darüber beschwert. Erst, als ich 13 der 14 wurde und langsam bemerkte, dass mir kaum Zeit für etwas anderes blieb, wollte ich diese Pflichten nicht mehr erfüllen. Ich fand, dass meine Geschwister jetzt alt genug und in der Lage waren, etwas selbstständiger zu werden. Denn ich wollte machen, was andere in meinem Alter auch taten - meine Eltern brachten dafür allerdings kein Verständnis auf, sie beharrten darauf, dass ich mich weiterhin auf die Schule und meine Pflichten konzentrierte. Doch wie das so ist, hatte ich allmählich keine Lust mehr, ständig zu verzichten und schlich mich nicht nur nachts aus dem Haus, sondern traf mich auch tagsüber unter verschiedenen Vorwänden mit meinen Freunden. Meine Noten waren gut und ich hatte tatsächlich Spaß an der Schule. Hätten meine Eltern Wind davon bekommen, hätten sie mir mit Sicherheit die Hölle heißgemacht!

Ich schloss meine Schule irgendwann mit einem sehr guten Notendurchschnitt ab und begann eine Ausbildung zu Schneiderin. Dort lernte ich auch Hans kennen (den Namen habe ich geändert). Er wollte in unserem kleinen Geschäft ein paar Hosen umgenäht bekommen. Hans war mir auf Anhieb sympathisch, wir verstanden uns blendend und ich dachte, er müsste meinen Eltern ebenso gefallen. Er war schon 18, ich damals knapp 16, Hans arbeitete als Schlosser in einem Betrieb in der nächsten Kleinstadt und hatte äußerst gute Manieren! Doch ich hatte mich getäuscht, meine Eltern waren strikt dagegen, dass ich in meinem Alter schon einen Freund hatte und verboten mir den Kontakt zu ihm, bevor sie ihn überhaupt kennenlernten. Ich kannte Verbote ja schon zur Genüge und hatte mich damit abgefunden - deshalb sah ich Hans eben auch wieder heimlich. Ich war verliebt bis über beide Ohren, jedoch muss ich zugeben, litt unsere erst eingegangene Beziehung sehr unter diesen Heimlichkeiten. Und eines Tages kam es, wie es kommen musste: Mein Vater erwischte uns beide und ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben eine gehörige Tracht Prügel. Meine Eltern waren bitter enttäuscht, ich habe Hans daraufhin nie wieder gesehen und weiß nur, dass er später ein anderes Mädchen geheiratet hat. Als ob das für mich nicht schon schlimm genug wäre, stellte ich fest, dass meine Periode ausgeblieben war. Ich hatte höllische Panik, denn tief im Inneren wusste ich, was los war: Ich war schwanger! Lange verdrängte ich, dass unter meinem Herzen ein Kind wuchs, versteckte meinen immer größer werdenden Bauch und wusste dennoch, dass ich keine andere Wahl hatte, als es endlich meinen Eltern zu beichten, wenngleich sie mich dafür ewig hassen und als Schande der Familie ansehen würden. Irgendwann rückte ich dann aber mit der Sprache raus. Vater wurde leichenblass, Mutter fing an zu weinen und brachte keinen Ton heraus. Schnell war beschlossen, dass ich abtreiben und niemals ein Wort darüber verlieren sollte! Ich beugte mich der Entscheidung, doch als meine Mutter mich am nächsten Tag zum Frauenarzt brachte, kam der nächste Schock, ich konnte nicht mehr abtreiben. Zu Hause war danach im wahrsten Sinne des Wortes wirklich die Hölle los. Obwohl ich schwanger war, setzte es erneut Prügel von meinem wütenden Vater, viel mehr als um mich war er um das Ansehen unserer Familie besorgt. Ein minderjähriges Mädchen, schwanger und vom Kindsvater getrennt - damit hatte ich das Schlimmste getan, was man nur tun konnte. So schickten mich meine Eltern zu meiner Tante nach Köln, wo ich das Kind austragen und zur Adoption freigeben sollte. Meine Tante war eine garstige, ebenfalls sehr strenge Frau, die wenig Rücksicht auf mich nahm und mich jederzeit wissen ließ, was für eine verdorbene Hure ich sei. Ihr könnt mir glauben, dass ich in dieser Zeit mehr als oft an Selbstmord oder ans Weglaufen gedacht habe, doch ich musste mich ja fügen. Ich liebte dieses Kind in meinem Bauch über alles, aber was für ein aussichtsloses Leben hätte es bei mir gehabt? Ich malte mir dennoch aus, wie es bei mir aufwachsen und leben würde. Oder dass ich es eines Tages wieder zu mir holen würde. Unter stundenlangen Schmerzen und völlig allein brachte ich im November 1981, kurz vor meinem 17. Geburtstag eine Tochter zur Welt, ich gab ihr den Namen Isabell. Die Hebamme hat mir mein Kind nicht gezeigt, sondern es sofort mitgenommen. Alles, was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, ist ihr Schreien, das ich nie vergessen werde.

Der Schmerz und die Traurigkeit, die Wut auf meine Eltern, die Hilflosigkeit und die Leere - alles das hält bis heute an, nun bin ich knapp 50 Jahre alt und habe nie verkraftet, dass meine kleine Isabell niemals bei mir aufwachsen konnte. Ich habe zwar meine Ausbildung nach der Geburt beendet und versucht, wieder auf die Beine zu kommen, wie man so schön sagt, aber es ist mir nie gelungen. Ich habe mich viele Jahre lang zurückgezogen und mit niemandem über den Verlust gesprochen, bin mit meinem Schmerz allein geblieben und habe auch niemals mehr ein normales Verhältnis zu meinen Eltern aufbauen können. Mein Vater ist letztes Jahr verstorben, meine Mutter lebt in einem Altenheim, sie leidet an Demenz. Ich habe ihnen oft genug gesagt, dass sie mein Leben zerstört haben, aber das hat nichts wieder gut gemacht. Sie blieben bei ihrer Meinung, dass es zur damaligen Zeit und unter den Umständen eben nicht anders gegangen wäre. Jeden Tag frage ich mich, wie Isabell aussieht, wie es ihr geht, wie sie aufgewachsen ist, was aus ihr geworden ist, doch ich hatte nie die Kraft, mich auf die Suche nach ihr zu machen. Ich bin seit einiger Zeit in therapeutischer Behandlung, denn so kann es nicht weitergehen, zuletzt habe ich bis zu drei Flaschen Schnaps täglich getrunken. Vielleicht erfüllt sich eines Tages mein größter Wunsch: dass ich Isabell oder wie immer meine Tochter heißen mag, kennenlerne, in die Arme schließen und sie mir verzeihen kann.

Zu meinen Brüdern habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis, sie stehen hinter mir und unterstützen mich, wollen mir sogar helfen, Isabell zu finden. Ich gebe diese Hoffnung nicht auf, denn mein ganzes Leben, die ganzen letzten 32 Jahre habe ich immer und immer wieder an mein Kind gedacht! Ihr werdet mich vielleicht dafür verurteilen und euch fragen, warum ich damals, als ich noch schwanger war, nicht wirklich weggelaufen bin. Warum ich Isabell nicht schon viel eher gesucht habe. Ich muss zugeben, ich war viel zu feige und hatte einfach nur Angst, ich wusste nicht, wo ich hin sollte und stand immer unter dem Druck meiner Eltern, aber genau diese Vorwürfe mache ich mir seit Isabells Geburt, die sich nun bald 33 Jahre jährt. Hans, Isabells Vater, habe ich ja auch nie wieder gesehen, dabei hätte er vielleicht auch das Recht, von ihr zu wissen. Ich bitte nicht um Absolution, denn was passiert ist, werde ich mir selbst nie verzeihen können, obwohl das ein Ziel meiner Therapie ist. Ich möchte nur allen werdenden Müttern da draußen, die daran denken, ihr Kind wegzugeben, sagen: tut es nicht, wenn ihr die Möglichkeit habt, Hilfe seitens der Behörden, Beratungsstellen, Freunde oder der Familie zu erhalten. Egal, wie schwierig es manchmal erscheint - nichts und niemand ist es wert, sein Kind wegzugeben! Ich würde heute alles Erdenkliche dafür tun, könnte ich die Zeit zurückdrehen.

Beichthaus.com Beichte #00032075 vom 20.10.2013 um 17:30:20 Uhr (24 Kommentare).

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Der furchtbare Name meiner Tochter

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Lügen Falschheit Verzweiflung Kinder Mörlenbach

Der furchtbare Name meiner Tochter
Ich (m/34) beichte, dass ich meine zurzeit im siebten Monat schwangere Frau anlügen werde, um unsere ungeborene Tochter vor Leid zu bewahren. Und zwar will sie unsere Tochter unbedingt und um jeden Preis Anaïs nennen und ist nicht davon abzubringen. Ich habe alles versucht. Fairerweise muss ich anmerken, dass ich den Namen hätte aussuchen dürfen, wenn es ein Junge gewesen wäre, das hatten wir vor der Geschlechtsverkündung abgemacht. Klar, abgemacht ist abgemacht, das ist nur fair, aber ich konnte ja auch nicht ahnen, dass meine Frau so einen bekloppten Namen aussuchen würde! Sie hat ansonsten eigentlich einen guten Geschmack. Ich fühle mich verpflichtet, zum Wohle meiner Tochter einzuschreiten und gegen dieses grausame Vorhaben vorzugehen, egal mit welchen Mitteln. Daher habe ich überlegt, meiner Frau zu erzählen, dass meine Exfreundin Anaïs heißt und ich beim Klang dieses Namens immer an sie denken muss. Ich werde so tun, als sei das ein sehr sensibles Thema und als sei das der Grund, warum ich ihr nicht vorher davon erzählen wollte. Meine Frau ist sehr eifersüchtig, ich denke das wird klappen, so wie ich sie kenne. Es tut mir wirklich Leid wegen dieser Lüge, aber meine Tochter wird nicht Anaïs heißen!

Beichthaus.com Beichte #00032024 vom 09.10.2013 um 15:15:30 Uhr in Mörlenbach (95 Kommentare).

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Mit dem Messer im Toaster

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Dummheit Peinlichkeit Waghalsigkeit Regensburg

Mit dem Messer im Toaster
Ich (21) habe gerade im Haus alle Lichter ausgehen lassen, weil ich ein Messer in den Toaster gesteckt habe. Ich wollte nur das Brot herausholen und habe mir das seit meiner Kindheit angewöhnt - und bisher ist auch nie etwas passiert. Auf die Frage, was passiert ist, habe ich die Schuld auf den alten Toaster geschoben. Das ist mir extrem peinlich, weil ja jeder weiß, wie gefährlich und dumm das ist. Ich denke, ich werde mir das ab heute abgewöhnen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00031951 vom 25.09.2013 um 22:17:02 Uhr in 93047 Regensburg (Hauzensteinerstraße) (18 Kommentare).

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Die verheimlichte Schramme

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Feigheit Lügen Auto & Co. Familie

Ich beichte, dass ich unbeabsichtigt einen kleinen Autounfall mit dem Auto meiner Großeltern hatte und es verschwiegen habe. Ich hatte ganz frisch den Führerschein und habe mir das Auto geliehen, um kurz zur Videothek zu fahren. Mit der Gangschaltung hatte ich ziemliche Probleme und habe es deshalb öfter abgewürgt. Ich hätte merken sollen, dass ich mit dem Auto nicht klarkomme. Als ich wieder parken wollte, habe ich mich total im Abstand verschätzt und touchierte eine Wand ganz knapp. Ich war voll geschockt und habe sofort nachgesehen. Vorne am Auto an diesem Plastik-Teil waren ein paar Schrammen zu sehen. Ich hatte so Angst das zu beichten, dass ich es gelassen habe, in der Hoffnung, dass es nie rauskommt. Eine Weile später hat mich meine Oma dann darauf angesprochen, dass sie Kratzer entdeckt hätten und ob mir das passiert wäre. Sie hätten mich sicher nicht geköpft, aber ich habe mich nicht getraut, es zuzugeben, weil ich ja tagelang nichts gesagt hatte.
Ich fühle mich auch heute noch schlecht deswegen.

Beichthaus.com Beichte #00031716 vom 08.08.2013 um 15:11:06 Uhr (17 Kommentare).

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