4906 Fahrkarten-Wahnsinn

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Morallosigkeit Bahn & Co.

Wenn mich etwas auf die Palme bringt, dann sind es die horrenden Fahrkartenpreise für Bus und Straßenbahn. Außerdem werden die Preise halbjährlich weiter nach oben gedrückt, obwohl sich in meinen Augen kaum etwas am Straßennetz, der Infrastruktur oder der Pünktlichkeit verbessert. Früher war ich ein notorischer Schwarzfahrer, der Nervenkitzel wurde mir mit zunehmendem Alter jedoch zu anstrengend. Jetzt habe ich eine ganz eigene Methode, meinem Ärger ein kleines bisschen Luft zu machen. Seit mehreren Jahren behalte ich jede Fahrkarte, die ich kaufe. Diese mische ich dann unter die gut 350 alten Fahrkarten, die ich in einem extra dafür gekauften Täschchen immer bei mir trage. Durchschnittlich werde ich ungefähr einmal im Monat kontrolliert, ich freue mich schon jetzt wieder auf den entnervten Kontrolleur, der in dem fetten Stapel nach der richtigen Fahrkarte sucht. Was ich selbst kaum glauben kann, ist, dass die Kontrolleure selbst in dem Stapel suchen und nicht einfach darauf bestehen, dass ich die Karte selbst suche. Obwohl mir das ganze Spiel unglaublichen Spaß macht, habe ich den armen Kontrolleuren gegenüber manchmal schon ein schlechtes Gewissen, wenn diese 20 Minuten nach meiner Fahrkarte suchen müssen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033296 vom 19.05.2014 um 11:58:34 Uhr (12 Kommentare).

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4907 Langer Stuhlgang

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Schamlosigkeit Rache Ekel WG Hamburg

Einer unserer WG-Mitbewohner zelebriert seinen Stuhlgang seit Ewigkeiten so exzessiv, dass er damit stundenlang das Klo blockiert. Wenn er merkt, dass es an der Zeit ist, aufs Klo zu gehen, kocht er sich einen Kaffee, nimmt sich ein Bier aus dem Kühlschrank, schnappt sich seine Zigaretten und eine Illustrierte oder die Tageszeitung und verdrückt sich auf das stille Örtchen. Er kommt erst wieder heraus, wenn Bier und Kaffee alle sind, die Zeitung komplett durchgelesen ist und die halbe Schachtel Kippen als Stummel im Aschenbecher liegt. Nicht nur, dass das natürlich ewig dauert - nein, man bekommt natürlich auch direkt einen Spontan-Lungenkrebs, wenn man als Nächster aufs Klo geht, weil er natürlich noch nicht gelernt hat, dass dort auch ein Fenster ist.

Darauf angesprochen guckt er nur ungläubig und versteht nicht, dass wir uns darüber aufregen. Wie auch immer - ich habe letztens auf jeden Fall mal eine kleine Kamera auf dem Klo installiert, das Ganze aufgezeichnet und auf unserer letzten WG-Party über den Beamer abgespielt. Die Freude der Partybesucher war enorm - die unseres Mitbewohners eher gering. Nun hängt seitdem der WG-Segen etwas schief. Ich bereue das jetzt sehr. Oder vielleicht doch nicht? Ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Beichthaus.com Beichte #00035707 vom 14.05.2015 um 11:25:44 Uhr in 20354 Hamburg (Valentinskamp) (20 Kommentare).

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4908 Verliebt in meinen Vergewaltiger

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Missbrauch Sex Begehrlichkeit

Verliebt in meinen Vergewaltiger
Ich (w/35) wurde vor rund 20 Jahren vergewaltigt. Damals waren Pferde meine große Leidenschaft. Eines Abends nach einer Weihnachtsfeier fasste mein Trainer mir zwischen die Beine. Er war etwas angetrunken, daher nahm ich die Sache anfangs nicht so ernst. Doch dann […]
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Beichthaus.com Beichte #00006524 vom 17.03.2006 um 03:36:34 Uhr (8 Kommentare).

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4909 Die Schnäppchen-Furie

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Aggression Habgier Selbstsucht Shopping Nürtingen

Ich gehe ausschließlich alleine shoppen. Warum? Immer wenn ich einen Laden betrete, verwandle ich mich in eine Schnäppchen-Furie, die am Liebsten jedes Teil nur für sich beanspruchen würde. Das hat bis jetzt noch keiner meiner Freundschaften ausgehalten.

Beichthaus.com Beichte #00034788 vom 06.01.2015 um 07:33:56 Uhr in 72622 Nürtingen (Steinenbergstraße) (1 Kommentare).

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4910 Das Katzenklo als letzter Ausweg

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Schamlosigkeit Morallosigkeit

Als ich 15 war, war unsere Toilette einmal ein paar Tage lang verstopft. Das hatte an sich nichts mit unserer Toilette zu tun, sondern mit dem Altbau, in dem wir wohnten. Wir konnten uns keine bessere Wohnung leisten, meine alleinerziehende Mutter war damals Hartz-IV-Empfängerin. Auf jeden Fall waren in dieser Woche alle Toiletten im Haus verstopft, da die Hausverwaltung zunächst wohl keinen Grund sah, die teuren Rohre freizumachen. Richtige Arschlöcher eben. Wenn wir aufs Klo mussten, sind wir zu den Nachbarn im Mietshaus gegenüber gegangen. Am Freitag dieser Woche sollten die Rohre nachmittags, so gegen 14 Uhr, repariert werden. In der Schule hatte ich einen unglaublichen Druck auf der Analdrüse, da ich seit zwei Tagen nicht mehr geschissen hatte und die Toiletten in unserer Schule ekelhaft gestunken hatten. Ich rannte also um 13:10 Uhr nach Hause und kam um Viertel nach eins an. Ich hatte über die, am Hintertürchen anklopfende Darmwurst, total vergessen, dass unsere Toilette ja gar nicht funktionierte. Im Badezimmer bemerkte ich das dann und wusste nicht, was ich tun sollte. Reflexartig rannte ich also ins Wohnzimmer und versenkte eine riesige Kackwurst im Katzenklo. Der anale Druck war endlich weg, jetzt baute sich allerdings psychischer Druck in Form von Panik auf.


Wann kommt meine Mutter nach Hause? Was wird sie sagen? Und wo soll ich die Wurst entsorgen? Ich entschied mich, einen Plastikbeutel zu nehmen, die Kackwurst damit aufzuheben und das faulig riechende Paket zwecks Beweisentsorgung über den Gartenzaun in den Garten des angrenzenden Mietshauses zu werfen. Zehn Minuten später kam meine Mutter nach Hause. Glück gehabt, dachte ich mir und versuchte, die Sache zu vergessen. Am Abend funktionierten die Toiletten wieder und meine Mutter unterhielt sich mit einer Nachbarin aus unserem Haus über die Hausverwaltung, als eine gute Freundin aus dem oben genannten angrenzenden Mietshaus dazu stieß und sich über die Hundebesitzer beschwerte, die doch ständig die Plastikbeutel mit den Exkrementen ihrer Hunde in ihren Garten werfen. Ich musste lauthals loslachen und meine Mutter sagte: "Stell dir mal vor, jemand wirft einen Beutel voll Scheiße in dein Zimmer, würdest Du dann immer noch lachen?!" - Ich konnte nicht mehr aufhören, zu lachen. Heute bereue ich diese Tat natürlich, bitte vergebt mir! Der Darmdruck war einfach zu groß.

Beichthaus.com Beichte #00031486 vom 23.06.2013 um 05:24:46 Uhr (14 Kommentare).

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