2791 Mein GEZ-Betrug

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Geiz Betrug

Ich bin 29 Jahre alt und habe mich beim Einwohnermeldeamt nie umgemeldet. Ich wohne laut Amt immer noch in der Villa meiner Eltern. Dadurch bekommt die GEZ meine Adresse nicht und ich habe noch nie Gebühren gezahlt, obwohl ich einen großen Fernseher und einen High-End-PC mit Internetanschluss habe. Ich gucke immer sehr gerne die Sportschau auf dem Ersten.

Beichthaus.com Beichte #00026408 vom 30.05.2009 um 15:46:34 Uhr (22 Kommentare).

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2792 Diebstahl für die Armen

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Diebstahl Zwang Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/22) habe ein Problem und gerade ziemlich Schiss: Während meiner Teenagerzeit hatte ich mich nach und nach zu einem ziemlich üblen Langfinger entwickelt. Dabei ging es mir nicht um die Wertgegenstände als solches. Ich hatte nie finanzielle Schwierigkeiten und habgierig bin ich ebenfalls nicht. Ich habe mein Diebesgut entweder verschenkt oder im Zweifel sogar weggeschmissen, da es mir nie darum ging, mich zu bereichern - es war viel mehr der Kick, dem ich nicht widerstehen konnte. Das Adrenalin, das Gefühl wachsender Versiertheit oder das verdutzte Gesicht des Hausdetektivs, der diesen verdammten Ring bei mir einfach nicht finden kann, wo ich ihn doch praktisch vor seiner Nase so offensichtlich eingesteckt habe. Das Spiel mit dem Feuer eben. Irgendwann jedoch wusste ich, dass das ein Ende haben musste und nur mit SEHR viel Anstrengung schaffte ich es tatsächlich irgendwann, mich davon loszueisen. Ich wusste damals aber schon, dass das zwanghafte Formen waren.


Und nun zum eigentlichen Punkt: Aufgrund einiger privater Probleme hatte ich es irgendwie geschafft, mich in eine ungünstige Situation zu manövrieren, in der ich nun neben meinem Hauptberuf bis zu dem Beginn meines Masterstudiums im Oktober gezwungen bin, einen Nebenjob anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Und zwar in einem Kiosk. Der Besitzer sagte mir anfangs, er könne nicht mehr als 5 Euro die Stunde zahlen, schließlich habe kürzlich nebenan ein Supermarkt aufgemacht und es würde ja so mies laufen. Ich akzeptierte, da ich ja wusste, dass es für mich eh nur ein paar Monate sind. In dem Laden arbeitet außerdem noch eine total nette Polin, mit der ich mich super verstehe. Sie ist Mutter von vier Kindern und sagte mir mal, dass sie manchmal nicht weiß, wie sie ihre Kinder ernähren soll, da ihr Mann sie verlassen hat und keinen Unterhalt zahlt. Vor ein paar Wochen, als ich Schicht hatte und nichts zu tun war, nahm ich mir aus Langeweile dann mal die Unterlagen meines Chefs, die da einfach rumstanden - und bei dem, was ich da las, kam mir so richtig die Galle hoch. Der Kerl verdient sich nach wie vor mit dem Laden eine goldene Nase und ließ mich und vor allem diese arme Frau da für einen Popellohn schuften.


Seit diesem Tag stelle ich meiner Kollegin zwei Mal in der Woche eine prall gefüllte Tüte mit nahezu allen Grundnahrungsmitteln vor ihre Haustür, die dieser Kiosk hergibt, und gehe ohne zu klingeln wieder weg. Dieser geizige Arsch mit seinen lächerlichen Kameras hat keine Ahnung, wen er sich da ins Haus geholt hat. Und solange die manuelle Kasse stimmt, kriegt der bei seinen Umsätzen sowieso nichts mit. Ich will dem Kerl einfach eins auswischen und dieser Frau helfen, gleichzeitig schäme ich mich dafür, wieder "rückfällig" geworden zu sein und habe gerade riesige Angst, dass die Sache wie damals wieder so außer Kontrolle gerät. Ich beichte also, dass ich ein chronischer Dieb bin und dass ich, um anderen zu helfen oder ihnen eine Freude zu bereiten, eine Straftat begehe. Diebstahl ist und bleibt eine Straftat - aber ich kann anscheinend nicht anders. Meine Kollegin hat übrigens keine Ahnung, von wem das Essen kommt, aber sie wirkt seitdem wesentlich entspannter.

Beichthaus.com Beichte #00033048 vom 13.04.2014 um 19:36:23 Uhr (21 Kommentare).

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2793 Vorfahrt für den Krankenwagen

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Zorn Hass Auto & Co.

Hiermit möchte ich beichten, dass ich (w) kein Verständnis für die dummen Autofahrer habe, die mir tagtäglich begegnen! Diese Idioten, die nicht zur Seite fahren, obwohl sie genau hören, dass ein Krankenwagen, Notarzt oder Ähnliches unterwegs ist und schnellstmöglich […]
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Beichthaus.com Beichte #00032221 vom 13.11.2013 um 12:08:06 Uhr (15 Kommentare).

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2794 Das Blumenbeet als letzte Rettung

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Meine Beichte ist mir überaus peinlich. Ich war in den letzten Tagen ziemlich krank, Magen-Darm-Grippe. Trotzdem musste ich eine sehr wichtige berufliche Reise antreten. Die Reise lief auch gut, allerdings spürte ich, kurz bevor ich am Ziel war, dass ich gleich Durchfall haben würde. Ich dachte, das wäre kein Problem, allerdings schaffte ich es nicht, sodass ich mich entschloss, an einem Haus zu klingeln, in der Hoffnung, eine Toilette benutzen zu dürfen. Als auch beim dritten Klingeln an unterschiedlichen Häusern niemand zu Hause war, kam ich zu meinem Entschluss.
Meine Beichte ist also, dass ich wildfremden Leuten am helllichten Tag ins Blumenbeet gemacht habe. Anschließend hatte ich so ein schlechtes Gewissen, dass ich fünf Euro, denn mehr hatte ich grade nicht, in Papier eingewickelt und in den Briefkasten geworfen habe. Es tut mir so furchtbar leid, aber ich konnte einfach nicht mehr aushalten!

Beichthaus.com Beichte #00031424 vom 14.06.2013 um 17:16:25 Uhr (17 Kommentare).

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2795 Der feuchte Traum eines Mobbingopfers

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Rache Engherzigkeit Ungerechtigkeit Calden-Westuffeln

Damals, während meiner Schulzeit, hatte ich sehr übel unter einer Mitschülerin und ihren Freunden zu leiden. Neben den üblichen Beschimpfungen, weil ich gute Noten hatte, musste ich zahlreiche Beleidigungen über mich ergehen lassen, weil ich aufgrund der finanziellen Situation meiner Eltern unmodische Kleidung tragen musste. Aufgrund meiner trotz aller Schwierigkeiten stabilen und liebevollen familiären Lage, konnte ich das alles ertragen. Leider eskalierte ihr Verhalten proportional zu meiner Geduld: Die Bande verfolgte mich auf dem Nachhauseweg, sie sperrten mich auf dem Mädchenklo ein, bespuckten mich, machten bei mir Scherzanrufe, bewarfen mich auf dem Schulhof mit Steinen und im Sportunterricht mit Bällen und misshandelten mich, wo es nur ging. Immer allen voran als treibende Kraft besagte Mitschülerin. Am Ende musste ich sogar wegziehen und die Schule wechseln, weil meine Eltern es nicht mehr ertragen konnten und die Lehrer an der Schule nichts taten, außer die Lage nur immer weiter zu verschlimmern. Der Versuch, das mit ihren Eltern zu klären, scheiterte kläglich. Jeder, der in der Schulzeit gemobbt wurde, weiß, wovon ich spreche.


Jetzt, etwa zwanzig Jahre später, habe ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen, bin verlobt und seit etwa einem halben Jahr Juniorpartnerin in einer gut laufenden Kanzlei. Mit anderen Worten, es geht mir gut. Vor ein paar Wochen habe ich eingeleitet, dass mir ein Assistent zur Seite gestellt wird. Drei Mal dürft ihr raten, wessen Bewerbung mir da in die Hände fiel. Obwohl ich denkbar wenig Lust hatte, dieser Person einen Job zu geben und sie jeden Tag zu sehen, habe ich sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Als sie mir dann gestern gegenüber saß, war das ein sehr merkwürdiges Gefühl. Sie erkannte mich sofort und nicht nur das, sie besaß sogar die Frechheit, mich auf unsere gemeinsame Schulzeit anzusprechen und auch noch darauf anzuspielen, wie viel Zeit wir miteinander verbracht hatten. Sie wollte unsere Vergangenheit tatsächlich zu ihrem Vorteil als Vitamin B ausnutzen. Ich machte gute Miene zum bösen Spiel und ließ sie in dem Glauben, wir seien praktisch beste Freundinnen gewesen.


Morgen treffe ich die nächste Bewerberin. Ich möchte beichten, dass wenn diese sich nicht als absoluter Glücksgriff herausstellt, ich meine ehemalige Mobberin einstellen und nach Ablauf der Probezeit wieder entlassen werde. Da sie bei ihrer Bewerbung an mehreren Stellen gelogen hat, werde ich daraus auch noch etwas machen. Alles in einem legalen Rahmen versteht sich. Ihr habe ich zudem weniger als die Hälfte des Gehalts, das die anderen Bewerber bekommen hätten, zugesagt. Ich schäme mich für mein Verhalten, aber diese Chance bekommt man nur einmal im Leben und es ist einfach wie der feuchte Traum eines jeden Mobbingopfers.

Beichthaus.com Beichte #00036729 vom 28.09.2015 um 17:59:00 Uhr in Calden-Westuffeln (26 Kommentare).

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