10396 Meine Diplomarbeit

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Dummheit Faulheit Verzweiflung Trägheit Studentenleben

Ich (m/24) sitze verzweifelt an meinem Rechner und versuche schon seit einem halben Jahr, die Abschlussarbeit für mein Studium zu schreiben. Doch ich habe noch fast gar nichts geschrieben. Ich habe keine Ahnung, was ich schreiben soll oder wo ich Informationen bekommen soll. Immer, wenn ich mich da mal dransetze, fühle ich mich dumm und nutzlos und mache lieber etwas anderes. So geht das schon seit mehreren Monaten. Ich komme einfach nicht in die Spur. Ich würde gerne schreiben, schaffe es aber nicht. Dabei ist das die letzte Sache meines Studiums und ich bekomme danach meinen Abschluss, alle anderen Prüfungen habe ich schon erfolgreich bestanden. Ich beichte also, dass ich zu faul beziehungsweise zu dumm bin, um mein Studium endlich zu Ende zu bringen. Und damit lasse ich wertvolle Zeit und Geld verstreichen und ärgere mich jeden Tag aufs Neue. Aber ich kann es einfach nicht ändern!

Beichthaus.com Beichte #00034074 vom 07.10.2014 um 22:07:56 Uhr (16 Kommentare).

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10397 Zucchini zu Silvester

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Engherzigkeit Ernährung Kinder Silvester Süplingen

Ich (w) möchte etwas beichten, an das mich meine Mutter gerade wieder erinnert hat. Früher haben wir Silvester immer mit einer befreundeten Familie verbracht, mit deren Tochter ich gut befreundet war. Eines Tages war es dann wieder so weit - ich war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, Silvester stand bevor und es war geplant, dass wir zwei Zucchini mit zur Feier bringen, die die Mütter dann zusammen füllen wollten. Was meiner Freundin, meinem Bruder und mir allerdings gar nicht gefallen hat, da wir keine Zucchini mochten. Am Silvesternachmittag bin ich dann noch ein bisschen rausgegangen, um mit den anderen Kindern einen Schneemann zu bauen und auf dem Weg nach draußen fiel mein Blick auf die beiden Zucchini, die in der Küche lagen. Mit meiner kindlichen Logik kam mir die Idee, mit dem Gemüse so viele Menschen wie möglich glücklich zu machen. Kurzerhand schnappte ich mir die größere der beiden Zucchini und legte sie unseren Öko-Nachbarn in das Zeitungsrohr, da ich wusste, dass sie sich fast nur von Gemüse ernähren.

In dem Moment erschien es mir richtig, da ich dachte, ich tue den Nachbarn etwas Gutes - und gleichzeitig würden sich mein kleiner Bruder und meine Freundin bestimmt freuen, wenn wir das nicht essen müssten. Als wir uns ein paar Stunden später auf den Weg zu unseren Bekannten machen wollten, bemerkte meine Mutter die fehlende Zucchini und mir wurde bewusst, dass ich damit zwar uns Kindern und den Nachbarn etwas Gutes getan, jedoch meine Eltern in eine doofe Situation gebracht hatte. Also bin ich schnell zu den Nachbarn gelaufen und habe nachgesehen, ob die Zucchini noch da war. Als sie jedoch verschwunden war, beichtete ich meiner Mama, was ich getan hatte. Sie war zwar etwas verwirrt, nahm es mir aber nicht übel. Zum Einkaufen war es schon zu spät und bei den Nachbarn klingeln wollte sie natürlich auch nicht. Und so gingen wir zu unseren Bekannten, wo es dann nur eine gefüllte Zucchini gab - aber dafür haben wir Kinder Nudeln mit Tomatensoße bekommen, wofür mir die anderen sehr dankbar waren. Trotzdem tut mir das im Nachhinein sehr leid, weil ich nicht nur meine Mutter, sondern auch die Mutter meiner Freundin in eine peinliche Situation gebracht habe - schließlich musste sie dann mit dem Essen improvisieren und nach den Feiertagen ist das ja immer so eine Sache.

Beichthaus.com Beichte #00032552 vom 10.01.2014 um 20:38:37 Uhr in Süplingen (9 Kommentare).

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10398 Wie man sich Ausmustern lässt...

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Lügen Falschheit Schamlosigkeit Zivi & Bund

Vor ein paar Wochen musste ich zur Musterung, und da ich beim Gedanken an neun Monate Bundeswehr kotzen könnte und Zivi mir auch nicht gerade taugt, habe ich mir gedacht, ich lasse mich mal ausmustern. Also brav die Nacht durchgemacht, nichts gefrühstückt außer Kippen und drei 200mg-Coffeintabletten, in meine alte Metallerkluft geschmissen und zum KVR gefahren. Mein narrensicherer Plan war, mir so eine Datei runterzuladen von einem Abzocker, der übers Netz für 200 Euro Ausmusterungsanleitungen vertickt, das Kapitel über Agoraphobie und den dazu gehörigen Wikipediaeintrag auswendig zu lernen und einen auf psychisch krank zu machen. Getreu dem Motto: Viel hilft viel, habe ich auf der Fahrt (zu unverschämt früher Stunde möchte ich anmerken) zu den Affen vom KVR noch Coffein nachgelegt, weil man in meiner Vorstellung als Agoraphobiker unter Menschen nicht eben relaxt ist und das dem Realisieren diverser Ticks und Neurosen, die ich nicht habe, nicht abdinglich ist.
Komme also da an, schlurfe zitternd und unter Magenkrämpfen zum Empfang und frage nuschelnd, wo ich mich melden muss, werde bei der ersten Tante vorstellig und lege im Eingangsgespräch die Basis für meinen diabolischen Plan, den Staat um meine äußerst kompetente und gehorsame Wenigkeit zur "Friedenssicherung" in Afghanistan respektive Essen-auf-Rädern-Sklaven zu bringen.

Ich hätte oft Panikattacken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Warteschlangen und -zimmern, generell Situationen mit mir unbekannten Menschen, in denen mir der Fluchtweg erschwert bzw. versperrt wird. Ja, dies schränke meine soziale Interaktion enorm ein. Nein, Empathie empfand ich selten und wundere mich oft über mir unerklärliche Gefühlsregungen meiner Mitmenschen, wenn ich ihnen erkläre, ich könne nicht zum Public Viewing mitkommen, da meine Vorstellung von persönlicher Freiheit Absenz jeglicher Menschen im Umkreis von 100m sei. Der Vorteil, an der von mir auserwählten psychischen Krankheit, zeigt sich, als ich von den Sachbearbeitern gezielt um hunderte Mitleidende geführt und direkt zu den Untersuchungen geschleust werde, ohne auch nur zwei Minuten warten zu müssen. Der Nachteil ist, dass ich meine Story vor vier verschiedenen Psychologen wiederholen muss, bevor man mich endlich zur Ärztin führt, die ein paar rudimentäre, fahrige Tests mit mir durchführt, um auch meine labile Psyche nicht noch mehr zu strapazieren und mich mit den Nummern von drei Psychiatern entlässt und mit der Anordnung, mich bis dann und dann bei nem von der Bundeswehr beauftragten Psychologen melden soll, der mir dann meine Untauglichkeit attestiert. Hoffentlich.

Jetzt habe ich mir eine komplette Lebensgeschichte samt einschneidenden Erlebnissen in der Kindheit auszudenken und diese dann in ner Marathonsitzung mit dem Psychoheinz runterzubeten. Ich habe es anscheinend zu sehr übertrieben, aber wenn ich dann endlich meinen Ausmusterungsbescheid in der Tasche habe, werde ich es mal bei den Psychiatern versuchen, denn A) gefalle ich mir in der Rolle und bereitet es mir diebische Freude, andere Leute nach Strich und Faden zu verarschen und B) springen vielleicht Benzos oder so für mich bei der Sache raus. Eventuell werde ich Amateurhypochonder und eifere dem eingebildeten Kranken von Molière nach, jeder braucht schließlich ein Hobby.

Beichthaus.com Beichte #00024037 vom 13.06.2008 um 15:56:32 Uhr (36 Kommentare).

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10399 Für was? Für gar nichts!

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Zorn Ungerechtigkeit Begehrlichkeit

Tja, da meldet sich eine Bekannte von mir nach Jahren wieder. Damals hat sie den Kontakt abgebrochen, weil sie einen neuen Typen hatte. Und wann melden sich diese Leute immer? Richtig! Wenn sie verlassen worden sind. Dann kommen sie wieder angekrochen. Wurde von dem geschwängert und sitzengelassen. Kind am Hals, Hartz IV. Tolles Leben hast Du dir da ausgesucht. Nach einem halben Jahr intensivsten Kontakt verliebt sie sich natürlich in mich. Ich will aber ihr nicht sagen, dass ich nicht das gleiche empfinde und kein Vaterersatz sein will. Und - paff - kaum lernt sie im Chat einen Assi kennen, meldet sie sich schon wieder nicht mehr. Und dabei habe ich ihr nächtelang zugehört, wenn es ihr schlecht ging. Mit Rat und Tat beiseite gestanden und für was? Für gar nichts. Ich habe meine Zeit verschwendet, mich umsonst aufgeregt, vergeblich versucht sie aus ihrer Lage zu helfen und dann meldet man sich nicht mehr, weil ich Gefühle nicht einfach herbeizaubern kann? Das ist schon eine beschissene Scheisswelt.

Beichthaus.com Beichte #00021102 vom 02.02.2007 um 19:02:04 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

10400 Psychoanalyse der Bieter

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Boshaftigkeit Engherzigkeit

Ich beichte, dass ich Wut auf diese dämlichen Eb*y-Bieter habe, die tagelang vorher schon 20 Euro und höher bieten. Deswegen mache ich mir von den einzelnen Bietern ein ausgiebige Psychoanalyse: welches Bietverhalten sie haben, das finde ich raus, indem ich andere Bewertungen anschaue, damit ich einschätzen kann, wie viel und wie/wann genau sie bieten. Das klappt so erstaunlich gut, dass ich bisher jeden durchschaut habe. Wenn es also um Artikel geht, die ich eigentlich ersteigern wollte und sehe, dass so ein Armleuchter am besten acht Tage vorher schon 20 Euro bietet und sich schöner noch mit jemandem duelliert und sich hochschaukelt, biete ich einiges mit, weil ich weiß, dass diese Deppen ohnehin nicht aufgeben. Wenn ich denke, dass es genug ist, höre ich auf. Habe ich den Artikel nicht für ein paar Kröten erhalten, habe ich Leute sogar schon um 20 Euro mehr ersteigern lassen und freue mich jedes Mal dabei, dass deren Sucht so stark ist und dass sie mehr bieten, als es eigentlich wert ist. Das gibt mir insofern Genugtuung, dass ich mir denke: wenn der Artikel nicht günstig oder preisgerechtfertigt in letzter Minute an mich geht, soll der Kaufsüchtige doch draufschlagen. Mich freut jedes Mal, wenn jemand wegen mir so viel mehr bezahlen muss, obwohl für mich schon um einiges früher feststeht: kaufe ich nicht. Manche Leute haben einfach keinen Verstand. Und die muss ich bestrafen.

Beichthaus.com Beichte #00021638 vom 05.05.2007 um 03:30:05 Uhr (2 Kommentare).

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