Ich bin nicht pervers!

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Ich bin nicht pervers!
Ich (m/39) beichte hiermit, dass mich die sexuelle Verklemmtheit in dieser Gesellschaft unglaublich ankotzt. Ich bin bi und kann Sex und Liebe ausgezeichnet voneinander trennen. Für mich ist es beispielsweise völlig normal und alltäglich, einem Freund einen runterzuholen, wenn er Druck hat oder dasselbe auch für eine Frau zu tun. Und das so gut wie möglich. Natürlich auch gerne mehr - bis hin zum Vollprogramm, wieso auch nicht. Doch 99 Prozent der Menschen gucken mich an wie ein Mondkalb. Außerdem betreibe ich auch ganz gerne mal leichte bis mittlere SM-Praktiken, meistens dominant, manchmal auch nicht. Außerdem liebe ich es, mir bei der Selbstbefriedigung zusehen zu lassen. Wenn ich so etwas aber mal erzähle oder auch Witze darüber mache und Leute dabei sind, die mich nicht so gut kennen, fallen oft Wörter wie notgeil oder pervers. Dabei belästige ich mit meinen Leidenschaften niemanden, sondern suche mir meine Gleichgesinnten an den dafür bestimmten Orten und Seiten und frage gute Freundinnen auch erst, wenn sie wissen, wie ich drauf bin. Und Nein heißt für mich auch nein, da wird nur einmal gefragt, ob das sicher ist, und dann nicht mehr diskutiert und Punkt.

Trotzdem werde ich dafür teilweise verachtet und herabgesetzt und man sagte mir auch schon, so etwas Ekliges wie ich gehöre an die Wand gestellt. Oft denke ich, das ist heimlicher Neid, aber ich beichte auch, dass ich merke, dass mich solche Leute inzwischen unglaublich verbal aggressiv machen und ich mich schon zu Sprüchen wie "Dir muss man doch den Stock aus dem Hintern ziehen und dafür ordentlich was anderes rein schieben!" hinreißen lasse, obwohl das eigentlich trotz allem nicht mein Gesprächsniveau ist. Ich möchte nebenbei erwähnen, dass ich in Beziehungen bis auf einmal als Jugendlicher immer treu war und bin. Da gibt es dann auch keine oben erwähnten Freundschaftsdienste. Nicht weil ich es nicht will, sondern weil dem Wunsch meines Partners oder meiner Partnerin nach Treue einfach nachkommen möchte. Aber in meinem Single-Leben genieße ich es und tue, was ich möchte. Sex an sich ist doch eine schöne aber im Grunde bedeutungslose Sache und man sollte es doch auf genau diese Art auch akzeptieren, dass ich eben so bin und mich auch nicht mehr ändern werde.

Beichthaus.com Beichte #00038673 vom 27.08.2016 um 16:28:20 Uhr (32 Kommentare).

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Der coole Freund im Internet

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Internet Titz

Wir haben einen Freund im Internet beleidigt, der eigentlich sehr cool ist. Er hat es rausbekommen und wir sagten nicht, dass wir es waren.

Beichthaus.com Beichte #00003591 vom 22.12.2005 um 22:25:46 Uhr in Titz (0 Kommentare).

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Meine Eltern führen eine Fake-Ehe!

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Engherzigkeit Dummheit Zorn Familie

Als meine Eltern mich (m/Einzelkind) vor einer Woche gefragt haben, ob es für mich okay wäre, wenn sie sich scheiden lassen, habe ich ohne mit der Wimper zu zucken "Ja, warum nicht?" gesagt. Der Blick von beiden danach war einfach göttlich. Ich könnte heute noch lachen. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Arschloch oder so, aber ich habe seit Jahren das Gefühl, dass meine Eltern überhaupt nicht miteinander klar kommen. Will jetzt nicht behaupten, dass das Ganze nicht hätte passieren sollen, sonst wäre ich eben nicht hier, aber bevor ich mir diese Fake-Ehe noch länger ansehen muss, habe ich es eben lieber, wenn beide ganz weit weg voneinander sind. Denn die meisten Eltern denken, dass die Kinder nichts von den Konflikten mitbekommen. Tja. Anscheinend wohl doch.

Beichthaus.com Beichte #00022989 vom 26.09.2007 um 20:59:39 Uhr (4 Kommentare).

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Ein Vierer zur Hochzeit

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Ehebruch Fremdgehen Begehrlichkeit Selbstsucht Falschheit

Ich muss gestehen, dass ich am Tag meiner Hochzeit mit dem Bruder meines Mannes heimlich kurz vor der Trauung Sex hatte und schon am Vorabend mit einem anderen rumgemacht hatte. Mein treuer, frisch angetrauter Ehemann weiß nichts davon. Ich fühle mich ganz schlecht und weiß aber auch, dass ich nicht anders kann und ich finde dieses Gefühl erregend, von drei Männern begehrt zu werden. Findet ihr, ich soll es ihm sagen und den Wunsch äußern, dass ich von allen Drei gerne durchgenommen werden will?

Beichthaus.com Beichte #00040013 vom 10.07.2017 um 08:35:07 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ist der Tod die Lösung?

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Verzweiflung Unglaube Gesundheit Familie

Mein Cousin ist zwölf Jahre alt und leidet unter Multipler Sklerose (MS). In letzter Zeit merke ich, wie sein Körper immer langsamer wird und ihm alltägliche und belanglose Sachen Schwierigkeiten bereiten, er ist auch täglich unter Medikamenteneinfluss. Es tut mir weh, ihn so zu sehen und ich gestehe, dass ich den Tod für ihn als Lösung ansehe. Gewiss wird sein Verlust schmerzhaft sein, aber ist es nicht schmerzhafter einen Menschen, den man liebt, täglich leiden zu sehen? Wäre es nicht wünschenswert, dass sein Leid aufhört? Wäre sein Tod nicht die Lösung? Bevor ich (w) hier als herzlose, eiskalte H*re abgestempelt werde, möchte ich kurz die Familienverhältnisse meines Cousins erklären.

Mein Onkel gehört zu der Sorte Mann, die ich am liebsten auf offener Straße anspucken möchte. Seine Aufgabe liegt, seiner Meinung nach, darin, das Geld zu verdienen und das war es dann. Nach Feierabend wird jedes Mal der Laptop angeschmissen, das Handy liegt natürlich immer griffbereit, könnte ja sein, dass man etwas verpasst. Und nebenbei läuft irgendein Fußballspiel gepaart mit Bier. Meiner berufstätigen Tante im Haushalt helfen? Fehlanzeige! Der Tagesablauf meiner Tante sieht etwas anders aus: Morgens muss sie meinen Cousin und meine 17 jährige Cousine zur Schule fahren, dann geht sie zur Arbeit, die Kinder abholen, einkaufen, kochen und putzen. Da bleibt ihr kaum Luft zum Atmen und ich bewundere sie für jeden überstandenen Tag. Die Ehe der Beiden ist seit der Diagnose der Krankheit kaputt, beide haben sich auseinander gelebt und eine Besserung ist nach so vielen Jahren auch nicht mehr in Sicht. Da mein Cousin zusätzlich zu seiner Krankheit nicht noch als Scheidungskind enden sollte, kam und wird eine Trennung nicht infrage kommen. Des Weiteren ist mein Onkel ein sehr jähzorniger und aggressiver Mann. In seinen wöchentlichen Wutanfällen wirft er ab und an mal allen vor, dass er mit einem behinderten Kind gestraft sie und sich fragt, warum er mit so einem Krüppel rumlaufen müsse. Schließlich ist er das Beste dieser Welt.

Und da frage ich mich: Ist es falsch, von mir zu denken, dass es für meinen Cousin das Beste wäre, wenn er von uns geht? Ist es richtig, dass er in solchen Familienverhältnissen aufwachsen muss? Ich versuche, so oft es geht, Zeit mit ihm zu verbringen und tue alles, um ihn von seinen Schmerzen abzulenken. Aber jedes Mal, wenn er sich an mich kuschelt, es sich auf meinem Schoß gemütlich macht und meine Hand nimmt, damit ich seinen Kopf streichele, könnte ich vor lauter Hilflosigkeit und Trauer anfangen zu weinen. Ich bitte um Vergebung und Verständnis dafür, dass ich den Tod als Lösung für meinen Cousin sehe. Ich schäme mich dafür, mit meinem Onkel verwandt zu sein und hoffe, dass er irgendwann alleine dasteht. Ohne Frau und Kinder. Ich einfach bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031692 vom 03.08.2013 um 22:25:24 Uhr (39 Kommentare).

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