Ich sehe nur noch sie

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Verzweiflung Begehrlichkeit Kirchbarkau

Ich habe wieder mal großen Mist gebaut. Ich habe mich in ein ganz tolles Mädchen verliebt, aber kann es ihr nicht zeigen, weil ich Angst habe, dass sie mir eine knallt oder mich auslacht. Ich will es ihr aber so gerne zeigen. Sie ist echt der Wahnsinn für mich. Eigentlich stehe ich auf einen anderen Typ, aber sie ist echt die totale Ausnahme. Ich mag echt alles an ihr. Jedes Haar, jedes Wort und ich Idiot mache sie dumm an. Nur, damit sie nicht merkt, wie es wirklich aussieht. Schon die kleinste Berührung von ihr macht mich total hektisch und verrückt. Ich laufe gegen andere Menschen und sehe nur noch sie. Es tut so verdammt weh. Warum nur?

Beichthaus.com Beichte #00009334 vom 19.05.2006 um 05:30:42 Uhr in Kirchbarkau (8 Kommentare).

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Fettgondeln im Disneyland

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Engherzigkeit Neugier Schamlosigkeit Urlaub Kalifornien

Vor einigen Jahren war ich (damals m/18) mit zwei Freunden für drei Tage im Disneyland. Am zweiten Tag war einer von ihnen krank und ist deshalb im Hotelzimmer geblieben. Mein anderer Kumpel und ich sind dann zusammen los. Eigentlich wollten wir zusammen in alle Fahrgeschäfte. Als wir allerdings am Eingangsbereich vom Disneyland ankamen, verließ gerade eine Gruppe sehr übergewichtiger Menschen einen Bus. Ich kann mir bis heute nicht wirklich erklären, warum, aber ich fand ihren Anblick und ihren Watschelgang irgendwie faszinierend. Ich habe meinem Kumpel gegenüber ein paar Witze über diese amerikanischen Tonnen gerissen. Er wirkte allerdings eher uninteressiert. Mein Kumpel und ich waren dann auf einigen Fahrgeschäften und ich hatte die Gruppe fettleibiger Menschen wieder vergessen. Einige Stunden später haben wir sie an einem Fahrgeschäft wiedergesehen. Einige von den Fettsäcken saßen inzwischen in Rollatoren. Ihr Fett quoll über die Sitze. Ich habe mich dann spontan entschieden, mich von meinem Freund zu trennen, um den Puddingwalzen zu folgen. Er hat mich entgeistert angeguckt und gefragt, wieso ich so einen Blödsinn machen will. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich langweile, weil Disneyland zu kindisch und deshalb auch zu langweilig für mich ist. Er hat mir einen Vogel gezeigt und ist seines Weges gegangen.


Ich bin den Rest des Tages unauffällig den amerikanischen Walen gefolgt. Wenn sie sich bei einem Fahrgeschäft anstellten, stand ich hinter ihnen in der Schlange. Wenn sie durch den Park spazierten, schlenderte ich in die gleiche Richtung. Ich habe auch fleißig ihre Unterhaltungen belauscht. Es ging meistens um Themen wie Diäten und Essen allgemein, sowie darum, wie gut ihnen Disneyland gefällt. Ich habe mich auch köstlich amüsiert, als ich wiederholt zusah, wie einige von ihnen wegen ihres gewaltigen Körperumfangs Schwierigkeiten hatten, sich in die Sitze von Fahrgeschäften zu quetschen. Bei einigen Fahrgeschäften wurde ihnen sogar von Angestellten gesagt, dass sie zu schwer sind. Dann wurden die Fettgondeln jedes Mal unglaublich wütend und sogar ausfallend. Das war natürlich auch sehr lustig für mich. Sie haben den ganzen Tag über auch Unmengen von Essen verputzt. Ich habe unauffällig dabei zugesehen. Obwohl mir von dem Anblick schlecht wurde, war es auch irgendwie faszinierend. Die Fleischkolosse haben den ganzen Tag lang nicht gemerkt, dass ich ihnen folgte. Ich habe dann sogar abends gemeinsam mit ihnen den Park verlassen. Die ganze Sache tut mir im Nachhinein ein wenig leid, wegen meines Kumpels. Allerdings habe ich später erfahren, dass er trotz meiner Abwesenheit einen schönen Tag hatte. Ich finde mein Verhalten an dem Tag einige Jahre später schon ziemlich komisch. Wiederholen würde ich es sicherlich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035182 vom 03.03.2015 um 08:13:35 Uhr in Kalifornien (Anaheim) (7 Kommentare).

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“Beichte

Zerstörerischer Krebs

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Verzweiflung Gesundheit Familie

Ich (m/24) möchte beichten, dass ich, obwohl ich ein sehr gefühlvoller Mensch bin, es nicht hinbekomme, die Menschen, die mir sehr am Herzen liegen, über meine wahren Gefühle aufzuklären. Ich versuche ständig, mir nichts anmerken zu lassen, den Starken zu geben und die Fassung zu bewahren - in Situationen, in denen dies oft nicht möglich ist. Als bestes Beispiel dient hier die Beziehung zu meinem Vater. Mein Vater war mein Leben lang für mich da. Er hat sich stets um mich gesorgt und mir jeglichen Weg im Leben ermöglicht, auch wenn es für ihn viel Stress und Arbeit bedeutet hat. Letztes Jahr ist mein Vater an Lungenkrebs erkrankt. Die Chemotherapie schlug zunächst an, jedoch kam der Krebs vor etwa einer Woche explosionsartig wieder. Die Ärzte teilten uns bereits mit, dass sie zwar erneut eine Chemo anbieten können, aber vermutlich nicht mehr als ein paar Wochen herausholen würden.


Der einst so starke Mann, der für mich immer auf alles eine Antwort hatte, alles mit mir gemacht hat, mich stets unterstützte und für mich da war, liegt nun vor mir im Bett, zu schwach aufzustehen oder gar etwas Vernünftiges zu essen. Er ist abgemagert und kann nur wenig gehen, oder rührt sich überhaupt aus dem Bett. Ich bin dazu verdammt, mit anzusehen, wie er mit seinen 60 Jahren immer mehr abbaut und vermutlich bald stirbt. Hierzu möchte ich beichten, dass ich, wenn ich Zeit mit ihm verbringe, nicht in der Lage bin, auszudrücken, wie sehr ich ihn liebe. Oder wie dankbar ich für alles bin, und wie sehr es mich schmerzt, ihn so zu sehen. Es zerreißt mich jede Sekunde innerlich. Ich kämpfe ständig mit den Tränen, kann mich auch bei der Arbeit oder sonst irgendwo nicht ablenken und würde wohl alles geben, wenn er nur wieder gesund werden könnte. Für meine Familie versuche ich, jetzt stark zu bleiben. Jeder hält mich für den Starken, der schon klarkommen wird. Doch eigentlich bin ich innerlich komplett zerstört.

Beichthaus.com Beichte #00033251 vom 12.05.2014 um 12:00:28 Uhr (12 Kommentare).

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Nie wieder Zickenalarm

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Vorurteile Ungerechtigkeit Arbeit Bonn

Ich arbeite in dem Familienunternehmen meiner Eltern. In unserem Büro arbeiten 12 Leute und für die Neueinstellungen bin ich verantwortlich, obwohl dies bei dieser Größenordnung nicht allzu oft vorkommt. Ich stelle bevorzugt dicke Menschen ein. Das klingt jetzt ziemlich paradox, da doch eigentlich überall immer das Gegenteil der Fall ist. Aber die "Völligen" sind einfach konzentrierter, lassen sich nicht von jedem Püppchen-Schnick-Schnack ablenken, sind zuverlässig und das Arbeitsklima ist einfach nur klasse. Und wenn man mit den Kollegen zum Mittagstisch geht, muss man sich auch nicht immer die "Ich esse heute nur einen Salat"-Leier an anhören. Es ist einfach herrlich! Ich beichte also, dass ich hübsche Sachbearbeiterinnen bzw. sportliche Sachbearbeiter diskriminiere und nicht einstelle, selbst wenn sie etwas besser qualifiziert sind. Ich habe einmal die Erfahrung gemacht eine Dame nach Aussehen einzustellen und dann war jeden Tag Zickenalarm angesagt. Einmal und niemals wieder!

Beichthaus.com Beichte #00030228 vom 30.08.2012 um 09:28:04 Uhr in Bonn (Tannenbusch) (31 Kommentare).

Gebeichtet von Oldbill
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Zufallsbeichte
“Folge

Die Fahrt im schwarzen Auto

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Engherzigkeit Familie

Ich hab gestern vergessen meiner Oma die Pillen zu geben. Sie war heute morgen ziemlich sauer, hat nicht mal ein Wort mit mir geredet. Nicht einmal beachtet hat sie mich. Dann habe ich ihren Freund, den Leichenbestatter, zum Kaffee eingeladen. Mit dem hat sie immer gerne gesprochen und wer sagt es, sie sind beide gleich mit seinem schwarzen Auto spazieren gefahren. Ich könnte schwören, dass sie gelächelt hat.

Beichthaus.com Beichte #00000278 vom 11.10.2005 um 09:05:24 Uhr (10 Kommentare).

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