Der Autoverwerter und der Stasi-Spitzel

16

anhören

Zwietracht Boshaftigkeit Maßlosigkeit Verschwendung Internet

Heute möchte ich um Absolution bitten. Und zwar ist vor etwa zwei Jahren im hohen Norden ein Kunde von einer Autowerkstatt betrogen worden und hat diesen Streit in eine sehr große deutschsprachige Internetseite verlegt, eigentlich wollte er nur um Rat bitten. Als ich auf den Beitrag stieß, dachte ich zuerst nichts besonderes, aber die Antworten der Werkstatt, genau genommen handelt es sich um eine Autoverwertung, glänzten nur noch so vor Lügen und Frechheiten, dass ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Naja, jedenfalls schien der Faden einige Male in der Versenkung zu verschwinden, doch ich ärgerte dann jedes Mal den Verwerter und seine Unterstützer, damit mir der Stoff zum Lachen nicht ausging. Fast zwei Jahre lang schrieben ich und andere Unbeteiligte an der Sache, weil es solchen Riesenspaß machte, zu sehen, wie sich diese Menschen regelmäßig freiwillig für uns zum Idioten machten. Dazu habe ich sie regelmäßig subtil beleidigt, aber auch mal etwas härter, weil sie subtile Anspielungen nicht verstehen. Mit seiner Intelligenz ist es offenbar nicht sehr weit her. Der Beitrag nahm mit der Zeit geradezu epische Ausmaße an, fast siebentausend Antworten, fünfhunderttausend Klicks und er wurde insgesamt dreihunderteinundvierzig Seiten lang. Man könnte ihn glatt als Buch drucken, ihn zu lesen dauert von Anfang bis Ende Tage.


Zurück zum Thema: in ihrer Paranoia stellte der Verwerter mit seinen Freunden ständig neue abstrakte Theorien auf, so meinten sie beispielsweise das alle, die nicht in ihrem Sinne schrieben, falsche Anmeldungen des Kunden waren. Darüber konnte man herzlich lachen, und manche machten sich sogar die Mühe, psychologische Profile des Autoverwerters und seiner Unterstützer zu erstellen und empfahl ihnen starke Medikamente, woraufhin sie erst explodierten und dann selbst so anfingen, wie Papageien. Und sie drohten Andauernd mit Klagen und erfanden Straftatbestände, die es gar nicht gibt. Als sich schließlich noch herausstellte, dass einer der Beteiligten auf Seiten der Autoverwertung ein ehemaliger Stasi-Agent war, gingen die Wogen noch viel höher. Es war einfach herrlich, da mitzuhalten. Eine regelrechte virtuelle Jagd.


Wir veranstalteten dann schließlich diesen Sommer sogar ein Grillfest in der Stadt, in der sich das abspielte, woraufhin uns der Verwerter die Polizei schickte, welche aber null Handhabe gegen uns hatte. Sie sagten uns lediglich, dass wir das Grundstück der Verwertung nicht betreten dürften. Hatten wir aber ohnehin nicht vor. Trotz Einladung kam leider der Verwerter selber nicht vorbei. Er hatte im Vorfeld versucht, durch gefälschte Beiträge in Foren, in denen er sich als Bürgermeister ausgab, das Grillfest zu verhindern, aber das machte uns nur noch wilder. Leider wurde die Diskussion vor drei Wochen für immer geschlossen. Jetzt habe ich für die Abende keine Beschäftigung mehr und muss mich wohl oder übel mit meiner Freundin abgeben. Schade. Lieber Autoverwerter und lieber Stasi-Spitzel, danke euch für die schöne Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00028412 vom 17.12.2010 um 04:14:49 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Rote Tampons

5

anhören

Neugier Schamlosigkeit Maßlosigkeit Kinder Osnabrück

Ich (m/20) war mit zehn Jahren zusammen mit einem Kumpel einkaufen, da dieser bei mir übernachten sollte. Wir suchten uns ein paar Dinge aus und wollten uns an die Kasse stellen - da die Schlange aber viel zu lang war, sahen wir uns noch ein wenig im Supermarkt um. Irgendwann landeten wir vor einem Regal mit den Damenhygieneartikel. Wir kicherten blöd und konnten uns kaum wieder einkriegen, dann kam mir eine Idee. Ich nahm eine Packung Tampons mit und brachte die Einkäufe zur Kasse, als die Kassiererin die Tampons über das Kassenband zog, wackelte mein Kumpel mit den Augenbrauen und wir brachen erneut in Gelächter aus, was die anderen Kunden sichtlich nervte.

Zu Hause angekommen öffneten wir ganz neugierig die Tampons und lachten wieder. Da meine Eltern noch nicht da waren, setzte ich meine Idee um. Ich holte meinen Farbkasten heraus und mischte rote Farbe in das Wasser, wir hielten die Tampons wie einen Teebeutel in die Mischung und warteten, bis sie sich vollgesogen hatten. Als wir endlich fertig waren, rannten wir, unser Gelächter unterdrückend, in das Treppenhaus, um es ein wenig zu dekorieren. Wir hängten die Tampons mit den Fäden an den Haustüren und der Eingangstür auf. Danach rannten wir lachend weg. Meine Eltern beschwerten sich über die Sauerei und auch die Nachbarn ärgerten sich, viele waren angeekelt, weshalb der arme Hausmeister den Müll entfernen musste. Es tut mir leid, dass wir ihm zusätzlich Arbeit gemacht haben.

Beichthaus.com Beichte #00040401 vom 02.10.2017 um 19:32:56 Uhr in Osnabrück (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ich habe Angst vorm Beichthaus

3

Engherzigkeit Feigheit Internet

Ich habe meinem Mitbewohner diese Seite gesperrt, weil ich glaube, dass solcherlei Lektüre nicht gut für sein infantiles Selbst ist. Außerdem habe ich Angst der er mir heimlich ins Bett kacken könnnte oder seine Mokkahöhle mit meiner Zahnbürste auf Hochglanz bringt. Ich hoffe, dass er es nicht merkt.

Beichthaus.com Beichte #00015869 vom 11.08.2006 um 07:00:04 Uhr (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Radtour meiner Eltern

29

Peinlichkeit Prostitution Lügen Familie

Ich muss was ziemlich Peinliches beichten. Gestern waren meine Eltern Radfahren. Ich bin in der Zeit mit einem Freund ins Bordell gegangen. Der Laden ist zwar ziemlich dreckig, aber die Frauen, die da arbeiten, sind ziemlich geil. Was ich beichten will, ist mir aber […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029125 vom 05.07.2011 um 13:56:55 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Der stumme Taxifahrer

26

Ignoranz Lügen Berlin

Ich (36/m/Türke) bin Taxifahrer in Berlin und ich tue immer so, als spräche ich nur türkisch, so dass die Fahrgäste denken, das ich sie nicht verstehen würde.

Beichthaus.com Beichte #00025117 vom 13.11.2008 um 15:37:39 Uhr in Berlin (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge