Meine Zeit in Rio

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Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit

Vor acht Jahren, ich war damals 18 (w), flog ich für drei Wochen in den Sommerferien nach Rio de Janeiro, um einen Portugiesischsprachkurs zu machen. Ich ging noch zur Schule und die Reise war für mich einfach ein großer Traum, für den ich lange gespart hatte. Natürlich hatte ich ziemlich Angst, alleine zu fliegen und alleine in einem fremden Land zu sein. Meine Eltern hielten mich sowieso für bekloppt. Mit 18 alleine nach Brasilien. Ich versprach ihnen hoch und heilig, nur mit meiner Gastfamilie unterwegs zu sein und nicht zu feiern oder nachts alleine rauszugehen.
Schon in der ersten Woche brach ich alle Versprechen. Meine Gastschwester war nur zwei Jahre älter als ich, und da sie zu diesem Zeitpunkt selber Sommerferien hatte, waren wir so gut wie jeden Tag Party machen, auf Partys eingeladen oder gingen was trinken. Ich lernte einen Haufen heißer Jungs kennen und machte so gut wie jeden Abend mit einem anderen rum. Den Sprachkurs ließ ich auch öfters ausfallen, obwohl ich dafür eine Menge bezahlt hatte. Das kam zum Glück nie raus. Eines Abends waren wir auf einer Studentenparty, ich hatte gekifft und hatte zudem noch eine Menge Alkohol getrunken. Im Vollsuff hatte ich dann mein erstes Mal, ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wer der Glückliche war, aber ich weiß nur noch, dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Die nächsten zwei Wochen verliefen nicht anders. Ich lernte so viele neue Leute kennen und war einfach fasziniert von der Gastfreundlichkeit und Offenheit der Brasilianer.
Nach den drei Wochen flog ich wieder nach Hause und musste meinen Eltern entweder die Wahrheit sagen, oder sie anlügen. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und schwärmte ihnen von dem tollen Sprachkurs vor und wie toll die Lehrerin doch war. Dabei hatte ich einfach nur die geilste Zeit meines Lebens in Rio und hätte es jederzeit wieder so gemacht. Meine Eltern denken bis heute, dass ich eines der anständigsten Mädels auf der Welt war. Nein! Es tut mir leid, ich bin so versaut.

Beichthaus.com Beichte #00031204 vom 14.05.2013 um 21:27:28 Uhr (32 Kommentare).

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Das Geld ist knapp

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Falschheit Lügen Verschwendung Geld Partnerschaft

Mein Freund und ich haben wenig Geld zur Verfügung, weil wir noch in der Ausbildung sind, und haben deswegen einen festen Betrag für Ausgaben gesetzt. Also für Allgemeines, gemeinsame Aktivitäten und natürlich auch jeweils für uns selbst, hier sind auch Klamotten usw. drin enthalten. Und wir haben einen Betrag für die Arbeit, also Mittagessen und Kaffee ausgemacht. Das Geld darf auch nur für diese Dinge ausgegeben werden. Eine Beichte ist es deswegen, weil das Geld, das ich für mich selbst ausgeben darf, 30 Euro monatlich beträgt und das für die Arbeit 15 Euro wöchentlich, aber ich habe meinem Mann nicht erzählt, dass der Kaffee dort umsonst ist und ich immer nur das esse, was ich mir selbst mitnehme und mir somit nichts kaufe. Stattdessen verwende ich das Geld für mich persönlich, damit ich mir im Monat auch mal etwas leisten kann, weil ich das langsam nicht mehr aushalte. Wenn ich ihm das sagen würde, dann würde es natürlich auch kein Geld mehr für die Arbeit geben. Ehrlich gesagt habe ich dabei schon ein schlechtes Gewissen, andererseits auch nicht und werde das auch weiter so machen. Der Eine kann eben damit lange auskommen, der Andere nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031202 vom 14.05.2013 um 20:35:21 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Achte auf dein Karma

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Betrug Feigheit Lügen Sucht Internet Fleetmark

Vor einigen Jahren, als ich meinen ersten Job verloren habe, bin ich in eine tiefe Onlinespielsucht gefallen.
Es soll keine Ausrede sein, aber ich habe für diesen Betrieb drei Jahre meines Lebens geopfert, war auf Dauermontage, also sechs Tage die Woche und am Wochenende habe ich teilweise auch noch mit gearbeitet. Ich wollte mich auf diese Art hocharbeiten und hatte viel Vertrauen seitens der Firmenleitung, bis ich hinterrücks verraten und fristlos entlassen wurde. Um Neujahr herum hatte ich auch meine damalige Freundin verloren, die zurück zu ihrem Ex ist. Jedenfalls habe ich mich dann in ein Onlinespiel vergraben. Damals spielte ich Ragnarok Online und hatte, nur wegen dem Style, zwei weibliche Charaktere. Eine Assassine und eine Priesterin. Das Problem war zu damaliger Zeit, dass man in dem Spiel ohne Equipment nur sehr schlecht vorankam, oder teilweise auch gar nicht. Über die Gilde lernte ich dann einen Jungen kennen, der Waffen für eine Assassine hatte und genau das war anfangs mein Ziel. Die Waffen hatten einen enormen Wert und sind auch nicht, wie zum Beispiel in WoW, seelengebunden und somit frei handelbar. Um sein Vertrauen zu bekommen, habe ich mich weiterhin als Frau ausgegeben. Ich habe diesem Jungen etwas vorgespielt und ihn richtig verarscht. Ich habe mich als weibliche Person ausgegeben, habe ihm Bilder einer wildfremden Frau geschickt und es damit auch noch richtig übertrieben. Er hatte sich in mich verliebt, wir hatten mehrmals Cybersex und wir haben sogar in dem Spiel geheiratet. Denn damals wurde das Wedding-System frisch eingeführt. Der Junge war richtig in mich verschossen, also in die Frau, die ich ihm vorspielte. Er hat nie irgendwelche Zweifel geäußert und auch nie nach einer Telefonnummer oder so gefragt. Ich habe das so lange ausgenutzt, bis ich keinen Bock mehr auf das Spiel hatte, und habe es dann noch nicht mal fertiggebracht, ihm die Wahrheit zu sagen und bin einfach Offline geblieben.

Eine Freundin von mir sagte einmal, dass ich aufs Karma achten soll. Wenn ich jemanden etwas Böses antue, werde ich dies doppelt oder dreifach zurück bekommen. Jetzt weiß ich, dass es Karma gibt. Meine letzten drei Beziehungen waren die pure Verarsche und Retourkutsche. Ich wurde selbst von Frauen ausgenutzt, die einfach nur Aufmerksamkeit wollten, und zum Schluss sind alle drei zu ihren Ex-Freunden zurück gegangen. Die Letzte hat mich mit ihrem Ex betrogen, ist jetzt schwanger von ihm und wird ihn noch dieses Jahr heiraten. Es spielt keine Rolle, wie es mir damit geht, denn heute weiß ich, dass ich es verdient habe. Derzeit bereue ich es zutiefst, diesen Jungen so verarscht zu haben, denn an sich war er ein lieber Bursche und er hatte das nicht verdient. Wenn ich heute Kontakt zu ihm herstellen könnte, würde ich mich persönlich bei ihm entschuldigen. Nan-Barad, so hieß er im Spiel, seinen richtigen Namen habe ich vergessen. Falls du dies lesen solltest und dir eine "Sarabis aka Jennifer" bekannt vorkommen sollte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031199 vom 14.05.2013 um 17:58:54 Uhr in Fleetmark (14 Kommentare).

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Meine Zauberbrille

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Lügen Faulheit Studentenleben

In den ersten zwei Semestern meines Studiums war ich (w/23) stinkfaul, leicht ablenkbar und konnte mich null auf das Lernen konzentrieren. Aus Spaß setzte ich einmal beim Herumalbern die Brille einer Freundin auf und fand, dass ich damit wirklich wie eine ernst zu nehmende Studentin aussah. Ich habe eine wirklich minimale Sehschwäche und mir wurde bei deren Feststellung vom Augenarzt vor ein paar Jahren, mehr oder weniger empfohlen, nur dann eine Brille zu tragen, wenn ich Probleme hätte. Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf kam, aber ich habe mir ein paar Tage später tatsächlich meine Werte bescheinigen lassen und mir eine sehr schlichte, schmale Brille besorgt. Ich trage diese Brille ausschließlich in Vorlesungen und bei Übungen, ansonsten nie, auch nicht beim (privaten) Lesen, egal wie klein die Buchstaben sind. Sehtechnisch hat sie eine so geringe Stärke, dass sie kaum etwas bringt, aber sobald ich mir das Gestell auf die Nase setze, schalte ich in den Seriositätsmodus um, lasse mich nicht ablenken und konzentriere mich auf meine Arbeit.

Das mache ich jetzt seit zwei Semestern so und habe nun, mit überraschend guten Ergebnissen, erfolgreich mein Grundstudium absolviert. Trotzdem tut es mir leid, dass ich das Teil praktisch aus Spaß trage, einfach weil außer mir alle in meiner Familie Brillenträger sind und es sie oft tierisch nervt, ohne Gläser nichts zu sehen. Außerdem habe ich schon ein paar Mal gelogen, als Kommilitonen mich darauf ansprachen, wieso ich beispielsweise in der Mensa, in einer Kneipe oder sonst wo ganz ohne Brille zurechtkomme. Ich sage dann immer, dass nur das lange Lesen meine Augen so anstrengt. Ich komme mir schäbig vor, aber ohne meine Brille fehlt beim Lernen irgendwas. Auch wenn sie mir nicht steht - ich besitze eine Zauberbrille.

Beichthaus.com Beichte #00031186 vom 13.05.2013 um 18:08:04 Uhr (14 Kommentare).

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Lügen zum Wohl der Älteren

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Lügen 50+ Zivi & Bund

Lügen zum Wohl der Älteren
Ich mache derzeit meinen Zivildienst in einer ambulanten Pflegestelle und bin dort, meines Erachtens, auch gern gesehen und sehr beliebt. Mein Problem, also der Grund, warum ich hier beichte, ist, dass ich die älteren Damen und Herren anlüge. Zu meinen Aufgaben gehört es zum Beispiel auch einkaufen zu gehen, meistens mit Dame oder Herr im Schlepptau. Diese Sagen dann immer, dass man so fleißig und hilfsbereit sei und wollen einen immer gleich zum Mittagessen oder zum Kaffeetrinken einladen. Ich lüge den meisten Leuten dann immer vor, dass ich keine Zeit hätte oder keinen Appetit, weil ich leider auch weiß, wie es einigen finanziell geht. Also belüge ich die Damen und Herren, um von Ihnen keine Einladungen annehmen zu müssen. Für einige hört sich das bestimmt nach einem Witz an, aber ich fühle mich dabei immer schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00031171 vom 10.05.2013 um 19:08:41 Uhr (14 Kommentare).

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