Die Liebe meines Hundes

7

anhören

Falschheit Engherzigkeit Tiere

Ich (w) habe seit circa einem halben Jahr einen unfassbar süßen und lieben Hund. Er gehört zu den besten Dingen, die mir je passiert sind. Wir haben ihn zwar offiziell als "Familienhund" angeschafft, aber da es eh geplant ist, dass ich ihn bei meinem Auszug mitnehme, weiß eigentlich jeder, dass er in erster Linie mein Hund ist. Das wird vor allem dadurch bestätigt, dass ich mich die meiste Zeit um ihn kümmere. Nun ist es allerdings so, dass meine Schwester vor einer Woche aus Kanada zurückgekommen ist, wo sie ein Auslandsjahr gemacht hat. Ich liebe meine Schwester und habe mich schon unheimlich auf sie gefreut. Allerdings hatte ich auch Angst, dass sie irgendwann die neue Bezugsperson meines Hundes wird, da sie ja fortan sehr viel zu Hause sein würde. Und am Anfang wurde diese Angst nur geschürt. Er findet sie nämlich super. Das gönne ich ihr und ihm ja auch, aber, auch wenn es egoistisch ist, wollte ich seine "Mama" bleiben. Aber nun zur Beichte. Meine Schwester wollte alleine mit meinem Vater shoppen gehen und sie wollten den Hund mitnehmen. Aber schon bei dem Gedanken bekam ich die Krise, ich wollte nicht, dass mein Kleiner nicht da ist, wenn ich von der Schule nach Hause käme. Aber was wollte ich machen, ich fügte mich also und ging normal zur Schule. Auf dem Weg nach Hause traf ich dann meine Schwester, als sie gerade mit dem Kleinen Spazieren war. Natürlich begleitete ich sie dann ein Stück und an einer Wiese ließ sie ihn von der Leine und ich verabschiedete mich von ihr. Allerdings nicht von ihm, da ich wusste, wie er dann reagieren würde.


Normalerweise ist er nämlich nicht gerne von mir getrennt und würde dann hinter mir herlaufen. Deswegen habe ich dann versucht, mich unbemerkt davonzuschleichen, in der Hoffnung, dass er mir hinterherläuft. Und nach ein paar Metern tat er auch genau das, denn ich hörte meine Schwester seinen Namen rufen und sah, dass er auf der Suche nach mir war. Er wurde ganz aufgeregt, und als er mich sah, flitzte er sofort los und rannte zu mir. Ich habe mich gefreut wie ein Keks. Nicht nur darüber, dass er mich offenbar mehr mag als sie, sondern auch darüber, dass er auf ihr Rufen gar nicht reagierte. Ich brachte ihn dann zu ihr, wo sie ihn an die Leine nahm und als wir dann beide unserer Wege gingen, hörte ich ihn noch eine ganze Weile laut winseln und bellen. Ich möchte also beichten, dass ich von der Liebe meines Hundes abhängig bin, und dass ich meine Schwester nicht über sein Verhalten aufgeklärt habe. Außerdem möchte ich beichten, dass ich mich tierisch gefreut habe, die Bestätigung meines Hundes in dieser Form zu sehen. Ich weiß, das klingt echt armselig und vermutlich wird das auch niemand verstehen. Aber ich könnte es einfach nicht ertragen, wenn er eine neue Bezugsperson entdecken würde.

Beichthaus.com Beichte #00032423 vom 19.12.2013 um 18:07:30 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zickenkrieg in den kanadischen Wäldern

26

anhören

Ungerechtigkeit Vorurteile Urlaub Arbeit Plaaz

Zickenkrieg in den kanadischen Wäldern
Ich arbeite bei einer Firma, die Abenteuerausflüge im Ausland organisiert - meistens in Kanada oder in den Vereinigten Staaten. Wir begleiten dabei meistens Gruppen von zwanzig Personen durch die Wildnis - ich bin mittlerweile jedoch hauptsächlich in Deutschland in der Verwaltung. Ich bin also nicht mehr so viel unterwegs, aber es war auf jeden Fall eine tolle Zeit. Da ich verheiratet bin, ist es klar, dass ich nicht dauerhaft beim Lachsangeln in Alaska sein kann. Aber nun zu meiner eigentlichen Beichte, unsere Firma berechnet die Preise nicht pauschal, sondern abhängig von den Teilnehmern. Beispielsweise nehmen wir bei einer Gruppe Rentner einen höheren Betrag, weil wir einfach aus Sicherheitsgründen einen Mitarbeiter mehr mitschicken müssen. Die Gefahr, dass jemand einen Herzinfarkt, oder Ähnliches bekommen könnte, ist einfach zu groß. Was mir hier aber sicher sehr viel Hass einbringen wird, ist die Tatsache, dass wir auch von Frauen mehr Geld als von Männern nehmen - besonders von jungen Frauen. Wir haben sogar schon solche Ausflüge abgelehnt. Der Grund dafür ist, dass wir einfach festgestellt haben, dass Gruppen, die nur aus Frauen bestehen, ein unglaublich schlechtes Sozialverhalten besitzen. Den Zickenkrieg, den ich teilweise mitten in den Wäldern von Kanada erlebt habe, war einfach nicht mehr schön. Es kam teilweise sogar vor, dass wir solche Ausflüge abbrechen mussten, weil einige Teilnehmerinnen nur noch am Weinen waren.

Beichthaus.com Beichte #00032422 vom 18.12.2013 um 16:45:21 Uhr in Plaaz (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der Hellseher an der Haltestelle

15

anhören

Falschheit Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich (m/19) fahre jeden Tag mit dem Bus zur Universität und muss unterwegs einmal umsteigen. Bei der Rückfahrt erlaube ich mir meist einen Spaß an der Haltestelle, an der ich umsteige. Ich versetze die Leute in den Glauben, dass ich ein Hellseher sei. Ich packe extra ein Buch aus und lege möglichst viele Sachen auf die Sitzplätze an der Haltestelle, damit ich schön gechillt aussehe. Ganz plötzlich und panisch nehme ich dann zu einem bestimmten Zeitpunkt alle meine Sachen wieder schnell in die Hand und stelle mich an den Straßenrand, als wäre der Bus schon da, und siehe da, auf einmal kommt dann der Bus! Durch eine Rechtskurve kann man den Bus nämlich erst viel zu spät sehen und hören schon gar nicht. Die Leute schauen mich dann immer ganz seltsam an und haben total verwirrte Gesichter - und einmal hat mich ein Mann eben als Hellseher bezeichnet. Da die Haltestelle außerdem an einem Bahnhof ist, sind dort meistens recht viele Leute, und vor allem sind selten die gleichen Personen am Warten. Das sind dann jeden Tag andere Menschen, die ich mit meinen "hellseherischen Fähigkeiten" reinlege. Dabei ist der Trick ganz einfach. Auf der anderen Straßenseite ist die Haltestelle für die Gegenrichtung und dort steht ein Wartehäuschen aus Glas. Dieses spiegelt den Bereich hinter der Kurve, sodass man den Bus gut erkennen kann. Ich verstehe einfach nicht, warum das niemand merkt. Ein halbes Jahr lang hat dieses tägliche Szenario auch echt gut geklappt - als es dann aber ein weiteres Mal so weit war, habe ich unseren Linienbus mit einem Schulbus verwechselt und habe ganz umsonst die hektische Panik gespielt. Als dann dieser Schulbus ankam, war mir das sehr peinlich, und auch die Leute um mich herum haben mich dieses Mal nicht verblüfft, sondern eher schadenfroh angesehen. Aber diesen Moment habe ich wohl verdient. Ich beichte hiermit also, dass ich mir auf Kosten anderer einen Spaß erlaubt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032421 vom 18.12.2013 um 16:30:33 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die habgierige Menschheit

13

anhören

Habgier Maßlosigkeit Geld

Eine Zeit lang habe ich wirklich viel Geld verdient und dann angefangen 5-Euro-Scheine an öffentlichen Plätzen liegen zu lassen und mir anzuschauen, wer das Geld aufhebt, und wer nicht. Als ich einmal sogar einen Zwanziger für dieses Unterfangen mitnahm und ihn unauffällig am Bahnhof ablegte, konnte ich beobachten, wie ein Penner den Schein lange anstarrte - wohl um herauszufinden, ob er jemandem gehört. Dann ging er vorsichtig zu dem Schein hin und gerade, als er ihn aufheben wollte, sah das auch noch ein anderer Mann. Er war allerdings gut gekleidet - und schnappte ihm den Schein sofort vor der Nase weg. Er sagte dann auch noch ein paar Worte zu dem Penner, und egal, was er sagte, es war falsch. Was ich jetzt beichten möchte? Dass ich nichts unternommen habe. Und ich möchte stellvertretend für diesen gierigen Mann beichten, und ich hoffe sehr, dass das Karma bei ihm voll zuschlägt.

Beichthaus.com Beichte #00032420 vom 19.12.2013 um 02:44:35 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Aushilfsmama für meinen Freund

23

anhören

Zorn Trägheit Verschwendung Faulheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich aus reiner Nachlässigkeit Nahrungsmittel schlecht werden ließ. Der Hintergrund zu der Sache ist, dass ich schon vor längerer Zeit feststellen musste, dass im Haus nichts aufgeräumt wird, wenn ich das nicht Selbst tue. Mein Freund scheint zu glauben, dass er mit einer Aushilfsmama zusammengezogen ist, und nicht mit seiner Freundin. Ich bin jedoch berufstätig und habe genauso wenig Lust, seinen Dreck wegzumachen, wie er meinen wegmachen möchte. Aber wenn ich ihn dann bitte, etwas zu machen, ist das ein richtiger Skandal. Und auf die Idee, mal etwas nur für mich aufzuräumen, kommt er erst gar nicht, schont wohl seine Nerven. Er scheint zu meinen, dass ich seine persönliche Putzfrau bin. Alles reden hilft nichts, manchmal sitzt er einfach tagelang neben einem Haufen Dreck, den er hinterlassen hat. Gern wird auch ein Berg Kartons oder ein Stapel Zeitungen mitten im Raum abgestellt und dort vergessen, damit jeder, der in den Raum kommt, sich die Haxen bricht - jedenfalls, bis ich mich genug ärgere, um ihn zur Seite zu stellen. Inzwischen bin ich dazu übergegangen nur noch aufzuräumen wenn Besuch kommt, in der Hoffnung, dass er irgendwann mal von selbst auf die Idee kommt, aufzuräumen. Wir versinken also gemeinsam im Müll - aber ich habe wirklich keine Lust seine Putzfrau zu spielen!


Ganz so radikal, wie das jetzt klingt, ist es aber nicht. Ich mache immer noch regelmäßig den Abwasch und räume auch verderbliches Essen weg. Und das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Gestern kam mir nämlich etwas dazwischen und ich war fast zwei Tage lang nicht zu Hause. Nach der Arbeit fuhr ich zu meinen Eltern und übernachtete dort, um dann von dort aus wieder zur Arbeit zu fahren. Natürlich war mein Freund darüber informiert, und als ich dann nach Hause kam und total fertig einfach nur ins Bett fiel, ahnte ich nicht, dass mein Frühstück immer noch dort stand und vor sich hingammelte. Ich hatte es in meiner Hektik vergessen und er hatte es nicht einmal geschafft, die Wurst in den Kühlschrank zu räumen, wie ich das sonst auch immer für ihn tat. Mein Freund saß also zwei Tage lang neben einer alten gammeligen Wurst und knochenhartem Brot und störte sich einfach nicht daran. Heute konnte ich unsere Nahrungsmittel also größtenteils wegwerfen. Ich war also blöd genug, zu denken, dass ich mich darauf verlassen könnte, dass ein erwachsener Mann auch mal Verantwortung übernimmt. War wohl selbst schuld. Es tut mir leid, liebe Geflügelwurst.

Beichthaus.com Beichte #00032419 vom 19.12.2013 um 03:37:47 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000