Eine Affäre unter der Woche

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Fremdgehen Falschheit Partnerschaft Hamburg

Ich (w/21) bin Studentin, und bin seit einem Jahr und zwei Monaten in einer festen Beziehung. Mein Freund war aus Geschäftsgründen in einer anderen Stadt, abends lud mich ein Freund zu sich in die WG ein. Wir hatten vor einigen Monaten zusammen gekellnert und ich war schon öfter dort gewesen, weshalb ich von einem stinknormalen Abend ausging. Ich wusste zwar, dass er an mir interessiert war, und war ebenfalls an ihm interessiert, doch hätte ich nie gedacht, dass daraus irgendetwas werden würde. Wir schauten uns einen Film an, spielten etwas Gitarre, tranken dazu und plötzlich küsste er mich leidenschaftlich. Im ersten Moment war ich ziemlich schockiert, dann küsste ich ihn zurück. Und der Rest ergab sich so ziemlich von selbst: Wir landeten im Bett. Wie oft wir in dieser Nacht in welcher Position Sex hatten, weiß ich nicht mal mehr. Es war auf jeden Fall eine totale Überraschung. Er war einfach nur spitze im Bett. Beim Frühstück war ich etwas verlegen, weil ich seine Lippe etwas demoliert hatte, die Verlegenheit legte sich im Nachhinein aber wieder relativ schnell.

Morgen wollte ich eigentlich wieder zu ihm, doch sein Mitbewohner ist wieder da, wir kennen uns und auch er weiß über meine Beziehung Bescheid. Deswegen haben wir nun vor, uns nur noch an Tagen zu treffen, an denen sein Mitbewohner nicht anwesend ist. Er hat mir vorgeschlagen, unseren gemeinsamen Bekannten zu erzählen, dass wir ein Paar sind, damit keine Komplikationen auftauchen. Was an sich eigentlich auch funktionieren würde, da mein Freund sowieso einige Stunden entfernt wohnt und meinen Freundeskreis aus dem Cafe, in dem ich vorher kurze Zeit gekellnert habe, nicht kennt. Da wir uns aufgrund seiner Arbeit und meines Studiums unterhalb der Woche nicht oft sehen können, würde diese Affäre wahrscheinlich auch nicht ans Tageslicht gelangen.

Beichthaus.com Beichte #00035562 vom 26.04.2015 um 02:41:29 Uhr in 22607 Hamburg (Flottbeker Marktweg) (22 Kommentare).

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Hilfe! Ich möchte mir den Arm brechen

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Neugier Selbstverletzung

Hilfe! Ich möchte mir den Arm brechen
Ich (w/22) habe einen merkwürdigen Tick. Und zwar hätte ich wirklich zu gerne einen gebrochenen, eingegipsten Arm. Ihn mir selber zu brechen steht natürlich außer Frage - ich bin zwar absolut keine Pussy und nicht gerade zimperlich im Umgang mit mir selber, aber selbstverletzendes Verhalten überschreitet dann doch meine Grenzen bei Weitem. Ich würde nur einfach gerne mal wissen, wie sich ein gebrochener Arm anfühlt. Sowohl beim Brechen an sich als auch im Gips beim Heilen. Natürlich würde ich auch gern Unterschriften auf meinem Gips sammeln wollen. Die ganzen Urban Legends, von wegen Zwiebel oder Seife über Nacht an den Arm binden und den dann am Morgen nur ganz leicht an die Tischkante hauen, habe ich ausprobiert. Selbstredend ohne Erfolg. Ich weiß, dass es echt bescheuert ist, weil das Ganze mit Schmerzen und eventuell längerfristigen Folgen einhergeht.

Beichthaus.com Beichte #00035559 vom 25.04.2015 um 21:13:03 Uhr (24 Kommentare).

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Mein Nachbar, der fanatische Hobbygärtner

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Hochmut Nachbarn

Mein Nachbar (47 Jahre) und ich (28 Jahre) haben beide einen schön gepflegten Garten hinter unseren Häusern. Der Garten meines Nachbarn ist jedoch doppelt so groß. Daran geilt er sich dermaßen auf, dass es inzwischen nur noch nervt. Wenn wir am Gartenzaun miteinander reden, gibt er jedes Mal mit seinem Garten an, wie viel Arbeit er damit hat, dass er ständig Rasen mähen und die Büsche, Bäume und Sträucher schneiden muss. Wenn ich dann mal in meinem Garten sitze, bekomme ich ständig zu hören, wie schön ich es doch habe und dass er sich einen abschuftet, damit sein Garten in Schuss bleibt. Ich, mit meinem kleineren Garten und weniger Sträuchern, hätte den Himmel auf Erden. Kurzum, er will mich immer damit aufziehen, dass er mehr Arbeit hat als ich. Ihm macht das nach eigener Aussage nichts aus, denn er mache die Gartenarbeit ja gerne. Und er ist sich sicher, dass ich nicht mit ihm tauschen möchte. Zudem ist er ein gnadenloser Angeber.

Jede Woche muss er tonnenweise Grüngut wegfahren, Fässer voll Wasser auf die Blumen gießen. Vor drei Wochen hat er fast ein Dutzend Säcke Dünger ausgebracht. Er müsse sogar seinen Rasenmäher drei Mal nachtanken, weil das Grundstück so groß ist. Ja, sein Grundstück ist größer, aber seine Maßangaben sind einfach nur übertrieben. Zudem habe ich ihn mal beim Mähen beobachtet. Eine Tankfüllung ist absolut ausreichend. Der Kerl hat einfach nur einen an der Waffel. Sein Gras ist das schönste, seine Hecke die höchste und seine Blumen die durstigsten. Als er und seine Alte letztens in Urlaub waren, habe ich einen Plan geschmiedet. Da ich niemandem etwas zerstören möchte, habe ich es ihm auf eine andere Art heimgezahlt. Ich habe im Internet nach Rasendünger gesucht, aber einen von der ganz teuren Sorte. Den Erfahrungsberichten der Kunden zufolge musste das ein Teufelszeug sein. Ich habe davon dann 100 Kilogramm bestellt, für ganze 75 Euro, aber das war es mir wert. Bei Nacht und Nebel habe ich den Dünger auf seinem Rasen verstreut und dafür die doppelte Menge verwendet, wie auf der Packung vorgeschrieben.

Tatsächlich hielt der Dünger, was er versprach. Das Gras schoss förmlich in die Höhe und wuchs doppelt so schnell wie meines. Der Angeber kommt nun im Mähen kaum hinterher. Vorher war es übertrieben, wenn er davon sprach, tonnenweise Gras zu haben, nun kommt es fast hin. Er hat vor einer Woche gemäht und das Gras ist nun schon für den nächsten Schnitt bereit. Die Verpackung vom Dünger habe ich auf der Mülldeponie entsorgt, damit er sie auf keinen Fall in meiner Mülltonne oder auf dem Grundstück sieht. Nun genieße ich es einfach nur, wie er sich abmüht.

Beichthaus.com Beichte #00035557 vom 25.04.2015 um 15:36:38 Uhr (17 Kommentare).

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Deutschlands Vergangenheitsbewältigung

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Hass Gesellschaft Politik

Ich beichte, dass es mir mittlerweile nur noch auf den Sender geht, dass Deutschland immer noch für Geschehnisse verurteilt wird, die mittlerweile weit weg vor der möglichen Einflussnahme der jetzigen Bevölkerung geschehen sind. Und jetzt wo unser Bundespräsident […]
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Beichthaus.com Beichte #00035554 vom 24.04.2015 um 22:35:24 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Freuden der Selbstständigkeit

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Verzweiflung Waghalsigkeit Arbeit Geld

Ich bin eigentlich ein lebensfroher, ehrgeiziger und sehr motivierter Mensch. Doch seit einer geraumen Zeit verfolgt mich eine Kettenreaktion des Pechs. Ich bin Angestellter in einem Autoteilefachhandel und bin seit 2008 nebenberuflich selbstständig mit einem kleinen Piercingonlineshop. Bis vor zwei Jahren hatte ich ein erfülltes Leben, ich hatte zwar nie viel Geld, aber ich konnte mich gut ernähren. Menschlicherweise wollte ich mein Leben verbessern und beschloss, mit einem Kumpel ein neues Haus anzumieten, bei dem meine Mietausgaben sich natürlich auch erhöhten. Der Piercingverkauf lief gut und ich brauchte eben auch ein gescheites Büro, um mein Kram zu erledigen. Dann fing der Spaß auch an. Da dieses Haus ein Neubau ist, und wie es üblich ist, diese immer den geplanten Start nicht schaffen, saßen wir auf der Straße - übernachteten bei Freunden, mal dort, mal dort. In dieser Zeit hatte ich nicht die Möglichkeit, mich ausgiebig mit meinem Onlineshop zu beschäftigen, was noch bis heute bemerkbar ist. Denn die kräftig zahlenden Kunden, die mir die Piercings regelrecht aus der Hand rissen, sind abgesprungen.

Durch eine Einkommensteuernachzahlung von knapp 5.000 Euro wurde ich dann das erste Mal in die Knie gezwungen. Ich hatte falsch kalkuliert und gestehe diesen Fauxpas. Ich war gezwungen mir Geld zu leihen, um diese Rechnung zu begleichen. Solche Erfahrungen muss wohl jeder mal machen. Also nicht so tragisch, denn dies ist Lehrgeld, was nicht schön ist, aber passieren kann. Da das Finanzamt nun auch zusätzlich Vorauszahlungen haben wollte, für die Einkommensteuer, obwohl das Geschäft nicht gut lief, konnte ich an vielen Monaten meine Miete nicht zahlen, die mein Kumpel dann übernommen hat. Da er ein viel besseres Gehalt hatte als ich, empfand er das nicht als Problem. Also hatte ich in vielen Monaten wieder Schulden gemacht. Nach einer kurzen Zeit war dann ein netter Brief im Briefkasten. Ein Anwaltsschreiben, das mich informierte, dass ich wegen des Wortes "nickelfrei" in meinen Artikelbeschreibungen eine Patentverletzung begangen habe. Ein Unternehmen hat eine Handhabung, einen Edelstahl ohne Nickel zu produzieren, und hat sich das patentieren lassen. Da man so etwas in Deutschland natürlich wissen muss, war ich für den Schaden verantwortlich. Die Firma gab an, deshalb einen Schaden von 80.000 Euro gehabt zu haben, obwohl diese Firma bisher nie ein Piercing hergestellt hat. Sie schlugen mir vor, gegen eine Bezahlung von 6.000 Euro sei alles wieder gut. Da mein Lieferant auf der Startseite seiner Webseite groß stehen hat, dass alles garantiert nickelfrei ist, fühlte ich mich im Recht und war gezwungen, mir einen Anwalt zu nehmen, um mich zu schützen.

Der Teufelskreis ging also weiter. Ich - verschuldet, kein Geld, einen Onlineshop, der nicht läuft, eine Abmahnung mit 6.000 Euro Forderungen - brauchte einen Anwalt, den ich mir nicht leisten kann. Beste Voraussetzungen für ein fröhliches Leben. Der Anwalt hat also die Abmahnung abgewiesen und wir einigten uns für ein Honorar von knapp 1.000 Euro für das außergerichtliche Handeln meines Anwalts. Falls da also Bedarf bestehen würde, müsste ich nichts mehr bezahlen. Und so ging die Sache weiter. Da der Abmahner davon nicht überzeugt war, ging er gleich weiter zu gerichtlichen Maßnahmen, für die das Anwaltshonorar nicht ausgelegt war. Also kommen nun weitere Prozesskosten auf mich zu und ich habe keinen Cent in der Tasche. Nun folgt wohl auch bald ein Gerichtsverfahren und ich ahne irgendwie, dass ich nicht gut aus der Sache komme. Weil es so schön ist, geht es weiter.

Ich hatte mir vor ein paar Jahren eine Stickmaschine gekauft, um meine nebenberuflichen Tätigkeiten zu erweitern. Ich hatte mich informiert und beraten lassen, dennoch blieb der Erfolg aus, weil ich zu dumm bin, mich mit dieser professionellen Maschine zu befassen, um optimale Arbeiten zu präsentieren. Diese staubte nun 1,5 Jahre im Keller ein, bis ich beschloss, es sein zu lassen und die Maschine zu verkaufen. Bei einem großen Onlineauktionshaus versteigerte ich die Maschine für knapp 2.000 Euro. Das Geld kam mir sehr zugute, um meine Schulden zu tilgen, die ich wegen des Umzugs und Steuernachzahlungen leisten musste. Schade war nur, dass derjenige, der die Maschine gekauft hat, wohl noch weniger Ahnung davon hatte als ich. Dieser wendete sich an den Plattformbetreiber, dass die Maschine nicht funktioniert und ich war gezwungen, die Maschine zurückzunehmen. Da ich das Geld nicht mehr besaß, war ich wieder gezwungen, Freunde anzubetteln, um die Maschine zurückzukaufen. Und der Käufer behandelte die Maschine leider nicht so, wie man mit fremdem Eigentum umgehen sollte, und schmiss Maschine und Zubehör lieblos in den Karton, was zu schweren Bruchschäden führte.

Ich hatte also kein Geld, noch mehr Schulden und eine defekte Maschine. Ich schickte die Maschine zur Reparatur und dort wurde festgestellt, dass die Maschine nur nicht richtig arbeitete, weil die Nadel defekt war. Die hätte man aber ohne Probleme austauschen können. Ersatznadeln gab es massig dazu. Als wäre das nicht schon traurig genug, bekam ich auch die entstandenen Gebühren für den Verkauf nicht zurück, da ich mich beschwert hatte und die Auszahlung an den Käufer verweigerte. Ich hätte es hinnehmen sollen, dass man mit meinem Eigentum so umgeht, und hätte wenigstens die knapp 200 Euro Gebühren wiederbekommen. Ich musste also die Maschine wegen der Bruchstellen viel günstiger verkaufen und siehe da, der neue Käufer kann damit umgehen. Respekt! Was will ich mit dieser Geschichte bezwecken? Ich bin verzweifelt. Innerhalb kürzester Zeit ist mein Leben ein reiner Scherbenhaufen und das alles nur wegen des Geldes. Ich verdiene nicht besonders viel bei meinem Hauptberuf. Gut, man könnte sich einen neuen Job suchen. Aber was ist, wenn ich die Verhandlung verliere und eventuell Insolvenz beantragen muss und es Lohnpfändungen gibt? Welcher Arbeitgeber behält Mitarbeiter, die solche Probleme haben?

Ich arbeite für mein Leben gern und mache abends auch noch eine Fortbildung zum geprüften Wirtschaftsfachwirt, die natürlich auch Geld kostet. Ich bin wegen der ganzen Geschichte seelisch schon ziemlich angeschlagen und privat ein Seelenwrack. Auf der Arbeit blühe ich wieder auf und kann abschalten. In einer Welt, in der kleine Kinder sterben, weil sie nichts zu essen haben, schäme ich mich für die Probleme, die ich habe, denn es gibt Menschen, die würden sich freuen, wenn sie nur solche Sorgen hätten wie ich, aber ich weiß echt nicht weiter. Ich will bzw. muss das Geld meiner Familie und Freunden zurückzahlen. Diese dürfen nicht für mein chaotisches Leben haften. Das kann ich nicht mit meinen Gewissen vereinbaren. Da die Chance wohl gering ist, dass ich von einem Auto erfasst werde, damit meine Lebensversicherung meine Schulden tilgt, muss ich irgendwie wieder auf die Beine kommen.

Beichthaus.com Beichte #00035542 vom 23.04.2015 um 19:29:45 Uhr (16 Kommentare).

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