Die Anschwärzer

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Hass Aggression Feigheit Polizei Rainergasse

Ich bin nunmehr seit fünfzehn Jahren Polizist. An sich liebe ich meinen Beruf. Man sieht viel und komm mit vielen Leuten ins Gespräch. Aber da gibt es etwas, das ich abgrundtief hasse und was mich immer mehr daran zweifeln lässt, den richtigen Beruf ergriffen zu […]
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Beichthaus.com Beichte #00031832 vom 01.09.2013 um 23:23:11 Uhr in Rainergasse (Wien) (21 Kommentare).

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Hoffnungslos verliebt

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Feigheit Lügen Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich (w) habe eine ausgeprägte soziale Phobie, das heißt, dass ich zum Beispiel nicht alleine Bahn fahren kann, weil ich Panikattacken, Schweißausbrüche und Ähnliches kriege. Aufgrund dessen bin ich extrem schüchtern geworden, da ich deshalb in der Grundschule ziemlich schlimm gemobbt wurde und mich eine Zeit lang wirklich nur noch als Außenseiter, als seltsames Individuum gesehen habe, das eh niemand mag. In der siebten Klasse kam ich dann aber auf eine andere Schule, wo es auch besser lief, die Schüler der Klassen eines Jahrgangs haben untereinander viel unternommen, und meine Klasse war supernett zu mir, als ich am ersten Tag reinkam und mich da mehr als nervös vorgestellt habe.

Seit der achten Klasse habe ich eine beste Freundin, die bei mir in der Nähe wohnt, wir fahren zusammen zur Schule und sie ist den ganzen Tag bei mir, da sie von meiner Phobie weiß. Sie hat sich immer gut um mich gekümmert und wir sind inzwischen wie Schwestern. Aber mit dem Alter kamen auch die Gedanken über eine Beziehung, den ersten Freund und solche Dinge, auch wenn ich selbst mir nur wenige Gedanken darüber gemacht habe, denn ich habe mich mit der Zeit hoffnungslos in meine beste Freundin verliebt. Meine Beichte ist, dass ich mich nicht traue, ihr davon zu erzählen, da ich Angst habe, sie damit zu verschrecken und unsere Freundschaft zu zerstören. Deshalb spiele ich ihr vor, dass ich Interesse an Männern hätte, und ich glaube, dass sie mir das auch abkauft. Aber eigentlich habe ich gar nichts davon, denn im Endeffekt tue ich mir nur selbst weh und werde deshalb immer unkommunikativer. Ich höre viel Musik, blende die Leute um mich herum aus und verkrieche mich in meinem Zimmer. Aber ich kann nicht anders, allein bei dem Gedanken, dass ich sie verlieren könnte, wird mir schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00031828 vom 01.09.2013 um 12:51:28 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Alkoholsucht meiner Mutter

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Trunksucht Lügen Auto & Co. Unfall Mutter Familie

Ich (18) lebe mit meiner Mutter zusammen, mein Vater ist vor zehn Jahren, nach der Scheidung, abgehauen. Meine Mutter säuft sich seitdem jeden Abend die Hucke voll. Wein, Bier, Sekt - alles, was gerade verfügbar ist. An einem Samstagabend wollte ich ihr Auto haben, um mich später mit Freunden in der Disco zu treffen. Sie war mittags noch bei ihrer Freundin, und als meine Mutter dann nach Hause kam, merkte ich sofort, dass sie wieder einen gebechert hatte. Als ich mich später von ihr verabschiedet habe, saß sie mit einer Flasche Wein auf der Couch und hat kaum noch ein klares Wort rausbekommen. Nun zu meiner Beichte: Wir blieben bis früh morgens in der Disco und hatten Spaß. Ich habe nichts getrunken, war aber völlig aufgedreht und abgelenkt, weil ich am Radio rumgespielt habe.

Da ist es passiert - beim Ausparken bin ich rückwärts gegen einen Stahlpfosten gefahren. Es war leider einiges kaputt, ein Rücklicht und die Stoßstange hingen komplett nach unten. Ich bin nach Hause gefahren und direkt ins Bett. Am nächsten Morgen hat mich meine Mutter angeschnauzt, weil ich einen Unfall gebaut hätte, und dass ich die Reparatur gefälligst selbst bezahlen soll. Weil ich aber wusste, dass sie vom Abend vorher wahrscheinlich nicht mehr viel weiß, habe ich frech behauptet, sie hätte den Unfall gehabt und das Heck wäre schon kaputt gewesen, als sie nach Hause kam. Ich habe ihr dann noch vorgeschlagen, nicht mehr sternhagelvoll Auto zu fahren. Daraufhin hat sie mich alleine in der Küche sitzen lassen und den ganzen Tag nicht mehr mit mir geredet. Die Reparatur war übrigens ziemlich teuer, weil die komplette Heckklappe lackiert werden musste. Ich gebe zu, dass ich die Krankheit meiner Mutter ausnutze, auch indem ich sie öfters abends mal um Geld bitte und es ihr nicht zurückgebe, weil sie es am nächsten Tag vergessen hat.

Beichthaus.com Beichte #00031826 vom 31.08.2013 um 16:16:52 Uhr (17 Kommentare).

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Die neugierige Oma meines Freundes

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Engherzigkeit Neugier Ignoranz Verzweiflung

Ich beichte etwas, das sehr verrufen ist: Ich kann die Großmutter meines Freundes kein bisschen leiden. Ich möchte nicht sagen, dass ich sie hasse, das ginge viel zu weit und das hätte sie auch nicht verdient, aber wenn es irgendwie möglich ist, versuche ich, keinen Kontakt mit ihr zu haben. Mein Freund studiert noch und wohnt daher im gleichen Haus. Er hat dort eine eigene Wohnung, für die er keine Miete zahlen muss und erreicht zudem seine Uni recht schnell. Leider sehe ich sie aus genau diesem Grund auch recht häufig, da wir in seiner Wohnung mehr Ruhe haben als in meiner WG. Natürlich werdet ihr euch fragen, was die gute Frau Schlimmes tut - aber sie hätte bei der Stasi bestimmt eine tolle Karriere hingelegt. Sie bekommt einfach alles mit und kann uns immer sagen, zu welcher Uhrzeit wir kommen und gehen. Nicht selten fragt sie, warum ich erst mitten in der Nacht komme, oder warum ich um die entsprechende Zeit wegfahre. Letztens habe ich, wie immer, im Hof geparkt und wollte noch ein Lied hören, als sie nach einer Minute rausgelaufen kam und sich erkundigte, ob ich den Schlüssel vergessen habe und ob mit mir alles Okay sei.

Sie fragt auch dauernd, wann wir was essen wollen - am besten für einen kompletten Monat im Voraus, obwohl wir sehr selten bei ihr essen. Offenbar denkt sie, dass wir ohne sie verhungern würden und natürlich stellt sie solche Fragen immer, wenn ich gerade in Eile bin. Eine andere Geschichte ist das Hoftor. Das macht sie für gewöhnlich um 18 oder 19 Uhr zu, da sie denkt, dass so spät eh keiner mehr wegfährt. Wenn wir ihr sagen, dass wir abends vielleicht doch noch weg wollen, macht sie ein riesiges Drama, da sie ja wissen müsste, wann wir fahren und wiederkommen. Natürlich sagen wir ihr jedes Mal, dass wir auf der Straße parken können oder einfach selbst aufschließen, aber es bringt nichts. Das klingt jetzt nach Kleinigkeiten - aber auf Dauer ist es einfach nur nervenaufreibend. Noch dazu ist sie furchtbar neugierig und schaut sogar in den Müll, weshalb wir darauf achten müssen, was wir wegwerfen - sollte zum Beispiel Gemüse oder Obst darin liegen, das einfach nicht mehr gut ist, heißt es oft, dass man das einfach gut putzen muss um es noch essen zu können. Es tut mir Leid, ich weiß, dass sie zur Nachkriegsgeneration gehört und auch noch nie etwas anderes als ihren Ort gesehen hat - aber ich bin einfach so genervt. Sie kann uns einfach nicht in Ruhe lassen. Mein Freund gibt ihr hin und wieder auch mal Kontra, bei mir würde das aber undankbar wirken und ich möchte keinesfalls Streit mit der Familie.

Beichthaus.com Beichte #00031800 vom 25.08.2013 um 20:22:26 Uhr (20 Kommentare).

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Der heimliche Kuss

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Begehrlichkeit Falschheit Urlaub

Ich (m/20) war vor einem Jahr mit einem Freund im Urlaub, um genauer zu sein, in einer Stadt nahe der Ostküste von Irland. Meine Freundin konnte und wollte nicht mit, weswegen wir alleine fuhren, sozusagen als "Männertrip". Tagsüber gingen wir durch die Stadt, besuchten Brauereien und Museen und gingen jeden Abend in eine bestimmte Bar, lauschten der Livemusik und tranken Bier. Jeder Abend war etwas Besonderes, die Musik war mitreißend, die Leute ausgelassen und äußerst freundlich. Noch nie hatte ich wegen Musik, Tanz und Beisammensein solche Glücksgefühle. So kam es, dass mich eine Frau um die 25 ansprach und mit einem bezaubernden portugiesischen Akzent auf Englisch erklärte, dass Sie mich schon die Abende vorher gesehen habe. Sie hatte strahlende Augen und ein wirklich bezirzendes Lächeln. Ihr Parfum hing wohlriechend in der Luft und bleibt mir bis heute in der Nase. Sie fragte mich, ob sie mir einen Kuss geben dürfe. Einen kleinen heimlichen Kuss.

Um es kurz zu machen: Ich bekam einen, allerdings auf die Wange. Ich verließ sie bald mit den Worten, dass wir uns vielleicht noch einmal in der Zukunft begegnen würden, obwohl sie und ich wussten, dass es dieses Treffen wohl nicht geben würde. Und auch, wenn ich an diesem Abend treu geblieben bin und meine Freundin - auch heute noch - liebe, fühle ich mich so, als hätte ich einen kleinen Teil meines Herzens in dieser Bar bei ihr gelassen. Falls du das hier einmal durch Zufall lesen und verstehen solltest, dann hoffe ich, dass es dir gut geht. Dieser Abend wird mir immer mit Freude und ein wenig Melancholie in Erinnerung bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00031776 vom 21.08.2013 um 02:53:33 Uhr (44 Kommentare).

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