Die Anschwärzer

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Hass Aggression Feigheit Polizei Rainergasse

Ich bin nunmehr seit fünfzehn Jahren Polizist. An sich liebe ich meinen Beruf. Man sieht viel und komm mit vielen Leuten ins Gespräch. Aber da gibt es etwas, das ich abgrundtief hasse und was mich immer mehr daran zweifeln lässt, den richtigen Beruf ergriffen zu haben. Nämlich diese "Berufs-Denunzianten", für die wir als Polizeibeamte aufgrund des sogenannten "Offizialprinzips" auch noch tätig werden MÜSSEN. Bitte nicht falsch verstehen - mit Berufs-Denunzianten meine ich natürlich nicht jene Menschen, die als Opfer einer Straftat oder der Rücksichtslosigkeit anderer unsere Hilfe suchen. Ich meine damit jene Typen, die es - offensichtlich mangels anderer Tagesbeschäftigung - als ihr persönliches Hobby ansehen, andere Menschen grundlos anzuschwärzen. Jeder kennt diese Typen: den arbeitslosen Tagedieb, der bei einem Morgenspaziergang um drei Uhr früh einen Pkw im Halteverbot entdeckt und dies als "gesetzestreuer Bürger" und "Steuerzahler (!)" natürlich unbedingt der Polizei erzählen muss. Oder die links-grüne Tussi, die, aufgrund ihres gefährlich klingenden Anrufs, mehrere Funkstreifenwagen einsatzmäßig zu einem Café beordert und dann Anzeige erstatten will, weil der Herr am Nachbartisch laut "Lili Marleen" gepfiffen hat. Denn darin sah sie eine Naziverschwörung. Und Nein, das ist kein Scherz! Und last, but not least: Der pensionierte Herr, der eine alleinerziehende Mutter wegen Lärmerregung anzeigen will, da deren Kleinkind - welches schwerstbehindert ist - aufgrund der Schmerzen ständig schreit. Natürlich habe ich über die letztgenannte bedauernswerte Mutter keine Anzeige aufgenommen, selbst wenn diese gesetzlich vorgesehen wäre. Die Arroganz dieser Leute allein lässt mich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. Aber nun zu meiner Beichte: Ich beichte, dass ich zu feige bin, diesen miesen Anschwärzer zumindest meine Meinung zu geigen, weil man gerade von solchen Leuten immer Beschwerden befürchten muss.

Beichthaus.com Beichte #00031832 vom 01.09.2013 um 23:23:11 Uhr in Rainergasse (Wien) (21 Kommentare).

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Die geliehene CD

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Diebstahl Lügen Falschheit Morallosigkeit Wien 1040

Ich (w/Mitte 20) habe mir mit ungefähr 14 Jahren von meiner damaligen besten Freundin eine CD ausgeborgt und sie ihr nie wieder zurückgegeben. Sie borgte mir ihre Sin After Sin von Judas Priest, weil ich sie mir brennen wollte. Dieses Album hatte ich damals schon ewig gesucht und nirgends gefunden. So weit, so gut. Ich wollte die CD allerdings unbedingt im Original haben und nutzte somit die Vergesslichkeit meiner Freundin aus. Also gab ich ihr die CD einfach lange Zeit nicht zurück und hoffte, dass sie sich nicht mehr daran erinnern würde. Ein paar Mal fragte sie mich danach und jedes Mal entschuldigte ich mich dafür, dass ich die CD noch nicht gebrannt hätte. Nach einiger Zeit, als sie wissen wollte, ob ich die CD zufälligerweise noch hätte, antwortete ich, dass ich sie schon längst zurückgegeben hätte. Scheinbar dachte sie dann, dass sie die CD selbst verlegt oder noch jemandem geliehen hätte. Die CD habe ich immer noch und muss immer an meine damalige Freundin denken, wenn ich sie mir anhöre. Ich beichte also, dass ich die CD einer guten Freundin unterschlagen habe. Und das einzig und alleine aus dem Grund, dass ich sie unbedingt im Original haben musste. Liebe M., wenn du das liest: Es tut mir wirklich leid, dass ich gelogen habe! Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031604 vom 16.07.2013 um 13:16:48 Uhr in Wien 1040 (Rainergasse) (15 Kommentare).

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