Mein größter Erfolg

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Engherzigkeit Falschheit Lügen

Ich bin 21 und habe in meinem Leben echt viel Scheiße gemacht, aber ich bereue nichts davon, denn das hat mich glücklicher gemacht, als ich jemals war. Mit siebzehn habe ich meine Ausbildung abgebrochen und bin abgehauen, weil ich keine Lust mehr hatte, mein Leben auf diese Art zu leben. Meine Eltern haben viel Geld, das sie teilweise auch als Bargeld zu Hause versteckten - wovon ich mir keine geringe Menge nahm und damit verschwand. Ich wohnte in den billigsten Zimmern und bei Frauen, die mich gerne mal aufnahmen. Diese Zeit war mit viel Alkohol und Drogen verbunden, ich habe einfach so ziemlich alles gemacht, außer mir etwas zu spritzen. Mit achtzehn zog ich dann mit meiner neuen Freundin zusammen, sie war damals die Liebe meines Lebens. Alles lief gut, ich habe gearbeitet, die Miete pünktlich gezahlt und wirklich nicht schlecht verdient, obwohl ich ja keine Ausbildung hatte. Die nächsten zwei Jahre waren toll - bis ich dann herausfand, dass sie mich die ganze Zeit über betrogen hatte. Es kam die übliche Leier - von wegen sie wäre betrunken gewesen und das würde nichts bedeuten, da sie mich schließlich lieben würde. Ich glaubte ihr kein Wort und habe dann, ohne ihr Wissen, die Wohnung gekündigt, da sie nicht im Mietvertrag stand. Dann kam allerdings das böse Erwachen, denn in der Zeit, in der wir zusammen waren hatte ich meine Freunde vernachlässigt und hatte jetzt nichts mehr. Ich war zu abgelenkt, um mir eine neue Wohnung zu suchen, und dann passierte alles Schlag auf Schlag, denn dann war die Frist vorbei und wir mussten aus der Wohnung raus.


Also saßen wir auf der Straße und obendrein verlor ich noch meinen Job, weil mein Arbeitgeber mitbekam, dass ich jetzt Obdachlos war. Es war also alles weg, bis auf meine Kleidung und mein Handy. Inzwischen hat sich jedoch alles wieder zum Guten gewendet. Ich habe eine winzige Wohnung und einen Minijob in einem Supermarkt. Zusätzlich trage ich noch diverse Zeitungen aus - am Ende des Monats bleibt mir zwar nichts mehr, aber ich lebe und schlafe im Warmen und habe inzwischen wieder echte Freunde gefunden, die mir sogar mein neues gebrauchtes Bett einen Kilometer bis zu der neuen Wohnung getragen haben. Ich liebe meine Fehler dafür, dass sie mir das gezeigt haben und dafür, dass ich mehr erlebt habe, als die anderen Normalos, die ich dafür verachte, dass sie so dumm sind und wirklich glauben, dass sie in ihrem Leben glücklich sind. Mein größter und liebster Erfolg war mein Absturz, denn ich weiß jetzt, was wahre Freunde sind, und das es im Leben um mehr geht, als nur um Geld. So glücklich wie jetzt war ich die ganze Zeit nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031906 vom 16.09.2013 um 21:12:25 Uhr (16 Kommentare).

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Der vermeintliche Pilot

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Lügen Falschheit Arbeit Flug & Co. Schafflund

Der vermeintliche Pilot
Ich bin Zeitsoldat und Offizier der Luftwaffe. Wenn ich feiern bin und ein nettes Mädel kennenlerne, erzähle ich immer, dass ich Pilot bin, obwohl ich nur als Techniker eingesetzt werde. Und meist enden diese Begegnungen in einem schönen, versauten One-Night-Stand. Da ich die Auswahltests sogar tatsächlich durchlaufen habe und nur aus Spargründen keine fliegerische Ausbildung bekomme, kann ich meine Hochstapelei mit Fachwissen glaubwürdig untermauern. Tut mir leid, aber das klappt einfach zu gut, als dass ich es sein lassen würde. Trotzdem bleibt ein flaues Gefühl in der Magengegend, weil ich die Damen getäuscht habe.

Beichthaus.com Beichte #00031905 vom 15.09.2013 um 06:03:21 Uhr in Schafflund (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Ex, die Drama-Queen

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Selbstsucht Dummheit Lügen Falschheit Ex Unterpleichfeld

Vor etwa 14 Jahren habe ich (m/34) in meiner mittelgroßen Heimatstadt meine damalige, sechs Monate ältere Freundin kennengelernt. Sie war sehr selbstständig und bestritt ihren Lebensunterhalt mühsam selbst, aber drei Monate, nachdem wir uns kennenlernten, wurde ich wehrpflichtig, was unsere Beziehung auf das Wochenende beschränkte. Während meiner Wehrpflicht eröffnete sie mir, dass sie gerne in eine Großstadt ziehen würde, um eine Ausbildung zu beginnen. Ich stimmte zu, und wir suchten uns eine passende Wohnung, die wir zum Ende meiner Wehrpflicht und zum Anfang Ihrer Ausbildung, nach einem Jahr Beziehung, zusammen bezogen. Ich hatte inzwischen auch schon einen Job dort gefunden. Aufgrund ihres geringen Ausbildungsgehalts, und der Tatsache, dass ich normal bezahlt wurde, habe ich dann den Löwenanteil unseres Lebensunterhaltes gestemmt. Das Geld war sehr knapp, was sie aber nicht davon abhielt, mit ihren neuen Arbeitskolleginnen am Wochenende in einem der vielen Hip-Hop-Schuppen feiern zu gehen. Ich blieb meistens zu Hause, da ich die Musik zum einen nicht mag und zum anderen war mir mein Geld einfach zu schade. Der einzige Luxus, den ich mir gönnte, war ein PC mit Flatrate. Wir teilten uns den Computer, den sie gelegentlich zum Abrufen von E-Mails nutzte. Zumeist war mein Benutzeraccount dauerhaft eingeloggt. Wir wohnten schon seit zwei Jahren zusammen, als ich an einem Wochenende, als sie feiern war, meine E-Mails abrief. Ich wunderte mich noch, warum eine ihrer Freundinnen mir eine Mail schickte, aber als ich sie las traute ich meinen Augen kaum.


Meine Freundin und Ihre Kollegin unterhielten sich darüber, dass meine Freundin bald ausziehen würde und auch schon einen neuen Freund in Aussicht hatte. Jetzt bemerkte ich auch, dass meine Freundin vergessen hatte, sich aus ihrem Account auszuloggen. Ich fühlte mich schrecklich hintergangen. Ich druckte die E-Mail aus und fuhr zu dem Club, in dem sie sich befand, und konfrontierte sie damit. Natürlich kamen erst Vorwürfe, warum ich ihr den hinterher spionieren würde, aber dann bat sie mich darum, das zu Hause zu diskutieren. Dumm, wie ich war, habe ich zugestimmt und wir redeten knapp fünf Stunden später über die Vorkommnisse. Sie sagte, dass sie sich noch zu jung für eine ernsthafte Beziehung fühlt und noch etwas erleben will. Wir einigten uns darauf, dass sie noch bis zum Ende ihrer Ausbildung, also noch vier Monate, in unserer gemeinsamen Wohnung bleiben kann. Später habe ich ihr sogar beim Umzug geholfen und wir hatten dann auch noch ein kleines Scharmützel, was aber nichts Ernstes wurde.


Vor drei Jahren bin ich des Berufs wegen ins Ausland gezogen, wo ich meine jetzige Frau kennengelernt habe. Vor Kurzem hat mir meine damalige Freundin eine E-Mail geschrieben, in der sie sich erkundigte, wie es mir geht. Wir schrieben ein paar Zeilen und ich habe ihr auch gleich ein paar meiner Hochzeitsfotos geschickt, um ihr meinen "Erfolg" zu verkünden. Ich fand das auch nicht verwerflich, da sie inzwischen in einer mehrjährigen Beziehung mit einem netten Kerl ist, den ich flüchtig kennengelernt habe. Daraufhin schrieb sie mir, ob ich denn nicht erkennen würde, warum sie sich bei mir meldet. Ich dachte mir erst nichts dabei, aber sie stellte doch tatsächlich die Frage, ob es noch eine Chance für "uns" gäbe - schließlich seien wir so etwas wie Seelenverwandte. Ich sagte ihr, sie solle darüber nachdenken, was in Ihrem Leben nicht passt, wenn sie sich zehn Jahre, nachdem wir unsere Beziehung beendet haben, deswegen bei mir meldet. Und ich machte klar, dass ich meine Frau aus Liebe geheiratet hatte und das sicher nicht für etwas, was schon einmal nicht geklappt hatte, wegwerfen würde. Ich habe ihr dann noch gut zugeredet, sie jedoch nach dieser Konversation auf die Spam/Blacklist gesetzt, da ich nicht möchte, dass irgendetwas meine junge Ehe beeinflusst. Nun zu meiner Beichte: Ich habe meiner Frau nichts von diesem Vorfall erzählt und habe auch nicht vor, das zu tun, da ich nicht möchte, dass meine Ex-Drama-Queen auch nur den geringsten Einfluss auf mein jetziges Leben ausübt. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00031903 vom 15.09.2013 um 13:09:56 Uhr in Unterpleichfeld (16 Kommentare).

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Sie hat die Familie verkauft

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Verrat Zwietracht Selbstsucht Familie

Ich (m) möchte beichten, dass ich seit Jahren kein Wort mit meiner noch lebenden Mutter gewechselt habe. Das Haus, in dem ich aufwuchs, wurde damals von meinem Großvater und ein paar Kumpels, die er vom Bau kannte, eigenhändig hochgezogen. In diesem Haus hat also nie jemand anderes als meine Familie gelebt. Der Dank meiner Mutter zu einem so tollen Erbe war allerdings, das Grab ihrer Eltern nach 17 Jahren auflösen zu lassen - schließlich müsste man da pro Jahr die horrende Summe von 15 Mark zahlen. Etwa zur gleichen Zeit ging dann auch die Ehe meiner Eltern in die Brüche und somit fiel meiner Mutter eine weitere wichtige Geldquelle weg. Gerade als ich Abitur machte und zum Studieren wegzog, realisierte meine Mutter, dass sie nun auch für die Kinder kein Geld mehr von meinem Vater bekommen würde.


Und so kam sie zu dem Schluss, dass 1500 Mark für eine einzelne Person nicht genug wären, und sie Geld bräuchte. Ihr Ziel war es, die unteren Stockwerke des Hauses zu vermieten, was mir gar nicht gefiel, da ich mich mit dem Gedanken an fremde Mieter, in Opas Haus, nicht anfreunden konnte. Ich bot ihr an, die laufenden Kosten am Haus zu übernehmen - wobei das Geld natürlich von meinem Vater gekommen wäre - aber das lehnte sie ab. Mich brachte es in Rage, dass sie erst zu geizig war, um das Grab weiterhin zu finanzieren und dann auch noch das Haus vermieten wollte. Dabei hatte sie bei ihrem Erbe damals auch einen hohen Betrag bekommen - und ich kann mir absolut nicht erklären, wo das Geld hin ist. Aber meine Mutter konnte generell nicht mit Geld umgehen, denn im Haus stand massig Plunder, der nur vollstaubte. Am Morgen meiner endgültigen Abfahrt zum Studium sagte ich ihr also klipp und klar, was Sache ist: Mich nerve ihr Verhalten bezüglich des Geldes und dem Andenken ihrer Eltern, und dass ich am Wochenende einfach nicht zu dieses Haus kommen möchte, um fremde Menschen in Opas Wohnzimmer zu sehen. Ich legte ihr dar, dass ich mit so einer Person, die ihre Familie verkauft, keinen Kontakt haben will und nie wieder dorthin zurückkehren werde. Auf ihre Reaktion habe ich ehrlich gesagt nicht groß geachtet, ich stieg in den Zug und fuhr weg.


Nun, Jahre später, habe ich durch die Hilfe meines Vaters mein Studium vollendet, verdiene sehr gut und besitze eine große Eigentumswohnung. Ich hatte tatsächlich nie mehr Kontakt mit meiner Mutter und vermeide auch mit meinem Vater und meiner Schwester jedes Gespräch darüber. Ich habe mir auch fest vorgenommen, nicht zu ihrer Beerdigung zu erscheinen und dann auch keinen Anspruch auf das Haus zu erheben - meine Schwester sagte nie etwas gegen die Pläne meiner Mutter, also soll es ihr gehören, egal in welchem Zustand. Doch eigentlich möchte ich beichten, dass ich genauso rücksichtslos zu meiner Mutter bin, wie sie es zu ihren Eltern war und seit Neustem öfters Albträume habe, dass meine Mutter langsam, aber qualvoll, an Krebs stirbt und ich ihr mit meinem Gehalt helfen könnte. Außerdem scheine ich zu keiner glücklichen Beziehung zu Frauen fähig zu sein und sehe mich als asexuell, wobei ein Konflikt mit der Mutter sicherlich nicht hilft. Aber ich habe ihr damals eindeutig klar gemacht, wie mein Standpunkt zum ganzen Sachverhalt ist, und nun muss sie mit den Konsequenzen leben. Vielleicht war ihr Mieter aber auch ein reicher Mann, dessen Geld sie nun für Plunder verjubeln darf.

Beichthaus.com Beichte #00031902 vom 15.09.2013 um 17:56:02 Uhr (21 Kommentare).

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Skrupel vor dem Blasen

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Feigheit Selbstsucht Peinlichkeit Partnerschaft

Ich (w/20) muss hiermit beichten, dass ich mich nach eineinhalb Jahren Beziehung immer noch nicht überwinden konnte, meinem Freund einen zu blasen. Ich nehme es mir immer wieder vor und würde ihm diesen Gefallen wirklich gerne erweisen, aber wenn es dann ernst wird, bekomme ich immer wieder Skrupel. Was, wenn ich zu schlecht bin? Wenn ich ihn aus Versehen beiße? Wenn sich mein Würgereflex meldet? Ich möchte beichten, dass ich lächerlich viel Angst vor etwas total Banalem habe.

Beichthaus.com Beichte #00031901 vom 15.09.2013 um 20:47:00 Uhr (31 Kommentare).

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