Der Name meiner zukünftigen Tochter

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Zwietracht Schwangerschaft Köngernheim

Ich beichte, dass ich mit meiner hochschwangeren Frau nun schon seit mehreren Wochen im Streit bin - wegen des Namens von unserer Tochter. Wir reden nicht mehr miteinander, so einen Riesenkrach hatten wir noch nie, es ist schrecklich. Und das auch noch während der Schwangerschaft und nur wegen eines Namens. Sie will unsere Tochter Selma Luise nennen, was für mich ein schrecklicher Oma-Name ist. Darunter stelle ich mir eine fette, alte Wachtel vor. Ich habe ihr gesagt, dass ich Luise in Ordnung finde, besser noch Luisa, aber sie will Luise unbedingt nur als Zweitnamen, weil der Name für einen Erstnamen nicht genug Charakter haben würde, und hat als Alternative Elsa Helene vorgeschlagen, was auch nicht besser ist. Ich sehe nicht ein, warum unsere Tochter ein Leben lang unter dem altbackenen Namensgeschmack meiner Frau leiden muss. Warum kann meine Frau nicht einen normalen Geschmack haben und normale Namen wie Sophie, Lena, Hannah oder Marie schön finden?

Beichthaus.com Beichte #00035560 vom 25.04.2015 um 21:21:42 Uhr in Köngernheim (46 Kommentare).

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Mein Nachbar, der fanatische Hobbygärtner

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Hochmut Nachbarn

Mein Nachbar (47 Jahre) und ich (28 Jahre) haben beide einen schön gepflegten Garten hinter unseren Häusern. Der Garten meines Nachbarn ist jedoch doppelt so groß. Daran geilt er sich dermaßen auf, dass es inzwischen nur noch nervt. Wenn wir am Gartenzaun miteinander reden, gibt er jedes Mal mit seinem Garten an, wie viel Arbeit er damit hat, dass er ständig Rasen mähen und die Büsche, Bäume und Sträucher schneiden muss. Wenn ich dann mal in meinem Garten sitze, bekomme ich ständig zu hören, wie schön ich es doch habe und dass er sich einen abschuftet, damit sein Garten in Schuss bleibt. Ich, mit meinem kleineren Garten und weniger Sträuchern, hätte den Himmel auf Erden. Kurzum, er will mich immer damit aufziehen, dass er mehr Arbeit hat als ich. Ihm macht das nach eigener Aussage nichts aus, denn er mache die Gartenarbeit ja gerne. Und er ist sich sicher, dass ich nicht mit ihm tauschen möchte. Zudem ist er ein gnadenloser Angeber.

Jede Woche muss er tonnenweise Grüngut wegfahren, Fässer voll Wasser auf die Blumen gießen. Vor drei Wochen hat er fast ein Dutzend Säcke Dünger ausgebracht. Er müsse sogar seinen Rasenmäher drei Mal nachtanken, weil das Grundstück so groß ist. Ja, sein Grundstück ist größer, aber seine Maßangaben sind einfach nur übertrieben. Zudem habe ich ihn mal beim Mähen beobachtet. Eine Tankfüllung ist absolut ausreichend. Der Kerl hat einfach nur einen an der Waffel. Sein Gras ist das schönste, seine Hecke die höchste und seine Blumen die durstigsten. Als er und seine Alte letztens in Urlaub waren, habe ich einen Plan geschmiedet. Da ich niemandem etwas zerstören möchte, habe ich es ihm auf eine andere Art heimgezahlt. Ich habe im Internet nach Rasendünger gesucht, aber einen von der ganz teuren Sorte. Den Erfahrungsberichten der Kunden zufolge musste das ein Teufelszeug sein. Ich habe davon dann 100 Kilogramm bestellt, für ganze 75 Euro, aber das war es mir wert. Bei Nacht und Nebel habe ich den Dünger auf seinem Rasen verstreut und dafür die doppelte Menge verwendet, wie auf der Packung vorgeschrieben.

Tatsächlich hielt der Dünger, was er versprach. Das Gras schoss förmlich in die Höhe und wuchs doppelt so schnell wie meines. Der Angeber kommt nun im Mähen kaum hinterher. Vorher war es übertrieben, wenn er davon sprach, tonnenweise Gras zu haben, nun kommt es fast hin. Er hat vor einer Woche gemäht und das Gras ist nun schon für den nächsten Schnitt bereit. Die Verpackung vom Dünger habe ich auf der Mülldeponie entsorgt, damit er sie auf keinen Fall in meiner Mülltonne oder auf dem Grundstück sieht. Nun genieße ich es einfach nur, wie er sich abmüht.

Beichthaus.com Beichte #00035557 vom 25.04.2015 um 15:36:38 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Deutschlands Vergangenheitsbewältigung

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Hass Gesellschaft Politik

Ich beichte, dass es mir mittlerweile nur noch auf den Sender geht, dass Deutschland immer noch für Geschehnisse verurteilt wird, die mittlerweile weit weg vor der möglichen Einflussnahme der jetzigen Bevölkerung geschehen sind. Und jetzt wo unser Bundespräsident […]
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Beichthaus.com Beichte #00035554 vom 24.04.2015 um 22:35:24 Uhr (20 Kommentare).

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Der Feuersalamander im Milchkaffee

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Mord Tiere

Ich (m/21) habe zu meinem 13. Geburtstag einen Feuersalamander von meinem Opa geschenkt bekommen. Leider ist er jetzt schon 8 Jahre alt und somit nicht mehr der Jüngste. Manchmal kommt es mir so vor, als würde Kevin (so heißt der Salamander) unter seinen Alterserscheinungen […]
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Beichthaus.com Beichte #00035553 vom 24.04.2015 um 21:33:08 Uhr (19 Kommentare).

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“Folge

Ein Kind zweiter Wahl

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Verzweiflung Familie Möckmühl

Ich (w/28) bin sehr ratlos. Ich beichte, dass der Kontakt zu meinen Eltern seit 16 Jahren recht distanziert ist - es geht von mir aus. Ich sehe sie nach wie vor oft, aber dann gibt es von mir kaum noch Umarmungen, Berührungen und auch die Gespräche sind knappgehalten.

Es fing damit an, dass ich mit 12 Jahren einen Satz meines Vaters hörte, der mich verletzte, irritierte und wegen dem ich mir die Frage stellte, ob ich denn überhaupt ihr geliebtes Kind bin, für das ich mich immer gehalten hatte. Meine Eltern kommen ursprünglich aus der Türkei, ich bin ihr einziges Kind. Sie leben recht traditionell, waren und sind mir aber sehr liebevolle Eltern, die mich nie unterdrückten, auch ihre harmonische Ehe ist auf einer Ebene. Ich habe sie über alles geliebt - bis ich mit zwölf zufällig nachts wach wurde, mir etwas zum Trinken holen wollte und dann hörte, wie mein Vater zu seinem Schwager sagte: Er habe mich schon gern, aber einen Sohn, das wäre das größte Glück. In dieser Nacht zerbrach ich und am nächsten Tag war unser wunderbares Verhältnis nicht mehr dasselbe.

Zunächst ging ich beiden aus dem Weg. Ich rechnete damit, dass ich auch für meine Mutter nur ein Kind zweiter Wahl war. Aber sie waren genauso liebevoll wie bisher, und sie fragten mich oft, ob alles okay sei. Ich sagte ja. Ich konnte sie nicht darauf ansprechen, ich weiß den genauen Grund dafür nicht. Vielleicht hatte ich Angst, dass sie bestätigen, einen Sohn stärker geliebt zu haben. Vielleicht hatte ich Angst, dass sie dies leugnen, aber ich spüre, dass sie nicht die Wahrheit sagen. Einmal fragte mich mein Vater mit traurigen Augen, ob ich ihn denn nicht mehr lieb hätte. Ich sagte, es wäre alles in Ordnung, ich wäre nur gerade ein wenig gestresst von der Schule. Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich mit meinen Eltern über dieses Erlebnis spreche und sie mir bestätigen, wie sehr sie mich lieben. Und im Traum spürte ich, dass sie es ernst meinen. Aber ich kann ihnen einfach nicht sagen, was ich in der Nacht vor 16 Jahren hörte. Vielleicht kann ich es irgendwann, vielleicht kann ich es nie. Ich würde es gerne können. Ich bitte um Absolution, dass sie vielleicht seit Jahren rätseln, warum dieses große Vertrauen über Nacht verschwunden ist.

Beichthaus.com Beichte #00035550 vom 24.04.2015 um 20:35:54 Uhr in Möckmühl (21 Kommentare).

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