Schärfe ist nur Übungssache

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Peinlichkeit Morallosigkeit Falschheit Ernährung Weinheim

Ich möchte beichten, dass ich meiner Frau seit über drei Jahren etwas ins Essen mische. Mir ist klar, dass sich das sehr krass anhört, aber es ist relativ schnell erklärt. Im Mai 2010 waren wir anlässlich unseres zwanzigsten Hochzeitstages in einem Restaurant essen. Meine Frau kommt aus einem sehr konservativen Elternhaus und wuchs deshalb nur mit typisch deutscher Hausmannskost auf. An besagtem Tag bestand sie jedoch darauf, mit mir ein asiatisches Lokal zu besuchen, welches erst vor Kurzem eröffnet hatte. Das ganze Restaurant machte einen sehr schönen Eindruck. Die Bedienung war sehr freundlich, das Ambiente spitze und auch die Karte wies zahlreiche Delikatessen auf. Mir fiel erst an diesem Abend auf, dass ich mit meiner Frau nie zuvor in einem asiatischen Restaurant war, weshalb ich mich besonders freute, ihr die neue Geschmacksrichtung nahezubringen. Die Vorspeise war vorzüglich, doch als meine Frau einen Bissen des Hauptganges probierte, stand sie perplex auf und rannte zur Toilette. Ich ging ihr hinterher und wartete vor der Tür auf sie, um zu erfragen, ob alles Okay ist. Bis sie dann mit Tränen in den Augen herauskam und sich laut brüllend darüber beschwerte, dass das Chop Suey ja viel zu scharf sei. Es wäre einfach eine Unverschämtheit, jemandem etwas so stark Gewürztes aufzutischen.

Natürlich sahen uns alle im Restaurant komisch an und die Bedienungen standen äußerst gedemütigt an ihrem Platz. Wir wurden den gesamten restlichen Abend misstrauisch angeschaut, und in ihrer Hysterie wollte meine Frau noch nicht einmal zahlen. Als ich dann doch das Geld auf den Tisch legte, zickte sie mich auch noch an und sprach die nächste Stunde kein Wort mehr mit mir. Mir war das alles so peinlich, dass ich ihr seit diesem Abend immer ein wenig Tabasco unter das Essen mische. Ich nutze jede Möglichkeit, um ihr ein wenig der scharfen Chilisoße unterzujubeln. Die Dosis habe ich inzwischen schon derart gesteigert, dass unser Essen mittlerweile schärfer geworden ist, als so manches Thaigericht. Liebling, es tut mir leid, aber das war mir damals einfach nur peinlich. Ich hoffe, du liebst mich immer noch, obwohl ich langsam aber stetig deine Geschmacksknospen verbrenne.

Beichthaus.com Beichte #00031941 vom 23.09.2013 um 20:44:40 Uhr in 69469 Weinheim (20 Kommentare).

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Die Bremsspur vernichtet

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Ekel Unreinlichkeit Rache Engherzigkeit Kollegen

Die Bremsspur vernichtet
Bei mir (w/26) auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die kaum einer leiden kann. Sie ist ständig krank, unzufrieden, erledigt Aufgaben nur, wenn man dabei sitzt, und verunglimpft mit Vorliebe andere Kollegen. Leider gibt es in unseren Arbeitsfeldern einige Schnittstellen, sodass ich häufig ihre Fehler und Versäumnisse ausbaden darf. Zusätzlich zu ihrer Arbeitseinstellung scheint sie auch menschlich eher defizitär aufgestellt zu sein. Aussagen wie "Frauen, die Miniröcke tragen, sind selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden" gehören bei ihr zur Tagesordnung. Der Betrieb, in dem wir arbeiten, hat dann einen Betriebsausflug ins Ausland unternommen, und wie das bei dieser Art von Veranstaltungen so ist, gab es Doppelzimmer. Und mich hat das Los getroffen, mit eben dieser Arbeitskollegin ein Zimmer zu teilen. Direkt, nachdem wir den Zimmerschlüssel bekamen, ging das Gezeter los: Sie bräuchte wegen ihres Asthmas das Bett am Fenster. Ich müsse meinen Zeitplan mit ihrem abgleichen, damit sie ausreichend Zeit im Bad und ausreichend Schlaf bekäme, dementsprechend müsste sie von sieben bis acht Uhr morgens das Bad benutzen. Und da unser Programm immer um halb neun startete, blieb mir nichts anderes übrig, als vorher zu duschen - natürlich leise! Mein persönlicher Höhepunkt war dann, dass sie mich bat, mich umzudrehen, damit sie die Kombination in das Zahlenschloss ihres Schminkkoffers eingeben konnte.

Zwei Tage lang habe ich mir ihre diversen Dramen (Wasser zu heiß, Wasserdruck zu niedrig, schlechtes Personal, dreckige Stadt, unbequeme Betten, schlechtes Essen, Wetter zu warm, Wetter zu kalt, mein Atmen stört beim Schlafen, meine Zahnpasta hat eine eklige Farbe etc.) gegeben, aber irgendwann rastet jeder normale, friedliche Mensch aus. Ich habe mich dann irgendwann für fünf Minuten alleine auf das Zimmer zurückgezogen, weil sich ein größeres Geschäft ankündigte. Nach Vollendung des Geschäftes fiel mir auf, dass es keine Toilettenbürste gab. Ich bin ziemlich hektisch geworden, weil die Vorstellung, dass die Olle vor dem gesamten Betrieb erzählt, dass ich Bremsstreifen im Klo zurückgelassen hätte, doch eher übel war. Ich beichte also, dass ich mit der Zahnbürste meiner Kollegin das WC von sämtlichen Bremsspuren befreit habe, die zwei Tage des ungewohnten Essen so verursachen können. Ich beichte auch, dass ich am Abend mit Genugtuung dabei zugesehen habe, wie sie sich die Zähne damit geputzte. Und als ich keine zehn Minuten später das nächste Genörgel zu hören bekam, war auch das schlechte Gewissen wie weggeblasen.

Beichthaus.com Beichte #00031937 vom 23.09.2013 um 13:51:57 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Jammern auf hohem Niveau

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Zorn Aggression Politik

Ich beichte, dass ich nicht zur Bundestagswahl gegangen bin, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Auf dem Weg zum Wahllokal traf ich insgesamt drei Bekannte, die mir ungefragt erzählten, was sie gewählt hatten. Dabei blieb es aber nicht, es fielen auch die typischen Weltverbesserer-Floskeln: "Es ist wichtig, dass wir wählen, denn wer nicht wählt, der wählt rechts" oder "Weißt du, wie viele Menschen sterben mussten, damit du wählen kannst?" Es ist furchtbar, dass plötzlich jeder zu wissen scheint, was passieren muss, um unseren Wohlstand und das Land zu retten. Ich weiß es leider nicht, aber die Leute, die sich zehn Minuten vor der Wahl durch den Wahl-O-Mat geklickt haben, verlangen, dass man sich informieren solle, um zur Wahl zu gehen.


Ich habe nicht gewählt! Zum einen, weil ich mich zwar informiere, aber trotzdem nicht weiß, wie man Europa retten kann, oder wer der/die "Bessere" ist. Zum Anderen wollte ich ein Zeichen setzen, denn eigentlich heißt es, dass Wählen auch Freiheit bedeutet, aber die Gesellschaft zwingt einen doch dazu. Das habe ich übrigens auch bei einem bekannten sozialen Netzwerk kundgetan: Man KANN wählen, muss aber nicht. Und diejenigen, die keine Ahnung haben... Aber das würde jetzt zu weit führen. Deutschland ist ein tolles Land und wer großartig daran herummeckert, klagt auf sehr hohem Niveau - genau wie ich.

Beichthaus.com Beichte #00031932 vom 22.09.2013 um 16:24:25 Uhr (31 Kommentare).

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Die manipulative Freundin meines Vaters

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Eifersucht Falschheit Ungerechtigkeit Familie Rennertshofen

Seit zwei Jahren wohne ich bei meinem Vater und seiner Freundin - sie ist übrigens knapp 15 Jahre jünger als er. Es ist nicht eine Woche vergangen, ohne dass sie versucht hätte, meine Beziehung zu ihm zu manipulieren. Mein Vater hat einen sehr gut bezahlten Job, der ihn allerdings viel Zeit kostet. Wenn er nach Hause kommt, hat er sowieso nicht viel Zeit für mich, was ich auch akzeptiere und an sich auch nicht allzu tragisch finde. Nach zwei Jahren will ich aber nicht mehr akzeptieren, dass jeglicher Versuch meinerseits, mit meinem Vater ein ernstes Gespräch zu führen, von seiner Freundin "unabsichtlich" gesprengt wird. Sobald sie merkt, dass ich mit meinem Vater in einem Raum alleine bin und mich mit ihm unterhalte, kommt sie zufällig vorbei. Sie hört sich dann das halbe Gespräch an, nur um meinen Vater dann daran zu erinnern, dass es schon spät ist und er ins Bett kommen solle. Mal ernsthaft?! Mein Vater ist ein erwachsener Mann, der selbst entscheiden kann, wann er ins Bett geht. Manchmal reagiert er auch gereizt auf ihr Verhalten, allerdings bewegt sie das nicht dazu, etwas zu verändern. Zudem mischt sie sich in alle Ereignisse meines Lebens ein. Ob es sich um eine Universität dreht, um diverse Jobs oder auch nur um das Leben meiner Mutter - nichts bleibt unkommentiert. Sie sagt immer, dass ich dieses oder jenes machen sollte, und wenn ich ihr dann nicht zustimme, reagiert sie schnippisch. Dann kommen so Sätze, wie: "Mach doch was du willst, aber ich habe eh recht!" Das regt mich furchtbar auf, besonders in letzter Zeit, da sie immer öfters eine Grenze überschreitet. Mein Vater ist von der Situation nicht begeistert, und wenn ich dann mal in den Raum werfe, dass ich eh weiß, dass von mir nur schlechte Ideen kommen, dreht und wendet sie das Ganze so, als hätte ich dies zu meinem Vater gesagt, der dann wiederum wütend auf mich ist.


An sich würde man meinen, dass das ja noch mehr oder weniger erträglich ist. Hinzu kommt allerdings, dass sie meine Privatsphäre in keiner Weise respektiert. Ich bin 19 Jahre alt, gerade mit der Schule fertig und bekomme, gerade im Rahmen der Universitätsbewerbungen, einiges an Post. Dreimal dürft ihr raten, wer meine Post öffnet, wenn ich nicht schneller bin?! Aber am Schlimmsten ist, dass sie meinem Vater die Idee in den Kopf gepflanzt hat, dass ich nichts lieber tue, als sein Geld aus dem Fenster zu werfen! Ein Beispiel hierfür wäre, dass ich eines Tages nach Hause kam und von meinem Vater in der Küche damit begrüßt wurde, warum ich mir eine Hose bestellt hätte. Ich stritt das Ganze natürlich nicht ab, ich brauchte die neue Hose schlichtweg, da ich nur drei oder vier zum Anziehen hatte. Daraufhin meinte er allerdings, dass ich meine alten Hosen aussortieren sollte, da "jemand" im Haus sonst denken würde, dass ich mir immer wieder Sachen kaufe, die ich gar nicht brauche. Könnt ihr euch das vorstellen? Es ist ja nicht so, dass ich ihr Geld ausgeben würde! Ich habe die Hose nämlich von meinem Taschengeld bezahlt und kaufe mir generell kaum Kleidung. Aber dann muss ich noch argumentieren, warum ich das tue? Es wäre ja noch nachvollziehbar, wenn die Beiden sich selbst nichts gönnen würden - aber bei uns fliegen täglich neue Pakete ins Haus! Aber um zurück auf die Ausgangssituation zu kommen, dass sie meinen Vater beeinflusst - oft erzählt sie ihm auch, was ich wieder falsch - oder eben gar nicht - getan habe, wenn er gestresst von der Arbeit nach Hause kommt. Dann wird er regelmäßig sauer und sagt, dass ich doch einfach studieren gehen soll, da er ja eh alles bezahlen wird. Schließlich wäre dies das Einzige, das mich interessiert. Übrigens möchte ich noch anmerken, dass ich ihn nie um Geld gefragt habe, seit ich regelmäßig Taschengeld bekomme!


Ich hatte mit meinem Vater immer eine besonders gute Beziehung, auf die ich sehr stolz war. Jedoch haben die letzten beiden Jahre diese Beziehung stark verändert. Er will von mir nichts anderes, als dass ich immer ehrlich zu ihm bin, selbst wenn er es nicht sein kann. Aber wird er diese Wahrheit auch verkraften? Noch dazu kommt, dass ich wohl im Ausland studieren werde, und mein Vater mir wohl hinterher ziehen wird, da er seinen Job auch von dort ausführen kann, und dieses Land schon immer sein Traum war. Allerdings würde sie dann mit ihm kommen - deshalb bin ich am Überlegen, ob ich nicht einfach in Deutschland bleibe, um möglichst weit weg von ihr zu sein. Ich will meinen Vater mit Sicherheit nicht meiden, aber ich kann einfach nicht mehr mit ihr und ihrer falschen Art leben. Natürlich weiß ich, dass mein Vater versteht, wie ich mich fühle, aber er ändert einfach nichts daran. Ich möchte wirklich keinen Streit, aber so kann ich nicht mehr leben, denn ich will mein Leben nicht von einer Person kommentieren lassen, die kein Recht dazu hat! Meine Familie hat dieses Recht, da es angeboren ist - meine Freunde haben dieses Recht, weil ich es ihnen gegeben habe. Aber die Freundin meines Vaters? Wird dieses Recht unter solchen Umständen niemals bekommen. Ich verlange nicht, dass mein Vater sie verlässt - das Einzige, dass ich will, ist eine gesunde Beziehung zu meinem Vater, die nicht von ihren Ideen vergiftet wird. Ich verlange doch nicht mehr, als dass sie sich nicht mehr in mein Leben einmischt.

Beichthaus.com Beichte #00031921 vom 20.09.2013 um 06:31:55 Uhr in Rennertshofen (23 Kommentare).

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Ich leide unter Hypersexualität

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Ich leide unter Hypersexualität
Ich (m/25) bin das einzige Kind meiner Eltern und muss endlich beichten! Ich weiß, dass sie sich sehnlichst den Tag wünschen, an dem ich ihnen die Frau meines Lebens vorstelle. Sie wünschen sich, dass ich sie heirate und Kinder bekomme, da das in ihren Augen zum Leben eines vorbildlichen Mannes gehört. Und der bin ich, wenn es nach meinen Eltern geht, denn für sie habe ich nicht nur mein Studium erfolgreich absolviert, sondern besitze auch nur gute Eigenschaften. Es macht sie stolz, vor allen anderen immer wieder damit anzugeben, wie toll ich doch bin und welche Erfolge ich schon erzielt habe - geschweige denn, damit zu prahlen, dass ich weder Rauche, noch Alkohol trinke und auch sonst keine Laster habe.

Leider muss ich sie aber enttäuschen, da ich nicht nur extrem schlechte Eigenschaften habe, sondern auch niemals heiraten werde. Mama, Papa - euer Sohn ist homosexuell und nicht in der Lage, sich dauerhaft zu binden. Ich leide an Hypersexualität und gehe meinen Bedürfnissen immer mit unterschiedlichen Männern nach. Da ich wegen des Kontrollwahns meiner Eltern, unter dem ich in meiner Jugend litt, jede freie Stunde nutzen wollte, habe ich unzählige Männer zu uns eingeladen. Viele dieser Bekanntschaften dauern bis heute an, da der Geschlechtsverkehr für mich wirklich nur noch eine Befriedigung ist. Hätte ich gewusst, dass ihr mich und meine Freunde nicht verstoßen würdet, sähe das Ganze heute vielleicht anders aus. Aber trotzdem bin ich wieder einmal vorbildlich und entschuldige mich.

Beichthaus.com Beichte #00031918 vom 19.09.2013 um 22:40:25 Uhr (19 Kommentare).

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