Fliegende Leber

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Dummheit Feigheit Verschwendung Nachbarn Ernährung

Aus irgendeinem Grund fiel mir (m/30) soeben eine Geschichte ein, die knapp 15 Jahre zurückliegt: Es war damals in den Sommerferien. Ich war mit meiner Oma bei uns zu Hause, da sie des Öfteren bei uns war und gekocht hat, wenn meine Eltern bei der Arbeit waren. Als pünktlich um 12 Uhr serviert wurde und ich alleine im Wohnzimmer aß, kam ich zu dem Ergebnis, dass ich wider Erwarten keine Leber mochte. Also bin ich mit dem Teller in den Keller und habe den Inhalt in ein paar alte DIN-A4-Zettel eingepackt, die grade greifbar aus einem Karton guckten. Mit diesem Wurfgeschoss bin ich dann durch den Keller raus zur Terrasse - wir wohnten damals in einer Reihenhaussiedlung - und habe das Paket quer über die Grundstücke, in Richtung einer Kleingartensiedlung befördert.


Leider machte der große Baum eines etwa zwei Reihen weiter gelegenen Grundstücks der Flugbahn ein abruptes Ende. Egal, dachte ich mir, und bin wieder rein. Wer sollte wissen, dass ich das war? Doch knapp eine halbe Stunde später klingelte die Nachbarin bei uns - mit den ausgebreiteten Zetteln in der Hand. Das Dumme an der Geschichte war, dass die Zettel Aufgabenzettel aus der Grundschule waren und oben rechts meinen Namen trugen, was ich vorher gar nicht kontrolliert hatte. Meine Oma war sehr auf meine Erklärung gespannt. Ich beichte hiermit, nicht den Mumm gehabt zu haben, meiner lieben Oma zu sagen, dass ich keine Leber mochte.

Beichthaus.com Beichte #00037867 vom 18.03.2016 um 17:55:33 Uhr (2 Kommentare).

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Bekomme ich etwas von deinem Essen?

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Engherzigkeit Völlerei Selbstsucht Ernährung

Es gab ja vor Kurzem hier die Beichte, in der ein Typ sagte, die Schwester seiner Freundin machte indirekt die Andeutung, etwas von seinen Garnelen bekommen zu wollen, wobei er so tat, als hätte er es nicht verstanden. Mein Freund (19) und ich (18) haben uns vorhin Piccolinis gemacht und mein Freund hat seiner Nichte (4) eines davon abgegeben. Als ich noch am Essen war, kam seine Mutter rein und fragte, ob er noch ein Piccolini für seine Nichte hätte, aber seine waren schon alle weg. Ich dagegen hatte noch drei der Dinger übrig und der Teller stand deutlich sichtbar auf dem Bett. Sie starrte auch darauf, in der Hoffnung, dass ich ihr davon eins geben würde. Ich beichte hiermit, dass ich seine Nichte nicht leiden kann und darum so tat, als ob ich es nicht verstanden hätte. Außerdem hasse ich es, wenn jemand nicht deutlich sagt, was er will.

Beichthaus.com Beichte #00037847 vom 15.03.2016 um 21:46:47 Uhr (18 Kommentare).

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Extrawürste sind nur Kopfsache!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Zwietracht Ernährung

Gestern Abend habe ich mir noch schnell Essen vom Imbiss geholt. Da sehr viel los war, hat es etwas gedauert. Ich hatte etwas Zeit zum Beobachten des ganzen Geschehens und beichte, dass ich mich heimlich tierisch gefreut habe, als sie aus Zeitdruck die panierten Schweineschnitzel einfach unter die Frittiergitter mit den Pommes gelegt haben, um sie schneller fertigzumachen. Theoretisch sind also die veganen, vegetarischen, koscheren und halalen, und was weiß ich nicht alles, Fritten kontaminiert mit dem Fleisch bzw. dem unreinen Nahrungsmittel. Ich freue mich nicht, weil ich Menschen ihre Lebensweise oder Religion absprechen möchte, die sollen sie gestalten und ausleben, wie sie wollen.


Viel mehr nervt mich die Ablehnung aus solch nicht-medizinischen Gründen und die Extrawürste, die alle immer brauchen. Dies ist nicht bio, das nicht korrekt geschlachtet, das nicht aus liebevoller Streichelhaltung. Natürlich ist auch die Massentierhaltung nicht in Ordnung. Aber am meisten auf den Senkel gehen mir Menschen, die an jeder kleinen Ecke etwas zum Meckern finden, wie eben bei Grundbedürfnissen. Sie sind ja nicht krank oder so, das ist alles reine Kopfsache. Die Menschheit ist am Ende doch die größte Plage für diesen Planeten, und fairerweise schließe ich mich auch selbst mit ein.

Beichthaus.com Beichte #00037830 vom 14.03.2016 um 20:36:56 Uhr (14 Kommentare).

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Unser fast perfekter Schwiegersohn

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Völlerei Maßlosigkeit Falschheit Ernährung Familie

Ich (w/53) und mein Mann haben vor etwa drei Wochen den Freund unserer Tochter kennengelernt. Ein völlig sympathischer junger Mann. Doch leider sind wir beide zunächst erschrocken, als wir ihn gesehen haben. Bei einer Größe von etwa 185 Zentimetern wiegt er 150 Kilo oder sogar noch um einiges mehr, wie ich vermute. Wie gesagt, er ist total lieb, sehr intelligent, hat einen tollen Beruf, denn er arbeitet im IT-Bereich, oft auch von zu Hause aus. Aber gerade weil ich ihn mag, mache ich mir eben auch Sorgen. Um ihn, denn dieses Gewicht ist nicht gesund und ich habe den Eindruck, dass es wahrscheinlich noch mehr wird, da er wirklich sehr viel und ungesund isst und sich kaum bewegt. Und zum anderen bin ich natürlich auch um meine Tochter bzw. um ihr gemeinsames Leben besorgt, da seine Gesundheit und eben auch sein Leben so gefährdet sind. Meinem Mann geht es absolut genauso. Ich habe mal mit meiner Tochter telefoniert und sie meinte, dass sie selbst sehr besorgt sei. Sie hat auf seine Essgewohnheiten kaum Einfluss, da sie ebenfalls berufstätig ist.


Sonst ist er der liebevollste Mensch der Welt, rücksichtsvoll, um den Haushalt kümmern sie sich beide in einer Harmonie, um die sie viele beneiden würden - ihr einziges Problem ist sein Gewicht, doch das ist eben ein recht großes Problem. Meine Tochter hat mich gebeten, ihn nicht auf dieses Problem anzusprechen, doch ich beichte, dass ich es doch getan habe. Ich habe ihn mal zur Seite genommen und ein einfühlsames Gespräch mit ihm geführt. Er war ziemlich gerührt, dass mir auch so viel an ihm liegt. Er würde so gerne etwas ändern, aber scheint nicht die Kraft dafür zu haben. Gut, dann nehme ich das in die Hand. Wenn ihn überfordert, was er beispielsweise mittags essen soll, was satt macht, gut schmeckt und ihm trotzdem beim Abnehmen hilft, dann koche ich eben mittags für ihn. Zum Glück wohnen wir ja nicht sehr weit voneinander entfernt. Jetzt koche ich jeden Tag für ihn. Da ich selbst nur halbtags arbeite, kann er, wenn er Home Office hat, mittags zum Essen kommen, ansonsten koche ich vor und er nimmt es mit zur Arbeit. Frühstück für die Arbeit? Mache ich ihm auch, kein Problem, er holt es hier ab. Meine Tochter verlässt das Haus immer schon früher. Abendessen? Das nehmen die beiden zusammen ein, aber da weiß ich, dass meine Tochter durchaus auf eine gesunde Kost achtet. Ich gehe jetzt auch drei Mal die Woche mit ihm zusammen in ein Fitnessstudio.


Ihm tut es gut und mir auch, da ich zwar nicht dick bin, aber doch ein paar Problemzonen habe. Meine Tochter hat keine Ahnung, wie sehr ich ihren Freund unterstütze. Nur mein Mann weiß es und der findet es klasse. Meine Beichte ist also, dass ich mich doch eingemischt habe und bestimmt auch mehr mache, als ich tun müsste, aber ich merke, wie froh mein Schwiegersohn ist. Und ich stelle fest, was für ein klasse Team wir beide schon sind. Wir haben richtig viel Spaß beim gemeinsamen Sport.

Beichthaus.com Beichte #00037825 vom 14.03.2016 um 11:07:52 Uhr (17 Kommentare).

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Ein sozialer Fleischesser

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Völlerei Lügen Vorurteile Ernährung

Ich beichte, dass ich ein "sozialer Fleischesser" bin. Versteht ihr nicht? Ich erkläre es euch. Eigentlich bin ich Vegetarier, d. h. ich esse kein Fleisch, keine Wurst, keinen Fisch. Und wie ein "sozialer Trinker" bei sozialen Anlässen Alkohol trinkt, esse ich bei sozialen Anlässen wie Geburtstagsfeiern oder Betriebsausflügen Fleisch und Wurst. Ich möchte nämlich nicht, dass meine Kollegen und Bekannten wissen, dass ich Vegetarier bin. Nicht, weil ich mich dafür schäme oder weil mir das peinlich ist, sondern weil ich es satt habe, als Vegetarier anders zu sein. Weil ich es leid bin, jedes Mal erklären zu müssen, warum ich kein Fleisch essen will und warum das nicht gefährlich ist. Ich meine, ich bin nicht missionarisch und von mir aus kann jeder essen, was er will. Aber ich wurde dann immer früher oder später als Vegetarier "geoutet" und musste mich rechtfertigen - jedes Mal. Also habe ich, als ich meine Arbeitsstelle gewechselt habe, damit angefangen, bei gemeinsamen Essen auch Fleisch oder Wurst zu essen. Nicht viel, nur halt so viel, dass es nicht auffällt. Jetzt habe ich meine Ruhe.

Beichthaus.com Beichte #00037774 vom 08.03.2016 um 21:37:48 Uhr (16 Kommentare).

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