Mein Freund ist ein egoistisches kleines Kind

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Hass Ignoranz Partnerschaft Berlin

Heute ist Valentinstag und mein Freund und ich stecken in einer Krise. Wir kennen uns schon seit sechs Jahren, aber ich glaube, von der Liebe ist nur noch wenig übrig. Mein Freund lässt mich hängen und achtet so ziemlich nur auf sich selbst. Ich kann es ihm hundert Mal sagen oder schreiben, es kommt dann nur die Antwort: Sei selbstständig! Aber ich frage mich, seit wann selbstständig sein bedeutet, auf seine emotionale Stütze zu verzichten. Er ist in solchen Sachen sehr erbarmungslos, wenn man ihn mal braucht, ist er nur da, wenn es ihm gerade auch in den Kram passt.

Aber wenn er selbst Unterstützung braucht, heult er immer los und bettelt wie ein kleines Kind. Selbst seine Ersatzschlüssel hat er hinter meinem Rücken, als ich woanders war, von meinem Schlüsselbund geklaut und nichts gesagt, monatelang. Ich habe es erst gemerkt, als ich sie brauchte und vor seiner verschlossenen Tür stand, als er im Urlaub war. Darauf kam auch ständig nur das Argument, er befürchte, dass ich etwas bei ihm kaputtmachen würde. Er ist ein schrecklicher Egoist, behauptet aber ständig, er würde mich lieben. Ich komme mit seinem Egoismus immer weniger klar. Er ist kein umsichtiger, rücksichtsvoller, toleranter Mensch. Außerdem stört mich auch seine politische Gesinnung. Ständig hetzt er gegen Flüchtlinge und Asylbewerber. Er ist AfD-Wähler und Pegida-Sympathisant.

Bei alldem habe ich mir erlaubt, all meine Liebesbriefe und Liebesbekundungen von ihm zu konfiszieren und habe ein Plakat mit Bildern von uns zerstört, das bei ihm hing. Als er es sah, beschimpfte er mich übelst und schrie mich an. Ich muss beichten, dass ich ihm am Allerliebsten das Auto zerkratzen und einen Schlägertrupp anheuern würde, ihm mal so richtig die Leviten zu lesen. Einfach nur, weil er ein dreckiger Lügner ist und mir seit Jahren ins Gesicht lügt. Was würdet ihr denn mit diesem Typen machen?

Beichthaus.com Beichte #00039346 vom 14.02.2017 um 16:54:29 Uhr in Berlin (19 Kommentare).

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Tolle Stunden als Frau

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Peinlichkeit Fetisch Intim Wien

Wenn ich am Wochenende alleine daheim bin, ziehe ich (m) meist Damenwäsche an. Zuerst war es noch relativ harmlos; einfach eine Strumpfhose oder halterlose Strümpfe unter der männlichen Kleidung. Mit der Zeit ist immer mehr dazu gekommen. Nach und nach habe ich in Geschäften außer den Strümpfen auch Höschen und BHs gekauft. In billigen Kleiderläden habe ich mir Blusen und Röcke gekauft. In einem Schuhgeschäft für Übergrößen habe ich mir auch Stöckelschuhe Größe 43 gekauft und vor der Verkäuferin anprobiert. Obwohl ich männlich und hetero bin, gefällt es mir gut, mich für ein paar Stunden als Frau anzuziehen.

Beichthaus.com Beichte #00039345 vom 14.02.2017 um 14:26:51 Uhr in Wien (12 Kommentare).

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Integration ist quasi unmöglich!

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Vorurteile Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass sich Integration in Deutschland überhaupt nicht lohnt. Seit mehr oder weniger 18 Jahren lebe ich in einer westfälischen Großstadt, lernte als Kind sehr schnell die Sprache, passte mich der Kultur an, ohne meine ursprüngliche Kultur zu vernachlässigen, hatte noch nie Konflikte mit dem Gesetz, machte den höchsten Schulabschluss und ging neben der Schule sogar noch arbeiten. Trotz alldem bekomme ich bis heute noch von vielen Deutschen zu spüren, dass ich nicht gewollt bin. Ich wurde während meiner Schulzeit wegen meines Migrationshintergrunds und dementsprechenden Aussehens gemobbt und körperlich angegangen. Unglaublich, aber wahr - selbst von anderen Migranten mit fernöstlichem Hintergrund und von manchen Lehrern. Als ich die Schule wechselte, um den höchsten Schulabschluss anzustreben, hörte dieses massive Mobbing an der Schule glücklicherweise auf, aber dieses negative Schubladendenken und die Behandlung, als sei man ein Mensch zweiter Klasse, gingen noch weiter. Egal wohin ich auch gehe.

Viele sprechen meinen Namen absichtlich falsch aus, obwohl Vor- und Nachnamen sich so aussprechen, wie sie gelesen werden. Bei vielen Amtsgängen sowie ärztlichen Untersuchungen bekomme ich häufig das Gefühl, schnell abgespeist und nicht ausreichend beraten oder behandelt zu werden, während sich Beamte sowie Ärzte bei Menschen mit "typisch deutschem" Aussehen vorzugsweise viel mehr bemühen und Zeit nehmen, diese adäquat zu beraten. Dabei bin ich zu jedem freundlich, respektvoll, tolerant und zurückhaltend, weil ich diese Verhaltensregeln nun mal genauso gelehrt bekommen habe, seitdem ich als Kind nach Deutschland kam. Selbst im Alltag, wenn ich neue Menschen kennenlernen möchte, um mich mit ihnen anzufreunden oder gar eine romantische Beziehung aufzubauen, ist es häufig so, dass ich in Schubladen gesteckt und als eine Art "Fetisch", nicht als Mensch wahrgenommen werde. Ich bin ein Mensch, der seine Freundschaften und Beziehungen gut pflegt und immer dazu bereit ist, etwas Neues zu lernen sowie Kompromisse gerne einzugehen.

Doch häufig verlieren die meisten Menschen schnell das Interesse, wenn sie meinen, alles an der Person schon erfahren zu haben und brechen abrupt den Kontakt ab, ohne dass etwas Gravierendes vorgefallen ist. Bei osmanischen Beziehungen ist das häufig auch nicht anders, weshalb es mir auf Dauer schwerfällt, mich neu zu verlieben, da die Menschen oft schnell das Interesse verlieren, bevor überhaupt etwas Neues und Schönes entstehen kann. Dies alles zieht mich so dermaßen runter, dass ich seit meiner Kindheit an Depressionen, Angststörungen und Selbstmordgedanken leide. Darum beichte ich, dass ich mich trotz aller Bemühungen, mich zu integrieren, um mir selbst das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, trotzdem nicht wirklich zu Hause und angenommen fühle.

Beichthaus.com Beichte #00039344 vom 14.02.2017 um 09:43:55 Uhr (31 Kommentare).

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Kuchen für die Kollegen

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Boshaftigkeit Ekel Falschheit Kollegen Baden-Baden

Zwecks meines Geburtstages habe ich (w) für meine Abteilung einen Kuchen gebacken, allerdings nur, weil es die gesellschaftlichen Gepflogenheiten verlangen. Eigentlich hasse ich die ganzen Säcke dort, weshalb ich in den Kuchen einige "Spezialzutaten" reinmixte. Also Obacht: Obwohl zwei Vegetarierinnen und ein Veganer dabei sind, habe ich fettes Schweineschmalz genommen anstatt Margarine und freilich auch Eier für den Teig. Für den umweltbewussten Öko-Heini habe ich natürlich extra die billigsten und am wenigsten nachhaltigen Eier besorgt. Die Dame, die eine Laktoseintoleranz vortäuscht, weil das wohl gerade im Trend liegt, bekam selbstverständlich extra viel Milch mit hinein und der Depp, der keinen Weizen frisst, aß ihn trotzdem, ohne es zu wissen.

Im Büro habe ich erzählt, dass ich nur Bio-Zutaten und keine tierischen Produkte verwendet habe und keine Kuhmilch oder Weizen enthalten ist. Alles alternativ und nachhaltig eben. Das haben die mir auch noch geglaubt und gierig aus meiner Hand gefressen. Ich fühlte mich richtig diabolisch. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass ich es wirklich allen versaue, habe ich natürlich auch alle Teller abgeleckt. Ich bin irgendwie schon etwas geisteskrank.

Beichthaus.com Beichte #00039338 vom 12.02.2017 um 22:00:04 Uhr in Baden-Baden (Rheinstraße) (24 Kommentare).

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Mein stures Pferd

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Verzweiflung Tiere

In meiner Reitschule musste ich neulich ein Pferd reiten, das sich partout nicht aufzäumen lassen wollte. Wenn ich die Trense überziehen wollte, nahm es zwar das Gebiss in den Mund, riss aber jedes Mal den Kopf so weit nach oben, dass ich das Nackenstück nie bis über seine Ohren ziehen konnte und das Gebiss immer wieder rausfiel. Weil das Ganze so viel Zeit in Anspruch genommen hat und ich schon eine Viertelstunde zu spät zur Reitstunde war, habe ich das Tier dann am Ohr nach unten gezogen und auch versucht, es an der Ganasche festzuhalten, in dem ich dort praktisch hineingekniffen habe. Das hat letztendlich auch nichts gebracht, aber ich schäme mich so unendlich dafür, dass ich dem Pferd wehgetan habe, nur weil es diese blöde Trense nicht tragen wollte. Am Liebsten würde ich mir dafür selbst eine reinhauen.

Beichthaus.com Beichte #00039328 vom 09.02.2017 um 13:39:35 Uhr (19 Kommentare).

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