Schicksalsschläge durch die Schwangerschaft

22

anhören

Zorn Ungerechtigkeit Kinder Stuttgart

Hallo ihr Lieben. Schon meine Kindheit war nicht die Schönste. Mein Vater war Kiffer und Alkoholiker und hat oft einfach draufgehauen. Aber das will ich jetzt nicht weiter vertiefen. Vom Unglück wurde ich schon immer magisch angezogen, aber das Jahr 2008 übertrifft einfach alles. Hoffentlich ist es bald vorbei. Mit meinem Freund lief es mal gut mal schlecht, aber im Großen und Ganzen konnte ich mich eigentlich nicht beschweren. Wir hatten oft Sex und auch sehr Guten. Ich hatte nicht verhütet und das wusste mein Freund auch. Wie es nun mal so kommt, wurde ich schwanger. Erst war ich selbst geschockt und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Sollte ich abtreiben? Oder das Kind behalten? In meinem Kopf herrschte das reinste Chaos. Ich erzählte es meinem Freund und er war sofort für eine Abtreibung. Ich war mir da ziemlich unsicher, und als ich beim Ultraschall das Herz schlagen hörte, war klar: ich will es behalten! Mein Freund fühlte sich vor den Kopf gestoßen, weil er noch kein Kind wollte. Er ist 28 ich bin 19. Meine Mutter war auch nicht so begeistert, sagte aber, dass sie mich unterstützen würde. Sie sagte auch noch, dass ich es noch niemandem sagen soll, weil in den ersten drei Monaten viel passieren kann. Nun gut, einige Zeit verging und auch mein Freund fing langsam so richtig an, sich zu freuen. Ab dem ersten Tag an hatte ich einen Bezug zu dem Kind und wer Mutter ist, weiß, dass man sofort Muttergefühle entwickelt. In Gedanken krempelt man schon sein ganzes Leben um und plant für die Zukunft.

Und weil man sich ja auch jemandem anvertrauen will, beschloss ich meiner besten Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne, zu sagen, dass sie Tante wird. Ich betonte mehrmals, dass sie es bitte für sich behalten solle, weil noch viele Sachen ungeklärt seien. Ich vertraute ihr, doch zwei Tage später wusste jeder, dass ich schwanger bin. Danke, tolle Freundin.
Mein Freund freute sich richtig und ich mich auch. Ich plante und machte und dachte sogar schon über Namen nach. Bis mich eine heftige Grippe erwischte. Ich ging zum Arzt und ein paar Tage später war auch die Grippe überwunden. Der nächste Frauenarzttermin stand an und ich ging zum Ultraschall. Dann der Schock: der Arzt konnte keinen Herzschlag mehr feststellen. Ich hatte eine Totgeburt und mein Baby musste mir unter Vollnarkose ausgeschabt werden. Am Schlimmsten war das Warten. Ich bekam ein periode-auslösendes Vaginalzäpfchen und musste unter großen Schmerzen auf meine Tage warten, bis ich endlich operiert werden konnte. Ich schrie, dass ich mein Baby zurück will, ich schrie so laut ich nur konnte, ich weinte und schrie alles aus meiner Seele heraus. An der Stelle bin ich meinen beiden Freundinnen über alles dankbar, dass sie an meiner Seite waren. Am Schlimmsten war für mich, dass mein Freund nicht an meiner Seite war. Er lag mit Salmonellen im Bett. Aber in dem Moment, wo ich ihn am meisten gebraucht hätte, war er einfach nicht für mich da. Ich kam in den OP-Raum und kurz, nachdem ich die Augen geschlossen hatte, wachte ich auch schon wieder auf. Mein Baby!? Weg. Mit einem Schlag alles weg. Mama? Wieso war nicht mal meine Mutter an meiner Seite? Schatz? Wieso war er nicht bei mir? An dieser Stelle nochmal danke an meine Freundin, dass sie da war.

Ich kam in derselben Nacht noch nach Hause und bin unter Tränen eingeschlafen. Dieser Schmerz und diese Trauer sind unvorstellbar. Als ob ich nicht genug damit zu kämpfen hätte, tauchten nach und nach die übelsten Gerüchte über mich auf. Aus dem Munde der Freundin, die jedem erzählte, dass ich schwanger bin. Erst hieß es ich hätte das Kind verloren, weil ich während der Schwangerschaft Drogen genommen hätte. Sorry, aber ich nehme keine Drogen und schon gar nicht, wenn ich schwanger bin. Dann hieß es mein Freund hätte mir in den Bauch geboxt und deswegen hätte ich es verloren. So etwas würde ich mir nie gefallen lassen. Dann hieß es, ich war gar nicht von meinem Freund schwanger, sondern von einem anderen. Und jetzt, 2 Monate später heißt es, ich wäre nie schwanger gewesen, sondern hätte das alles nur erzählt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Klar, die Ärzte haben mich nur aus Spaß operiert und ich hab ja nur so einen Mutterpass, in dem das voraussichtliche Geburtsdatum steht. Ich weiß, ich sollte nichts darauf geben, was andere über mich reden. Aber das geht eindeutig unter die Gürtellinie. Irgendwo gibt es doch eine Schmerzensgrenze!? Ich habe verdammt nochmal im dritten Monat mein Kind verloren. Über so etwas zerreißt man sich nicht das Maul! Das Herz hatte schon geschlagen, es hatte kleine Arme und Beine und fast alle Organe waren vorhanden. Ich habe Trauer, Leid und Schmerzen genug. Wieso zieht ihr mich damit noch runter? Ist euer Leben denn so langweilig, dass ihr über meines noch tratschen müsst? Echt traurig. Naja, das war bisher so ziemlich das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Und so etwas wünsche ich nicht einmal meinem ärgsten Feind. Es ist nicht leicht, die Trauer in Worte zu fassen. Und für Einige von euch wird es sich auch nicht so schlimm anhören, weil es ja noch nicht auf der Welt war. Aber es war ein Teil von mir, mein Baby. Naja - und immer wenn man denkt "schlimmer kann es nicht mehr kommen" passiert doch wieder was. Kurz zusammengefasst: der neue Freund meiner Mutter wurde handgreiflich, ich habe mich gewehrt und jetzt bin ich die Dumme und meine Mutter steht zu ihrem Freund, statt zu ihrer Tochter, und hat mich einfach rausgeschmissen. So geht das schon seit Jahren. Ich bin aggressiv, depressiv, melancholisch und zickig geworden. Ziehe aber aus allen schlimmen Dingen, die mir passieren etwas positives (bis auf die Totgeburt) und stehe immer wieder auf und mach weiter.

Beichthaus.com Beichte #00024879 vom 01.10.2008 um 21:57:17 Uhr in Stuttgart (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Schneeball im Müllauto

14

Waghalsigkeit Ungerechtigkeit Feigheit

Als ich in der Grundschule war, habe ich in einem Winter zusammen mit zwei Freunden haufenweise Schneebälle auf Autos geworfen. Irgendwann fuhr ein Müllwagen vorbei, dessen Fenster ein Stück weit heruntergekurbelt war. Es kam, wie es kommen musste: Einer von uns traf genau diese Lücke und der Fahrer legte eine Vollbremsung hin. Wir haben uns nicht von der Stelle bewegen können, als er die Tür aufriss und über die Straße gerannt kam, um uns allen eine zu klatschen - was ich auch nur nachvollziehen kann. Manchmal haben Kinder das eben verdient. Meine Beichte ist, dass ich mich, nachdem er zuerst einem meiner Freunde voll eine gelangt hat, geduckt habe, seine flache Hand ins Leere ging und er dank mir zusätzlich noch dumm dastand. Meinen anderen Freund hat er danach auch noch erwischt. Ich hoffe, mir wird mein unkameradschaftliches Verhalten vergeben. Ich habe noch nie gerne eingesteckt.

Beichthaus.com Beichte #00024817 vom 23.09.2008 um 22:40:03 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Entleeren mit Zuschauern

38

anhören

Ekel Ungerechtigkeit Peinlichkeit Auto & Co. Waltershof Hamburg

Entleeren mit Zuschauern
Ich besuchte am Wochenende meinen Freund und fuhr mit dem Auto sonntags abends zurück zu mir nach Göttingen zum Studium. Ich musste eigentlich schon beim Losfahren pinkeln, vergaß es aber. Prompt geriet ich beim Elbtunnel in den üblichen Stau. Es ging nichts mehr und der Druck war übermenschlich und nicht mehr auszuhalten. Da kam mir eine Idee. Ich holte aus meiner Reisetasche vom Rücksitz meine drei frisch gewaschenen und sauber zusammengelegten Lieblings-Handtücher, zog mir die Hosen runter und setzte mich auf die Handtücher. Just in dem Moment, begann sich der Stau aufzulösen und meine Nebenspur fing an zu rollen. Ich schaute in den Rückspiegel und dachte nur: Nicht der Reisebus. Bitte nicht der Reisebus. Und dann konnte ich es auch schon nicht mehr halten und urinierte hemmungslos mit heruntergelassenen Hosen auf den mit Handtüchern bedeckten Sitz meines Autos. Dabei versuchte ich so unbeteiligt dreinzuschauen wie nur irgend möglich und habe das Winken und Klopfen der Reisegruppe an den Fenstern ignoriert. Gleich am nächsten Parkplatz fuhr ich raus, um die Handtücher zu entsorgen und mir die Hose wieder richtig anzuziehen. Leider stand dort auch genau dieser Reisebus. Einige Insassen erkannten mich und meinen Wagen und johlten mir zu. Schnell gab ich Gas und fuhr wieder auf die Autobahn. Die Handtücher habe ich einfach an der nächsten Raststätte weggeworfen.

Beichthaus.com Beichte #00024784 vom 19.09.2008 um 14:36:05 Uhr in Waltershof Hamburg (38 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kann er mir nicht Fremdgehen?

25

Boshaftigkeit Engherzigkeit Ungerechtigkeit Partnerschaft münchen

Manchmal wünsche ich mir, dass mein Freund mir beichtet, er hätte mich betrogen, nur weil ich es lustig fände, ihn dann deswegen zu quälen und seine Schuldgefühle auszunutzen. Ich schmiede auch richtige Pläne, was ich dann alles machen würde.

Beichthaus.com Beichte #00024765 vom 18.09.2008 um 00:25:54 Uhr in münchen (rheinstraße 5) (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Es gibt noch Gerechtigkeit!

83

Gewalt Ungerechtigkeit Vorurteile

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, da haben meine Freundin und ich das Glück gehabt, bei einer Straftat zuzusehen. Wir haben beobachtet, wie fünf Leute einen bereits am Boden liegenden Menschen zusammenschlugen. Vier haben immer drauf, einer hat im laufenden Auto […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00024723 vom 12.09.2008 um 04:17:42 Uhr (83 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!