Schleichend zum Alkoholiker

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Trunksucht Verzweiflung Begehrlichkeit

Vor etwa einem Jahr habe ich hier gebeichtet, dass es mir eine junge Frau aus der Nachbarschaft angetan hatte. Sie hatte sich damals von ihrem Freund getrennt und lebte zu diesem Zeitpunkt alleine. Es ist tatsächlich so, dass ich auf diese junge Frau extrem fixiert war, man kann vielleicht sagen, dass ich versessen war. Man hat mich damals verspottet, weil ich mich trotz höherem Alter im selben Fitnessstudio wie sie angemeldet hatte oder mir einfach nur moderne Klamotten mit bunten Turnschuhen gekauft habe. An der Ampel hatte ich ihr sogar mal mein neues Handy mit pinker Schale gezeigt - sehr peinlich, muss ich im Nachhinein sagen. Gut, die Kommentare haben mich zum Nachdenken gebracht und irgendwann habe ich verstanden, dass es wirklich keinen Sinn macht. Ich hatte sie damals in ihrem Lieblingscafe - wie aus Zufall - getroffen. Sie meinte, dass sie sich belästigt fühlt, daraufhin habe ich Abstand genommen. Zuerst wollte ich mich grausam an ihr rächen und schmiedete sogar Pläne, dann habe ich resigniert und ließ sie in Ruhe.


Ich habe dann alle Filme und Bilder, die ich von ihr gemacht habe genommen, verbrannt und anderweitig zerstört. Hobbys habe ich leider keine, sodass ich jetzt praktisch 24 Stunden vor dem Fernseher sitze und nebenher online bin. Meine Frau hat sich damals sehr an der Sache aufgerieben. Wahrscheinlich zu arg, denn sie verstarb im Sommer. Nun ja, ich bin als Rentner halbwegs versorgt, die Wohnung ist abbezahlt, große Sprünge kann ich mir leider nicht erlauben. Jetzt ist es irgendwie schleichend passiert, dass ich von Tag zu Tag mehr Alkohol getrunken habe. Angefangen hat das alles, als ich das mit der jungen Frau eingesehen habe. Vor einem Jahr habe ich vielleicht zwei Bier pro Woche getrunken, jetzt muss ich ein Mal wöchentlich zum Altglascontainer um massenhaft leere Wein- und Schnapsflaschen zu entsorgen.


Das ist auch der einzige Tag, an dem ich mich noch wasche, weil ich noch einkaufen muss. Mein Gesicht ist inzwischen ziemlich gerötet und aufgedunsen, ansonsten bin ich ziemlich abgemagert. Ich versuche, vor 9 Uhr morgens nicht zu trinken, meist gelingt mir das. Dafür wird es dann aber den Tag über mehr. Ich komme aus diesem verdammten Teufelskreis nicht mehr heraus und denke langsam, dass es das war. Aber es ist ja auch eine Sünde, so zu denken und sich aufzugeben.

Beichthaus.com Beichte #00037264 vom 21.12.2015 um 17:02:09 Uhr (9 Kommentare).

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Reichtum lockt Frauen an

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Lügen Falschheit Schamlosigkeit Selbstsucht

Ich (m/46) bin Single und muss beichten. Ein Freund von mir stammt aus einem sehr reichen Elternhaus und hat ein regelrechtes Anwesen, das schon lange im Familienbesitz ist. Äußerlich hat es ein wenig was von einem kleinen antiken Schloss - von Innen ist es supermodern. Dieser Freund ist vor zwei Jahren beruflich ins Ausland gegangen und wird erst in zwei Jahren zurückkommen. Seine Familie begleitet ihn. Deshalb bewohne ich nun dieses Anwesen, schaue nach dem Rechten und pflege den Garten. Er wollte halt nicht, dass es leer steht. Wenn er zurückkehrt, werde ich wieder ausziehen. Nun gehört zu diesem Anwesen auch kleines Appartment, in dem früher der Großvater des Freundes bis zu seinem Tod lebte. Mein Freund sagte, ich könne das Appartment gerne vermieten, sollte aber darauf achten, dass es nur an vernünftige Leute vermietet wird.


Nun zu meiner Beichte: Ich vermiete ausschließlich an Studentinnen, denen gegenüber ich mich als Hausherr ausgebe. Da sich das Haus in einer Studentenstadt befindet, ist der Andrang und die Auswahl entsprechend groß. Ich erzähle dann immer, dass es nur für ein halbes Jahr gemietet werden kann, weil dann meine Tochter aus dem Ausland zurückkommt. Meine Frau - so erzähle ich - ist bereits vor vielen Jahren verstorben. Diese Story beschert mir ein wunderbares Sexualleben, ohne dass ich groß die Initiative ergreifen muss. Ich biete großzügig an, dass die Sonnenterrasse, der Pool und die Sauna genutzt werden können und ich bin überrascht, wie offenherzig dies angenommen wird. Anfangs war da nur die vage Hoffnung, dass ich vielleicht mit meinem vermeintlichen Reichtum leichteres Spiel hatte, aber bereits die erste Mieterin lag nach zwei Tagen oben ohne auf meiner Terrasse und bat mich, ihr den Rücken einzucremen.


In der Sauna oder im Pool bin ich oft auch nicht lange alleine. Selbst eine der Damen, die ich anfangs für etwas zugeknöpft hielt, stand nach kurzer Zeit vor meiner Tür und fragte, ob ich nicht auf ein Weinchen zu ihr kommen wollte. Schnell kamen wir auf das Singleleben zu sprechen und sie erzählte unumwunden, dass das Singleleben an sich schön sei, sie aber nicht lange ohne Sex sein könnte. Wir vertieften das Thema und sie beklagte, dass die meisten Männer in ihrem Alter beim Analverkehr nicht lange durchhalten würden, weil es eben so eng sei. Wie der Abend endete, könnt ihr euch sicher denken. Eine andere erzählte mir, dass sie, seit sie ein Intimpiercing hätte, beim Sex immer extrem feucht würde. Ich bin selber erstaunt, dass ich mich quasi nur noch zurücklehnen muss und die Frauen von ganz alleine ankommen. Ich sehe zwar nicht schlecht aus und mache auch viel Sport, dachte aber bis vor Kurzem, dass mit Mitte 40 die besten Jahre vorbei wären.


Mittlerweile treibe ich dieses Spiel seit zwei Jahren, hatte seitdem fünf Mieterinnen und mit jeder davon eine wilde Affäre. Zwei Jahre Zeit habe ich noch und bin optimistisch, dass es so weitergehen wird. Natürlich achte ich auf Verhütung. Mein Freund weiß von alledem nichts. Mein schlechtes Gewissen gilt weniger den Frauen, die ja offensichtlich nur auf mich aus sind, weil ich vermeintlich sehr reich bin. Trotzdem denke ich manchmal, dass ich die Naivität dieser Damen nicht so ausnutzen dürfte. Ich könnte schließlich auch ihr Vater sein.


Das schlechte Gewissen habe ich vielmehr meinem Freund gegenüber, der es sicher nicht schön fände, wenn er wüsste, dass es kaum einen Fleck in seinem Haus gibt, an dem ich noch keinen Sex hatte. Außerdem muss ich vor seiner Rückkehr an seinen beiden Oldtimern die Tachos zurückdrehen, weil ich diese Autos für Ausflüge mit den Frauen unerlaubt genutzt habe. Einmal hat mich danach ein Arbeitskollege angesprochen, ob ich einen Oldtimer besitzen würde. Er glaubte, mich gesehen zu haben. Seitdem bin ich vorsichtiger. Manchmal habe ich Angst, dass mir das Ganze irgendwann um die Ohren fliegt.

Beichthaus.com Beichte #00037262 vom 21.12.2015 um 10:47:42 Uhr (30 Kommentare).

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Kaputte Kleider im Container

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Morallosigkeit

Ich beichte hiermit, dass ich in die Altkleidercontainer teilweise auch etwas kaputte Klamotten werfe, obwohl dort immer ein Zettel mit der Aufschrift "Nur gut erhaltene Sachen einwerfen" steht. Allerdings trage auch ich im Alltag manchmal Schuhe mit Löchern oder Ähnliches. Wenn die Leute wirklich arm sind, denke ich, dass sie sich trotzdem über Nikes mit kaputtem Innenleben freuen. Des Weiteren bezweifle ich sowieso manchmal, ob wirklich alle Sachen diese Leute erreichen oder nicht doch noch ein paar profitgeile Penner die guten Sachen zum Weiterverkauf für sich aussortieren.

Beichthaus.com Beichte #00037261 vom 21.12.2015 um 10:26:59 Uhr (11 Kommentare).

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Seit sieben Jahren ohne Sex

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Begehrlichkeit Verzweiflung Masturbation

Ich (w) wurde seit sieben Jahren nicht gefickt. Seit ich 20 bin, bin ich quasi solo unterwegs, hatte davor mitunter großartige sexuelle Erfahrungen mit meinen damaligen Partnern, aber seit ich vom letzten Ex getrennt bin, ist weder beziehungstechnisch noch sexuell großartig etwas passiert. Leider stehe ich so gar nicht auf One Night Stands oder darauf, besoffene Typen im Club mit nach Hause zu schleppen, nur um meine Triebe zu befriedigen - dennoch habe auch ich welche. Ich bin sexuell gesehen eigentlich ziemlich aufgeschlossen - ich gucke wahnsinnig gerne diverse Arten von Pornos und beschäftigte mich mit meinem Spielzeug. Zeitweise bin ich so geil, dass es für nen Mann wohlmöglich gar zu viel werden könnte, denn es kommt vor, dass ich bis zu 7-8 Mal am Tag masturbiere.


So richtig habe ich noch keine Lösung gefunden - denn ich muss gestehen je mehr Männer ich date, desto mehr wird mir bewusst, dass der, den ich gerne ranlassen würde, wahrscheinlich nie dabei sein wird. Denn mir geht es nicht nur ums Ficken. Mir geht es auch um das Drumherum. Aber leider sind meine Ansprüche offensichtlich einfach zu hoch oder die Männer meiner Generation haben einfach alle eine Klatsche weg. Ich beichte also, dass ich mich trotz sieben Jahren Enthaltsamkeit einfach nicht zu einem bedeutungslosen Abenteuer hinreißen lassen kann, weil mir das einfach zu niveaulos erscheint und ich die große Disneygefühlsparade dabei brauche. Wie ein Mädchen. Obwohl es schade drum ist, denn ich glaube, ich könnte echt Spaß im Bett haben. Mich nervt es selbst und ich glaube, irgendwann werde ich das echt bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00037258 vom 21.12.2015 um 00:40:08 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das geschieht ihm recht!

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Neid Falschheit Ungerechtigkeit Geld

Ich (m) musste mir schon immer alles selbst erarbeiten. Meine zwei Geschwister und ich bekamen als Kinder je 10 Euro Taschengeld monatlich von Oma, zusätzlich zum Geld von den Eltern (einen Euro wöchentlich). Und schon damals musste ich alles selbst bezahlen. Wenn ich zum Beispiel eine neue Winterjacke brauchte, musste ich entweder die 10 Euro monatlich dafür sparen, oder warten, bis es an Weihnachten, Ostern oder am Geburtstag Extrageld von Oma gab. Und das, obwohl meine Eltern beide arbeiten gingen. Ich ging auch Zeitungen austragen, was mir sicher nicht geschadet hat, aber dann ist mir auch immer von meinem Vater gesagt worden: "Warum willst du Geld von mir, du hast doch selbst welches. Kaufe dir das mal schön selbst, du musst nicht denken, dass ich das alles bezahle und du dein Geld verprassen kannst." Und kaum fing ich die Ausbildung an, musste ich zu Hause Geld abdrücken, und das nicht zu knappp.


Mein bester Freund aber bekam alles bezahlt, Markenklamotten, Hobbys, Führerschein, Auto, und er brauchte nie etwas daheim abzugeben. Seine Eltern sparten von Geburt an das Kindergeld und noch zusätzlich etwas für ihn, auch noch, als er daheim auszog. Ich war oft richtig neidisch. Als mein Freund früh heiratete, konnte er sich von dem Geld eine schöne große Eigentumswohnung leisten. Die Ehe ging allerdings in die Brüche und die Wohnung war weg. Ich habe mich irgendwie darüber gefreut und dachte, es geschieht ihm recht. Gesagt habe ich das nie, ich habe ihn stattdessen auf ein Bierchen eingeladen und ihm gesagt, wie leid mir das alles tut. Weil er trotz meiner Schadenfreude noch mein bester Freund ist.

Beichthaus.com Beichte #00037248 vom 18.12.2015 um 20:20:21 Uhr (16 Kommentare).

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