Die harte Finanzbranche

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Aggression Hass Stolz Zorn Arbeit Euerdorf

Ich beichte hiermit, dass ich meinen momentanen Job und meinen Chef hasse. Derzeit absolviere ich ein Praktikum in einer Beratungsfirma und bis vor einigen Monaten hatte ich noch Freude an Zahlen und dem Finanzwesen. Bis ich hierhin kam. Ich bin jetzt 24 Jahre alt, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032170 vom 04.11.2013 um 20:07:27 Uhr in Euerdorf (19 Kommentare).

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Der Traum vom Donutladen

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Dummheit Feigheit Missbrauch Arbeit

Der Traum vom Donutladen
Ich beichte, dass ich mich von anderen Leuten habe zu stark beeinflussen lassen. Ich habe mein ganzes Leben als Bäcker gearbeitet, bis ich irgendwann wegen eines privaten Unfalls berufsunfähig geworden bin. Ich wurde umgeschult und habe dann von zu Hause aus gearbeitet. Das war aber eine Arbeit, die mir nie Spaß gemacht hat. Irgendwann ist bei mir die Idee gewachsen, einen kleinen Laden für Donuts aufzumachen. Jeder Bäcker hat so seine Lieblingskreation und bei mir waren es immer Donutringe, die leider viel zu selten gebacken wurden. Mein Haus befindet sich direkt an einer Straße mit viel Berufsverkehr und ich habe einige Räume freigehabt. Eine Minibäckerei hätte ich führen können, auch wenn ich natürlich wegen meiner Behinderung langsamer arbeiten würde. Mein Ziel war es, einen kleinen Laden zu betreiben, mit Donuts und frischem Kaffee. Startkapital war auch da, alles eigentlich perfekt.

Ich habe dann einige Freunde und Verwandte darauf angesprochen, mir wurde die Idee dann ziemlich schlecht gemacht. So nach dem Motto, du wirst selber Dein bester Kunde sein. In Deinem Dorf hält doch keiner an, wenn es in Stuttgart viel mehr Läden hat. Privatinsolvenz, Du bist behindert, wie willst Du ein Geschäft führen. Davon habe ich mich so zehn Jahre lenken lassen und am Schreibtisch nicht gerade ein Vermögen verdient. In dieser Zeit bin ich aber auch immer einsamer geworden, der Einfluss meiner Freunde sank. Letzten Endes habe ich einfach den Donutladen aufgemacht, auch um mal wieder Kontakt zu Menschen zu haben. Es hat tatsächlich geklappt, und zwar vom ersten Tag an. Ich backe heute nachts drei Stunden Donutringe und Morgens verkaufe ich sie dann drei Stunden. Das ist die beste Arbeit, die ich jemals gemacht habe und es macht einen Riesenspaß. Finanziell habe ich den Laden bereits abgezahlt und ich verdiene heute mehr als früher als Bäcker oder gar bei dem miesen Bürojob.

Ich bereue, dass ich mich zehn Jahre meines Lebens als vereinsamter behinderter Mann daheim vor dem PC gequält habe, nur weil ich mich von Leuten habe lenken lassen, die heute noch zu allem eine negative Einstellung haben. Einer dieser Freunde von damals wollte mir vor Kurzem sogar einreden, dass mein Laden durchaus auch mal von Russen überfallen werden könnte und ich hätte keine Möglichkeit mich im Rollstuhl zu wehren. Die Russen in meiner Gegend sind alle sehr freundliche Stammkunden, niemand würde das tun. Ich werde mich nie wieder von solchen Pessimisten lenken lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032168 vom 04.11.2013 um 17:42:47 Uhr (30 Kommentare).

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“Beichte

Der beste Hotel-Chef Deutschlands

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Aggression Boshaftigkeit Selbstsucht Ungerechtigkeit Arbeit

Wenn ich nächstes Jahr - nach dem Hotelmanagementstudium - in die Selbstständigkeit starte, werde ich meine Mitarbeiter knechten bis zum Erbrechen. Ich werde mir alle Vorteile eines Arbeitgebers zunutze machen. Der Mindestlohn und 400 Euro Verträge werden an der Tagesordnung sein. Ich nutze die Abhängigkeit von Studenten genauso aus, wie es bei mir gemacht wurde. Wenn einmal das Wort Urlaub oder Vergleichbares fällt, werde ich Verträge zerreißen wie andere Leute Tempos beim Schnäuzen. Des Weiteren werde ich das Augenmerk nur auf das Wohl meines Unternehmens legen und Bewerbungen von Unmotivierten, Sonderfällen, Faulpelzen oder Aushilfsgangstern, die es wagen, sich bei mir zu bewerben, schnell vom Schreibtisch wehen. Lieber Arbeitsmarkt, ich bitte um Nachsicht.

Beichthaus.com Beichte #00032146 vom 31.10.2013 um 23:43:13 Uhr (37 Kommentare).

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Die Phantomgeräusche

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Dummheit Stolz Arbeit

In dem Unternehmen, bei dem ich arbeite, wurden vor einigen Monaten Mobiltelefone für alle Mitarbeiter eingeführt - zunächst, damit wir uns innerhalb der Firma besser verständigen können. Es handelt sich um ein sehr weitläufiges Werksgelände und das hat schon Vorteile mit sich gebracht. Leider arbeiten wir in zwei Schichten - das bedeutet, die Produktion läuft von 06.00 Uhr bis 0:00 Uhr durch. Irgendwann ist die Firmenleitung dann auf die Idee gekommen, dass wir auch in unserer Freizeit erreichbar sein müssen, falls jemand aus der anderen Schicht eine Frage hat. Die Anrufe sind dann zwar eher selten gewesen, aber war man mal nicht erreichbar, hat es einen Riesenärger vom Werksleiter gegeben. Nun zu meiner Beichte: Ich höre seit einigen Monaten Phantomgeräusche, ich höre also oft mein Mobiltelefon klingeln, obwohl gar keiner angerufen hat. Seit ich in der Spätschicht eingeteilt worden bin, ist es noch schlimmer geworden - ich schrecke morgens im Bett hoch und denke, dass es geklingelt hat. Ich habe mich natürlich schon über das Thema informiert und es ist wohl sehr weit verbreitet, mir macht es aber Angst, dass ich Geräusche höre, die gar nicht da sind. Natürlich ist mir klar, dass sich das Ganze bis hin zu einer chronischen Krankheit oder sogar zur Berufsunfähigkeit entwickeln kann. Meine Beichte ist nun, dass ich es trotzdem noch niemandem erzählt habe und zu Stolz bin, um damit zu einem Arzt zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00032145 vom 30.10.2013 um 10:32:34 Uhr (11 Kommentare).

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“Folge

Angst vor dem banalen Leben

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Trägheit Faulheit Selbstsucht Dummheit Arbeit

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich mich schon seit sechs Jahren erfolgreich vor jeglicher Arbeit gedrückt habe. Nach meinem Abitur, das ich mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen habe, wusste ich nicht so wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Zum Bund musste ich damals nicht, da ich wohl nur eingeschränkt einsatzfähig war. Also habe ich fast ein Jahr lang vor dem Fernseher herumgelungert und bin abends saufen und gelegentlich auch kiffen gegangen. Als meine Eltern genug von meinem Selbstfindungstrip hatten, habe ich mich für ein Jurastudium an einer renommierten deutschen Uni weit weg von meinem Heimatort beworben und wurde auch angenommen. Meine Eltern spendierten mir über diesen Zeitraum großzügig eine kleine 3-Zimmer-Wohnung, in der ich die nächsten drei Jahre lang ein angenehmes und freies Leben führen konnte. Im sechsten Semester konnte ich mich allerdings nicht mehr vor der Zwischenprüfung drücken und wurde im Endeffekt zwangsexmatrikuliert.


Zerknirscht zog ich daraufhin wieder bei meinen Eltern ein, die mich auch erst ein paar Monate lang in Ruhe ließen, damit ich mich von dem erlittenen Misserfolg erholen konnte. Danach wurden sie aber immer drängender, dass ich mir doch endlich eine Ausbildung oder einen Job suchen solle. Jetzt bin ich seit fast zwei Jahren "arbeitssuchend" und werde von meinem Eltern und dem verdammten Arbeitsamt nur noch gegängelt und drangsaliert. Ich fühle mich aber einfach noch nicht bereit dafür, ins Berufsleben einzusteigen. Also gebe ich mir alle Mühe, dass ich noch eine Weile jobsuchend bleiben werde. Ich baue bei Bewerbungsschreiben mit Absicht subtile Fehler ein und werde ich doch einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, gebe ich mir alle Mühe, dass es bei diesem einzigen Gespräch bleibt. Bei weiblichen Gesprächspartnern kratze ich mir während irgendeiner langweiligen Ausführung gerne am Sack herum. Ich nehme vor einem solchen Gespräch auch gerne Speisen mit Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen zu mir. Das damit geförderte Furzstaccato im Bewerbungsgespräch hatte bisher immer eine ablehnende Haltung zur Folge. Ich möchte beichten, dass ich meinen Eltern schon jahrelang auf der Tasche liege und Angst um mein bisheriges Leben habe, weil ich befürchte, dass ihnen irgendwann die Geduld mit mir reißt, und sie mich einfach vor die Tür setzen könnten, wo dann das einfache und banale Leben auf mich wartet.

Beichthaus.com Beichte #00032143 vom 30.10.2013 um 21:23:38 Uhr (32 Kommentare).

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