Ausgleich für den miesen Lohn

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Diebstahl Dummheit Habgier Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m) absolviere meine Ausbildung in einem bekannten belgischen Supermarkt. Eigentlich wollte ich auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen, doch auch nach unzähligen Bewerbungen hat es nicht geklappt. Hier fühle ich mich jedoch ungerecht behandelt. Ich mache Überstunden ohne Ende und arbeite von Montag bis Samstag - wenn man die Berufsschule mit einrechnet. Trotzdem bekomme ich monatlich nur 220 Euro - was natürlich zu wenig ist. Deshalb kann ich mir auch nichts auf die Seite legen und habe mir eine andere Möglichkeit überlegt. Ich nehme jetzt manchmal etwas mit. Seien es Zigaretten und Tabak oder Obst und Gemüse, das definitiv entsorgt werden würde oder Ähnliches. Ich halte diese Klauerei für asozial, aber dadurch bekomme ich ein besseres Gefühl und kann mir einreden, dass ich besser behandelt werde. Ich arbeite mich schließlich für einen lächerlichen Lohn kaputt! Es tut mir leid, dass ich zu so etwas gezwungen bin und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032107 vom 24.10.2013 um 22:06:12 Uhr (9 Kommentare).

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Die Insolvenz des Geizkragens

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Rache Boshaftigkeit Verrat Selbstsucht Arbeit

Ich (m/29) habe vier Jahre lang bei einem recht kleinen Unternehmen als Unternehmensberater für Softwareapplikationen gearbeitet. Bei meinem alten Arbeitgeber war ich sehr erfolgreich - ich hatte in meinem zweiten Jahr bereits mehr Kunden an Land gezogen, als meine Kollegen. In kürzester Zeit hatte ich mir dadurch einen Namen gemacht und wurde bereits von Branchenverbänden zu Vorträgen eingeladen. Firmen kontaktierten mich ohne Akquise und zuletzt habe ich innerhalb eines Jahres ungefähr das Zehnfache meines Jahresgehaltes an Umsatz generiert. Dank meiner Kunden wurde sogar ein ganz neues Entwicklerteam eingestellt. Mein Chef dachte jedoch nie über einen Bonus nach, und meine recht bescheidenen Forderungen nach einer Gehaltserhöhung schmetterte er immer wieder mit lächerlichen Begründungen ab. Generell war er einfach ein extrem geiziger Mensch. In den ganzen Jahren hat er nie zu einer Firmen- oder Weihnachtsfeier eingeladen, was bei einem Unternehmen dieser Größe eigentlich normal ist. Teilweise war es mir sogar peinlich, die Kunden in mein Büro einzuladen, weil es, dank der unnötigen Sparmaßnahmen aussah wie eine bessere Wellblechhütte.


Eigentlich wollte ich nie das Unternehmen wechseln, da ich super Kollegen hatte (eine davon wurde sogar meine Frau) und die Firma nur zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt war. Irgendwann forderte ich dann einen neuen Laptop, da ich auf dem veralteten Teil, das ich nutzte, die neuen Softwarepackages teilweise nicht mehr abspielen konnte - was natürlich auch abgelehnt wurde. Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe dem Geizhals meine Meinung gegeigt. Natürlich hat er mir auch gleich mit einer Entlassung gedroht - die ich allerdings annahm und die Firma verließ. Er rief mich am nächsten Tag an, entschuldigte sich und bot mir einen neuen Firmenlaptop und eine mickrige Gehaltserhöhung an. Das lehnte ich allerdings ab und es blieb bei meiner Kündigung. Aus Rache entließ er dann meine Frau, die mit unserem Streit absolut nichts zu tun hatte, unter fadenscheinigen Begründungen. Dank meines guten Rufs fand ich bei einem großen Konkurrenten recht schnell einen Job und viele Kunden wechselten ebenfalls. Das meiner alten Firma dadurch ein Nachteil entstand hat mir allerdings nicht gereicht - deshalb habe ich zu aggressiveren Mitteln gegriffen und noch weitere Kunden abgeworben. Mein neuer Arbeitgeber war so begeistert von mir, dass ich immer mehr Budget und sogar Mitarbeiter zugeteilt bekam, weshalb mir das weitere Abwerben recht leicht fiel. Dadurch habe ich ihn an den Rand der Insolvenz getrieben. In meiner Rage habe ich nur leider vergessen, dass ich damit meinen ehemaligen Kollegen den Arbeitsplatz nahm. Das tut mir heute noch unheimlich leid und ich glaube, ich werde mir das nicht so schnell verzeihen können.

Beichthaus.com Beichte #00032105 vom 25.10.2013 um 00:38:00 Uhr (8 Kommentare).

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Naschen im Feinkostgeschäft

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Völlerei Diebstahl Selbstsucht Ernährung Arbeit

Naschen im Feinkostgeschäft
Ich habe mehrere Jahre in einem Feinkostgeschäft gearbeitet. Meine Beichte ist, dass ich mich jahrelang genüsslich an den Frischwaren vergangen habe. Ich aß den Tag über Unmengen vom besten Käse, der besten Wurst und vor allem den leckersten Schinken. So kam ich auch in den Genuss des bekannten Pata Negra - der Schinken von Schweinen, die nur Eicheln fressen. Eine Hochrechnung ergibt den Wert von vielleicht 8.000 oder 10.000 Euro innerhalb meiner acht Jahre. Das Gute daran? Ich war immer so satt, dass ich selbst mir nur selten etwas zum Essen kaufen musste. Ich bereue es nicht. Die seltenen Köstlichkeiten waren es wert.

Beichthaus.com Beichte #00032087 vom 21.10.2013 um 01:16:04 Uhr (16 Kommentare).

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Meine Karriere als Wirtschaftsspion

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Betrug Morallosigkeit Diebstahl Verrat Arbeit

Meine Karriere als Wirtschaftsspion
Vor fünf Jahren habe ich ein technisches Studium angefangen, weil damals überall gesagt wurde, dass Ingenieure gesucht werden. Und das ist ja heute immer noch so. Ich war dann auch in der Regelstudienzeit und mit guten Noten fertig und habe mich sehr gefreut, jetzt endlich mit der Arbeit anzufangen. Leider wurde mir überall gesagt, dass ich keine Berufserfahrung mitbringen würde, oder das noch zusätzliche Qualifikationen fehlen. Die einzige Chance für mich, damit jetzt nicht alles umsonst war, bestand darin, als Praktikant die besagte Berufserfahrung zu sammeln. Hier war es wirklich nicht schwierig einen Job zu finden, allerdings habe ich dabei dann auch höchstens 400 Euro verdient und musste vom Gehalt meiner Freundin leben. Was mir sehr unangenehm war, da es auch unsere Beziehung belastet hat. Leider hatten die Firmen, wenn es darum ging, mich dann mal zu übernehmen und normal zu bezahlen, wirklich keinerlei Interesse.

Irgendwann habe ich dann angefangen, Dokumente und Software von den Festplatten der Firma zu entnehmen. Als Mitarbeiter hatte ich ja vollen Zugriff. Als ich dann in einer neuen Firma anfing, stellte sich heraus, dass mein neuer Chef einige dieser Dokumente gut gebrauchten konnte. Diese waren von seinem Konkurrenten mit einem Riesenaufwand erstellt worden und sozusagen das perfekte Muster. Mein Chef war natürlich begeistert von den Informationen und ich bin an diesem Tag mit mehreren Hundert Euro Schwarzgeld nach Hause gekommen. Ich habe ihn auch noch mit weiteren Unterlagen versorgt. Lange Rede kurzer Sinn, auch in dieser Firma wurde ich wieder entlassen, als ich dann nicht mehr nützlich war. Allerdings wurde ich nun wenigstens bezahlt. Natürlich habe ich auch wieder jede Menge Unterlagen mitgehen lassen. Heute ziehe ich als Praktikant von Firma zu Firma, bei manchen Unternehmen bin ich nur eine Woche, das reicht aber bereits um den Server leer zu machen. Besonders kleine Firmen freuen sich immer, wenn sie von mir den Festplatteninhalt von den Großen bekommen, mittlerweile habe ich auch schon zwei feste Kunden. Im Auftrag eines Kunden habe ich dann auch gezielt bei einem seiner Konkurrenten gearbeitet.

Ich bin also unfreiwillig zu einem Wirtschaftsspion geworden. Allerdings sehe ich mich auch gerne als eine Art Robin Hood, obwohl es mich traurig macht, dass ich nicht wirklich in meinem studierten Beruf arbeiten kann. Keine Ahnung, was ich in ein paar Jahren als Berufserfahrung vorweisen soll. Dass ich in sechzig verschiedenen Firmen gearbeitet und Festplatten leer geräumt habe?! So wird mich sicherlich niemand einstellen. Aber immerhin muss ich jetzt nicht von Sozialhilfe leben und komme finanziell über die Runden. Für die Firmen tut es mir auch nicht wirklich leid, denn es war noch kein Unternehmen darunter, bei dem ich das Gefühl hatte, dass man mehr sucht, als eine billige Arbeitskraft. Auch das Betriebsklima war oft sehr schlecht oder von einer anstrengenden Scheinheiligkeit geprägt. Aber vielleicht bekomme ich irgendwann ja tatsächlich eine Festanstellung und höre dann damit auf.

Beichthaus.com Beichte #00032071 vom 18.10.2013 um 21:02:38 Uhr (22 Kommentare).

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Widerrechtliches Parken

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Engherzigkeit Falschheit Arbeit Auto & Co.

Ich arbeite in einem Betrieb, der täglich auch knapp 150 anderen Leuten einen Arbeitsplatz bietet. Auf der einen Seite ist ein Wohngebiet mit dreißiger Zone - also kleine Nebenstraßen. Und auf der anderen Seite verläuft die sechsspurige Bundesstraße. Die einzigen Parkmöglichkeiten sind also die knapp 30 Parkplätze auf dem Firmengelände. Davon sind allerdings 12 für die Obrigkeit reserviert! Die einzige wirkliche Alternative dazu war immer das Wohngebiet, aber dort wird inzwischen gerne mal was abgeschleppt. Deswegen parke ich seit einiger Zeit immer auf dem riesigen Parkplatz einer uns allen bekannten Fast-Food-Kette, der fast direkt nebenan ist. Da steht zwar ein Schild, dass man abgeschleppt wird, wenn man dort widerrechtlich parkt, aber es ist seit sieben Monaten nichts passiert.

Beichthaus.com Beichte #00032022 vom 09.10.2013 um 15:19:40 Uhr (5 Kommentare).

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